Zinskartell: Der Betrug des Jahrhunderts?

10.07.2012 | 13:57 |  STEFAN RIECHER (Die Presse)

Laut in den USA und Kanada eingebrachter Klagen haben Banken den Libor nach Belieben manipuliert. Notenbanken und Politiker sollen davon gewusst und Kreditnehmer weltweit dafür bezahlt haben.

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Wien. An Betrügereien von enormem Ausmaß mangelt es in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte nicht. Man denke nur an den Fall des Vermögensverwalters Bernard Madoff, der Anleger weltweit um 65 Milliarden Dollar erleichtert hat. Umso schwerer fällt es ins Gewicht, wenn das US-Magazin „Time" im Internet titelt: „Der Libor-Skandal: Betrug des Jahrhunderts?"

Der Libor gilt als einer der wichtigsten Zinssätze der Welt. Kosten und Erträge für komplexe Finanzprodukte, aber auch für normale Verbraucherkredite hängen von ihm ab. Es geht um ein Volumen von jährlich mindestens 360.000 Milliarden Dollar (290.000 Mrd. Euro). Das entspricht in etwa der tausendfachen Wirtschaftsleistung Österreichs. Bis zu 18 Großbanken sollen den Libor von 2005 bis 2009 bewusst zu ihren Gunsten manipuliert haben. Mittlerweile untersuchen die Behörden in den USA, Kanada, Europa und Japan. Betroffen sind etwa die Deutsche Bank, UBS, Citigroup, JP Morgan, HSBC und die Bank of America. Bereits verurteilt wurde die britische Barclays. Das Institut bezahlte eine Strafe von 452 Millionen Dollar, und Firmenchef Bob Diamond brachte seinen Rücktritt ein.

Die dubiose Rolle der Notenbanken

Die Verurteilung von Barclays könnte die Lawine erst ins Rollen gebracht haben. Der Skandal hat mittlerweile längst die britische Politik erreicht, und auch die Rolle der US-Zentralbank „Fed" scheint immer fragwürdiger - sie soll von den Manipulationen gewusst haben. Zuvor beschuldigten mehrere Barclays-Manager die Bank of England, den Betrug nicht nur geduldet, sondern bewusst angezettelt zu haben. Montagabend musste deshalb deren Vizegouverneur, Paul Tucker, vor einem Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen. Dort sagte er, die Bank of England trage keine Verantwortung für den Libor-Satz.
Auf EU-Ebene forderte nun Binnenmarktkommissar Michel Barnier „höhere Strafen" für die unlautere Manipulation von Zinsen, ohne Details zu nennen.

Dass es ein Zinskartell gegeben hat, bei dem sich Banken unerlaubterweise abgesprochen haben, steht praktisch außer Frage. Der Libor-Zinssatz wird aus den durchschnittlichen Refinanzierungskosten von bis zu 18 Instituten errechnet. Jeden Vormittag müssen die Banken bekannt geben, zu welchem Zinssatz sie sich gegenseitig Geld leihen. Bei der Berechnung des Durchschnitts werden die vier höchsten und die vier niedrigsten Werte nicht berücksichtigt. Eine Bank allein kann den Zinssatz also nicht beeinflussen.

Es drohen Tausende von Klagen

Laut in den USA und Kanada eingebrachter Klagen haben die Banken den Libor je nach Belieben nach unten wie nach oben manipuliert. Geben die Institute ihre Refinanzierungskosten zu niedrig an, stellen sie ihre eigene wirtschaftliche Lage besser dar, als sie ist - und polieren damit ihren Ruf als vertrauenswürdige Bank auf. Manipulieren sie die Refinanzierungskosten nach oben, können sie für Kredite höhere Zinsen verlangen. Die Zinsspanne steigt, und die Banken fahren höhere Gewinne ein.

Sollten sich die Vorwürfe als richtig erweisen, betrifft das Millionen Kreditnehmer. Dutzende von ihnen haben in New York Klagen gegen US-Großbanken eingebracht. Die Frage, ob es sich um den „Betrug des Jahrhunderts" handelt, beantwortet „Time" so: „Das wahre Ausmaß muss erst enthüllt werden. Aber es könnte schwierig werden, ein schlimmeres Vergehen zu finden."

(c) Die Presse / HR

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.07.2012)

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220 Kommentare
 
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der Betrug des Jahrhunderts

fand in Wien statt.

Denn der BAWAG Prozess wird mit nichts zu überbieten sein was je in Österreich geboten wurde.
Vielleicht der LUCONA 9Fachmord, aber da werden sich viele nicht erinnern.

