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Steuerdaten-CD: Auch Österreicher müssen wieder zittern

09.08.2012 | 17:29 |  von Norbert Rief (Die Presse)

Die deutsche Finanz hat jetzt erneut Daten über Schwarzgeldkonten in der Schweiz gekauft. Das Material umfasst tausende Konten, auch Österreicher dürften betroffen sein. Die Auswertung läuft gerade.

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Wien. Einige Steuerhinterzieher in Österreich zählen vielleicht schon die Tage. Am 1. Jänner 2013 wird Schwarzgeld, das sie in der Schweiz gebunkert haben, mit einer einmaligen Abschlagszahlung legalisiert. Doch zuvor könnte es für einige noch unangenehm werden: Ein deutsches Bundesland hat jetzt wieder tausende Daten mit Schwarzgeldkonten aus der Schweiz gekauft, und darunter sind vermutlich auch Österreicher.

Vier CDs haben Steuerfahnder in Nordrhein-Westfalen (NRW) für interessant genug befunden, um dem unbekannten Anbieter eine beträchtliche Summe zu überweisen: neun Millionen Euro, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. Die Daten sollen diesen hohen Betrag durchaus wert sein: Eine Stichprobe hätte bereits einen Steuerhinterzieher entlarvt, der einen zweistelligen Millionenbetrag in die Schweiz geschafft hat.

Wie 2008, als Deutschland eine Schwarzgeld-CD mit Daten aus Liechtenstein kaufte (damals für fünf Mio. Euro), wird die österreichische Finanz von dem Ankauf – kostenlos – profitieren. Ein EU-Abkommen schreibt nämlich vor, dass Daten dem Heimatland des Steuerhinterziehers übermittelt werden müssen.

Fast drei Gigabyte an Daten

Wie viele Österreicher auf den knapp drei Gigabyte zu finden sind, ist nicht bekannt. Die Auswertung läuft gerade, die Finanzfahnder in Nordrhein-Westfalen rechnen mit ersten Verfahren noch vor Ende des Sommers.
Von welchen Banken die Daten stammen, sagt die Finanz nicht. Laut Berichten deutscher Medien sollen es vor allem Daten der Großbank UBS („ein ganz dickes Ding“) und der Privatbank Coutts in Zürich sein.

Österreich kommt mit dem neuerlichen Datensatz in eine Zwickmühle. In dem Schwarzgeldabkommen mit der Schweiz verpflichtet sich Wien nämlich, keine aktiven Bemühungen um den Erwerb von Kundendaten zu unternehmen, die von Banken in der Schweiz entwendet wurden.

Im aktuellen Fall käme Österreich zwar dank des Amtshilfeabkommens passiv zu den Unterlagen. Dennoch sei es „irgendwie seltsam“, wenn man wenige Monate vor dem Inkrafttreten des Abkommens neue Steuerverfahren einleite, meinte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums.
Der deutsche Finanzminister, Wolfgang Schäuble, der ebenfalls ein Schwarzgeldabkommen mit der Schweiz verhandelt hat, kritisierte den Ankauf durch NRW. Das sei kein „umfassender Ansatz zur befriedigenden Besteuerung“.

Ein Sprecher des Wiener Finanzministeriums erklärte, man habe „auf jeden Fall Interesse daran, Steuerflüchtlingen auf die Spur zu kommen“. Im konkreten Fall gebe es aber noch sehr viele Fragezeichen und Konjunktive.

Stichtag für mögliche Verfahren ist der 1. Jänner, an dem das Schwarzgeldabkommen mit der Schweiz in Kraft tritt. Mit einer Einmalzahlung in Höhe von 15 bis 38 Prozent wird Schwarzgeld dann legalisiert. Österreich rechnet 2013 mit einer Einmalzahlung in Höhe von einer Milliarde Euro.

25 Mio. Euro aus alter Steuer-CD

Für die Finanzministerin sind Steuer-CDs ein gutes Geschäft. Bevor Österreich 2008 von Deutschland die Daten aus Liechtenstein erhielt, erstatteten 111 Personen Selbstanzeige, um einem Strafverfahren zu entgehen. 43 davon fanden sich gar nicht auf der CD.

Insgesamt liefen und laufen aufgrund der Liechtenstein-Daten Verfahren gegen 200 Personen wegen Steuerhinterziehung. Mit Stand 2010 verdankte das Finanzressort der CD Einnahmen in Höhe von 25 Millionen Euro.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2012)

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74 Kommentare
 
1 2
Antworten Gast: toro
10.08.2012 09:29
0 0

Re: Ankauf von Steuerdaten ist kriminell und sollte strengstens geahndet werden. Hoffentlich wacht das Volk bald auf - wir leben bereits in einer Diktatur !

