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"Bofinger ist eine akademische Nullnummer"

24.07.2012 | 12:13 |   (DiePresse.com)

"Was von unseren Gegnern an Gehässigkeit in Tinte geflossen ist, ist kaum zu glauben", sagt Walter Krämer, Initiator des umstrittenen Ökonomen-Briefs.

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Wer glaubte, die Wogen im Streit der deutschen Ökonomen würden sich glätten, der irrt. "Was von unseren Gegnern an Gehässigkeit in die Tinte geflossen ist, das ist ja kaum zu glauben, Leute wie Herr Bofinger der übrigens eine akademische Nullnummer ist", zeigt sich Ökonom Walter Krämer unversöhnlich, wie das "Handelsblatt" berichtet. Keiner nehme Bofinger ernst, sagt er demnach in einem aktuellen Interview mit der Dortmunder Studentenzeitung "Pflichtlektüre". Bofinger sei auch nur deshalb in den Rat der deutschen Wirtschaftsweisen gekommen, weil die Gewerkschaften ihn dort rein kooptiert hätten.

Der deutsche Statistikprofessor Krämer ist Initiator jenes Ökonomen-Briefes, der seit über drei Wochen für heftige Diskussionen sorgt. Darin rief Krämer mit mittlerweile rund 250 Ökonomen gegen die Beschlüsse des letzten Euro-Gipfels und eine geplante Bankenunion auf. Diese bedeute eine kollektive Haftung für die Schulden der Banken des Euro-Systems, warnte der Volkswirt.

"Das ist schlimmste Stammtisch-Ökonomie"

Peter Bofinger hatte den offenen Brief von Krämer und Kollegen heftig kritisiert. "Das ist schlimmste Stammtisch-Ökonomie", wetterte er, wie "DiePresse.com" berichtete. "Deutsche Ökonomen sind gut im Jammern - das ist in der aktuellen Lage aber absolut kontraproduktiv." Der Aufruf schade dem öffentlichen Ansehen der deutschen Wirtschaftswissenschaft. Bofinger startete mit Gleichgesinnten einen Gegenaufruf. Die Zunft der deutschen Ökonomen präsentierte sich in Folge gespalten. Zuletzt hatten sich sogar US-Ökonomen eingemischt: US-Volkswirt Barry Eichengreen, kritisierte den umstrittenen offenen Brief ebenfalls.

War es in den vergangenen Tagen ruhiger im Streit der Ökonomen geworden, zeigt sich nun, dass die Gräben weiter tief sind. "Wenn hier jemand auf Stammtischniveau argumentiert, dann die Gegenseite", kontert Krämer nun im Interview mit der Studentenzeitung. Denn an sich findet er die Reaktionen auf den Brief gut. "Ich bin sehr erfreut über die Reaktionen, auch über die gehässigen Reaktionen. Sie zeigen: Leute sind getroffen worden. Und ein getroffener Hund bellt."

(phu)

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46 Kommentare
 
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Gast: Tourist
25.07.2012 23:27
0 0

In den USA ist Kraemer eine Nullnummer

und Bofinger Mainstream.

Gast: Hartmut Kannmann
25.07.2012 11:54
1 3

Bitte ein Foto vom Krämer beihängen,

dann sieht man gleich, dass der Hausmeister der Uni nicht seriös ist.

Weil Bofinger rasiert und frisiert daher kommt wie der Traum-Schwiegersohn von der Super-Nanny ist er ein Ökonomisches Genie oder wie?

Einstein hätten sie wahrscheinlich zum Straßenkehrer "befördert"

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Irgendwie schon komisch,

wenn es nicht zum Weinen wäre.

Die Ratlosigkeit von deutschen "Top-Ökonomen" zeigt wie verfahren/aussichtslos die Lage in der Euro- Zone bereits ist.

Wenn es bald wirklich kracht, dann möchte natürlich KEINER dieser Ökonomen schuld gewesen sein.
DANN kommen sie ganz sicher damit, dass sie es schon immer gewusst haben...

Heutige Ökonomen können immer nur im Nachhinein feststellen wie man es besser nicht hätte machen sollen, weil in ihren keynesiansichen Theorien die Logik fehlt.

mises.org

Gast: nK
25.07.2012 08:22
4 1

Gewerkschaften, das Grundübel

Es zeigt sich, dass Gewerkschaften Ursache der meisten Krisen der Neuzeit sind.

Solange es bergauf geht taugen unsere Politiker, aber wehe es werden strukturelle Entscheidungen gebraucht, dann versagen sie.

Hängt wohl auch damit zusammen, dass sie immer korrupter und charakterschwächer werden und eine bildungs und lebensferne und Erziehung geniessen.

