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Italien: Strandbäder-Betreiber wollen streiken

19.07.2012 | 15:19 |   (DiePresse.com)

Die 30.000 Strandbad-Betreiber wollen verhindern, dass ihre Lizenzen 2016 auf Wunsch der EU versteigert werden.

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Ausgerechnet in der Haupturlaubszeit muss sich die Regierung Monti mit einer Streikwelle auseinandersetzen. Die 30.000 Betreiber der Strandbäder planen am 3. August einen landesweiten Streik. Sie wollen damit gegen die Regierung protestieren, die ihrer Ansicht nach zu wenig Druck auf Brüssel für eine Revision der sogenannten Bolkenstein-Richtlinien ausübe. Diese sieht vor, dass ab 2016 alle Lizenzen für Strandbetreiber versteigert werden müssen.

"Das ist nur die erste einer Reihe von Protestaktionen gegen eine Regierung, die unsere Interessen in Europa nicht verteidigt. Dabei sind die Betreiber der Strandbäder ohnehin schon durch die schwere Krise im Tourismusbereich belastet", klagte der Sprecher der Strandbäder-Betreiber, Graziano Giannessi.

Tankstellen schließen

Eine weitere Hiobsbotschaft für die Regierung Monti kommt von den Tankstellenpächtern, die von 3. bis 5. August ihre Pumpanlagen schließen wollen. Sie wollen dadurch gegen die vom Kabinett beschlossenen Liberalisierungsmaßnahmen protestieren. Die Regierung entgegnete, dass der Protest nicht legal sei, da in der Haupturlaubszeit in Italien eine Schließung der Tankstellen nicht erlaubt sei.

Hintergrund des Tankstellen-Streiks sind Pläne der italienischen Regierung, den Markt zu öffnen. Mehr Konkurrenz führe zu niedrigeren Abgabepreisen, so die Argumentation der Regierung. Die Tankstellenbetreiber hingegen fürchten, dass viele Selbstbedienungsstationen eröffnet werden und Arbeitsplätze verloren gehen. In Italien gibt es mehr als 22.000 Tankstellen, die meisten sind kleine Betriebe.

(APA)

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6 Kommentare

wenns kriselt winkt Milton Friedmann

nicht vergessen, es sind IMMER die selben 3 schritte, wenns wo kriselt:

1) staatliche subventionen streichen
2) den markt öffnen
3) staatliche betriebe privatisieren

mit den immer selben konsequenzen: die preise explodieren, die masse kann sich das leben nicht mehr leisten, es wird protestiert, der protest wird gewaltsam unterdrückt, es kommt zu unruhen mit toten, der aufschwung braucht jahre und danach klafft die schere zwischen arm (das sind dann fast alle) und reich (meistens die selbe handvoll wie vorher nur noch viel reicher) unüberbrückbar auseinander. die schulden beim imf und der world bank laufen total aus dem ruder usw usf, augen auf.

dazu braucht man nun wirklich keinen wirtschaftswissenschaftlerdoktortitel, was mich nur fasziniert und irritiert, ist, dass dieses muster seit jahrzehnten wieder und wieder wiederholt wird. es ist noch nie was gutes dabei rausgekommen. monti öffnet nun den markt für treibstoff. na das wird gutgehen.. für wen wohl? den durchschnittsitaliener?

Gast: Peter8M
19.07.2012 18:01
2 0

Die urarmen Betreiber

die pro Person 15 Euro für eine Liege und 10 für einen Schrim kassieren. Am Tag. Und meist ohne Kinderermässigung. Und natürlich ohne eine Rechnung auszustellen.

Gast: MuzMuz
19.07.2012 17:47
1 0

Muz

wow. bis jetzt noch gar kein hinhacken auf rotgrün im Kommentarbereich ;-)

Was bringts?

Was sollen einige m2 Strand für wenige Monate Saison schon bringen? Unzufriedene Pächter vertreiben höchstens die Urlauber, was mehr Schaden verursacht als die bescheidenen Mehreinnahmen der Versteigerung.

Alte Urlaubsziele sind passe

Warum Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, wo gestreikt wird, Brände gelegt werden, Urlaub nicht mehr willkommen sein dürften.

Urlaub bei Häupl, Pröll oder Plattner, und schon beginnt der Spaß.

Gast: smilefile
19.07.2012 15:57
1 0

That's



Europa,....!

Hobbyökonom