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Kaufkraft: Vor 20 Jahren und heute


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Kaufkraft im Zeitraffer

Die Kaufkraft der Westdeutschen ist seit 1991 gestiegen. Ein Vergleich, wie lange ein Durchschnittsverdiener arbeiten muss(te), um eine Flasche Bier oder einen Herren-Anzug kaufen zu können. Ein Arbeitnehmer verdiente 2011 netto 15,20 Euro pro Stunde. 1991 waren es 10,50 Euro. Die Zahlen wurden vom Institut der deutschen Wirtschaft zur Verfügung gestellt.

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74 Kommentare
 
1 2

Wir danken dem großen Bruder für die Erhöhung der Schokoladeration

und dem Ministerium für Liebe für die erhellenden Wahrheiten.

zweifel

also ich bezweifle diese aussage ganz entschieden. schauen sie auf den einkaufswagen - nur Schrott, den keiner wirklich braucht. wurde auch erhoben, wie lange 1991 der anzug gehalten hat und wie das heute ist? nehmen die einen h&m-anzug zum vergleich, der irgendwo zu prekären arbeitsbedingungen hingepfuscht wird? und den verbreiteten Mist, der uns als lebensmittel untergejubelt wird? na gute nacht. die frage nach qualität stellt überhaupt niemand mehr! nur wieviel ich bekomme ist einfach zu kurz gegriffen.

Re: zweifel

Danka, danke, danke! Es macht nämlich einen Unterschied wo die Ware herkommt und welche Inhaltsstoffe sie hat. Sie haben Recht - wir haben noch nie so viel für Müll und Mist bezahlt, den wir kaufen müssen, weil die Information absichtlich verschleiert wird, weil freiwillig niemand diesen Dreck kaufen würde. Und vor 20 Jahren hatten wir noch wesentlich mehr Selbstbestimmung - Müll aßen damals nur die Amis, nur so teuer war deren Müll bei denen nie. Heute sind wir auch dort angekommen nahrungsmittelmäßig, aber wir zahlen Länge mal Breite.

Antworten Antworten Gast: Markus Trullus
20.09.2012 16:10
0 0

Re: Re: zweifel

Verschleiert wird gar nix: Wenn sie zu einem Baumarkt oder Modegeschäft das Herstellerland nachschauen: Wetten:95% made in China? Das ist der Grund- wir Idioten haben den Satz verlernt: Billig gekauft ist teuer gekauft; weil... uns der Arbeitsplatz unter dem Hosenboden weggschossen wurde. Und das,weil wir Geiz ist Geil geschriehen haben und den asiatischen Schrott unserer Wertarbeit vorgezogen haben.
Lederhosen werden wieder in. Ok, dachte ich endlich was für heimische Unternehmen; aber schreck: Lederhose made in Hongkong!!!!!!

gegenfrage

also die Mehrheit verdient sicher weniger als 15 € in der stunde. noch dazu netto. es arbeiten nicht alle in der metallbranche.

Antworten Gast: rosenrot
27.07.2012 11:50
9 0

Re: gegenfrage

15 Euro/Stunde netto müssten so über den Daumen gepeilt ca. 2500 Euro netto im Monat sein. Viele Arbeiter würden sich freuen, wenn sie das brutto hätten?

Warum wandern so viele Deutsche nach Österreich aus, wenn man in Deutschland so gut verdient?!?

die Mehrheit verdient sicher weniger als 15 € in der stunde

2010: Die 3,9 Mio. unselbständig Erwerbstätigen (OHNE LEHRLINGE) erzielten 2010 ein mittleres Bruttojahreseinkommen von 24.516 Euro.

ca:
brutto 24.513€/14/168= 10,4€

macht durchschnittliches nettoeinkommen pro std. ca. 7,3€

das ist nicht einmal die hälfte von 15€

Re: die Mehrheit verdient sicher weniger als 15 € in der stunde

jetzt aber auch nicht untertreiben! also in dem fall gilt durch 14 nicht! weihnachte und urlaubsgeld ist schon teil des Verdienstes. auch in Österreich
sind wir dann auf 12 E brutto, etwa 9€ netto.
bei der abgabenquote wird auch immer 50% angegeben und auf die 20% mwst. vergessen, die wir alle zusätzlich zum nettoeinkommen an den staat abführen.
ich weiß nie ob es dummheit ist oder Absicht oder beides