Bitte um den Verweis auf die entsprechenden Gestze.
Meines Wissens ist das überhaupt nicht illegal.

Re: Ankauf von Steuerdaten ist kriminell und sollte strengstens geahndet werden. Hoffentlich wacht das Volk bald auf - wir leben bereits in einer Diktatur !

,... Ankauf von gestohlenen Steuerdaten

Antworten Gast: Johan Meltini
10.08.2012 07:22
3 2

Re: Ankauf von Steuerdaten ist kriminell und sollte strengstens geahndet werden. Hoffentlich wacht das Volk bald auf - wir leben bereits in einer Diktatur !

und das Steuerhinterziehen nicht? Wer Steuern hinterzieht wird nicht damit rechnen können, wie ein Ehrenmann behandelt zu werden. Er ist kriminell. Punkt.
Darüber hinaus ist der Ankauf vermutlich gar nicht kriminell. Sie tun ja gerade so, als wäre es wie ein Geständnis unter Folter.

Re: Re: Ankauf von Steuerdaten ist kriminell und sollte strengstens geahndet werden. Hoffentlich wacht das Volk bald auf - wir leben bereits in einer Diktatur !

aber die entwendung der bankdaten ist kriminell. es unterschreibt jeder bankangestellte, dass er kundendaten vertraulich zu behandeln hat und diese an dritte nicht weitergeben darf. schon gar nicht gegen eine hübsche summe.


Antworten Antworten Gast: Großstadtbewohner
10.08.2012 09:12
1 0

In einem Rechtsstaat ist kriminell, wer verurteilt wurde. Und auch verurteilte Kriminelle sind entsprechend der geltenden Gesetze zu behandeln.


Re: Re: Ankauf von Steuerdaten ist kriminell und sollte strengstens geahndet werden. Hoffentlich wacht das Volk bald auf - wir leben bereits in einer Diktatur !

eine Aufklärung vom Staat rechtfertigt keine kriminelle Handlung !

Gast: Nicht alle Österreicher
09.08.2012 23:42
3 2

Der Wahnsinn schlechthin

Es ist schon eine Zumutung für alle Steuerehrlichen in Ö,wenn Steuerhinterziehung in Millionenenhöhe,für die normalerweise Haftstrafen vorgesehen sind, von der österreichischen Regierung mit einer minimalen Abschlagszahlung legalisiert werden;eigentlich sollte wir in Ö Steuer CD s ankaufen und saftig nachbesteuern

3 4

steuerbetrüger

enteignen und einsperren.

die einzig richtige lösung!

Re: steuerbetrüger

da wären die österreichischen gefängnisse sehr schnell voll mit häuselbauern, pfuschern, arbeitgebern von putzfrauen, putzfrauen, nachhilfelehrern, kindermädeln ....

Antworten Gast: Eleonora K.
10.08.2012 11:30
2 0

Re: steuerbetrüger

Und bitte bei dieser Gelegenheit auf die Sozial sch ma rot zer nicht vergessen!
Die sogenannten Steuerbetrüger zahlen noch immer genug!

Antworten Gast: Hemingway
10.08.2012 05:03
6 2

Re: steuerbetrüger

Wer sagt, dass die Personen, die ihr Geld vor kriminellen, korrupten und dummen Politikern z.B. in der Schweiz oder in Singapore in Sicherheit bringen oder gebracht haben, alle Steuerhinterzieher sind ?

Es besteht der Verdacht, dass wir bereits in einer Diktatur leben, wo Menschen über ihr Geld nicht mehr frei verfügen können.

Ist es normal, wenn Bürger bei der Aus- oder Einreise ab einer gewissen Summe mitgeführtes Geld - ihr Eigentum - beim Zoll anmelden müssen und bei Unterlassung mit hohen Geldstrafen belegt werden ?

Viele Politiker(innen) beziehen ohne Gegenleistung höchste Gehälter - und die sind interessiert, dass für sie immer entsprechende 'Kohle' vorhanden ist - und so muss man das Volk - den Souverän - unterdrücken !


Antworten Antworten Gast: zetto
10.08.2012 09:32
0 0

Re: Re: steuerbetrüger

Ihr Argument mag für afrikanische Diktaturen gelten, aber nicht für europäische Staaten.
Wer Geld nicht deklariert in die Schweiz schafft, ist kriminell.
Man darf das auch ganz offiziell - diese menschen haben ja nichts zu befürchten.

