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Die Ratingagenturen verlieren ihren Schrecken

13.07.2012 | 18:29 |  STEFAN RIECHER (Die Presse)

Moody's stuft Italien herab und die Investoren lässt das kalt – ein Bild, das sich zuletzt immer öfters zeigt.

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Wien. Ein Indikator für eine Änderung der Bedeutung von Handlungen ist die Reaktion der Politik. Als Österreich im Jänner von Standard & Poor's herabgestuft worden war, folgte ein Aufschrei quer durch alle politischen Lager. Als Moody's gestern, Freitag, Italiens Bonität um zwei Stufen senkte und nur noch knapp über „Junk“ einschätzte, blieb es bemerkenswert still. Italiens Industrieministerium äußerte vorsichtige Kritik. Premier Mario Monti hingegen nahm die schlechtere Bewertung der Bonität zunächst schweigend zur Kenntnis.

In der Tat sorgt eine Herabstufung eines Eurolandes schon längst nicht mehr für großen Schrecken. Nur wenige Stunden nach der schlechteren Einschätzung durch Moody's platzierte Italien problemlos dreijährige Staatsanleihen im Volumen von 5,25 Mrd. Euro am Markt. Die Investoren verlangten für die Papiere eine durchschnittliche Rendite von 4,65 Prozent. Mitte Juni musste das Land den Kapitalgebern für dreijährige Papiere noch 5,30 Prozent bieten.

 

Moody's geht mit Italien hart ins Gericht

Und das, obwohl Moody's in seinem aktuellen Bericht zu Italien kaum ein gutes Haar an dem hoch verschuldeten Land lässt. Das Risiko eines „starken Anstiegs der Finanzierungskosten“ sei hoch, befindet die US-Agentur. Auch auf die Möglichkeit, dass Italien schon bald „keinen Zugang mehr zum Markt“ haben werde, wird in dem fünf Seiten langen Bericht explizit hingewiesen. Das räumte zuletzt selbst Monti ein. Er könne nicht mehr ausschließen, dass sein Land unter den EU-Rettungsschirm schlüpfen müsse. Bis vor Kurzem dementierte der Premier entsprechende Gerüchte heftigst, wie auch der Disput mit Österreichs Finanzministerin Maria Fekter vor wenigen Wochen zeigte.

Die Verschuldung Italiens lag 2011 bei 120 Prozent der Wirtschaftsleistung. Moody's erwartet für heuer einen Rückgang des BIP um zwei Prozent, die Verschuldung wird laut Internationalem Währungsfonds (IWF) auf 126 Prozent ansteigen. Bis Ende 2013 muss die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone 415 Mrd. Euro an auslaufenden Staatsanleihen refinanzieren. Selbst wenn alle Strukturreformen umgesetzt werden, rechnet der IWF für 2017 immer noch mit einem Schuldenberg von 119 Prozent des BIP.

Wie kommt es also, dass die Herabstufung Italiens durch Moody's, verbunden mit den keineswegs rosigen Aussichten, die Investoren nahezu kaltlässt? „Die Leute glauben nicht mehr an die Ratingagenturen“, findet David Jacob gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg deutliche Worte. Jacob arbeitete bis Ende 2011 für Standard & Poor's (S&P) als Chef für die Beurteilung von Derivaten. Nun sagt er: „Kleininvestoren hören vielleicht noch auf die Agenturen, institutionelle Anleger schon längst nicht mehr.“

Immer öfters geben die Bewerter der Bonität den Takt nicht mehr vor. Ihre Einstufungen spiegeln lediglich ohnehin bereits bekannte Faktoren wider. In der Fachsprache heißt das: Die Investoren haben Herauf- oder Herabstufungen schon längst „eingepreist“. Sie geben den Ton an und die Agenturen laufen zumindest zeitlich hinterher.

Das zeigt sich auch an den Herabstufungen Österreichs und der USA. Bevor S&P der weltgrößten Volkswirtschaft im August 2011 die Bestnote Triple A entzog, verlangten die Käufer von zehnjährigen Staatsanleihen eine Rendite von drei Prozent. Seitdem ging der Risikoaufschlag permanent zurück. Zuletzt waren 1,5 Prozent fällig. Das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit der USA ist seit der Herabstufung deutlich gestiegen. Gleiches gilt für Österreich. Zu Jahresbeginn musste die Alpenrepublik für zehnjährige Papiere 3,4 Prozent bieten. Dann senkte S&P den Daumen und entzog Österreich das Triple A. Und heute muss das Land nur noch 1,99 Prozent bezahlen – weniger als je zuvor.

