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Red Bull: Verdacht auf Wettbewerbsverstoß in Italien

13.08.2012 | 15:42 |   (DiePresse.com)

Die italienischen Kartellbehörden leiten Untersuchungen wegen unlauteren Wettbewerbes gegen Red Bull ein. Der Grund: Die angeblich irreführende Bewerbung der Marke.

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Red Bull bekommt Schwierigkeiten in Italien. Der Salzburger Energydrink-Hersteller ist ins Visier der italienischen Kartellbehörden geraten, die eine Untersuchung gegen das Unternehmen wegen unlauteren Wettbewerbs in die Wege geleitet haben. Der Grund: Red Bull würde in seiner Werbung ungenügende Informationen über den Inhalt des Produkts und negative Auswirkungen eines übertriebenen Konsums des Getränks in Zusammenhang mit Alkohol liefern. Auch die Gefahren für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen würde man verschweigen. Die Untersuchung wurde aufgrund der Anzeige des italienischen Konsumentenschutzverbands "Altroconsumo" aufgenommen.

Die Kartellbehörden kritisierten, dass in der Red-Bull-Werbung Jugendliche aufgefordert seien, das Getränk "in psycho-physischen Stresssituationen", bei Müdigkeit, bei angestrengtem Lernen, bei Videospielen oder am Steuer einzunehmen. Auch bei langen Partynächten und vor der Heimkehr würde die Werbung indirekt raten, zur Red-Bull-Dose zu greifen. Die Gefahr sei, dass Jugendliche die grundsätzlichen Vorsichtsregeln missachten und sogar ihr Leben gefährden könnten, lautet der Vorwurf.

Laut den Kartellbehörden könnte die Red-Bull-Werbung zu einem übertriebenem und gesundheitsschädlichen Konsum des Getränks treiben, weil die Spots vor allem ein Gefühl von Leichtigkeit und Wohlbefinden vermitteln. Sie kritisierten auch die Etikette des Getränks als irreführend, da sie ungenügende Hinweise über den hohen Koffeingehalt des Produktes gebe. Italiens Kartellbehörden hatten gegen Red Bull wegen ihrer Werbung bereits 2009 eine Geldstrafe von 80.000 Euro verhängt.

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2 Kommentare

lacht mich nicht aus, aber:

das ist so sonnenklar von der Mafia losgetreten. als kleines argument: der lebensmittelsektor in Italien ist praktisch gänzlich in der Hand der ehrenwerten Gesellschaft.

Gast: Freiheit
13.08.2012 17:23
0 0

mein misstrauen gegenueber grossen unternehmen

ist gross nur mein misstrauen gegenueber regierungen/staaten ist noch groesser und vorallem wenn sie geld brauchen.... nehme stark an, dass wir vermehrt aktionen gegen auslaendische produkte/firmen in den PIGS laendern sehen werden. die brauchen ja geld.

Hobbyökonom