Also: wo liegt Ihr Problem?

Re: steuerbetrüger

Korrekt!

Bekam für den Biologie-Unterricht in Fortbildungs-Kursen von Arbeitslosen vom Finanz-Amt eine Steuernachzahlung von ca.700 Euro,da ich den Steuer- Freibetrag überschritten habe!

Aber unsere Millionäre,

vom Ex-Finanzminister bis diversen Groß-Unternehmern

parken Millionen steuerschonend und ungestraft in Liechtenstein oder der Schweiz.

Gast: Die Wahrheit altert NIE!
09.08.2012 22:32
3 1

Steuerdaten-CD: Auch Österreicher müssen wieder zittern???......

....das Problem ist, WIR hatten ja schon einmal eine......WO IST DIESE HINGEKOMMEN??? Diese sollte KEINE PARTEI in die Hände bekommen, SONDERN SOFORT DIE MEDIEN, ah Bledsinn, die hackeln ja auf Co mit den Politikern......jetzt weiß ich auch nicht wie ihr das machen sollt, aber es wird euch schon was einfallen, WIE die CD verschwinden kann!
be.es: weiß man eigentllich schon WIE der Tiroler mit der Steuer-CD im Berner Gefängniss ums Leben gekommen ist??? Aso, das interessiert auch wieder nicht, naja dann suchts euch halt was, was euch interessiert und euch nicht direkt betrifft! Am besten ist immer übers Wetter reden oder über Kurzparkzonen, oder über die FPK....

Gast: Qualdinger
09.08.2012 22:19
4 3

Bei mir sads olle ....

Abgesehen davon, dass Steuerhinterziehung ein Delikt ist finde ich dennoch, dass es interessante und zugleich bedrohliche Entwicklung gibt - unter dem Deckmäntelchen des Terrorismus oder "finanzbehördlicher Relevanz" werden Heerscharen von (Verwaltungs-) Beamten aus Steuergeldern finanziert die nichts anderes zu tun haben, als (österreichische) Staatsbürger zu bespitzeln. Dabei gehen Beamte zu Werk, denen ich im täglichen Leben nicht einmal meine Wurstsemmel anvertrauen möchte. Wie um Himmels willen, will Österreich international wettbewerbsfähig bleiben, wenn heimische Politik jegliche unternehmerische Initiative mit überbordender Bürokratie und einer Gesetzesflut sondergleichen erstickt?

Re: Bei mir sads olle ....

"Unternehmerische Initiativen" als Steuer-Hinterziehung?

Habens wohl selbst unternehmerische Schwarzkonten oder doch,Mister Qualdinger?

fehler im artikel

es handelt sich nicht um tausende konten.
es handelt sich um zig-tausende konten!

und das ist gut so.

3 5

so nicht

ich finde es nicht korrekt, dass die opfer auch noch zittern muessen und die leute applaudieren... es wird auf die leute zurueck fallen... denn es wird sich wohl zeigen, dass kaum welche so reich sind wie es sich die schimpfer ertraeumen...

2 1

Re: so nicht

naja wenn man sich vorstellt grossvater oder irgrossvater fuehlten sich verfolgt bzw wurden bzw sind wurden schlecht beraten und schon die kinder bekamen nichts zb zum familiengruenden dann ist es unfair zu versteuern anstatt verfahren zu machen, so ist es aber gedacht... also ich denk mir der staat luegt!

2 3

Re: so nicht

oder besser gesagt die schimpfer schaffen gerade ihre einkommensquelle ab!

Antworten Antworten Gast: so bescheuert
09.08.2012 21:58
1 1

Re: Re: so nicht

muß man erst mal sein!

*kuller*

Gast: Gasti
09.08.2012 21:22
7 4

Sehr bedenklich

Ein Staat, der selbst Straftaten (Hehlerei, Anstiftung zum Diebstahl, Verletzung des Bankgeheimnises, Anstiftung zur Verletzung des Bankgeheimnises, Anstiftung zum Geheimnisverrat, Verletzung der Intimsphaere, etc.) begeht und die Persoenlichkeitsrechte seiner Buerger derart mit Fuessen tritt, ist ein gemeingefaehrliches Monster.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses gierige Monster auch die 'Bravsten' fressen wird.

dann klagen sie halt...


