Der US-Notenbanker Richard Fisher hat vor neuen Wirtschaftshilfen kurz vor der Wahl im November gewarnt. Der Fed-Präsident von Dallas sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, dies könnte als politisch motiviert ausgelegt werden. "Ich glaube nicht, dass das der Fall wäre", sagte Fisher und verwies auf die Haltung von Fed-Chef Ben Bernanke. "Aber ich fürchte, dass die Leute am Markt oder anderswo zu diesem Schluss kommen könnten, je weiter der Wahlkampf voranschreitet." Dies sollte die Notenbank jedoch nicht davon abhalten, das Richtige zu tun.
Am Sonntag hatte sich der republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney gegen eine dritte Runde von Maßnahmen der Notenbank zur Stützung der Wirtschaft ausgesprochen. Das erste Programm dieser Art sei noch bis zu einem gewissen Grad erfolgreich gewesen, sagte der designierte Herausforderer von Präsident Barack Obama. Das zweite Programm habe hingegen nicht die von der Fed erhofften Wirkungen gehabt. Daher glaube er nicht, dass eine nochmalige Stützung dieser Art (QE3) der Wirtschaft helfen würde.
Eine Reihe schlechter Nachrichten aus der Wirtschaft hatten zuletzt die Erwartung geschürt, die Fed könnte eine drittes Stützungsprogramm auflegen. Vergangene Woche hatte sie die Bereitschaft dazu durchblicken lassen, falls sich die Lage der Wirtschaft nicht bessert.
(APA/Reuters)
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