Re: Re: die Mehrheit verdient sicher weniger als 15 € in der stunde

PS: wenn wir noch ein wenig rechnen und Urlaubstage und Krankenstandstage und noch Hochzeitstage, für Begräbnisse und Geburten vielleicht rausrechnen kommen wir eh auf 15€ ;)

Re: Re: die Mehrheit verdient sicher weniger als 15 € in der stunde

So gesehen ist es schon richtig, das es 9€ statt 7,3€ sind. Nur kenn ich keinen Menschen der Weihnachtsgeld und ähnliches zum Lohn dazu zählt oder bei Gehaltsverhandlungen mit einbezieht.

Unter § 25 Abs. 1 Z 1 EStG 1988 fallen alle Bezüge und Vorteile, wie zB Gehälter, Löhne, Provisionen, Belohnungen, Tantiemen, Sachbezüge, freiwillige Sozialleistungen usw.

Das Urlaubsgeld (auch Urlaubszuschuss oder 14.Gehalt genannt) und das Weihnachtsgeld (=Weihnachtsremuneration oder 13.Gehalt) sind Sonderzahlungen.
Der Anspruch, die Höhe und die Fälligkeit von Sonderzahlungen sind im jeweiligen Kollektivvertrag oder Einzelarbeitsvertrag geregelt.
Im Rahmen von privatrechtlichen Arbeitsverhältnissen gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

anyway, auch 9€ sind keine 15€

Gast: phj
27.07.2012 00:41
12 0

Wo ist Vergleich von

Mieten
Gas
Strom
Wasser
Müllabfuhr

Gast: b754
26.07.2012 21:03
5 2

und um wieviel hundert prozent sind die managergehälter gestiegen im vergleich zu den kleinen angestellten


7 0

täglicher bedarf

Alles was nicht aus china und indien kommt ist teurer geworden.
Hätte keiner gedacht das wir den 90ern einmal nachtrauern werden

Frage

Warum hat dann jetzt 90% der Österreicher weniger Geld einstecken oder am Konto ?? Vielleicht sollte man ja dazuschreiben dass Internet z.Bsp. 1991 nix gekostet hat ?? Irres Vorgaukeln der Leute wieder einmal dass es uns eh gut geht. Artikel könnte von der Krone sein.

Re: Frage

das ganz einfach.
Während in den 90iger Jahren ein Telefon (festnetz) in einem Haushalt zu finden war und dafür wurden, wenn die Rechnung hoch war 25-30 Euro ausgegeben, betragen die Handykosten heute ein Vielfaches dessen.
Während man in den 90iger Jahren noch auf Dinge gespart hat wird heute wild drauf losgekauft, und völlig vergessen, dass für diese Kredite auch Zinsen fällig werden. Das senkt natürlich die Kaufkraft.
Ausserdem muss ja jeder Haushalt heute 2 Autos haben, und um Gottes Willen nicht gebraucht. Da wird über Leasing finanziert.
All diese monatlichen Verpflichtungen fehlen dann im Geldböserl.
Kein Essen im Kühlschrank aber 3 Flachbildschirme im Haushalt, Ipads, Smartphones etc etc.
Ja es stimmt die Reallöhne sinken. Aber das Drama ist, dass der Konsum nicht angepasst wird.

Antworten Gast: Üzi Güzi
26.07.2012 19:53
4 0

Warum hat dann jetzt 90% der Österreicher weniger Geld einstecken??

Für das internet hab ich ´91 5x so viel bezahlt als heute aber:

Männer:
Veränderung 2009-2010, %
1. Quartil -1,5
Median 0,7
3. Quartil 0,9

Frauen:
Veränderung 2009-2010, %
1. Quartil 0,3
Median 0,9
3. Quartil 1,2

Durchschnittliche Inflation: 2,2%

statistik.at/web_de/statistiken/soziales/personen-einkommen/jaehrliche_personen_einkommen/020054.html

Da sieht man schön wie die Schere auseinander geht.