 

Von einem freien Markt ist keine Rede

Die drei größten Agenturen S&P, Moody's und Fitch berufen sich darauf, dass sie die Zukunft nicht vorhersagen wollen, sondern bloß die Realität abbilden. Die Investoren würden den Einschätzungen nach wie vor große Bedeutung beimessen.

Tatsächlich ist unklar, wie sich die Renditen von Staatsanleihen entwickelt hätten, wenn die Notenbanken nicht heftig am Markt intervenierten und der Preis zur Gänze von Angebot und Nachfrage bestimmt würde. Die EZB kaufte Staatsanleihen von Krisenländern um 215 Mrd. Euro. Die US-Notenbank Fed hält Treasury Bonds im Wert von 1,5 Billionen Dollar. Zusätzlich versorgte die EZB Geschäftsbanken mit billigen Krediten von einer Billion Euro und die Regulatoren akzeptieren Staatsanleihen eher als Sicherheit als Firmenanleihen mit bester Bonität.

Diese Punkte erhöhen die Inflationsgefahr und die Risiken für die Steuerzahler, die den Notenbanken Geld zuschießen müssen. Aber: Die Interventionen dürften die Renditen für Staatsanleihen – zumindest vorübergehend – gesenkt und so die Herabstufungen der Agenturen konterkariert haben.

Grafik: Die Presse

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.07.2012)

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32 Kommentare
 
12
Gast: Habe ich mir schon öfter gefragt-
14.07.2012 17:24
1 0

...

Welches Kreditrating hat eigentlich der Vatikan?

Antworten Gast: Akne
14.07.2012 18:48
1 0

Re: ...

Na, ein göttliches!

Super -

Nun dürfen aber die Italiener die Investoren nicht enttäuschen, die Moody's ihre kalte Schulter zeigten;-) Das wäre dann ein Sieg auf der ganzen Linie.

Ich mein, es ist ja wirklich verwunderlich, wenn die USA trotz höheren Schulden bessere Ratingbewertungen hat, als viele europäische Staaten.

Gast: gast 1234567
14.07.2012 16:03
0 2

Die Geschichte ist leider etwas komplexer

Dieser Artikel zeigt interessante Details, die sehr oft nicht mitbedacht werden.

Ratingargenturen haben leider immer noch zu viel Macht.

http://www.ftd.de/finanzen/:folgenlose-herabstufung-der-heilige-jacob-moody-s-und-italien/70063260.html

Re: Die Geschichte ist leider etwas komplexer

Ratingagenturen haben soviel Macht, soviel ihnen die Investoren vertrauen.

So ist es schlichtweg;-)

Antworten Antworten Gast: gast 1234567
14.07.2012 18:15
0 0

Re: Re: Die Geschichte ist leider etwas komplexer

Das war gemeint damit: Sie müssen die Anleihen verkaufen ob sie wollen oder nicht.

Dabei ging es aber nur um herkömmliche Anleihen. Ganz anders stellte sich das Bild bei zehnjährigen inflationsgekoppelten Papieren dar. Deren Rendite stieg drastisch um einen halben Prozentpunkt auf 5,31 Prozent - ohne dass sich die Inflationsaussichten über Nacht dramatisch verändert hätten. Wie kann das sein?

Analysten verweisen auf einen speziellen Index für inflationsgeschützte Staatsanleihen, den Barclays Capital Global Inflation-Linked Bond Index. Dessen Zusammensetzung orientiert sich - wie bei den meisten Rentenindizes - an den Noten der Ratingagenturen. Länder, deren Bonität bestimmte Schwellen unterschreitet, werden untergewichtet. Und fliegen irgendwann ganz raus. Für Fondsmanager, die sich an dem Index orientieren, heißt das: Sie müssen die Anleihen des Landes verkaufen. Ob sie wollen oder nicht.

Gast: Linker Pirat
14.07.2012 14:51
1 1

Endlich...

...haben die Staaten die Lügen der Rating-Agenturen als solche erkannt.

