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Lufthansa besteht auf Sparkurs – Streiks drohen

05.08.2012 | 18:13 |   (Die Presse)

Der Konzern braucht auch nach einem starken zweiten Quartal mehr Gewinn, warnt der Vorstand. Die Mitarbeiter rüsten sich für den Arbeitskampf.

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Frankfurt/AG./RED. Die Lufthansa schwört ihre Belegschaft auch nach einem starken zweiten Quartal weiter auf den eingeschlagenen Sparkurs ein und mahnt mehr Gewinn an. „Hohe Passagierzahlen sagen leider nichts darüber, was unter dem Strich in der Kasse übrigbleibt“, zitiert der „Spiegel“ aus einem offenen Brief von Vorstandschef Christoph Franz und Passage-Chef Carsten Spohr an die Mitarbeiter. „Und das reicht weiterhin nicht aus, um die erforderlichen Investitionen stemmen zu können, die wir benötigen, um auch in Zukunft als Premium-Airline die Nase vorn zu haben.“

Verhandlungen Mitte August

Die Lufthansa leidet wie alle europäischen Fluglinien unter starkem Preisdruck. Den Anstieg des operativen Gewinns auf 361 Millionen Euro im zweiten Quartal schaffte der deutsche Konzern nur dank eines Einmalertrags im Zuge des Umbaus der österreichischen Tochter Austrian Airlines.

Ähnlich wie in Österreich vor wenigen Wochen droht nun auch in Deutschland der Tarifstreit der Konzernführung mit der Belegschaft zu eskalieren. 70 Prozent des streikberechtigten Kabinenpersonals habe sich bereits an der Urabstimmung über einen möglichen Streik beteiligt, teilte die Gewerkschaft „UFO“ mit. Damit wird die für kommenden Mittwoch erwartete Entscheidung gültig sein. Gestreikt wird dennoch nicht sofort, gab die Gewerkschaft Entwarnung. Man wolle erst abwarten, welches Angebot die Konzernspitze am 16. August vorlegen werde.

Eine prozentuale Erhöhung sei nach drei Nulllohnrunden hintereinander für die 18.000 Beschäftigten in jedem Fall zu wenig, hieß es vonseiten der Belegschaftsvertreter. Bei der AUA gipfelte der Streit um Sparmaßnahmen beim Bordpersonal (Piloten, Flugbegleiter) in einer Auslagerung des Austrian-Flugbetriebs an die billiger operierende Tochter Tyrolean.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.08.2012)

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5 Kommentare
Gast: Fra / nz
06.08.2012 10:16
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Richtig

Die Gewerkschaft hat auch Ihre Vorschläge zu Sparmaßnahmen gemacht, auf die der Arbeitgeber bis dato ja nicht eingeht. Diese ganze Misere die enstanden ist, ist wie immer ein Management-fehler. Erst verlustreiche Airlines einkaufen und dann wieder teuer abstoßen und die Mitarbeiter dürfen das ganze wieder ausbügeln!!!

Gast: fachmann
06.08.2012 08:00
1 1

Nur weiter so

Wenn die Belegschaft so weiter macht, dann droht ohnen bei der Lufthansa das gleiche Schicksal wie denen der AUA: Der Flugbetrieb sperrt zu, oder er wird verlagert - zu einer ihrer billiger operierenden Tochtergesellschaften City Line o.Ä. Dann gibts nichts mehr zu bestreiken.
Bis dato hat man noch auf die AUA Mitarbeiter hinuntergelächelt und sich gedacht dass so etwas bei der deutschen Mutter nicht passieren kann.
Doch Franz hat sicher schon seinen Plan fix fertig in der Tasche: Die Lufthansa an die Wand fahren, und sie dann wie schon die Swiss und jetzt die AUA neustrukturiert auferstehen zu lassen.
Na denn. Viel Spass noch

Re: Nur weiter so

Es ist trotzdem das RECHT jedes Arbeitnehmers sich aufzuregen, wenn der Arbeitgeber ein Sparprogramm fahren will damit der Gewinn HÖHER wird.........nicht weil sonst ein verlust droht, sondern weil "die da oben" einfach noch mehr Geld in ihren eigenen unersättlichen Rachen schieben wollen!

Antworten Antworten Gast: Martin_S
06.08.2012 12:48
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Re: Re: Nur weiter so

noch nie was von reserven bilden gehört??

Re: Re: Re: Nur weiter so

Noch nie was von Arbeitnehmerschutz gehört? Kleiner Tipp, ist in Gesetze verpackt!
Franz macht eine Baustelle nach der Anderren auf und hat keine Ahnung wie er die wieder schliessen soll, ahnungslos aber dafür mit einer starken Prise hemmungslos!
Reserven sind gut und notwendig, aber bitte im Rahmen der Gesetze, etwas was der AUA bald Probleme bereiten dürfte, vor Allem dem unfähigen Vorstand!

Hobbyökonom