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Peugeot will offenbar Werk mit Staatsgeld retten

23.07.2012 | 20:17 |   (DiePresse.com)

Der französische Autobauer will Insindern zufolge einen Antrag auf Staatshilfe stellen. Peugeot kündigte vor kurzem den Abbau von 8000 Stellen an.

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Der Autobauer Peugeot will offenbar einen Antrag auf Staatshilfe stellen, um die Schließung eines zweiten Werks in Frankreich zu verhindern. "Sie haben uns gesagt, dass sie nach umfangreichen Hilfen der Regierung gefragt haben", sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Gelder könnten von der Regierung in Paris oder Regionalregierungen bereitgestellt werden, sagte eine andere Person.

Peugeot kündigte jüngst den Abbau von 8000 Stellen und die Schließung eines Werks bei Paris an. Dies sorgte in Frankreich für großen Aufruhr.

(APA/Reuters)

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5 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
24.07.2012 11:49
0 0

Peugeot hat schon länger schwere Probleme!

Die Zahlen für die Jahre 2008 bis 2011 zeigen das ganz deutlich:

Dividendenrenditen:
2008: 0,0%
2009: 0,0%
2010: 3,87%
2011: 0,0%

Kursentwicklung:
2008 noch um etwa 50.- Euro pro Aktie gehandelt scheinen heute auf dem Kurszettel nur noch 6,52 Euro auf. Ein Verlust für die bösen Zocker (Peugeot family group mit 30.3% Anteil), um satte 85%.

Unternehmensgewinne vor Steuern:
2008: -653,0 Mio. Euro
2009: -1.936 Mio. Euro
2010: +1.307 Mio. Euro
2011: +564 Mio. Euro
In diesen 4 Jahren also ein Gewinn von -718 Mio. Euro!

Die knapp 200.000 Mitarbeiter haben aber gewaltige Mengen an Staatsabgaben erwirtschaftet, welche dann vom Staat umverteilt wurden. Da geht es um Milliardengewinne für die Staatlichkeit.

Bei dieser Sachlage der irren Staatsabgaben und den kurzen Arbeitszeiten, da muss es einfach nur unmöglich sein auch ordentlich, im Sinne des Unternehmens, zu wirtschaften. Ich würde meinen, dass Peugeot zum Überleben nicht nur 8.000 Mitarbeiter freisetzen muss, auch die Verlagerung von min. 100.000 Mitarbeitern in andere Länder wird zum Überleben notwendig sein.

Bei Renault ist die Lage etwas besser aber auch alles andere als Gut. Ich denke, dass viele Unternehmen in F einfach nicht wettbewerbsfähig produzieren können, da kommt noch ein Haufen an Problemen nach.

Diese kranken Bereiche / Grundlagen können auch niemals mit Staatsgeldern korrigiert werden. Damit würde der Umverteilungswahnsinn einen "kick back" Effekt, mit gewaltigen Reibungsverlusten, bekommen.

Gast: LegendIn
24.07.2012 09:11
0 0

Frankreich ist am Wege zum real existierenden Sozialismus

Hollande verjagt ja derzeit seine finanzkräftige Oberschicht, in dem er mit der de facto Enteignung mittels Steuern droht. Und so bleiben eben nur Nettoempfänger im Land und die Verstaatlichung böser, da nicht gewinnträchtiger Unternehmen wird steigen.

Das Schlimme daran? Wir als EU-Nettozahler finanzieren und haften für dieses kommunistische Experiment auf westeuropäischen Boden!

Gast: Lingus
24.07.2012 08:41
1 0

Die Reverstaatlichung steht vor der Tür

na ganz toll - auf ins MIttelalter.

Gast: hier die wahrheit
24.07.2012 08:21
0 0

Peugeot kündigte vor kurzem den Abbau von 8000 Stellen an.

Ja und?

Was sollen die 8000 denn arbeiten, selbst wenn sie Staatsgehälter bekommen?

Sollen Sie den ganzen Tag die Internationale singen?

Sollen Sie Autos bauen, die sich sowieso keiner mehr leisten kann, weil Massenarbeitslosigkeit, Armut, Hunger und Gewalt aufkommen?

Warum bekommt ein "arbeitsloser" Peugeot-Arbeiter ein Staatsgehalt, während alle anderen Arbeitslosen nur die üblichen Sozialleistungen bekommen?

Ist jetzt schon jeder dahergelaufene Autohersteller "too big too fail"?

Oder gibt es auch in Frankreich Typen wie Mennsdorff-Pouilly?

Gast: Markus Trullus
24.07.2012 07:43
0 0

was kommt da auf uns zu?

Wie bei Opel; scheinbar geht es jetzt den Autoherstellern an den Kragen. Die Überproduktion in der EU bei reduzierten Konsumverhalten wird auch in anderen Branchen nicht halt machen. Das sei allen, die den Vertrauensverlust in der Wirtschaft schadenfroh gutgeheißen haben, ins Stammbuch geschrieben: auch sie werden morgen ohne Job da stehen, dann ist Schluss mit Lustig.... Ich fürcht, 2013 wird ein fürchterliches Jahr....

Hobbyökonom