Top-Banker Josef Ackermann ist bekannt dafür, dass er mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hält. Jetzt sorgt der ehemalige Chef der Deutschen Bank wieder einmal für Aufregung: Er soll seine Nachfolger in kleiner Runde als "Loser" bezeichnet haben. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf Bankkreise. Am Mittwoch ließ Ackermann über einen Sprecher ausrichten, "er weise diese böswillige Behauptung zurück." Die Deutsche Bank wollte den Bericht nicht kommentieren.
Das neue Führungsduo des größten deutschen Geldinstituts hat einen holprigen Start hingelegt. Erst am Dienstag verkündeten Anshu Jain und Jürgen Fitschen ein milliardenschweres Sparprogramm, fast 2000 Stellen sollen gestrichen werden (mehr dazu ...).
Verwicklung in Libor-Skandal
Ackermann, der das Institut zehn Jahre geleitet hatte, stellte sich laut "FTD" von Anfang an gegen die neue Doppelspitze. Durch die Affäre um die Manipulation des Libor-Zinssatzes sehe er sich bestätigt, sagten die Informanten zur Zeitung.
Vor allem Investmentbanker Anshu Jain steht durch den Libor-Skandal im Kreuzfeuer der Kritik. Er hatte die Sparte, in der die Manipulationen passierten, zum fraglichen Zeitpunkt geführt. Der österreichische Aufsichtsratsvorsitzende Paul Achleitner - der wie die neue Vorstandsspitze erst seit Juni im Amt ist - stellte sich am Dienstag in einem Brief an die Mitarbeiter hinter Jain. Bislang hätten die Untersuchungen ergeben, dass "kein amtierendes oder früheres Mitglied des Vorstands auf irgendeine unangemessene Weise in die untersuchten Vorgänge" verwickelt sei.
>>> ZITATE: Ackermanns beste Sager
(Red.)
Ackermann: Die besten Sager des Topbankers
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