Gast: little_brother_is_watching_you_too!
24.07.2012 18:21
6 4

bizarre debatte!

es liegt auf der hand, dass ein mann namens eichengreen nur das beste für deutschland will;-)

Ein Zickenstreit unter Ökonomen und verletzte Eitelkeit - das Niveau ist kaum noch zu unterbieten.


Statt auf der Sachebene begegnet man sich auf der emotionalen Ebene. "Stammtisch-Ökonomie" sagt der eine, "akademische Nullnummer" zickt der andere zurück.

Teilweise erinnert das auch an einen Kindergarten. "Wenn hier jemand auf Stammtischniveau argumentiert, dann die Gegenseite", meint Krämer. Ein 5jährige hätte wohl ähnlich argumentiert (Du bist blöd. - Gar nicht wahr. Du bist blöd. - Du bist immer 1000 Mal blöder, etc. - man kennt das nervige Gezanke zur Genüge).

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Re: Ein Zickenstreit unter Ökonomen und verletzte Eitelkeit - das Niveau ist kaum noch zu unterbieten.

warum sollten wissenschaftler keine emotionen haben?

Re: Re: Ein Zickenstreit unter Ökonomen und verletzte Eitelkeit - das Niveau ist kaum noch zu unterbieten.

Es ist ein Unterschied ob man schlicht ein zu Emotionen fähiges Wesen ist oder sich von ihnen beherrschen lässt. Insbesondere in einer solch wichtigen Frage der Wirtschafts- und Währungsunion, die für ganze Volkswirtschaften und mehrere 100 Millionen Menschen entscheidend ist, sollte man auf der Sachebene bleiben und Ruhe ausstrahlen. Ich vermute niemand hier könnte sich ein solches Verhalten am eigenen Arbeitsplatz leisten.

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Re: Ein Zickenstreit unter Ökonomen und verletzte Eitelkeit - das Niveau ist kaum noch zu unterbieten.

Vielleicht eine kleine Korrektur. Der Ökonomen-Brief hat ja sachliche Argumente gebracht. Daß Herr Bofinger darauf nicht eingeht und vom "Stammtisch" redet, zeigt eigentlich nur, daß er derjenige ist, der nichts in dieser Angelegenheit zu sagen hat!

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Re: Re: Ein Zickenstreit unter Ökonomen und verletzte Eitelkeit - das Niveau ist kaum noch zu unterbieten.

er hat ja etwas gesagt.hätten sie zib2 geschaut würden sie auch wissen was.

Re: Re: Ein Zickenstreit unter Ökonomen und verletzte Eitelkeit - das Niveau ist kaum noch zu unterbieten.

Auch hier fühle ich mich wieder zwangsläufig an den Kindergarten erinnert. Stellt man die Kleinen zur Rede ist die erste Reaktion praktisch immer dieselbe: Der andere hat angefangen. Nicht die Frage wer mit dem niveaulosen Streit anfing, sondern die Tatsache, dass sich zwei Erwachsene auf dieses Niveau herabließen, ist entscheidend.

Krämer hätte diese Untergriffe auch ignorieren können und sich weiter um Sachargumente bemühen können um die Medien und Öffentlichkeit zu überzeugen, denn Bofinger und Kollegen waren ohnehin nie die tatsächlichen Adressaten des Briefes.

Stattdessen geht es um persönliche Befindlichkeiten, verletzten Stolz und einen Zickenkrieg.

0 0

Das Problem dabei:

Es gibt keine sachlichen Argumente, wie man diese Situation wieder langfrisitg bereinigen könnte.
Man könnte sie aber temporär beruhigen und darum geht es auch.

Es geht hier um Psychologie.
Man muss die Märkte beruhigen, auch wenn man in die Psycho- Trickkiste greifen müsste und sie belügt oder noch etwas mehr Geld druckt. An der weiteren Geldentwertung führt absolut kein Weg vorbei. Eine deflationäre Abwärtsspirale wäre die Alternative.


Re: Das Problem dabei:

Auch Marktpsychologie kann auf einer Sachebene diskutiert werden.

Offenbar sind Sie für dieselbe Lösung wie sie in den USA und GB praktiziert wird um die Märkte zu beruhigen, d.h. die Notenbank zur Krisenbekämpfung stärker einsetzen, indem sie verstärkt Anleihen von Krisenstaaten aufkauft und auch die Geldmenge ausweitet. Das muss schließlich nicht gleich in eine Hyperinflation münden.

Das ist ein durchaus sachlich argumentierbarer Standpunkt. In den USA und GB wird diese Strategie auch offen vertreten.


Antworten Antworten Antworten Gast: pff
24.07.2012 23:53
2 0

Re: Re: Re: Ein Zickenstreit unter Ökonomen und verletzte Eitelkeit - das Niveau ist kaum noch zu unterbieten.

