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Europa: Banken mit einer Billion Euro an faulen Krediten

15.08.2012 | 14:50 |   (DiePresse.com)

Die Krise hält Europas Banken fest im Griff: 2011 hatten die Geldinstitute um neun Prozent mehr faule Kredite in ihren Büchern als noch 2010.

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Erst Staatsanleihen, jetzt faule Kredite: Die Krise hält Europas Banken fest im Griff. In den Bilanzen der Institute schlummern einer Studie zufolge notleidende Kredite im Rekordvolumen von mehr als einer Billion Euro. Denn viele Verbraucher, Häuslbauer und Unternehmen - insbesondere in den südeuropäischen Krisenstaaten - können ihre Darlehen nicht mehr zurückzahlen.

Nach Berechnungen der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) standen Ende 2011 Verbindlichkeiten, die von den Gläubigern nicht fristgerecht getilgt wurden, im Nominalwert von rund 1,05 Billionen Euro in den Büchern. Das waren fast neun Prozent mehr als 2010. Von 2008 bis 2011 habe sich das Volumen praktisch verdoppelt, wie PwC am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Vor allem die Banken in den Euro-Krisenländern Griechenland und Spanien hatten mehr Problemkredite in den Bilanzen.

Deutsche Institute trotzen dem Trend

Deutsche und britische Institute trotzten dem Trend. Das Volumen blieb mit 196 Milliarden Euro beziehungsweise 172 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gegenüber 2010 konstant. In Griechenland stieg der Nominalwert der faulen Kredite hingegen um fast 50 Prozent auf 40 Milliarden Euro, in Spanien um 23 Prozent auf 136 Milliarden Euro und in Italien um 37 Prozent auf 107 Milliarden Euro.

"Die schlechte wirtschaftliche Entwicklung in Südeuropa hat im vergangenen Jahr erwartungsgemäß zu mehr Zahlungsausfällen von Kreditschuldnern geführt", erklärte PwC-Experte Markus Burghardt. Zwar sei das Volumen der notleidenden Verbindlichkeiten insgesamt nicht mehr so stark gestiegen wie in den Vorjahren. Doch zeigt ein Vergleich mit dem Jahr 2008 - dem Höhepunkt der Finanzkrise nach der Lehman-Pleite - wie groß das Problem ist. Damals hatten Europas Geldhäuser Problemkredite im Volumen von gut 500 Milliarden Euro in den Büchern stehen.

Abbau nur schleppend

Ein weiteres Problem: Der Abbau der notleidenden Verbindlichkeiten geht den Angaben zufolge nur schleppend voran. Die Institute fänden nach wie vor nur wenige Käufer für ihre Kreditportfolien. Banken müssen für Kreditausfälle Risikovorsorge bilden, was das Ergebnis schmälert. PwC wertete die Geschäftsberichte der Banken sowie Daten verschiedener Notenbanken aus. Erfasst wurde den Angaben zufolge der gesamte Bankensektor.

Neben den Problemkrediten schlummern in den Bilanzen europäischer Banken auch immer noch Staatsanleihen aus südeuropäischen Euro-Krisenstaaten in Milliardenhöhe. Zwar haben die Institute ihr Engagement deutlich verringert, doch lassen sich Bonds mit sehr langen Laufzeiten Experten zufolge nicht so leicht verkaufen. "Die Banken, die ihre Position schnell mindern wollen, können das meist nur mit deutlichen Abschlägen", sagte Branchenexperte Dirk Müller-Tronnier von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young dem "Handelsblatt".

 

(APA/dpa/Reuters)

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16 Kommentare

in the year 2025

1 billion euro = 1 Kilo brot


Gast: fj14
15.08.2012 18:57
0 0

Banken mit einer Billion Euro an faulen Krediten

macht nichts, wir erhöhen die Steuern und die Inflation
das sind ja nur 3000 Euro pro EU Bürger

Re: Banken mit einer Billion Euro an faulen Krediten

Kein Problem, die Politik lebt nur von Steuern.

Ach was mich drehen sie 50 x durch die Bonitätsmaschine

weil der Computer meine komplexe Rückzahlungsfähigkeit (betrieblich und privat gemischt) nicht kapiert.

Aber dann werden an Freunderln Millionen vergeben, wo es offensichtlich kein Problem ist, wahrscheinlich noch zu Top Konditionen. Und die gegen dann in geplanten Konkurs, wie ein grosses Autohaus derzeit in Kärnten.

Das passiert halt in einer Gesellschaft, die Solidarität spielt und dann doch jeder nur auf sein eigenes Scheffelchen schaut.

Banken müssen für Kreditausfälle Risikovorsorge bilden

Stimmt nicht. Dazu gibt´s den Steuerzahler. Heisst stimmrechtloses Partizipationskapital.

Wer zuerst 8%+ haben will, darf sich nicht wundern, wenn´s mal Ausfälle gibt. Da hilft´s halt nichts, nachher mit der vollen Hose zu Papa Staat heulen zu gehen.

Gast: Ostküstenonkel
15.08.2012 17:04
3 0

Fantastilliarden

Ganz abgesehen davon das Bankbilanzen sowieso alle von der Baron Münchhausen Consulting GmbH. zusammmenfantasiert werden, und die faulen Kredite wohl eher in die Fantastilliarden gehen werden.....