Re: Warum hat dann jetzt 90% der Österreicher weniger Geld einstecken??

Brüssle und Wien werden Ihnen sagen, dass Sie sich nur einbilden weniger Geld zu haben. In Wirklichkeit geht es Ihnen heute viel, viel besser, Sie müssen es nur endlich zugeben.
So sagen die es.

Antworten Antworten Antworten Gast: Zenzine
31.07.2012 08:03
4 0

Eh alles gut!

Ist doch eh alles Bestens! Immerhin sind Flachbildfernseher, Computer und Handys viel billiger geworden! Jaja!

^^

15,20 Euro Verdienst pro Stunde.... im Durchschnitt ... NETTO ....

Nie und nimmer.

2009: Die 3.990.888 unselbständig Erwerbstätigen (INKL.LEHRLINGE) erreichten 2009 ein mittleres Bruttojahreseinkommen von 23.602 Euro.
Die niedrigsten Einkommen waren abgesehen von den Lehrlingen bei Arbeiterinnen und Arbeitern zu finden, die 38% der Unselbständigen ausmachten und durchschnittlich 17.874 Euro bezogen. (Brutto/Monat = 1276,71 € )
Die höchsten Medianeinkommen waren hingegen mit 47.848 Euro bei Beamtinnen und Beamten (6%) zu finden

2010: Die 3,9 Mio. unselbständig Erwerbstätigen (OHNE LEHRLINGE) erzielten 2010 ein mittleres Bruttojahreseinkommen von 24.516 Euro.
Die mittleren Nettojahreseinkommen beliefen sich auf 18.366 Euro (Frauen: 14.768 Euro, Männer: 21.786 Euro). (Brutto/Monat =1311,85€)

Zb. statistik.at/web_de/statistiken/soziales/personen-einkommen/jaehrliche_personen_einkommen/020054.html

Recht interessant das ganze, da sieht man wie die Schere auseinander geht und für den Otto Normal das leben immer teurer wird.

Veränderung 2009-2010, %
Wenigverdiener -0,2
Otto Normal 0,3
Gut verdiener 1,0

Bin auch schon seit langem dagegen, das die Löhne immer mit % angeglichen werden.
Fixsummen würden in Summe genau so viel kosten, nur wäre es für Wenigverdiener mehr und für Gutverdiener weniger
(kein Schereneffekt).


12 0

Komplett irre Zahlen

15,20 Euro Verdienst pro Stunde.... im Durchschnitt ... NETTO .... spätestens hier kann man eigentlich aufhören zu lesen.

Wäre aber auch verwunderlich, wenn von einer systemhörigen Organisation, wie dem Institut der deutschen Wirtschaft auch nur irgendwas anderes käme, als derartige Gehirnwäsche mit der ewig gleichen "Wohlstand durch Euro"-Leier.

Erschütternd ist aber vor allem, dass anscheinend immer noch mündige, wahlberechtigte Erwachsene in der mitteleuropäischen Bevölkerung existieren, die so etwas ernst nehmen.

Der Euro zerbröselt gerade in seine Bestandteile und man hat noch immer nichts Besseres zu tun, als den Bürgern noch ein weiteres mal diese bizarre Propaganda reinzuwürgen.

Antworten Gast: wasmachtihrdenn
28.09.2012 12:59
1 1

Re: Komplett irre Zahlen

???

Naja also so irre finde ich die Zahlen nicht. Ich komme als Berufseinsteiger auf 21,86 EUR Brutto die Stunde. Das sind jetzt nicht gerade 15,20 Netto aber nah dran.

Schlimm sind immer Leute die irgendwie nichts erreichen im Leben und sich dann über miese Bezahlung wundern.

Und zur Info, ich bin ein einfacherer Industriekaufmann.

Antworten Gast: robnbradl
26.07.2012 13:07
2 13

Re: Komplett irre Zahlen

Was ist an den Zahlen denn so irre?
Das Nettostundengehalt kommt mir nicht so abwegig vor. Und auch beispielsweise dem statistischen Bundesamt nicht.

