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Justiz in Italien ermittelt wegen Libor-Zinsskandal

20.07.2012 | 11:46 |   (DiePresse.com)

Italienische Konsumentenschützer haben wegen Marktmanipulationen Anzeigen eingebracht.

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Der Skandal um die Manipulation international bedeutender Zinssätze zieht weitere Kreise. Die Staatsanwaltschaft der süditalienischen Stadt Trani hat eine Untersuchung wegen möglicher Libor- und Euribor-Manipulationen in die Wege geleitet. Die Untersuchung wurde aufgrund von Anzeigen italienischer Konsumentenschutzverbände in die Wege geleitet. Wegen Marktmanipulationen drohten in Italien zwölf Jahre Haft, berichteten italienische Medien am Freitag.

Die Staatsanwälte von Trani führen bereits Ermittlungen gegen die US-Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P), Moody's und Fitch. Fünf Managern von S&P droht in Italien ein Prozess. Der bis vergangenem August amtierenden S&P-Chef Deven Sharma, sowie vier Analysten der Ratingagentur in den Londoner und Frankfurter Filialen droht ein Gerichtsverfahren, weil sie mit ihren Berichten über die Lage im Land versucht haben sollen, "Italiens Ansehen, Prestige und Kreditwürdigkeit auf den Finanzmärkten zu destabilisieren", lauteten die Vorwürfe der Staatsanwälte von Trani, welche die Untersuchung abgeschlossen haben. Die Ermittler vermuten, dass dahinter ein Plan steckte, um Italiens Politik und Wirtschaft zu beeinflussen.

 

(APA)

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