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Barclays-Chef soll Zinsmanipulation befohlen haben

17.07.2012 | 06:38 |   (DiePresse.com)

Ein Ex-Manager der britischen Bank belastet den damaligen Chef Bob Diamond schwer. Er soll Anweisungen gegeben haben, den Zinssatz unterhalb des tatsächlichen Werts zu notieren.

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In der Affäre um Zinsmanipulationen durch Großbanken hat ein Ex-Manager des britischen Geldhauses Barclays Fälschungen zugegeben. Er habe Mitarbeiter zur Nennung von unter dem tatsächlichen Wert liegenden Zinssätzen angewiesen, sagte der zuletzt für das operative Barclays-Geschäft zuständige Jerry del Missier am Montag vor einem Ausschuss des britischen Parlaments. Dabei habe er auf Anweisung des damaligen Barclays-Chefs Bob Diamond gehandelt. Diamond war Anfang Juli ebenso wie Missier wegen des Skandals zurückgetreten. Diamond hat aber erklärt, er habe keine Anweisungen zur Übermittlung falscher Zinssätze gegeben.

Der Verdacht, die britische Notenbank könnte Barclays zu falschen Angaben ermutigt haben, erhielt am Montag Auftrieb. Missier erklärte, sein Ex-Chef Diamond habe ihn gesagt, die Notenbank und die britische Regierung seien besorgt über die relativ hohen Zinskosten, die Barclays übermittele und sie wollten, dass die Bank reduzierte Zinssätze übermittle.

Weltweit Ermittlungen gegen Banken

Weltweit laufen in der Sache Ermittlungen gegen mehr als ein Dutzend Großbanken, darunter auch die Deutsche Bank, UBS, JPMorgan, Bank of America oder Citi. Ihnen wird vorgeworfen, von 2005 bis 2009 den Zinssatz Libor und andere Marktzinsen mit falschen Angaben manipuliert zu haben, um ihre wahren Refinanzierungskosten zu verschleiern und Handelsgewinne einzustreichen. Als erstes Haus hat Barclays ein Fehlverhalten eingeräumt und sich mit Behörden in den USA und Großbritannien auf eine Geldbuße von einer halben Milliarde Dollar geeinigt.

Der Libor wird einmal täglich in London ermittelt und zeigt an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen. Er basiert auf individuellen Angaben der Großbanken und dient als Referenz für Kredite an Unternehmen, Privatpersonen und weitere Finanztransaktionen in einem Volumen von 360 Billionen Dollar.

(APA/Reuters)

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15 Kommentare

Er muss unbedingt ins Gefängnis!

unbedingt......und danach lebenslang Existenzminimum und einschlägiges Berufsverbot- wenn man die Bankster noch irgendwie an die Kandare nehmen möchte dann muss das Urteil wirklich knallhart sein !

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Als erstes Haus hat Barclays ein Fehlverhalten eingeräumt und sich mit Behörden in den USA und Großbritannien auf eine Geldbuße von einer halben Milliarde Dollar geeinigt.

bezahlt vom Steuerzahler, der dagegen absolut NICHTS tun kann !


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Nicht immer kommt der Steuerzahler dran!

Luzius, wo haben sie denn diesen Unsinn her?

Ich weiß schon, es ist super-modern, alles zu Lasten des Steuerzahlers zu erklären. Denn wie sonst könnten wir so richtig auf „die da oben“ eindreschen.

Die lästige Kleinigkeit ist dabei aber eine ganz andere.

Mag schon sein, daß Barclays einen mehr oder weniger geheimen Wunsch der Regierung erfüllt hat, was ich allerdings bezweifle. Aber bitte, mag schon sein.

Nur, Barclays hat dafür keinen Sterlings-Cent aus Steuermitteln erhalten.

500 Millionen sind für Barclays aus der Portokasse zu begleichen.

Trotzdem, das ist ein krimineller Vorgang, der gerichtlich zu ahnden ist. Und natürlich muß irgendwer den Schaden bezahlen. Das aber sind die Barclays-Kunden, welche die Strafzahlung durch höhere Kreditzinsen, durch niedrigere Sparzinsen und durch höhere Bankgebühren zu tragen haben.

Und eben nicht der Steuerzahler, wie Sie es so gerne hätten.

Also bitte, bleiben Sie am Boden, sofern das bei Ihnen überhaupt möglich ist, gemessen an Ihren sonstigen Beiträgen.

Antworten Antworten Gast: wer den
17.07.2012 18:14
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Re: Nicht immer kommt der Steuerzahler dran!

steuergeld war es nicht, aber wer hat den die größten anteil an bankkrediten? private haushalte und der staat. (unternehmen haben in der regel anleihen und und in deren verhältnis keine großen kreditlinien)
also haben es die verschuldeten haushalte (meist eher klein und mittelstand) und der staat bzw gemeinden, Länder etc
definitiv eher die allgemeinheit als die "oberen 10%"

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Ein Kreditnehmer muß seinen Kredit bedienen. Was hat das mit reich oder arm zu tun?

Gast „wer den“, wenn Sie mir jetzt noch verraten würden, wovon Sie reden, wäre ich Ihnen dankbar.

Hier geht es darum, daß Luzius behauptet hatte, der Steuerzahler würde wieder einmal zur Kasse gebeten. Und das ist leider total falsch!