Bankrobbery

Der Banküberfall auf die Geldbörsen der Bürger aufgrund der herrschenden Politk, die sich zu Handlangern dieses Ganovensystems machen geht auf keine Kuhhaut.
Es besteht eine enge Verknüpfung der Politik mit der Bankenlobby!
Solange sich die Bürger nicht wehren wird dieses Ganovensystem in den nächsten Jahrzehnten so fortgeführt!

„höhere Strafen" für die unlautere Manipulation

(Michel Barnier)

Was bitte sollen unlautere Manipulationen sein? Hält Barnier Manipulationen des LIBOR/EURIBOR in gewissen Situationen für legitim?

Der Turm zu Babel wankt und Mammon verlangt sein Blutgeld.


Gast: klaus3
10.07.2012 21:25
2

Vor

20 Jahren hat man uns erklärt der Markt regelt sich von alleine und man hat die Kontrollen durch den Staat verteufelt. Jetzt nachdem die Selbstkontrolle der Banken versagt hat muß der Steuerzahler die Banken retten.

Gast: Argesauge
10.07.2012 20:56
4

es ist Zeit für

eine weltweite Abschöpfung von aus Finanzgeschäften erwirtschaftetem Vermögen -->

inkl. Schließung aller! Steueroasen
offenlegung aller! Vermoegen > xx Mio.

verpflichtende Meldung aller! Finanzgeschaefte an aufsichtsbehoerden + Internet für jeden einsehbar!!!

es werden sich dann die wahren Verbrechen und Machtverhältnisse auf dieser unserer! Erde zeigen!

es ist nicht weiter zu akzeptieren, dass physishe Personen überwacht und kontrolliert werden - und als Urheber diverser gefahren gesehen werden, wenn gleichzeitig saemtliche vermoegensverhältnisse verschleiert werden!

mit diesen vermögen werden weltweit heisere Verbrechen und zahlreichere Morde begangen als Einzelpersonen es je zustande bringen würden!

nicht einmal die Verwendung von im öffentlich Eigentum stehendem Eigentum darf der Eigentümer (wir alle) Bescheid wissen.

oder wissen Sie zu welchen Preisen Staatseigentum an Freunderln vergeben werden?
wie hoch etwa die Mieten für Flächen der Gemeinde Wien sind? wer davon profitiert? Etc.

Alles ist geheim und Veröffentlichung mit Strafe bedroht.

Aber Hauptsache Sie geben ihre Fingerabdrücke ab, werden bei jedem Flug gescannt, bei jeder Autofahrt ihre nummerntafel aufgezeichnet, jedes Telefonat und jeder Internetklick gespeichert!

Es ist eine brutale Diktatur der Kapitalbesitzer - die Arbeitende Klasse wird überwacht, mit Mord und Gefängnisstrafen unterdrückt.

Die Erben dieser Vermögen saufen Champagner, während Millionen elend dahin vegetieren!

REVOLUTION JETZT !

Re: es ist Zeit für

Das Finanzkapitalsystem frisst uns alle.

Unsere Kinder haben keine Zukunft.
Die Ordnung wird zerbröckeln.

Enden wird es in Anarchie.

Re: Re: es ist Zeit für

unsere einzige Chance ist eine Koalition ohne SPÖ/ÖVP für die nächsten 50 Jahre.

Nur dann kann aufgeräumt werden.
Bomben wie die ASFINAG entschärft werden.
Nur dann wird eine sinnvolle Reform in Austria durchgeführt.

SPÖ/ÖVP ist nicht mehr Regierungsfähig.

Protest

wir lassen uns einfach zuviel gefallen. wir werden geprügelt und wehren uns nicht.
wann endlich demonstrieren wir gegen diese raubritter und deren helfer aus politik und notenbanken usw.
Wann? Wann?
Wer könnte so etwas organiseieren.
Wutbürger vor die banken!

Gast: Gartena
10.07.2012 18:34
0

Gold und Silber

Ein Interview auf CNBC zum Thema Gold und Silber Manipulation:

http://der-klare-blick.com/2012/07/cnbc-gold-silber-werden-manipuliert-wie-der-libor/

Re: Gold und Silber

Man muss sich nur die Entwicklung des Goldpreises über den Tag ansehen!

http://www.comdirect.de/inf/indizes/detail/chart_kd.html?timeSpan=10D&ID_NOTATION=1326189

Fast jedes Mal (an ca. 4 von 5 Tagen) zur Eröffnung der US- Märkte fällt der Goldpreis stark.

Ist das alles Zufall?
Da muss man schon sehr naiv sein, wie die US- Aufsichtsbehörde, die offensichtlich nicht sieht, was jeder Laie sehen kann.

No-na-ned

Es gibt ein frei im Wert manipulierbares Transfermedium für wirtschaftliche Transaktionen, das völlig ohne reale Wertbesicherung funktioniert. Es nennt sich Geld (eigentlich Geld 2.0).

