Nur drei Wochen nach ihrem Amtsantritt stößt Yahoo-Chefin Marissa Mayer die Aktionäre vor den Kopf. Sie stellte am Donnerstag zahlreiche Entscheidungen ihrer Vorgänger in Frage. In einer ersten Reaktion brach die Yahoo-Aktie nachbörslich um mehr als drei Prozent ein.
Yahoo erklärte in einer Börsenmitteilung, dass sich Mayer zusammen mit dem Verwaltungsrat die Wachstums- und Übernahmestrategie des Unternehmens anschaue, dazu den Restrukturierungsplan sowie die anvisierte Kapitalzuteilung und den Kassenbestand. Der schwächelnde Internetpionier verkauft für 7,1 Milliarden Dollar (5,8 Milliarden Euro) etwa die Hälfte seines Anteils an dem Online-Händler Alibaba. Nach Abzug der Steuern soll der Großteil des Erlöses den Anteilseignern zugutekommen. Dieses Versprechen stellte die neue Yahoo-Chefin auch in Frage.
Die ehemalige Google-Spitzenmanagerin hatte Mitte Juli das Ruder bei Yahoo übernommen und muss nun die schleppend laufenden Geschäfte ankurbeln. Mayer will das Internet-Urgestein wieder zu einer Innovationsmaschine machen, um gegen Rivalen wie Google oder Facebook bestehen zu können. Das aber kostet Geld und braucht Mitarbeiter. Derzeit läuft noch ein Stellenabbau, dem 2000 von 14.000 Beschäftigte zum Opfer fallen sollen.
(APA/dpa)
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