Hehler sind die Schweizer

HEHLER sind die Schweizer Banken, die ja vom gestohlenen Gestohlenen Geld der Super-Reichen sich dumm und dämlich verdienen
Auch horten sie Blutgelder von Assad etc.
Beim CD kopieren wird gar nichts gestohlen !
Es Verändert sich nichts !!

Re: Hehler sind die Schweizer

und die österreicher auch. wollen sie wissen, wieviel deutsches, russisches usw. schwarzgeld bei österreichs banken liegt? im übrigen leben auch sie nicht schlecht davon, da bei vielen dieser konten ganz normal kest-abgezogen wird...

Antworten Antworten Gast: Reini 45
03.09.2012 23:40
0 0

Re: Re: Hehler sind die Schweizer

Genauso ist es, wäre echt interessant wieviel Schwarzgeld in den Stiftungen in Österreich liegt. AUT, DE etc. brauchen nur weniger Steuern ihren fleißigen Bürgern abknöpfen, dann bleibt das Geld hier. Und wo gibt es denn das sonst noch, dass ein Staat (Schweiz) Steuern eintreibt für die maroden Länder, die nicht fähig sind, ihren Staatshaushalt in den Griff zu bekommen? Welches andere Land würde hiefür für die Umstellung bei den Banken Millionen ausgeben und dafür dann die eigene Kundschaft mit enorm steigenden Gebühren belasten?? Nicht die Schweizer sind die Gauner, die Leute, die wirklich Schwarzgeld dort bunkern - wobei dies sicherlich der kleinere Teil ist und der größere irgendwann redlich verdient und versteuert wurde. Im Endeffekt nur Neid der glühenden EU- und EURO-Befürworter.........

Gast: Reader11
09.08.2012 20:33
1 1

Mit Stand 2010 verdankte das Finanzressort der CD Einnahmen in Höhe von 25 Millionen Euro.

200 Personen -> 25 Millionen Euro. Hahaha.

Das Bundeskanzleramt und das Finanzministerium, die Regierung und der Nationalrat fördern ja aktiv Steuerhinterziehung, wenn manche die Steuern hinterziehen, dann derartig lächerliche Summen zahlen können.

Die grossen Fische hat man so wohl bewusst nicht aus dem Teich gezogen, eher nur zum Schein mit Samthandschuhen ein paar kleine Fischchen herausgeholt.

Antworten Gast: Gasti
09.08.2012 21:37
4 2

Re: Mit Stand 2010 verdankte das Finanzressort der CD Einnahmen in Höhe von 25 Millionen Euro.

Ein weiteres Indiz dafuer, dass es sich eben nicht wie behauptet um 'Schwarzgeld', sondern um voellig korrekt besteuerte Vermoegen handelt.

Die gestohlenen CDs enthalten demnach hauptsaechlich die Vermoegenswerte anstaendiger Buerger.

Der Staat macht also ohne begruendeten Anfangsverdacht bei seinen Buergern eine Hausdurchsuchung (eigentlich noch schlimmer: er liest die Kontoauszuege seiner Buerger, in deren Besitz er durch Einbruch gelangt ist).

Dies ist dem Staat aber von Gesetzes wegen nicht erlaubt. Ergo handelt es sich bei dieser Vorgehensweise um Amtsmissbrauch durch den Finanzminister und seine Beamten.

Gast: 1. Parteiloser
09.08.2012 19:53
2 1

Dringend wäre auch eine Untersuchung / Überprüfung auf Korruptionsgelder!

Irgendwo müssen die irren Summen an Korruptionsgeldern ja geparkt worden sein. Alleine aus der Sicht von Österreich soll es, nach Meinung TI, um 3.000 bis 6.000 Mio. Euro pro Jahr gehen. Über die letzten 30 Jahre betrachtet könnte sich durchaus eine Summe von über 100.000 Mio. Euro angesammelt haben.

Diese Gelder müssen auf die potentiellen Konten gesucht werden, gefunden werden und die Verantwortlichen für Ihre Straftaten hart bestraft werden.

Leider versagt die Justiz bei dieser Aufgabe vollkommen. Die pragmatisierten Totalversager haben nicht einmal die Bawag Milliarden gesucht!

0 0

Re: Dringend wäre auch eine Untersuchung / Überprüfung auf Korruptionsgelder!