Völlig logisch, dass jene, die dieses Geld beliebig manipulieren können, dies zum eigenen Vorteil nutzen. Das nennt man "menschliche Natur".

Darum hatte man auch früher auch wertgesichertes Geld als Tauschmedium (Geld 1.0). Das war eigentlich sinnvoller, auch wenn damalige Gold/Silber/Kauri-Muschel-Standards heute nicht mehr sinnvoll sind.

Um das Problem an der Wurzel zu beseitigen brauchen wir "demokratisches" (nicht durch einzelne manipulierbares) Geld, das zu 100% durch reale Ressourcen im Wert besichert ist und im Wert den Zyklen dieser Ressourcen folgt.
Ohne Geld 3.0 wird sich nichts ändern.

Schade nur, dass 95% aller realen Ressourcen (die zur Wertbesicherung taugen würden) von nur 5% der Menschen kontolliert werden.
Um hier eine echte Reform durchzuführen, müsste auf diese 5% zuerst mal massiv das Verfassungs-Prinzip "Gleichheit" angewendet werden ...

Gast: Hunter
10.07.2012 15:36
2

Die banken und Wirtschaftsmafia und ihre korrupten Handlanger in Poitik und Medien!

Und wissen sie wie sich der Dreck in Summe nennt?
Demokratie.....

Re: Die banken und Wirtschaftsmafia und ihre korrupten Handlanger in Poitik und Medien!

Bitte zu differenzieren!

"Demokratie" ist nur ein verwendeter Propaganda-Begriff.

Mit echter Demokratie haben die pseudo-demokratischen Lobbykraturen doch nichts zu tun.

Also nicht die Demokratie schlechtmachen. Es gibt sie halt (fast) nirgends und man nennt etwas anderes fälschlich so, das heisst nicht, dass das Prinzip Demokratie nicht gut wäre!

Antworten Antworten Gast: Hunter
10.07.2012 18:25
1

Re: Re: Die banken und Wirtschaftsmafia und ihre korrupten Handlanger in Poitik und Medien!

Stimmt - das Prinzip.
Nur es funktioniert nirgendwo richtig.

Re: Re: Re: Die banken und Wirtschaftsmafia und ihre korrupten Handlanger in Poitik und Medien!

Historisch ist das wohl ein Werkzeug-Problem gewesen: direkte Demokratie war nicht machbar.

Heute, in Zeiten von Internet und Co., ist das technisch leicht machbar.
Heute blockieren die auf Machterhalt geeichten monopolistischen Systeme jeden diesbezüglichen Fortschritt.

In der Verfassung steht was davon, das Österreich eine demokratische Republik zu sein hätte. Beides (Volksherrschaft, Staat als Sache des Volkes) stimmt heute nicht, in unserer lobbykratischen Bürokratur.

Wir Bürger hätten also jedes Recht, die Regierung abzusetzen und eine direkt demokartische zu etablieren.

Keine Bankenrettungen mehr ! GOOD BANKs staat BAD BANKS



Staat Bad Banks sollte man sofort GOOD BANKS gründen, die dem Volk gehören, und die die Einzigen Banken zu sein haben, die quasi Geld drucken dürfen (Kreditzinsen).
Dazu müssen aber auch drastische Strafen her, für die Manager dieser GOOD BANKS wenn die SCH... bauen!
GOOD Banks sollen Kredite an Firmen etc. vergeben, wenn diese gut abgesichert sind.
GOOD BANKS sollen die Staatsanleihen ausgeben und dafür die horrenden Provisionen kassieren. Niemand schreibt wieviel Provisionen die Banken für die Aussage der Staatsanleihen kassieren !!!!

Ich möchte wissen...

...was war am Kommunismus so schlecht??

Zuerst wollten die Menschen keine Eingriffe durch den Staat, jetzt schreien Sie danach!


Antworten Gast: FYI
10.07.2012 14:41
1

Re: Ich möchte wissen...

Betrachten Sie, wer den Kommunismus mit welchen Gedanken dahinter gefördert hat.Wer hat den Kommunismus mit Geld unterstützt und warum?

Wer hat Lenin etc. warum finanziert?
- Ein paar Tipps:
1) in der Hochfinanzwelt gibt es Leute, denen der Kommunismus sympathisch war, auch jetzt noch ist.
Nicht jede Person in der selbsternannten Elite ist Kapitalist.
Auch mit Kommunismus kann man Menschen (zentral) kontrollieren, steuern, nicht nur mit Kapitalismus.
-> EU entwickelt sich zu Kommunismus gesteuert von Superkapitalismus.

