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"E-Mails checken": Jeder Zweite arbeitet im Urlaub

06.07.2012 | 14:26 |   (DiePresse.com)

Jeder fünfte Arbeitnehmer plant sogar über drei Stunden pro Urlaubstag zu arbeiten. Die Gewerkschaft will daher für eine handyfreie Freizeit kämpfen.

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Viele Beschäftigte können auch im Urlaub nicht richtig abschalten. Fast die Hälfte der Arbeitnehmer arbeitet im Urlaub bis zu drei Stunden pro Tag, ergab eine Studie des Beratungsunternehmens Regus unter mehr als 16.000 Befragten in über 80 Ländern. 20 Prozent der Befragten haben demnach sogar vor, über drei Stunden pro Urlaubstag mit beruflichen Tätigkeiten zu verbringen.

Möglich machen die ständige Verfügbarkeit Smartphone & Co. Mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer will elektronische Geräte auch im Urlaub in der Nähe haben und nicht vollständig ausschalten.

"Versuchung, laufend die E-Mails zu checken"

"Die Entwicklung der technischen Geräte bringt die Möglichkeit mit sich, immer mit dem Arbeitsumfeld verbunden zu sein - damit erliegt man leicht der Versuchung, laufend die E-Mails zu checken und Dinge zu erledigen, die sich daraus ergeben", sagt Alisa Kapic, Country Manager Austria bei Regus. Echte Erholungszeiten seien aber wichtig, um sich zu entspannen und persönliche Beziehungen zur Familie oder anderen nahestehenden Personen zu pflegen.

Die Entscheidung, die Arbeit ruhen zu lassen, könne den Unterschied zwischen einer gesunden und einer ausgebrannten Arbeitskraft ausmachen. "Durch Stress kann die Fähigkeit nachlassen, auf Herausforderungen angemessen zu reagieren, was den Stress weiter erhöht – ein Teufelskreis", sagt Kapic weiter. "Es ist daher wichtig, dass berufstätige Menschen ab und zu einmal ganz abschalten und sich wirklich erholen."

"Regeln müssen von Arbeitgeber gesetzt werden"

Für eine handyfreie Freizeit will auch die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) kämpfen. Gewerkschaftschef Wolfgang Katzian kritisierte, dass es nicht sein könne, dass Menschen jederzeit auf Knopfdruck aktivierbar sein müssen.

Die Deutsche Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat erst vor kurzem eine deutliche Trennung von Arbeit und Freizeit gefordert. "Es muss ganz klare Regeln innerhalb eines Betriebes geben, was Handykultur, Mailverkehr angeht. Diese Regeln müssen vom Arbeitgeber gesetzt werden, aber auch von den Beschäftigten gelebt werden", sagte sie.

88 Prozent der Berufstätigen sind nach einer BITKOM-Umfrage vom vergangenen Sommer auch außerhalb ihrer Arbeitszeit per Handy oder E-Mail erreichbar.

(APA)

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14 Kommentare

Selbst schuld!

Laptop und Firmenhandy zu Hause lassen bzw. abdrehen und nicht einschalten - und gut ist!

Die Schnorrer fangen sich eben in ihrer eigenen Falle

Wer sich ein Privathandy leistet, der kann das Diensthandy am Abend, am Wochenende und im Urlaub auch einfach abdrehen.

Ist dann vielleicht kein teures iPhone. Und Roaming wird auch ein paar Cent extra kosten. Aber dafür ist man unabhängig.

Re: Die Schnorrer fangen sich eben in ihrer eigenen Falle

Geh bitte, so ziemlich jeder hat ein Firmen- und ein Privathandy. Glauben Sie, dass die Arbeitnehmer wollen, dass der Arbeitgeber weiß, wann man wen angerufen hat? Das geht den Arbeitgeber wirklich nix an.

Ein guter Scherz

Zwei Beispiele:

a) Rechtsanwaltsanwärter: 60 Stunden/Woche sind sowas wie "Normalarbeitszeit", Urlaub hat man keinen, weil den muss man sich für die Vorbereitung zur Rechtsanwaltsprüfung "zusammensparen".

b) Turnusärzte: ständige "Bereitschaftsdienste", die de facto nichts anderes als normale Dienstzeiten sind, weil entweder eh normale Arbeit zu erledigen ist oder die Leute ansonsten zumindest für administrative Sachen eingesetzt werden.

Liebe Gewerkschaft: wie wäre es, wenn ihr euch endlich einmal dafür einsetzt, dass BESTEHENDE Gesetze halbwegs vernünftig VOLLZOGEN werden, bevor für die anderen, die ohnehin schon im Luxus einer 40h-Woche bei tatsächlichem (nicht nur fiktiven) Urlaub leben, noch besser und besser gestellt werden?


Re: Ein guter Scherz

Gewerkschaften schützen nur die eigenen Funktionäre! schon vergessen?