Die Bawagmilliarden wurden in einer Blase verheizt, da kann nichts gefunden werden :D

Gast: Fprester
09.08.2012 19:28
3 0

Version CD fraglich

Ich frage mich, ob die Version mit den angebotenen Daten auf CD wirklich authentisch ist. Vielmehr vermute ich, dass deutsche Geheimdienste diese Daten direkt übers Internet abgesaugt haben. Das ist heute keine Problem mehr. Das kann man jedoch nicht öffentlich zugeben. Es würde einen politischen Skandal sondergleichen auslösen. Also erfindet man die Mähr von den angebotenen CD's. Es ist ja auch auffallend, dass keine Namen von möglichen Lieferanten bekannt werden. Die Banken hätten solche Verräter rasch identifiziert.

So blöd sind nun die Schweizer Banken auch nicht, dass sie nach der ersten CD (vom Liechtensteiner Kieber geliefert) nicht entsprechende Vorsichtsmassnahmen eingeleitet hätten.

Gast: H3lls-Angler
09.08.2012 15:58
3 2

Apropos Steuern.....

"[1] Ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, James Henry, ein Mann mit ausgezeichneten Referenzen und ehemaliger Chefökonom bei der bekannten Unternehmensberatung McKinsey & Company recherchierte, und dokumentierte auch höchst Interessantes zum Thema Steuerhinterziehung. Er fand heraus, dass die Super-Reichen und ihre Familien so viel wie 32.000.000.000.000 $ (32 Billionen Dollar), an stillen Reserven in Offshore-Steueroasen parken, was bis zu 280.000.000.000 $ (280 Milliarden Dollar) an entgangenen Einkommenssteuern bedeutet! Diese Untersuchung umfasst nicht einmal Vermögenswerte wie Immobilien, Edelmetalle, Juwelen, Yachten, Rennpferde, Luxus-Fahrzeuge und so weiter. Es handelt sich nur um finanzielle Vermögenswerte. Von den 32 Billionen Dollar der stillen Reserven gehören 23 Billionen Dollar den Superreichen von Nordamerika und Europa. "

http://principiis-obsta.blogspot.se/2012/08/die-schuldigen-des-finanzcrash-alte.html

Antworten Gast: falschestatistiken
09.08.2012 16:36
2 2

Re: Apropos Steuern.....

die von ihnen bezeichnete studie wurde bereits von renommierten Stellen kritisiert. in der studie wird ua nicht berücksichtigt, dass nicht 100% des in "steueroasen" angelegten geldes unversteuert bleiben. zudem erscheint die Qualifikation von "Steueroasen" nach dieser studie doch zweifelhaft, da hier auch Luxemburg als Steueroase gilt, wobei das Vermögen sämtlicher in Luxemburg domizilierten Investmentfonds (darunter ua die größten europäischen Pensionsfonds) in die Schwarzgeldberechnung miteinfließt.
Auch hier gilt das alte Sprichwort der Statistiker: glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

glaube keiner Statistik, ... (war von Churchill)


Wer hat noch ein CD Laufwerk??

Diese Dinger sind ja sicher schon angestaubt und die Daten veraltet. Wer möchte meine Bankauszüge haben? Hätte da ein paar schicke 5,25" Floppies herumliegen!

Der Staat als Hehler

Warum verklagt keiner den NRW da es sich 100 Prozentig um den Tatbestand der Hehlerei handelt?

Antworten Gast: toro
10.08.2012 09:33
0 0

Re: Der Staat als Hehler

Warum verklagen Sie nicht selbst "den NRW", wenn Ihnen das so ein großes Anliegen ist?

besser der staat als hehler als der bürger als dieb.


Das ist eine Grauzone, ...

bezahltes Informatentum ist in Deutschland legal, aber firmeninterne Informationen der Justiz zu melden, auch wenn damit Gesetzesverstöße bewiesen werden, kann zu privatrechtlichen Klagen wegen Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflicht gegenüber dem Arbeitgeber führen!

Ist halt ein bisserl schizophren ...

Antworten Gast: der wahre Jacob
09.08.2012 15:45
4 6

Re: Der Staat als Hehler

Nicht quatschen, Handeln! Gehen Sie voran, die Steuerflüchtigen werden es Ihnen bestimmt danken!

Re: Re: Der Staat als Hehler

Aha, Sie sind ein echter Demokrat. Gesetze sind Wurscht. Bravo.

Antworten Antworten Antworten Gast: der wahre Jacob
09.08.2012 21:15
1 0

Re: Re: Re: Der Staat als Hehler

Wo kein Kläger ist bekanntlich auch kein Richter! Gerne dürfen Sie eine demokratische Entscheidung im Gerichtssaal einführen. Bis es soweit kommt, kaufen wir erstmal weiter Daten CD´s aus der Schweiz und essen brav ein Stück Emmentaler dazu!