Antworten Antworten Gast: in echt?
30.07.2012 13:48
4 1

Re: Re: Komplett irre Zahlen

glauben sie das wirklich öder können sie schlecht rechnen?
die 15,2 netto pro stunde wären pro jahr über 60000€ brutto! und das soll der durchschnitt sein?

Antworten Antworten Antworten Gast: Gunnar4
17.09.2012 08:56
1 0

Re: Re: Re: Komplett irre Zahlen

Hier geht es um den Durchschnitt, und das kann sogar stimmen:

Der Reiche verdient 105€ Netto, die 9 anderen Arbeiter kommen auf 5€ Netto und Alle zusammen haben im Durchscnitt 15€ Netto und damit geht es dann allen gut!!


Gast: carrot
26.07.2012 09:29
4 0

Frisör für 1 Std. arbeiten

sogar bei Klipp kostet Waschen und Föhnen 22 EUR - bei Strassl, Bundy und Co noch wesentlich mehr!
ich kann mir nicht vorstellen dass der Otto-Normalverbraucher 22 EUR netto in der Stunde verdient!


Wenn das wirklich zutreffen sollte....

... Und ich legs direkt auf mich um, dann verdien ich also NETTO zwischen 20 ud 30 euro die Stunde.... Gut zu wissen ^^

mich interessieren nicht die deutschen

mich interessiert österreich

Antworten Gast: PÖHSE
28.10.2012 12:11
0 0

Re: mich interessieren nicht die deutschen

Der österreichische Markt , wird immer als Vergleichsbasis für den Deutschen hergezogen (zb wenns um neue Produkte geht), ähnliches kaufverhalten, nur kleiner.... ich glaub man kann dann auch von deutschland auf österreich schließen, nerd

Gast: Der Käufer wird immer mehr zum ausgebeuteten...
25.07.2012 18:49
11 0

...Konsumentenesel abgestempelt

Von wegen Kühlschrank. Ein Liebherr-Produkt ohne Preisnachlass 2.5 Jährchen alt um 400 Euro (Saturn mit zweijähriger Gewähr/zum Vergleich Universal 3. Jahre Garantie) schwächelt vor sich dahin, verliert sukzessive an Kühlkraft, die dünnlippige Türdichtung eine einzige Zumutung und selbst der Türgriff reißt inzwischen Haarrissfein ein. Dieses sogenannte Spitzenprodukt muss ich wahrscheinlich demnächst entsorgen. Da die Lebensdauer bei weitem nicht dem entspricht was die Produktbeschreibung verspricht, war der Kühlschrank wohl ein kompletter finanzieller Reinfall. Allein die Türdichtung ist mit Bestimmtheit kein europäisches Spitzenprodukt. Der Türgriff selbst eine schwächliche C-Erzeugung. Und jetzt frag ich einmal die mathematischen Obergscheitln, wie und was sie alles bei ihrer hanebüchenen Rechnerei wirklich berücksichtigen. PS. Bei Saturn ist für dieses schadhafte Produkt mit Bestimmtheit (nach Ablauf der zwei Jahresgarantie) keine großzügige Konsumentengerechte Erledigung zu erwarten. Mit an Wuat, lauta „Gschichtlerzöhla“ und die können mir längst den Buckel runterrutschen.

Re: ...Konsumentenesel abgestempelt

Danke für Ihren klaren Worte - genau so ist es. Heute gibt es keine Qualität mehr, oder man muss dafür drei mal so viel blechen.

0 6

Äpfel mit Birnen verglichen

Heute sind die Dinge ja auch auf einem besseren Stand:

Eier: früher fast nur Käfighennen, heute boden und freilandhaltung

Technik: ist nicht nur doppelt so billig, sondern auch besser entwickelt

einrichtungen sind heute schöner, besser, z.B. supermärkte und Frisöre schöner und begehbarer, das selbe gilt für transport etc. etc.

Und Westdeutschland ist ein konkreter Fall: die waren damals wirklich an der Spitze, dannach gab es Umverteilungen mit dem Osten etc.

Für Österreich wäre das Zuwachstum an Kaufkraft viel deutlicher spürbarer

Antworten Gast: estoc
28.07.2012 07:20
2 0

die technik ist ...

