Das Leistungsbilanzdefizit der EU ist im ersten Quartal 2012 mit 4,1 Milliarden Euro deutlich niedriger ausgefallen als noch bei der ersten Schätzung von Eurostat im Juni. Damals war ein Defizit von 8,8 Milliarden Euro für die ersten drei Monate des Jahres erwartet worden. Im vierten Quartal 2011 hatte es erstmals nach neun Jahren einen Leistungsbilanzüberschuss von 13,1 Milliarden Euro gegeben. Innerhalb der 27 EU-Staaten belegte Österreich mit einem Überschuss von 3,2 Milliarden Euro Platz vier hinter Deutschland, den Niederlanden und Schweden.
Wie Eurostat am Donnerstag mitteilte, verbesserte sich auch der Überschuss in der Dienstleistungsbilanz. War bei der ersten Schätzung noch ein plus von 25,2 Milliarden prophezeit worden, wird diese Zahl nun auf 31,3 Milliarden Euro hochgeschraubt.
Höchste Überschüsse in Deutschland
Von den 27 EU-Staaten verzeichneten neun Leistungsbilanzüberschüsse und 18 Defizite. Die höchsten Überschüsse wurden in Deutschland mit 41,1 Mrd. Euro registriert, vor den Niederlanden (17,5), Schweden (7,8) und Österreich (3,2). Dann folgen Dänemark (1,8), Tschechien (1,4), Luxemburg (0,9), Slowakei (0,6), Ungarn (0,2).
Die größten Defizite verzeichneten Großbritannien (-14,6 Mrd. Euro), Spanien (-14,4), Italien (-13,1) und Frankreich (-9,6). Dann kommen Griechenland (-4,7), Polen (-4,3), Belgien (-1,4), Portugal (-1,3), Finnland (-1,2) Irland (-1,0), Zypern und Litauen (je -0,7), Rumänien (-0,6), Bulgarien (-0,4), Slowenien, Estland, Lettland und Malta (je -0,1)
(APA)
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