Gast: Ulrich_L
14.07.2012 13:44
6 1

Wer braucht Ratingagenturen, wir haben doch den Cap

Ratingagenturen die schlechte Stimmung verbreiten, weil sie die Bonität von Staaten herabstufen? das war gestern!!
Heute haben wir unseren Josef Cap, der allen Ernstes eine Zwangsanleihe fordert und damit kommuniziert dass der Staat nur noch durch Enteignung des Bürgers zu finanzieren ist.
Wie wird diese Aussage bei den Gläubigern/Geldgebern der Republik aufgenommen werden?
Wer will freiwillig einem Staat Geld leihen, der selber glaubt, dass er Leute zwingen muss ihm Geld zu leihen?

Re: Wer braucht Ratingagenturen, wir haben doch den Cap

wieso reden alle von Enteignung?
jede Steuer ist eine Enteignung. es wird dir etwas von deinem Geld automatisch abgezogen und der Allgemeinheit gegeben.
de facto Enteignung...

1 3

Diese Punkte erhöhen die Inflationsgefahr und die Risiken für die Steuerzahler, die den Notenbanken Geld zuschießen müssen

darum: raus aus den Banken mit dem eigenen Geld und hin zu Sachwerten, solange dies noch möglich ist !

Gast: Betrachter
14.07.2012 10:53
5 0

Die Grundproblemstellung bei Ratingagenturen: Der Staat nimmt Kredite auf, statt Geld selbst zu schaffen. Er lässt sich für ein Service bewerten, das er selbst auch machen könnte: Ein kurze, vereinfachte historische Betrachtung mit Weiterleitung zur Gegenwart, dessen Problemstellung und ein Lösungsansatz

>Der Staat schafft selbst nicht Geld, obwohl dieser es jederzeit könnte, denn Volksvertreter könnten über Gesetze die Geldschöpfung näher zum Staat rücken.<

Momentan erlaubt der Staat Banken und Notenbanken, dass diese als einzige Geld schaffen können.

Die historische Begründung dafür ist, dass früher einmal absolute Herrscher alle Macht in einer Hand hatten, also Gesetzgeber, Herrscher über die richterliche und auch Herrscher über die ausführende Gewalt waren. Zudem waren diese Herrscher über die Geldschöpfung. Viele absolute Herrscher hatten ihre Finanzen nicht in Ordnung. Die absoluten Herrscher wurden in der Geschichte durch meist Demokratie gegangen. In Folge wurden Institutionen geschaffen, die vom Staat getrennt die Geldschöpfung inne hatten, während der Staat selbst eine Gewaltenteilung schuf, dass nicht eine(r) zu viel Macht in einer Hand hat oder gar diese große Macht vererbt werden würde.

Der absolute Herrscher ist aber nun die Finanzwelt, denn deren Personen haben die Geldschöpfung inne. Der Staat nimmt bei diesen Geld auf, ist bei diesen abhängig. Diese geniessen dank Politikern viele Gesetzesvorteile, auch vor Gericht durch diese Gesetze Vorteile, zudem haben diese auch über das Militär (in manchen Ländern sehr ersichtlich) indirekt Macht.

Der Staat nimmt Geld über Kredit auf, lässt seine Bonität von Ratingagenturen bewerten.
>In einer Demokratie sollte aber keine(r) absolute Macht inne haben. Eine Geldschöpfung als 4.Staatsgewalt wäre zum Volksvorteil.<

Tatsächlich ist unklar, wie sich die Renditen von Staatsanleihen entwickelt hätten, wenn die Notenbanken nicht heftig am Markt intervenierten und der Preis zur Gänze von Angebot und Nachfrage bestimmt würde.

Im Falle von Zinssätzen lässt sich das anhand eines Vergleichs der Wirtschaftsdaten von z.B. Spanien und Australien abschätzen. Die Zinssätze sind sehr ähnlich, obwohl die Wirtschaftsdaten Spaniens nur noch als inferior bezeichnet werden können.
Bei den Renditen dürfte wohl sich ein ähnliches Bild ergeben, obwohl die Anleihenkurse Australiens deutlich über jenen Spaniens liegen.

6 0

Und wie war das noch einmal mit den Ratings im Rahmen der US u. GB Finanzmarkt-Betrügereien 2006 - 2008?


