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Liborskandal: EU-Kommissar will Regeln verschärfen

09.07.2012 | 10:02 |   (DiePresse.com)

Mehreren Banken wird vorgeworfen, den internationalen Referenzzinssatz Libor manipuliert zu haben.

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Nach dem Skandal um versuchte Zinsmanipulationen bei mehreren Großbanken sollen einem Zeitungsbericht zufolge EU-weit strengere Regeln eingeführt werden. Zu den Plänen von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier gehöre unter anderem, Versuche, wichtige Marktindizes in der Europäischen Union zu beeinflussen, unter Strafe zu stellen, berichtete die "Financial Times". Schlupflöcher sollten geschlossen werden. Die Regeln, wie die Liborzinsrate für den Interbankenverkehr festgelegt wird, solle auf den Prüfstand.

Die Manipulation solcher Raten sei "Betrug" und habe möglicherweise "Konsequenzen für das ganze System", zitierte die "FT" den Binnenmarktkommissar. Bei der britischen Barclays-Bank hatte es Versuche gegeben, den Liborzins, zu dem sich Banken gegenseitig Geld leihen, zu beeinflussen. Gegen weitere Institute, darunter die Deutsche Bank, laufen Ermittlungen. Bei Barclays hatte Chef Bob Diamond gehen müssen. Die britischen Behörden haben ein Ermittlungsverfahren aufgenommen.

Am Montag wurde der Vizechef der Bank of England (BoE), Paul Tucker, in London vor einem Parlamentsausschuss zur Untersuchung des Skandals erwartet. Ihm wird vorgeworfen, von der Zinsmanipulation gewusst oder sie angetrieben zu haben. Er streitet das ab.

 

(APA/Reuters)

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3 Kommentare
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Ich hab beteits die neuen

Regeln übermittelt bekommen. Die härteste lautet kein Abendessen für die Bankmanager wenn Sie Manipulationen durchführen. Aber eh nur an einem Abend. Wär doch sonst unmenschlich.

Gast: Reflector
09.07.2012 11:28
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Unbeachtet

von der Öffentlichkeit brennt hier die Lunte einer gewaltigen Bombe. Es geht um Billionen €.

Diese Zinssätze könnte man ganz einfach und transparent gestalten indem man wie an einer Börse verbindliche Abschlüsse zustandekommen lässt und gleichzeitig OTC Geschäfte in diesem Bereich unter Strafe stellt.

Allerdings wäre das Ergebnis der dann viel höher ausfallenden Zinssätze, extrem unangenehm für unsere Politmarionetten. Es hiesse dann für alle Schuldner, und darunter befinden sind auch viel öffentliche, höhere Zinslasten zu schultern.

Und genau hier schliesst sich dieser Betrugsring perfekt, wo sich die 'unabhängigen' ZBs auf Geheiss der Politik immer in die Bresche werfen um die Zinsen unten zu halten.

Also man kann getrost darauf vertrauen, dass man versucht diese unangenehme Öffentlichkeit in dieser delikaten Sache mit ein wenig Show abzuspeisen und zum einschlafen zu bringen damit man endlich wieder in aller Ruhe den gewohnten Betrugsgeschäften nachgehen kann.

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britischen Barclays-Bank hatte es Versuche gegeben

Ach, sie hat nur versucht!? Und deshalb tritt gleich der Oberfuzzi dieser Bank zurück!

Außerdem widerspricht sich dieser Artikel selbst. Im letzten Absatz wird dann angemerkt, daß es sehr wohl Zinsmanipulationen gegeben hat. Wundere mich schon seit Tagen, daß es hier ja eine Diskretion in den Medien gibt, die sonst überhaupt nicht üblich ist. Noch dazu, wo diese Affäre die gesamte Geldpolitik der EU betrifft!

Hobbyökonom