Das entscheidet

doch jeder für sich selbst. Dazu braucht man sicher nicht die Ahnungslosen Gewerkschafter. Wir Österreicher können schon selbst entscheiden, wann und welches Mail, gelesen wird.

Gast: Spastik-Kompetenzzentrums
06.07.2012 16:32
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Was wiederum beweist das viele Arbeitnehmer durch den Euro-Wahnsinn ihrer Arbeitgeber infiziert wurden.

Erste Symptome:
Fuchteln häufig mit Händen und Füßen oder sie winden sich beim Sitzen.
Laufen häufig mit Mobiltelefonen herum, in denen dies unpassend ist.
Sind häufig meist unnötig laut und hyperaktiv und bekommen Panikattacken bei absoluter Ruhe.

Fortgeschrittene Symptomatik.
Zeigen ein anhaltendes Muster exzessiver motorischer Aktivitäten, die durch den sozialen Kontext oder Verbote nicht durchgreifend beeinflussbar sind.
Platzen häufig mit ihrer Antwort heraus, bevor die Frage beendet ist.
Können sich häufig nicht in einer Reihe anstellen oder warten, bis sie bei der Befriedigung ihrer Bedürfnisse oder in Gruppensituationen an die Reihe kommen.
Unterbrechen und stören andere häufig (z.B. mischen sie sich ins Gespräch oder in die Arbeit anderer ein);
Reden häufig exzessiv ohne angemessen auf soziale Beschränkungen zu reagieren oder verlieren bei Widerrede die Fassung.

Gast: soises
06.07.2012 14:33
9 0

abschalten

Vielleicht kann man als Führungskraft nur abschalten wenn man weiß dass alles läuft?

Sollte man es mündigen Menschen nicht selbst überlassen wie sie ihre Urlaubszeit verbringen wollen?

korrekt

Aber leider wird bei manchen Firmen insgeheim vorausgesetzt, dass ein guter und loyaler Mitarbeiter auch im Urlaub seine Mails checkt.
Daher ist es grundsätzlich schon i. O., wenn die Gerwerkschaft (bzw. AK) darauf schaut, dass dies nicht das Ziel sein kann.

1 0

Re: korrekt

Richtig, genau so kenne ich es auch - zum Glück nicht aus eigener Erfahrung. Die mobile Kommunikation ist vor allem für Manager eher ein Fluch als ein Segen. Bei manchen Firmen - vor allem multinationale Konzerne, die zudem rund um die Uhr in Betrieb sind -, müssen Manager zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar sein.

Aber nicht so wie früher für Notfälle, sondern für normale Angelegenheiten mit denen der Anrufer daher nicht bis zum nächsten Tag oder Ende des Urlaubs warten muss sondern einfach anruft. Wenn dann nicht abgehoben wird, muss zumindest innerhalb ein paar Minuten rückgerufen werden.

In dem Artikel wird das so dargestellt, als wären manche süchtig danach, was es sicher auch geben wird. Das eigentliche Problem ist aber, dass vor allem Manager ständig erreichbar sein müssen. Da hilft auch keine Gewerkschaft, deren Einschätzung interessiert niemanden. Der kleine Angestellte muss zumeist sowieso nicht erreichbar sein.

Antworten Antworten Gast: wenn
06.07.2012 16:57
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Re: korrekt

wenn der blödel auch im urlaub mails checked ist er selber schuld...wenn er sich nicht zu sagen traUT " mein urlaub gehört mir und die mails check ich wenn ich zurück bin " dann kann ihm auch der unfähigenhaufen von ögb ubd ak nicht helfen....dies ist nur der ösiregulierngswahn die für jeden dreck eine verordnung brauchen....eben ein dummerlsystem der snderklasse...

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Re: Re: korrekt

Man kann sich das trauen, aber sollte schon wissen, wer der nächste Arbeitgeber sein wird. Der sich das aber auch nicht anhören will.

Re: Re: Re: korrekt

Ich würde gar nichts sagen, sondern es einfach nicht tun und das Firmenhandy abgedreht lassen.

Lt. Gesetz darf man im Urlaub nicht arbeiten, weil der Urlaub der Erholung dienen soll. Das weiß auch der Arbeitgeber, folglich kann er den Arbeitnehmer nicht dazu zwingen, im Urlaub zu arbeiten. Zum Arbeiten gehört eben auch das Checken von beruflichen E-Mails und das Annehmen von beruflichen Telefonaten.

Wenn sich der Arbeitgeber insgeheim erwartet, dass man das tut, dann ist das sein Problem.

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Re: Re: Re: Re: korrekt

Jedenfalls Manager in größeren Konzernen können sich diesen Luxus nicht leisten. Ja, es ist das Problem des Arbeitgebers, der sich dann jemand anderen für den Posten suchen muss.

Die Gesetze sind da nicht so interessant. Die Firma zahlt deswegen dann vielleicht eine hohe Abfertigung, will aber den Mitarbeiter nicht mehr sehen, der sich nciht aus eigenen Stücken voll für das Unternehmen einsetzt.

Hobbyökonom