Gast: unser System ist kaputt
09.08.2012 13:39
6 1

ich denke über die Konsequenzen dieser Daten-CD-Verkäufe nach, und meine:

erstens, die, die Schwarzgeld in der Schweiz gebunkert haben oder hatten, haben es sicher schon nach Singapur oder auf entsprechende Inseln verbracht oder tun das gerade. Nur die Dümmsten werden es wohl weiterhin in der Schweiz belassen.

zweitens liegt das systemische Grundübel darin, dass wir hier in Europa ganz einfach viel zu hohe Abgaben schultern müssen, und der Staat nicht gewillt ist, den aufgeblähten Verwaltungsapparat mit serienweiser Frühpensionierung der Beamten zurückzuschrauben.

Dadurch wird aus ganz normalen Bürgern ein Haufen Unzufriedener, der entweder möglichst viel Schwarz machen will, oder einfach weniger tut, "weil's eh nix bringt". Der riesige volkswirtschaftliche Schaden und die Erstickung der persönlichen Kreativität und des Einsatzwillens sind die wirklichen Probleme Europas, die daraus resultieren.

Den Deutschen Behörden ins Stammbuch geschrieben: Schaut's Euch einmal die Reaganomics an, die Steuersenkungen von Reagan haben tatsächlich am Schluss mehr Einnahmen in die US-Staatskasse gespült. Euer Ankaufen von Steuersünder-CDs um Steuergeld ist sowas von fies, dass Ihr Euch nicht wundern brauchts, dass aus Eurem Hochsteuerland immer mehr hochqualifizierte, unternehmerische Menschen auswandern.


Antworten Gast: der wahre Jacob
09.08.2012 15:43
1 3

Re: ich denke über die Konsequenzen dieser Daten-CD-Verkäufe nach, und meine:

Offentsichtlich haben die von ihnen erwähnten Unzufriedenen mit ihrer Leistungsverweigerung noch soviel Vermögen anhäufen können um Schwarzgeldkonten in der Schweiz zu füllen! Die Vorteile des Standortes Deutschland zur Gewinnerzielung nutzen, die Abgaben aber vermeiden wollen. Saubere Zeitgenossen. Die Schweizer finden wenn so etwas von den eigenen Unternehmern praktiziert wird gar nicht Lustig.

Antworten Antworten Gast: Tine 54
03.09.2012 23:46
0 0

Re: Re: ich denke über die Konsequenzen dieser Daten-CD-Verkäufe nach, und meine:

Von einem echten Schweizer Unternehmer wird dies im Niedrigsteuerland Schweiz nicht praktiziert, auch nicht von einem Arbeiter/Angestellten, denn die sind in der Schweiz mündig genug, ihre Steuern selbst zu berappen, da spielt nicht der Dienstgeber Steuereintreiber für den Staat............

Antworten Gast: HudriWudri
09.08.2012 14:38
1 2

Re: ich denke über die Konsequenzen dieser Daten-CD-Verkäufe nach, und meine:

Jammern auf höchstem Niveau !
Meine Güte, sind diese reichen Steuerhinterzieher nicht bemitleidenswerte Geschöpfe, die auf der untersten Stufe der fiskalischen Nahrungskette um ihr ohnehin schon zu geringes, hart erarbeitetes Geld gebrachte werden. Wie weit hat es der böse Dämon Staat schon gebracht, dass er das Grundrecht auf Eigeninitiative, wie zB aktive Steuerhinterziehnung in der Schweiz, einzuschränken gedenkt.

Hut ab vor Ihrer scharfsinnigen Analyse

Antworten Antworten Gast: salusa secundus
09.08.2012 16:55
4 0

Re: Re: ich denke über die Konsequenzen dieser Daten-CD-Verkäufe nach, und meine:

Das Problem ist eher das die Mittelschicht ja genauso geschroepft wird, es sich aber mangels Vermoegensmasse nicht auszahlt den Aufwand mit Auslandsstiftung etc. anzutun.

Das Problem ist aber das selbe: Statt in der Verwaltung zu optimieren wird lieber geschroepft, damit das nicht gemeinsam bekaempft wird werden Kleine gegen Grosse aufgewiegelt.

Divide et impera in der Praxis ...

Gibts da auch was

vom Haider und KHG?

Gast: rudiratlos
09.08.2012 11:53
1 2

Statt weiterer Milliarden könnte man den Griechen eine Kopie der CD schenken


 
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