... besser entwickelt?

mag sein. seltsam ist nur, dass zb ein bauknecht kühlschrank aus den 60ern gut 40 jahre seinen dienst tat und das hochentwickelte gerät der gegenwart eine lebensdauer von max. 10 jahren hat.

ob das wohl daran liegt, dass in europa nichts mehr gefertigt wird?

Antworten Gast: Sie sind für mich der absolute Traumtänzer
25.07.2012 19:02
3 0

Re: Äpfel mit Birnen verglichen


1 4

Re: Re: Äpfel mit Birnen verglichen

90% der leute sind eben hoffnungslose pessimisten, habe nicht vor dagegen eine kampagne zu starten.

Schau mal wie sich der DAX seitdem entwickelt hat, ist doch einfach nur simple Logik dass die Dinge über 20 Jahre nicht gleich bleiben...

Antworten Gast: Anton Z.
25.07.2012 17:46
5 0

Re: Äpfel mit Birnen verglichen

das alles wird bei der Kaufkraft ja berücksichtigt! Die Inflation der Konsumgüter wird hedonisch berechnet. In Wahrheit ist also alles noch viel schlimmer.

Re: Äpfel mit Birnen verglichen

Die Produkte, die deutlich billiger sind als noch vor 20 Jahren, sind meist Importe aus Asien. Bei den anderen ist der Unterschied wirklich nicht groß. Manche sind sogar teurer als damals. Was besonders auffällt, sind die billiger gewordenen Produkte, die man nur alle paar Jahre kauft. Die Produkte für das tägliche Leben stehen preislich auf gleicher Stufe mit 1991.

1 3

Re: Re: Äpfel mit Birnen verglichen

wie du merkst war der größte unterschied bei technischen produkten, das sind keine produkte die mit viel billiger man power gemacht werden, sondern eher aus kombination ingeneure/designer (wohl aus dem hauptquartier) +automatisierung.

übrigens, ich glaube auch die billigsten produkte heute weit billiger sind als die billigsten früher, discounter sind in der zwischenzeit in jedem bereich im großen stile gekommen:

man nehme das billigste t-shirt das man findet (primark, h&m etc) und vergleiche das mit 1991. Oder das billigste Auto... Tata, Fiat und Toyota etc.

Antworten Antworten Antworten Gast: ein stück vom kuchenb
16.08.2012 11:36
0 0

Re: Re: Re: Äpfel mit Birnen verglichen

die annahme, dass auf der einen seite konsumgüter permanent billiger werden und analog dazu die einkommen steigen können, ist quasi unmöglich - also ein widerspruch in sich. denn: wie kann für die herstellung von waren ein höherer lohn bezahlt werden, wenn am anderen ende des spektrums für dasselbe produkt weniger eingenommen wird. das funktioniert schon gar nicht, wenn man bedenkt, dass gerade aufgrund dieses kostendrucks die produktionsstätten in billigstlohnländer verlagert wurden.

also: wenn man schon über die kaufkraft einer gesellschaft diskutiert, dann sollte auch die gesamte gesellschaft als messgröße herangezogen werden - dazu zählen nicht nur erwerbstätige mit spitzeneinkommen, sondern eben auch personen, die aufgrund der entwicklung der letzten jahrzehnte ihre arbeit verloren haben, pensionisten, mütter, alleinerzieherinnen, usw. - die alle können von € 15 netto/stunde nur träumen.

ich weiß, was ich jetzt sofort tun werde: ich werde gleich bei meinem chef vorsprechen und eine saftige gehaltserhöhung einfordern. auch ich will ein angemessenes stück vom kuchen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: nestbeschmutzer
20.09.2012 16:17
0 0

Re: Re: Re: Re: Äpfel mit Birnen verglichen

Ja, tun tun sie das; auf ein baldiges beim AMS..