Die Rating A. sind Handlanger der USA, die im Wirtschaftskrieg gegen die EU instrumentalisiert werden.

Was 2006 -2008 und davor passiert ist, waren vorsätzl. Betrugsgeschäfte unter den Augen eben dieser Ratingagenturen.

E.c.c.: Warum wohl hat Bush den Chef der weltweit größten Investmentbank zum Finanzminister gemacht?

PS: das Geld, das überall fehlt, ist ja auch nicht weg - keine Angst - das haben nur Andere.


Die Realität

der Bewertungen hat offensichtlich die Rettungsmaßnahmen, inkl. erster Ankündigung Italiens "eventuell" ebenfalls einen EURO-Schutzschirm anzuzapfen, noch nicht vollständig auf dem Radar. Die Anleger schon.

Ob wir uns jedoch über diese Agenturbewertung, welche den Einfluß der Schulden- bzw. Haftungsübernahmen durch Mio. von EURO-Land-Bürgern unterschätzt, tatsächlich freuen sollten, ist eine andere Frage.

Denn hier werden marktwirtschaftliche Risiken auf die Steuerzahler übertragen. Deren Freude über die Fehleinschätzung der Agentur gegenüber den Anlegern könnte daher etwas verfrüht und falsch sein.

3 0

Kaffeesudlesen...

ist genauso gut - und langsam kapieren das alle.

Gast: daswars
14.07.2012 09:14
6 1

Ratingfirmen

Ich meine, dass jede zu oft verwendete Waffe einmal stumpf wird.

Es ist eben offensichtlich, wie sehr diese Firmen zu manipulieren versuchen.

Re: Ratingfirmen

Es ist ggfs. riskant, gegen den Markt zu wetten. Rating Agenturen kommen regelmässig zu spät. Auch diesmal.

3 0

"Sie bilden nur die Realität ab..."

Das einzige, dem ich mir gewiss sein kann, ist, dass ich etwas wahrnehme - das, WAS ich wahnehme, und WIE ich es verarbeite ist individuell und völlig offen (frei nach Husserl)

...die Realität ist das was ich mir schaffe ;-)

Schlüpft Italien spätestens im Herbst unter den Rettungsschirm

Ist das versuchte Durchpeitschen von ESM und Fiskalpakt darauf zurückzuführen, dass die vorhandenen Mittel des EFSM verbraucht sind und man dringendst frisches Geld braucht?

Es heißt nicht umsonst, dass man sorgfältig prüfen soll bevor man sich ewig bindet. Deshalb:

Eben weil die Italien das 6. Land für den Rettungsschirm ist und die Gelder des EFSM verbraucht sind, werden die Karlsruher Richter unter Druck gesetzt und versucht ESM und Fiskalpakt durchzupeitschen.

Es heißt nicht umsonst man prüfe bevor man sich ewig binde. Deshalb

http://www.avaaz.org/de/petition/Vorabprufung_von_ESM_und_Fiskalpakt_durch_osterr_Verfassungsgerichtshof/

3 0

5 Seiten Analyse

So komplex wie Birnbachers Bericht. Aber diesmal über eine ganze Volkswirtschaft. Vodoo wie alles in diesem Zusammenhang.

der markt rated um einiges besser als die stimmungsmacher "moody's"

wie macht der markt das? ganz einfach: die anleihen haben einen bestimmten zins, je hoeher der zins, desto hoeher das risiko, je niedriger der zins, desto niedriger das risiko.

da braucht man gar kein aaa von einer agentur und bbb von der anderen agentur. die hoehe des zinses ist ausschlaggebend ueber die bonitaet des anleihe herausgebers.
wenn natuerlich jetzt die ezb, banken, fonds & esm/weiter spastische einrichtungen den anleihezins manipulieren bzw auf ein kuenstlich niedriges niveau absenken, wir der risiko-indikator (zins) verzerrt und kann dadurch nicht mehr reflektieren, welches risiko das land darstellt.

das ringelspiel kann aber nicht funktionieren, weil die banken die anleihen kaufen von dem staat, der dann wieder die banken unterstuetzt

do x=x+1 loop

wilkommen im irrenhaus des interventionismus / keynesianismus & sozialismus. sie koennen ab jetzt aufkosten ihres nachbarn leben, deraufkosten von ihnen lebt.

