Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich gegen eine gesetzliche Begrenzung von Dispozinsen (Zinsen für die Überziehung des Kontos) ausgesprochen. "Wir brauchen mehr Transparenz bei den Anbietern und mehr Eigenverantwortung der Verbraucher", sagte Schäuble der "Bild"-Zeitung. Es sei gut, dass sich Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) "jetzt auch um dieses Thema kümmert". Schäuble fügte mit Blick auf die Eigenverantwortung der Bankkunden hinzu, es stehe "nirgendwo geschrieben, dass man sein Konto überziehen muss".
Eine Untersuchung im Auftrag Aigners hatte ergeben, dass Banken und Sparkassen stark überhöhte Dispozinsen von ihren Kunden kassieren. Die Erträge der Banken aus dem Geschäft mit Dispokrediten würden die Kosten "deutlich übersteigen", hieß es in der Studie.
(APA/AFP)
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