2) Warum könnte ein Kommunismus Vorteil gewesen sein?- Schon im 18., 19.Jh mit Bürgerbewegungen wurde von d.Hochfinanz gegen absolute Herrscher, so auf den Bürger (dann auch Arbeiter gesetzt-> am besten man kontrolliert immer alle Seiten über deren oberste Personen; mischt diese gegeneinander auf-> teile und hersche), im 1.WK ging es darum die Monarchen zu entthronen-
in Folge wurde in Russland der Kommunismus gefördert. These und Antithese: dieser sollte als Gegenpol dienen-> gegen Kirche, aber auch um Familien aufzusplitten (kleinste Einheit des intakten Staates ist die intakte Familie), (...) auch als Massenkontrolltest quasi.
Sowjet-USA->Kalter K.-> jeder Krieg,Krise-> Inflation/Umverteilung.
3)Wie oft hat Marx, Lenin etc. die Geldschöpfung angesprochen?
um was ging es? - vor allem nur Umverteilung. Geldschöpfung steht über Umverteilung.
Kommunismus wurde wie jede andere Bewegung derartig beinflusst, die Geldschöpfung nicht zu breit anzusprechen.

Antworten Antworten Gast: Papa Schlumpf
10.07.2012 15:46
0

Re: Re: Ich möchte wissen...

Leider gibt's nicht einmal einen halbwegs objektiven Geschichtsunterricht. Wohl nicht zufällig...

Antworten Antworten Gast: FYI
10.07.2012 15:33
2

Re: Re: Ich möchte wissen...

Ironie der letzten Jahrhunderte:

Von absoluten (königlichen) Herrschern glaubte das Volk frei zu werden, landete aber wieder bei eigentlich absoluten Herrschern (in und über die Finanzwelt).

Folglich nicht wirklich ein Fortschritt für die Freiheit der Einzelperson.

"Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlicher weise glaubt frei zu sein." (Johann Wolfgang von Goethe)

Wenn man Äpfel von Birnen nicht unterscheiden kann...


....sollte man nicht posten.

Fakt ist...


...Gesetzgebung, Verwaltung und zum Teil die Rechtsprechung wird von den Bankstern ausgehebelt.

Das ist nicht nur eine Sauerei, sondern ein Krieg
gegen unsere demokratischen Säulen.

Re: Fakt ist...

Das haben doch die Politiker selbst zu verantworten.
Kindergartensprech á la "Bankster" macht Ihren Beitrag auch nicht seriöser übrigens.

Antworten Antworten Gast: 23w
10.07.2012 15:37
2

Re: Re: Fakt ist...

Gehen Sie Golf spielen. Lassen Sie das Denken anderen über.
Die Themen Staat, Demokratie, Geldschöpfung sind Ihnen sicher zu hoch.
Machen Sie lieber Business am Golfplatz, lochen`S mal einen ein, und arbeiten Sie an Ihrem Handicap^^, macht Sie am Platz potenter.

Gast: Reflector
10.07.2012 13:15
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Endlich nun auch hier angekommen


Erstaunlich wie lange es dauerte bis diese LIBOR Festsetzung durch Meldung (!), wo schon lange der Verdacht auf Absprachen besteht, auch 'öffentlich' wird.

Die Frage ist aber ob das nun Anlass zu Freude sein kann.

Denn es ist sicherlich mit Deckung der ZBs, die wiederum ebenso eine planwirtschaftliche Monopolstellung der Zinsfestsetzung haben, geschehen.

Und diese erfolgt eben auch um die Kreide Politik zu unterstützen.

Die Zinssätze sind nämlich gemessen an der Geldentwertung eher zu gering. Also gab man den Sparern diese geringen Sätze weiter und bediente sich auf der Kreditseite mit relativ hohen Aufschlägen, wobei allerdings die Gesamtzinsen gegenüber der Geldentwertung auch dort zu gering ausfiel, damit eben die öffentlichen Zinsdienste nicht zu gross werden.

Um diese 'Verdienstlücke' bei den Banken aufzufüllen, emittierten diese daher massenhaft Zinsabsicherungen (CDS), wohl mit der Gewissheit diese ohnehin nie einlösen zu müssen.

Als dann unerwartet nach 2008 der LIBOR durch die Decke zu gehen schien und einige dieser Versicherungen doch schlagend wurden, griff man wieder über die ZBs mittels günstigste Tender an die Banken ein.

Welcher ZBer und Politiker also nun unschuldig behauptet nicht daran teilgenommen zu haben lügt hiermit. Diese melden zwar den LIBOR nicht und können somit diese Zahlen auch nicht verfälschen, aber mit den planwirtschaftlichen Interventionen dienten sie dem Bankenkartell und schadeten vielen Anlegern.

 
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