bitte nicht von einem scheitern der "volkswirtschaft" sprechen, das ist ein direkter affront gegen die schule der oesterreichischen nationaloekonomie, sondern von einem scheitern der lehren eines gewissen john maynard keynes. war auch zu erwarten, kommt ja von england (wo man auf der falschen seite faehrt). die einzigen 2 guten sachen, die je aus england kamen sind amerika und die beatles

Re: der markt rated um einiges besser als die stimmungsmacher "moody's"

Bin bei Ihnen. Eine Bewertung nach marktwirtschaftlichen Regeln spiegelt nicht die temoräre(?) Realität, wo Marktwirtschaft durch Übertragung von Risiko und Verluste einzelner auf die Masser der EURO-Land-Steuerzahler derzeit außer Kraft gesetzt ist.

Die Schadenfreude über die "Fehlbewertung" ist daher so ähnlich, wie wenn sich Schafe auf dem Weg zur Schlachtbank noch mal schnell über die Aussagen der Zuschauer am Wegesrand lustig machen.

Gast: Kea
14.07.2012 05:04
0 0

Schrecken verloren?

Der Mensch ist eben doch ein GewohnheitsTIER.

Gast: Kurssurfer
14.07.2012 04:25
1 2

Schade eigentlich ...

Ich hatte mich schon auf die nächste Marktmanipulation gefreut.
Ein kleiner "Turbo" nach unten, von den ohnehin schon niedrigen Aktienkursen hätte nicht geschadet.
Dann könnte ich noch günstiger einkaufen.


Antworten Gast: Akne
14.07.2012 17:33
0 0

Wenn Sie nun noch lernen, dass die Kurse auch nach obenhin manipuliert werden, dann kommen Sie

der Wahrheit näher. Dafür gibt es in Europa natürlich ein Pendant zur amerikanischen "Working Group on Financial Markets", die drüben dafür verantwortlich ist. Solche "Plunge Protection Teams" werden weltweit zu Kursmanipulationen eingesetzt und sind natürlich in den USA erdacht worden, einem Staatenverbund, der nur so durchzogen ist von manipulativen Kräften, Think Tanks und allen anderen Lobby-Organisationen, die Politik, Medien und Reichtum verknüpfen. Wobei es egal ist, wie günstig Sie zukaufen, Sie werden ständiger Zinsverlierer bleiben, solange Sie die ca. 40% der Zins- und Kredittilgungsleistungen, die Sie über die Produkte, die Sie täglich kaufen – für die jeweiligen Firmen, die diese herstellen –, bezahlen, nicht mittels der Renditen, die Ihre Veranlagungen abwerfen, wie immer die auch heißen und worauf diese lauten mögen, wieder hereinbekommen. Heißt: Wenn Sie jährlich Produkte um 20.000 Euro kaufen, bezahlen Sie um die 8.000 Euro Tilgungsleistungen für die Schulden, die die Firmen haben, die Ihnen die Produkte verkaufen. So müssen Sie eine Summe veranlagt haben, die 8.000 Euro Rendite, Zins … pro Jahr abwerfen, damit Sie kein Zins- und somit Systemverlierer sind. Bei, und ich nehme hohe an, Sparbuchzinsen von derzeit unmöglichen 2,5% müssten Sie dazu 320.000€ am Konto haben. Haben Sie dies nicht, muss Ihre Rendite dementsprechend höher sein oder eben das Grundkapital, sonst sind Sie ein Systemverlierer. Alles klar? Nicht klar! Wär' auch zuviel verlangt gewesen.

Da sollte

man auch mal prüfen wer diese Wochen in großem Stil Anleihen gekauft hat.

Es ist sicher nicht so wie die Presse hier vermittelt das es die Investoren kalt lässt.

Nächste Woche werden wir sehen wie Zinsen für Italien steigen.

Und wenn man nachhackt wird man feststellen das die heutigen Anleihen mit ziehmlicher sicherheit von ital. Banken, EFSF und EZB aufgekauft wurden und dadurch die Zinsen gar nicht steigen konnten.

Also veräppeln können wir uns selber, der interessierte Bürger versteht inzwischen die Zusammenhänge bei den Staatsanleihen.

 
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Hobbyökonom