Wenn eine Bank Geld verliert, ist der Leidtragende, abgesehen vom Aktionär, der jeweilige Kunde der Bank. Daß dieser Kunde gleichzeitig auch Steuerzahler ist, hat damit wohl nichts zu tun.

Barclays hat für ihre Geschäfte keine Steuermittel erhalten, sie muß also die vereinbarte Strafzahlung aus eigenen Mitteln erledigen. Die eigenen Mittel aber hat sie mit ihren Geschäften vorher verdient.

Daß wir es hier offensichtlich mit einem kriminellen Vorgang zu tun haben, geht den Staatsanwalt und das Gericht etwas an, nicht aber den Steuerzahler.

Und es geht in der Generalversammlung der Aktionäre der Bank eben die Aktionäre etwas an. Die werden dann mit dem Vorstand und auch mit dem Aufsichtsrat ein Hühnchen zu rupfen haben. Aber der Steuerzahler ist weit entfernt, hat nicht mitzureden und ist auch gar nicht betroffen.

Nur Luzius in seiner ständig dargestellten Unbedarftheit, faselt etwas vom Steuerzahler daher.

Ihr Ausflug in die Kreditstatistik mag grundsätzlich interessant sein – Ihre Angaben halte ich jedoch für falsch – ist aber hier kein Thema. Das ist eine andere Geschichte.

Gast: karl Schwingenschlögl
17.07.2012 14:10
3 0

Zinsmanipulation

Nachdem in der "Welt des Kapitals" nur die größten
Betrüger "Ruhm und Ehre" erreichen sei es im Bankwesen oder auch auf anderen Entscheidungsebenen, muß man davon ausgehen das ehrlich arbeitende Menschen eigentlich Idioten sind.

das ist also krieg im westen

heimlich still und leise, ohne tote und bei vermutlich besserer rendite... reparation kann man so halt schwer seinen eigenen firmen vermitteln, tscha!

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Re: das ist also krieg im westen

modern, klammheimlich (bis jemand drauf kommt und es medial verbreitet) und von allen Regierungen abgesegnet; so verläuft heute eine Übernahme anderer Mächte mithilfe der ÄÜ, ab.

Ewig kann das aber nicht gut gehen, weshalb man schon beginnt, Berufsarmeen zu planen welchen der Einsatz von Waffen gegen das eigene Volk egal ist !?


Gast: bad banks
17.07.2012 12:00
2 0

Finanzunwesen


Das ganze Bankensystem mit seiner Luftgeldschöpfung stinkt in den Himmel.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestreserve

Zitat
Die politische Realität in Europa und Nordamerika folgt heute der Banking-Theorie, bei dem lizenzierte Geschäftsbanken relativ frei selbstgeschaffenes Giralgeld in Umlauf bringen dürfen. Die Mindestreserve hat als Instrument zur geldpolitischen Steuerung an Bedeutung verloren. Einige Staaten sind sogar dazu übergegangen, die Mindestreserve abzuschaffen. Von anderen Zentralbanken wird die Mindestreserve noch genutzt, jedoch mehrheitlich nicht zu geldpolitischen Zwecken.

Und für derartiges Luftgeld sollen wir real arbeiten. Unglaublich, das alles.

Gast: Bänkster
17.07.2012 11:10
1 0

Das (Finanz)system ist faul

der Fisch fängt am Kopf zu stinken an - und ist mittlerweilen durch und durch fäulig und verseucht.

Eine Geschwür der Gesellschaft.

Auch nichts neues

Das von einigen Wenigen das Spiel "Brot und Spiele" Global nach Lust und Laune betrieben wird, verwundert nur mehr die Naivsten.

Gast: Geld istweg!
17.07.2012 10:00
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Habe erst vor kurzem hier gepostet,

dass weltweit 146 Konzerne 40 % der Weltwirtschaft kontrollieren. Darunter ca 75 % Finanzistitute, z B alle der im Atikel genannten Großbanken, gegen welche derzeit wegen Zinsmanipulation ermittelt wird. Zu dem Netzwerk gehören auch noch die großen Investmentinstitute, die Zentralbank FED, die ISDA und einige sonst noch unauffällige Vereinigungen.

Dort wird auch die wahre Weltpolitik gemacht. Die nationale Politik ist bloß hilfloser Zuseher, bestenfalls reagiert sie im Nachhinein, zu spät und mit den falschen Antworten.

Aber die Wahrheit wird ans Licht kommen, denn immer mehr mutige Menschen zeigen die Missstände auf. Irgendwann wird das nicht mehr als Verschwörungstheorie abgetan und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Das Ende ...

Somit hätten wir ja einen Schuldigen gefunden und können die ganze Sache beruhigt ad acta legen.
Honi soit qui mal y pense ...

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Re: Das Ende ...

Der Schuldige wird sicher mit einer zweistelligen Millionenabfertigung aus dem Amt entfernt und sieht nie einen Richter.

Re: Re: Das Ende ...

Wunderbar! Das Karriereziel der heutigen Kinder ist daher nicht mehr Lokomotivführer oder Astronaut, sondern "Schuldiger in einem Bankenskandal", weil man nur dort unbehelligt so richtig viel Geld scheffeln kann ...

Hobbyökonom