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GM erwartet "beträchtliche" Verluste im Europageschäft

17.07.2012 | 07:47 |   (DiePresse.com)

Der Opel-Mutterkonzern hege wenig Hoffnung auf eine Erholung im zweiten Halbjahr, schreibt das "Wall Street Journal". Anfang August kommen die Zahlen für das zweite Quartal.

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Opel kommt nicht zur Ruhe: Nach Informationen des "Wall Street Journal" geht der US-Mutterkonzern General Motors für das restliche Jahr in seinem Europageschäft von "beträchtlichen Verlusten" aus. Die bisher gehegte Hoffnung auf eine Erholung im zweiten Halbjahr schwinde, berichtete die Zeitung am Montag unter Berufung auf Personen, die mit dem Europageschäft vertraut seien. Das Unternehmen selbst äußerte sich zunächst nicht.

Opel und seine britische Schwestermarke Vauxhall leiden angesichts der Schuldenkrise in Europa unter stark rückläufigen Verkäufen. Der Marktanteil sinkt. Alleine im ersten Quartal fiel ein operatives Minus von 256 Millionen Dollar (209 Mio Euro) an. Die Zahlen für das zweite Quartal legt General Motors am 2. August vor.

Marktanteile verloren

Opel zählte auch zu den größten Verlierern am europäischen Automarkt im ersten Halbjahr. Der Marktanteil ging auf 6,9 Prozent von 7,6 Prozent zurück. Auch der Allianzpartner PSA Peugeot Citroen bekam die Absatzkrise deutlich zu spüren. Die Neuzulassungen der Franzosen, die vergangene Woche den Abbau von 8000 Stellen angekündigt hatten, brachen um 13,9 Prozent auf 808.660 Autos ein.

Zur Kaufunlust der Europäer kommen erschwerend interne Querelen hinzu: So war vergangene Woche der bisherige Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke überraschend von seinem Posten abgetreten. An diesem Dienstag will der Aufsichtsrat auf einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung einen Nachfolger benennen, zumindest übergangsweise. Als heißester Kandidat gilt Strategievorstand Thomas Sedran.

(APA/dpa)

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7 Kommentare

Ließe GM seine Tochter Opel ...

... frei in den südostasiatischen Raum expandieren, würden die Gewinne nur so sprudeln. Aber nein, mit der sturen und tumben Politik der US-Manager fahren sie die Marke anscheinend lieber gegen die Wand.

Re: Ließe GM seine Tochter Opel ...

auch das wird einen grund haben.

Gast: derwiener
17.07.2012 10:23
1 0

opel

also an den produkten (auto´s) kann es nicht liegen. alle testberichte, 100t km test und vieles mehr bescheren insignia, astra, zafira tourer & co beste werte. nur bei diesen laufenden headlines wundert es wohl niemanden das der kunde aus verunsicherung doch andere produkte kauft. schade um die marke...

Ein klassisches Beispiel

Wie ein Mutterkonzern aus den USA agiert, wenn ein ganzer Zweig in Europa geschlossen werden soll:
Dank der Gesetze in Deutschland geht das - entgegen der langläufigen Meinung amerikanischer Manager - nicht einfach so. Dazu braucht es:

Möglichst viel negativ-Presse
Erpressung ("Wenn Ihr uns nicht helft, dann...)
Zahlen, die man konsequent schlecht-rechnet. Und das geht bei internationalen Unternehmen ganz hervorragend. Ich rechne alle Kosten auf die deutschen Werke und schreibe die Einnahmen dem amerikanischen Mutterkonzern zu (da helfen interne Transferpreise)...
etc...
Und dann mache ich den ganzen Laden zu - die Gewerkschaft kann dann auch nix mehr machen, weil das Unternehmen ist ja "pleite" - und verlagere alles nach Asien.

Gast: Gastuser
17.07.2012 09:07
0 0

Paradebeispiel für schlechtes Management!

GM hält seit Jahrzehnten Opel/Vauxhall an der kurze Leine.

Die Internationalisierung wird Opel/Vauxhall verwehrt, damit man mit Chevrolet in Asien billig produzieren und dort auch die Märkte beackern kann.

Opel/Vauxhall wird früher oder später zugesperrt, da GM keine Alternativen zulassen wer.

Man kann über die anderen europäischen Konzerne jammern so viel man will: deren Patente, Steuerung (und größtenteils) Produktion sind noch in Europa!

Gast: pan-tora
17.07.2012 08:44
0 2

vielleicht wuerde es helfen

gute autos zu bauen?

Re: vielleicht wuerde es helfen

Einen gibt es immer, der auch noch den grössten Blödsinn topen kann!

Hobbyökonom