Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli saisonbedingt um 67.000 auf 2,876.000 gestiegen. Das waren 63.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Punkte auf 6,8 Prozent an. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,0 Prozent gelegen.
"Die Grundtendenz am deutschen Arbeitsmarkt ist im Juli weiter insgesamt positiv, es zeigen sich aber Anzeichen einer schwächeren Entwicklung. Die Arbeitslosigkeit ist in der Sommerpause vor allem aus saisonalen Gründen gestiegen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise.
Saisonbereinigt stieg die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Juli um 7000 auf 2,888 Millionen an. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl nahm im Vergleich zum Vormonat im Westen Deutschlands um 11.000 zu, im Osten hingegen nahm sie um 4000 ab.
Italien: 10,8 Prozent
Unter dem Druck der Rezession nimmt in Italien die Arbeitslosigkeit stark zu. Im Juni 2012 kletterte die Arbeitslosenrate auf 10,8 Prozent, das waren um 0,3 Prozentpunkte mehr als im Mai 2012 und um 2,7 Prozentpunkte mehr als im Vergleichsmonat 2011, teilte Italiens Statistikamt Istat am Dienstag mit.
In einem Jahr sei die Zahl der Arbeitslosen um 761.000 gestiegen, so Istat. 2,792 Millionen Italiener sind demnach auf Jobsuche. Die Arbeitslosigkeit erreichte damit den höchsten Stand seit Jänner 2004 und belastete sowohl Männer als Frauen. Die Beschäftigungsrate in Italien liegt bei 56,9 Prozent.
Hoch bleibt auch die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen, die jedoch leicht sinkend ist, geht aus der Erhebung hervor. Im Juni 2012 fiel die Zahl der Joblosen Italiener im Alter zwischen 15 und 24 Jahren auf 34,3 Prozent, das ist ein Prozentpunkt weniger als im Mai 2012. 608.000 Jugendliche sind in Italien auf Jobsuche.
(APA/dpa)
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