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Rezession in Kroatien und Slowenien

06.07.2012 | 18:20 |   (Die Presse)

Das Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche revidiert seine Prognose stark nach unten. Das Institut erwartet, dass Kroatien, Serbien und Slowenien 2012 in die Rezession schlittern werden.

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Wien/Stef. Wie man eine ernste Situation recht freundlich umschreibt, zeigte Peter Havlik am Freitag. Das Umfeld für die Staaten Südost- und Osteuropas sei derzeit „etwas ungünstig“, erklärte der Vizechef des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw).

Das gilt vor allem für jene Nationen, die mit dem angeschlagenen Griechenland wirtschaftlich eng verbunden sind. Dazu zählen beispielsweise die Staaten des früheren Jugoslawien sowie Bulgarien. Entsprechend senkte das wiiw seine Prognose für das Wirtschaftswachstum. Das Institut erwartet, dass Kroatien, Serbien und Slowenien 2012 in die Rezession schlittern werden (siehe Grafik). Im Februar waren die Wirtschaftsforscher noch von einem Aufschwung in Serbien und Kroatien sowie einem kleineren Minus für Slowenien ausgegangen.

„Die Eurokrise schwebt als großer Unsicherheitsfaktor über der ganzen Region“, sagt Havlik. Davon abschotten können sich am besten jene Länder Osteuropas, die der Ökonom als „Peripherie“ bezeichnet: Türkei, Russland, Ukraine.

Auch eine Lösung für die düsteren Aussichten in der EU und den angrenzenden Ostländern hat das wiiw parat: Die Sparpolitik solle „abgeschwächt beziehungsweise aufgegeben werden“. Bleibt die Frage, woher das Kapital dafür kommen soll. Bereits jetzt leihen Investoren vielen verschuldeten Staaten Geld nur noch – wenn überhaupt – gegen hohe Zinszahlungen. Solle eben die EZB einspringen und die Länder mit Liquidität versorgen, meint Havliks Kollege Leon Podkaminer. Zu höherer Inflation müsse das „nicht notwendigerweise“ führen.

Grafik: Die Presse

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.07.2012)

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6 Kommentare
Gast: Ramón
08.07.2012 15:31
1 0

2013

Seit Jahren ist immer im Jahr darauf eine Erhohlung spürbar. Echt sehr interessant

Gast: total crash
07.07.2012 13:11
4 1

Getürktes Zahlenwerk !!

Türkei mit Milliarden € Subventionen aus der EU wird als Wirtschaftsmotor hingestellt ;O)

Toll !!!!!

Antworten Gast: Gesichtschirurg
08.07.2012 08:30
2 0

Re: Getürktes Zahlenwerk !!

Welche EU Subventionen ? Wie hoch sind die Beitrittshilfen für die Türkei ?

- 900 Mio. / Jahr

Wie hoch ist die Wirtschaftshilfe für ein Griechenland, das weniger Einwohner als Istanbul hat, letztes Jahr gewesen ?

- 120 Milliarden

Über so viel Unwissenheit kann man nur den Kopf schütteln.

Gast: Fprester
07.07.2012 13:05
1 0

Türkei gehört nicht zu Europa

Zitat: "Davon abschotten können sich am besten jene Länder Osteuropas, die der Ökonom als „Peripherie“ bezeichnet: Türkei, Russland, Ukraine". Die Türkei hat geographisch nur einen kleinen Zipfel auf dem Kontinent Europa. Der weitaus grösste Teil gehört zu Asien. Ist es Absicht, dass seit einigen Jahren die Türkei immer Europa zugeschlagen wird? Oder muss diese Diktion sein, damit man die Türkei in die EU aufnehmen kann.

Auch Russlands Fläche liegt zum grösseren Teil in Asien (östlich des Urals). Dessen Hauptstadt Moskau hingegen liegt im europäischen Teil Russlands.

Das derzeitige Hochjubeln der Wirtschaft der Türkei steht in eigenartigem Gegensatz zu den Fakten. Soll sie "beitrittsreif" für die EU dargestellt werden? Die türkische Währung verlor seit 2008 gegenüber dem Schweizer Franken etwa 50 % und gegenüber dem Euro 30% an Wert. Die Teuerung ist hoch. Das Leistungsbilanzdefizit lag 2011 bei 10% und dürfte 2012 in der gleichen Grössenrdnung liegen. Das Verhältnis von Einfuhren zu Ausfuhren liegt seit etwa 2002 fast konstant bei 60-70%. Der Binnenkonsum wird offenbar durch exzessive Kreditvergabe stimuliert.

Antworten Gast: Gesichtschirurg
08.07.2012 08:26
0 0

Re: Türkei gehört nicht zu Europa

Die Türkei will gar nicht mehr in die labile EU.

Das Hochjubeln der Wirtschaft gewisser EU Länder ist, wie sich jüngst gezeigt hat, evident in der EU. Da sollten Sie sich nicht so sehr um die Türkei sorgen.

Ihre Türkei-Phobie macht Sie blind für die EU-eigenen Probleme.

Gast: Liberaler Europaer
06.07.2012 22:04
0 0

Türkei,Vorbild für Europa ?


Hobbyökonom