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Libor-Skandal: US-Justiz vor Anklagen

15.07.2012 | 17:25 |   (Die Presse)

Im Laufe des Jahres soll Anklage gegen einige Großbanken und deren Mitarbeiter erhoben werden. Die Deutsche Bank soll sich bei der EU und in der Schweiz den Status eines Kronzeugen gesichert haben.

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[Wien/Ag./Red.] Das amerikanische Justizministerium bereitet in der Affäre um manipulierte Libor-Zinssätze mehrere Anklagen vor. Im Laufe des Jahres soll einem Bericht der „New York Times“ zufolge Anklage gegen mehrere Banken und einige ihrer Angestellten erhoben werden. Auch Mitarbeiter der britischen Großbank Barclays, die in der Sache bereits zu einer Strafe von 362 Mio. Euro verurteilt wurde, sollen betroffen sein. Einige Finanzinstitute, darunter mindestens zwei europäische Häuser, sollen bereits an Vergleichen arbeiten. Dem Blatt zufolge sei dies wegen der Komplexität der Materie auch der wahrscheinlichere Ausgang.

Weltweit gehen Behörden derzeit der Frage nach, in welchem Ausmaß Großbanken den Referenzzins Libor manipuliert haben. Zwischen 2005 und 2011 sollen rund 20 von ihnen den Zins zu ihren Gunsten beeinflusst haben. Mit immensen Auswirkungen: An dem Referenzzins hängen Finanzprodukte im Ausmaß von etwa 350 Billionen Euro. Dazu gehören nicht nur Termingeschäfte, sondern auch Kredite und Sparprodukte.

Deutsche Bank als Kronzeuge


Um mit möglichst geringen Schäden aus der Sache zu kommen, will die Deutsche Bank eng mit den Behörden zusammenarbeiten, berichtet „Der Spiegel“. Schon 2011 soll das Institut bei der EU-Kommission und in der Schweiz eine Kronzeugenregelung beantragt und kürzlich auch erlangt haben. Das Institut wollte sich dazu nicht äußern.
Seitdem die Affäre publik wurde, liefern sich die Banken einen Wettlauf um Immunität. Nur wer als Erstes mit den Ermittlern kooperiert, kann damit rechnen. Zwei weitere Institute können mit einer Strafmilderung rechnen. In den USA haben sich bereits Banken diesen Status gesichert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.07.2012)

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13 Kommentare
Gast: wütend
16.07.2012 17:25
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prügeln

da die justiz und die politik sowieso nichts machen werden, würde ich vorschlagen, dass die fotos der manager, die diese sauerei durchgeführt haben, veröffentlicht werden und überall dort, wo sie auftauchen oder gerade gefunden werden, richtgehend verprügelt werden, immer wieder und immer wieder...

Da einige Banken sowieso schon am Steuerzahlertropf hängen, werden die Steuerzahler auch für die Strafe aufommen!

bin gespannt ob die Banken von der Politik endlich mal an die Kandaren gehängt werden

Die tun ja so, als wäre Zusammenarbeiten mit den Behörden ein Akt der Milde

Das Zusammenarbeiten mit den Behörden ist verpflichtend!

Wenn sie es nicht tun, gibt es persönliche Konsequenzen für die Mitarbeiter/Manager!

Für das was die Deutsche Bank und die anderen angestellt haben gibt es keine Straftmilderung!

Außerdem kann es für Ackermann auch nur einen Ausgang geben: Die Tür zu einem Zellenblock.

Und so wie die Deutsche Bank dasteht, gibt es für die sowieso nur mehr eine Liquidierung. Dann ist eine der schlimmsten Risikoträger für die europäische Wirtschaft endlich eingedämmt.

Hört ihr das Lachen ..

Wie hoch war die Summe die Barclays bezahlen mußte..? Im mittleren 3-Stelligen Millionenbereich..? Das läßt erahnen in welchen Dimensionen sich das Verbrechen abspielte! Zur Rettung des Euros dürfte dieser Skandal nicht Beitragen, wird wohl eher der Sargnagel werden.
Frei nach Dante: Ihr , die ihr im Euro seid, läßt alle Hoffnung fahren.

Gast: Wirtschaftler
15.07.2012 20:46
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Kronzeugenregelung

Was in Österreich die Kronzeugenregelung betrifft: Raiffeisen wird nicht in den Genuss kommen.....

Kann ich meine entgangenen Bankzinsen einklagen?

Eigentlich schon, denke ich, zumindest wenn jemand wegen abgesprochener Senkungen verurteilt wird.

Gast: gast111
15.07.2012 18:58
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und warum gibt es in europa keine derartigen anklagen

was interessieren mich die amis, außerdem bei milliardenstrafen für die banken zahlt eh wieder nur der eu-steuerzahler weil die banken ja kein geld haben

Re: und warum gibt es in europa keine derartigen anklagen

Bei Barclay's hat das Köpferollen begonnen. Allerdings wird sehr schwer festzustellen sein, wem und wie geschadet worden ist. EU-Steuer ist zwar eine lange gehegte Idee, die allerdings von den Staaten abgelehnt wurde, deren BIP nun von den Verteilungen profitiert - das sind nicht Spanien, Griechenland oder Italien.

Gast: Vishinskiy
15.07.2012 18:15
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Der LIBOR dient auch dazu ...

unsere täglichen, also Ihre und meine Kreditzinsen, Überziehungszinsen, Zinsen bei Kreditkarten, etc. also alles wo wir alle zahlen dürfen, festzulegen.

Diese kapitalistischen "Bankster" und Ausbeuter des Volkes sind alle sofort und auf Lebenszeit einzusperren!! "Kronzeugenregelungen" hin oder her.

Antworten Gast: daswars
16.07.2012 14:44
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Re: Der LIBOR dient auch dazu ...

Ich dachte, dass das der Eurobor ist??

Antworten Gast: b754
15.07.2012 18:45
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Re: Der LIBOR dient auch dazu ...

jede wette dass nicht einer zur verantwortung gezogen wird leute wie merkel und co werden das mit allen mitteln verhindern die waren wahrscheinlich sogar beteiligt

Gast: Vishinskiy
15.07.2012 18:15
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Der LIBOR dient auch dazu ...

unsere täglichen, also Ihre und meine Kreditzinsen, Überziehungszinsen, Zinsen bei Kreditkarten, etc. also alles wo wir alle zahlen dürfen, festzulegen.

Diese kapitalistischen "Bankster" und Ausbeuter des Volkes sind alle sofort und auf Lebenszeit einzusperren!! "Kronzeugenregelungen" hin oder her.

Gast: b754
15.07.2012 17:39
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wieder eine gaunerei wo merkel ins spiel kommt

und ackermann hat sich rechtzeitig aus dem staub gemaqcht und was wird passieren
nichts die verbrecher werden sich fette boni zahlen

Hobbyökonom