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Fed hält sich weitere Konjunkturstimulierung offen

12.07.2012 | 07:37 |   (DiePresse.com)

Die Aktienmärkte reagieren enttäuscht auf das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank. Anleger erhofften sich deutlichere Hinweise auf neue Schritte zum Ankurbeln der lahmenden Wirtschaft.

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Die US-Notenbank Federal Reserve steht der Möglichkeit weiterer Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft offen gegenüber. Viele Mitglieder des für der Geldpolitik zuständigen Offenmarktausschusses wollen jedoch nur im Falle einer weiteren wirtschaftlichen Eintrübung zu diesem Mittel greifen, wie am Mittwoch aus dem Protokoll der geldpolitischen Sitzung im Juni hervorging.

Die Aktienmärkte reagierten enttäuscht auf das Sitzungsprotokoll, da sich viele Anleger deutlichere Hinweise auf neue Schritte zum Ankurbeln der lahmenden Wirtschaft erhofft hatten - vor allem ein drittes Programm großvolumiger Anleihekäufe, im Fachjargon QE 3 genannt. "Wir sehen wirklich keine klaren Anzeichen dafür, dass die Fed QE 3 näher gekommen ist als bei der vorangegangen Sitzung", erklärte Omer Esiner von Commonwealth Foreign Exchange.

"Operation Twist" wurde verlängert

Die Fed hatte bei der Sitzung im Juni lediglich beschlossen, die sogenannte "Operation Twist" bis Ende des Jahres zu verlängern und dafür rund 267 Milliarden Dollar in die Hand zu nehmen. Sie schichtet hierfür allerdings nur ihre Wertpapierbestände so um, dass langfristige Zinsen sinken und sich Kredite verbilligen können. Notenbankchef Ben Bernanke schloss zu diesem Zeitpunkt auch zusätzliche Schritte nicht aus. "Wir würden sicherlich auch weitere Staatsanleihen-Käufe in Erwägung ziehen, wenn die Wirtschaft einer weiteren Stärkung bedarf", hatte er damals erklärt.

Viele Volkswirte rechnen fest damit, dass die Fed bald ein drittes großvolumiges Programm der quantitativen Lockerung durch Bondkäufe auflegen wird, um zusätzliches Geld in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen.

Dem Protokoll zufolge sahen einige Mitglieder des Ausschusses im Juni die Zeit für entschiedenere Handlungen bereits gekommen. Die Mehrheit allerdings wollte sich dem noch nicht anschließen. "Mehrere Mitglieder erklärten, dass weitere geldpolitische Schritte erforderlich sein könnten, wenn die wirtschaftliche Erholung an Schwung verliert, falls die Abwärtsrisiken der Konjunkturprognosen deutlicher hervortreten oder falls die Inflation dauerhaft unter die von dem Ausschuss angestrebte Zielmarke von zwei Prozent zu fallen scheint", hieß es in dem Protokoll. Das Schwächeln der US-Wirtschaft drückt sich vor allem in einer hohen Arbeitslosenquote aus.

(Ag.)

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2 Kommentare
1 0

Die Märkte haben sich mehr erhofft?!

Ja was denn bitte?
Daß die FED einen Zauberstab in die Hand nimmt und damit jedem Amerikaner einen Haufen Geld in die Tasche zaubert damit der Umsatz steigt. Wie soll denn das gehen. Durch diese ganzen Börseheinis, die jetzt enttäuscht sind, ist doch erst der ganze Niedergang der westlichen Industrie ermöglich worden.
Wahrscheinlich würde es schon besser gehen, wenn die ganzen Zocker-Guthaben, bei denen es sowieso keinen realen Wert gibt, auf Null gestellt werden, und ein neuer Anfang wird probiert. Es mag schon sein, daß dies naiv klingt, aber ohne, daß man die Geldgeschäfte, die nur durch Geld neues Geld erwirtschaften wollen, einmal abstellt, wird es nicht gehen.

Re: Die Märkte haben sich mehr erhofft?!

Stimmt, aber viele wollen das nicht verstehen. Man schiebt dann die Schuld auf Migranten, Pensionisten oder sonstige Sozialhilfeempfänger ab.

Was die FED macht ist die größte Enteignung in der Weltgeschichte. Sie drucken wie die Wahnsinnigen Geld und schmeißen es auf den Markt. Die Elite nimmt es dankend an und parkt das ganze Geld irgendwo auf Inseln wo keiner genau weiß wieviel Geld dort eigentlich ist. Und wenn das ganze Geld in die Wirtschaft gepumpt wird, werden wir eine Inflation, noch nie dagwesenen Ausmaßes, haben.

Hobbyökonom