Antworten Antworten Antworten Gast: Frittenfett
26.07.2012 10:54
2 0

Re: Re: Re: Äpfel mit Birnen verglichen

Also ob die Qualität gehalten wurde, möchte ich stark bezweifeln. (Zuviel Qualität schadet ja auch dem Absatz.).
Die Vielfalt hat auch abgenommen. Ein handvoll Hersteller diversifizieren sich teilweise lieblos einen ab, im Grunde wird aber eben auch nicht echte Vielfalt geboten, als es in einer 'Kaufhalle'. Wettbewerb findet nicht im Regal statt, sondern um den Regalplatz - somit sind die für den Kunden interessanten Eigenschaften eines Produktes als nachrangig zu sehen.

Aber zurück: Im Schnitt 15,20 netto? Sogar brutto kaum zu glauben.
Und ein weiterer Grund: Menschliches Leben ist teuer. Die herstellung der Butter ist vielleicht billiger geworden, aber die Kosten für den in der Handelskette einzig verblieben beteiligten Menschen (bildlich), haben sich umso stärker erhöht. Allein schon, weil er/sie ja die anderen mitfinanzieren muss. Und der obere-Alimentiertenapparat hat auch noch nie verzichtet, und wir es auch weiterhin nicht, selbst wenn alles umsonst hergestellt werden könnte, würden umso kreativer Steuern und Gebühren erhoben werden.



Gast: Gustav Gunkel
25.07.2012 15:34
12 2

Komisch.

Meine Kaufkraft wurde über die letzten Jahre weniger, statt mehr.

Antworten Gast: Peter S
27.07.2012 15:38
0 2

Re: Komisch.


nicht die Kaufkraft wurde weniger, sondern die Ansprüche sind höher geworden.

Heute will jeder einen Audi fahren, (warum??) oder ein iPhone haben.

Jeder will Markenklamotten

etc

etc

etc


0 2

Re: Komisch.

ja, sehr komisch.

Re: Re: Komisch.

nicht komisch, leider.

Männer:
Veränderung 2009-2010, %
1. Quartil -1,5
Median 0,7
3. Quartil 0,9

Frauen:
Veränderung 2009-2010, %
1. Quartil 0,3
Median 0,9
3. Quartil 1,2

Inflation im Jahr 2000: 2,3%
Inflation im Jahr 2001: 2,7%
Inflation im Jahr 2002: 1,8%
Inflation im Jahr 2003: 1,3%
Inflation im Jahr 2004: 2,1%
Inflation im Jahr 2005: 2,3%
Inflation im Jahr 2006: 1,5%
Inflation im Jahr 2007: 2,2%
Inflation im Jahr 2010: 2,3%
Inflation im Jahr 2011: 3,3%

Durchschnittliche Inflation: 2,2%

ich trinke keine Cola!

und esse auch kein Rahmschnitzel von Inzersdorfer. Also gilt die Studie für mich nicht:))

Gast: maximilian 3809
25.07.2012 13:32
9 1

Katastrophe!

d.h. trotz des ganzen Globalisierungs-Wahnsinns, der Ausbeutung der Umwelt, der Technisierung unserer Lebens- und vor allem Arbeitswelt BEKOMMEN WIR NICHT MEHR für unsere Arbeitsleistung als vor 20 Jahren (in Gütern, nicht in Geld). Wozu also das jahrzentelange Beschwören von Wirtschaftswachstum, wenn es nur destruktiv ist und normalen Menschen nichts nützt?

0 4

Re: Katastrophe!

es gibt laender auf dieser welt, denen geht es um einiges schlechter als uns und die sind gerade in der transition zum entwickelten land. dort steigt die kaufkraft noch staerker als bei uns. man stelle sich das mal vor.

Gast: Anton Z.
25.07.2012 11:16
12 0

Der Redakteur war intellektuell nicht in der Lage die Studie zu verstehen. Die Message ist nicht: "Die Kaufkraft der Westdeutschen ist seit 1991 gestiegen. "; sondern die folgende: "Der inflationsbereinigte Preis der Konsumgüter hat sich nicht verändert." Was hier aber nicht erwähnt wird ist dass die Fixkosten (insb. Wohnen, Transport zum Arbeitsplatz) massiv gestiegen sind. Dadurch stehen bei gleicher Arbeitszeit weniger Mittel für den Konsum zur Verfügung. Siehe da - schon verstehen wir die gegenwärtige Krise.

0 5

Re:

auch loehne und gehaelter sind gestiegen...

 
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