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Studie: Firmen mit Frauen im Vorstand sind erfolgreicher

03.08.2012 | 14:26 |   (DiePresse.com)

Unternehmen mit Frauen an der Spitze zeigen sich in Krisenzeiten resistenter. Auch bei Parameter wie Kapitalrendite schneiden gemischte Vorstände besser ab.

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Frauen in der Geschäftsleitung beflügeln den Erfolg einer Firma: Laut einer Studie der Schweizer Großbank Credit Suisse entwickeln sich Unternehmen mit mindestens einer Frau in der Geschäftsleitung in der Krise besser als Firmen, in denen ausschließlich Männer die Zügel in der Hand halten.

Der Aktienkurs von großen Konzernen, in deren Geschäftsleitung mindestens eine Frau saß, stieg stärker als derjenige von Unternehmen in Männerhand. Bereinigt um andere Effekte betrug die Differenz in den letzten sechs Jahren bei den Firmen mit einem Börsenwert von über zehn Milliarden Dollar (8,10 Milliarden Euro) 26 Prozent.

Gemischte Vorstände mit besseren Zahlen

Allerdings traten die Unterschiede erst in der Krise auf. Zwischen 2005 und 2007, als das Wirtschaftswachstum relativ robust war, erreichten Unternehmen unabhängig von der Zusammensetzung der Geschäftsleitung ähnliche Werte.

Seit Ausbruch der Schuldenkrise aber überflügelte der Aktienkurs von Firmen mit gemischten Geschäftsleitungen jene Unternehmen, die ausschließlich von Männern geführt wurden. Das bessere Ergebnis sei kaum ganz konsistent, schreiben die Autoren der Studie. Aber die Hinweise deuteten darauf hin, dass mehr Ausgeglichenheit in der Geschäftsleitung zu weniger Volatilität und Schwankungen führten.

Auch bezüglich anderen Faktoren schnitten Firmen mit gemischten Geschäftsleitungen besser ab, wie die Studie weiter zeigt. Die Kapitalrendite beispielsweise stieg bei Unternehmen mit Frauen in der Geschäftsleitung um 16 Prozent, bei Firmen in reiner Männerhand nur um 12 Prozent. Das Netto-Einkommen von Firmen ohne Frauen in der Geschäftsleitung stieg um 10 Prozent, dasjenige von Unternehmen mit gemischten Geschäftsleitungen um 14 Prozent.

Führungsfähigkeiten besser durchmischt

Für die bessere Performance von Unternehmen, in deren Geschäftsleitung Frauen und Männer sitzen, machen die Autoren der Studien sieben Faktoren aus. Unter anderem ergebe sich eine bessere Mischung bei den Führungsfähigkeiten, heißt es. Zudem würden gemischte Teams zu einer besseren Leistung führen: Laut Forschungen würden auch die Geschäftsleitungsmitglieder, die in einer Gruppe zur Mehrheit gehören, ihre Leistung steigern, wenn eine Minderheit mitarbeitet, womit im Durchschnitt ein besseres Ergebnis resultiert. Weitere positive Effekte seien meist eine höhere Risikoaversion bzw. eine geringere Verschuldung des Unternehmens.

Für die Studie wurde die Entwicklung von fast 2400 großen Unternehmen seit 2005 analysiert.

(APA/sda)

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7 Kommentare
Gast: hmmmm
05.08.2012 19:05
0 0

Inkorrekt.

"Frauen in der Geschäftsleitung beflügeln den Erfolg einer Firma" -- das wurde im der vom Artikel beschriebenen Studie NICHT festgestellt.

Es wurde lediglich eine Korrelation festgestellt:
Firmen mit generell gemischten Vorständen (nicht nur in geschlechtlicher Hinsicht) sind erfolgreicher, als Firmen mit einseitig besetzten Vorständen.
(weil, so vermute ich, diese einseitig sind weil sie weniger weltoffenen und flexibel sind und bleiben).

Warum macht man daraus eine sexistisch motivierte Schlagzeile?

1 0

jaja

jaja ...

Gast: mono
03.08.2012 20:54
1 0

Monokulturen sind immer schlecht

Nicht das Geschlecht ist entscheidend.

Firmen sind erfolgreicher, die Menschen (Frauen, Männer, Dumme, Gscheite) mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten beschäftigen.

Karl Popper sagte: wenn die Amerikaner 4 Stern Generäle erst ab einen IQ von 130 nehmen, werden sie den nächsten Krieg sicher verlieren.


Ewig diese Halbwahrheiten!

Firmen sind nicht deswegen erfolgreicher, weil sie Frauen im Vorstand haben, sondern es suchen sich die wenigen leistungswilligen Damen der Schöpfung ausschließlich die erfolgreichen Firmen aus! Das ist z.B. einer der Gründe, warum unsere weiblichen Zeitgenossen nicht so viel verdienen: In den erfolgreichen Firmen sind die Claims bereits abgesteckt und es gibt dort nicht mehr viel zu holen. Aber Hauptsache, solche halbwahren Pseudo-Statistiken können als Alibi für Männerdiskriminierung dienen.

Gast: Für mehr Anstand...
03.08.2012 20:03
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Schluss mit Feminismushetze

Wenn Frauen (wie von den Feminismushetzerinnen behauptet) die besseren Menschen wären, kausal zu besserem Unternehmenserfolg beitragen würden und dazu noch weniger verdienen würden, dann wäre es im ureigensten Interesse jedes marktwirtschaftlich agierenden Unternehmens nur Frauen einzustellen. Warum tun sie das nicht? Weil jeder weiss, dass die Feminismushetzpropaganda falsch ist und nur ein Ziel hat: arbeitsloses Einkommen der Frauen auf Kosten der Männer.

Gast: heinz.nachbaur
03.08.2012 19:14
2 0

firmen mit frauen im vorstand erfolgreicher - das spricht GEGEN die frauenquote

die frauen, die in die gemischten vorstände gekommen sind, haben das OHNE frauenquote geschafft, es dürfte sich also um besonders qualifizierte frauen handeln.
mit der frauenquote kämen auch weniger qualifizierte frauen in vorstände.
klare schulßfolgerung daher: frauen im vorstand sind durchaus gut für den unternehmenserfolg, quotenfrauen würden das nur zunichtemachen!


Hobbyökonom