Da Krämer aber sachliche Argumente geliefert hat sei ihm das Kontergezicke verziehn.

Gast: Alter Pauker
24.07.2012 16:06
18 1

Hofastrologe

Bofinger stellt als Hofastrologe brav die Horoskope, die man - seine Sponsoren - von ihm erwartet. Vor 500 Jahren hätte er dafür noch einen gewissen Respekt geerntet. Heute tendiert er mir seiner Rolle zum Hofnarren. Allerdings sind mir insofern auch die Medien suspekt, die seine Horoskope abdrucken.

Gewerkschaftslobbiest!

Bofinger ist nicht anderes als einer von Gewerkschaften bezahlter Wirtschaftsweiser. Ein typischer Klientellwissenschaftler!

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Re: Gewerkschaftslobbiest!

Worum geht es den (fatalistischen) Deutschen?

Einen europäischen Finanzkollaps vielleicht sogar bewusst herbeizuführen und daraus als stärkste Nation emporzusteigen?
Doch was dann in Europa passiert, möchte ich hier lieber nicht erleben. Ich bereite mich auf eine temporäre Flucht vor.

Antworten Gast: gäst
24.07.2012 17:21
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Re: Gewerkschaftslobbiest!

Ganz im Gegensatz zu den Initiatoren, deren Lehren frei herumschweben und die nicht etwa politisch vernetzt sind.
"Akademische Nullnummer" ist auch ein starkes Stück von der Zunft, die nichts anderes leistet als immer korrekter falsch liegende Berechnungen ohne sich jemals Gedanken über die eingesetzten Konzepte zu machen. So kommen natürliche Publikationen en masse ohne viel Aufwand zustande.

Re: Re: als immer korrekter falsch liegende Berechnungen

Stimmt so nicht. Wenn Sie zugehörige Gesprächsrunden im deutschen Fernsehen verfolgen, finden Sie dort Leute, welche mit Argumenten, Beispielen und Prognosen ziemlich genau die heutige Situation angekündigt hatten.

Das wesentlichste Merkmal der Hilfe-Befürworter war jedoch, im Gegensatz dazu, das gänzliche Fehlen von Sachargumenten, ersetzt durch die oftmalige Wiederholung der bereits bekannten Allgemeinsprüche, von "Friedensprojekt" bis "Solidarität".

Also ich würde nicht alle in einen Topf werfen. Zumindest nicht in Deutschland.

Antworten Antworten Antworten Gast: gäst
25.07.2012 20:52
0 0

Re: Re: Re: als immer korrekter falsch liegende Berechnungen

Stimmt, findet man, aber dabei handelt es sich eher um Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Die Allgemeinnullnummersprüche (Schulden muss man zahlen, "Argumente" in Richtung:"Die fleißigen Deutschen dürfen nicht bestraft werden für die faulen Anderen" etc. sind ja auch nichts weiter als unerträgliche Moralkeulen) hört man von beiden Seiten in unerträglichem Ausmaß. Nichtsdestotrotz verhält sich gerade die Fraktion der Briefschreiberlinge derart autistisch (und die allermeisten haben bitte übverhaupt nichts kommen gesehen - wie auch, Krisen lassen sich eben nicht "berechnen".

Re: Re: Re: Re: Krisen lassen sich eben nicht "berechnen"

Stimmt. Aber man kann, mit Fakten, Sachverstand, Blick in die Geschichte, etc. versuchen zu erkennen, wohin in Krisenzeiten getroffene Maßnahmen höchstwahrscheinlich führen werden.

Gast: Hermann vom Gipfel
24.07.2012 15:02
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Doktorat für Lehrlinge!

So wie es Leitl fordert. JETZT!

Gast: Gast365
24.07.2012 14:42
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Bofinger ist der typische ahnungslose

kommunistische Gewerkschaftsbonze! Wohl vergleichbar mit dem Schulmeister. Der macht sich auch jedes Mal mit seinen ewiggestrigen kommunistischen Ideen lächerlich!

Ich kann mich da an eine Stronach-Aussage erinnern: "Bulls without Balls"!

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Re: Bofinger ist der typische ahnungslose

man sollte Schulmeister nicht beleidigen, indem man ihn mit Bofinger vergleicht

Welches Interesse haben die Gewerkschaften?

Wenn der von Gewerkschaften vorgeschlagene Hr. Bofinger zwar weiss, dass die Überschuldung von Staaten zu Umverteilung von unten nach oben führt, jedoch kein Konzept nennt, wie diese Überschuldung nachhaltig vermieden werden kann - ist es also logisch anzunehmen, dass diese Umverteilung im Interesse der Gewerkschaften liegen muss.

Klingt zwar seltsam, ist aber die einzig mögliche logische Schlussfolgerung.

 
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Hobbyökonom