Im Westen nichts neues !!

Gäähn !

Gast: Kredit, ganz fauler
15.08.2012 16:33
5 3

faul, na und.


Geld wird aus Kredit erschaffen, u.a. von privaten Geschäftsbanken. Die Leistung der Bank ist eine simple Buchung, die durch nichts hinterlegt ist, als der Billigung des Gesetzgebers.

Für diese homöopathische Leistung verlangt die Bank Pfand und Zinsen, die Zinsen werden aber nicht mit erschaffen. Es ist also immer zu wenig Geld da, um die Schulden zu tilgen, da Nicht - Banken ja kein Geld herbeizaubern dürfen.

Wie lange wird man uns noch vollsabbern, Schulden müssten "bedient" werden?

Wer Geld aus dem Nichts schöpfen kann, kann sich natürlich ganz viel kaufen, klar. Das sind dann die "Leistungsträger", jawoll.

Bin schon gespannt, wie unsere "Eliten" aus dieser Nummer wieder rauskommen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Banking-Theorie

Das Geldregal muss beim Staat sein, und nicht bei Privaten.

Antworten Gast: settlement-muss aufgehen
15.08.2012 17:25
2 2

Re: faul, na und.

Sagen Sie, wie oft wollen Sie diesen Komplettschwachsinn noch posten ???

Natürlich kann beim eigentlichen "Krediteinbuchen" die Bankbilanz aufgebläht werden,
aber sobald der Kreditnehmer seine Kohle auch abhebt (oder woanders hin überweist) verringert sich die Verbindlichkeitsposition der Bank (im Regelfall also das "Girokonto" des Kreditnehmers auf der Bankbilanz-Passivseite
UND [jetzt gut aufpassen]
durch die Abhebung oder Überweisung auf
der Banbilanz-Aktivseite natürlich entweder
der Bargeldbestand oder der Verrechnungsforderungsstand gegenüber einer anderen Bank [dort wo die Kohle hin-"überwiesen" wird.

Klarerweise wird also KEIN Geld "geschöpft" durch diesen Gesamtvorgang!!

Das zu verstehen bedarf es allerding kaufmännischer sowie buchhaltärischer
Grundkenntnisse,
die SIE sicher nicht haben !!

Vielleicht rührt sich auf meine Antwort irgendeiner von den hundertausenden wissenden Schweigern, denen es so wie mir, meiste Zeit müßig scheint, auf derlei
Viertelbildung überhaupt zu antworten !!!


Antworten Antworten Gast: HB4242
15.08.2012 18:59
1 0

Re: Re: faul, na und.

Also bei Ihrem Wissensstand erspar ich mir, auf nützliche Links Hinweise zu geben !!!

Da ist Hopfen und Malz verloren ....

Antworten Antworten Gast: Viertelbildung
15.08.2012 18:11
0 0

Re: Re: faul, na und.



http://de.wikipedia.org/wiki/Giralgeldsch%C3%B6pfung
Zitat
Bei der EZB beträgt der Mindestreservesatz derzeit 1 %.[3] Es kann also theoretisch maximal die 100-fache Menge an Giralgeld im gesamten Bankensystem geschöpft werden. Im November 2011 (bei dem damaligen Mindestreservesatz von noch 2%) waren in der Eurozone 893 Milliarden Euro Bargeld im Umlauf, während die Geldmenge M3 9.775 Milliarden Euro betrug.
-----------
Zitat Vollbildung

Klarerweise wird also KEIN Geld "geschöpft" durch diesen Gesamtvorgang!!

Aha.


6 2

rothschild

was fuer eine ueberraschung wo doch das ganze geldsystem ein einziger betrug ist.und geld entsteht erst aus kredit!! liebe rothschild presse

4 1

banken

was fuer eine ueberraschung!! das ganze geld system ist auf schulden aufgebaut,liebe gruesse an die familie rothschild

Angesichts dieses Szenarios...


....redet ein Faymann eine Schulden-und Bankenunion schön.

Dh. Wir sollen dafür blechen, daß die Banken und ihre Eigentümer schadlos gehallten werden.

Nebenbei, die Schulden und Haftungen Österreichs sind jetzt schon ca. 420 Mrd!!!

Sollen wir lt. Faymann das Geld sch....????

Gast: Liebste Presse,
15.08.2012 15:06
15 0

lest ihr eure eigenen Artikel nicht?


http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/453406/182-Billionen-Euro-faule-Werte-vergiften-europaeische-Banken

Wohin sind dies 18 Billionen denn verschwunden?

Schön langsam vertieft sich der Eindruck, wir werden wahllos mit irgendwelchen Zahlen beworfen, die hinten und vorne nicht zusammenpassen.

Mal wird verkündet, Griechenland wäre mit 380 Milliarden gerettet worden, sind aber immer noch wöchentlich pleite, usw. usf.

Man kommt sich vor wie im Tingeltangl von Information, wer soll das noch ernst nehmen.

1 0

Re: lest ihr eure eigenen Artikel nicht?

Volksverblödung nennt man das!!!

Antworten Gast: HB4242
15.08.2012 16:04
8 0

Re: lest ihr eure eigenen Artikel nicht?

Na ja, die eine Billion glauben auch nur die größten Optimisten und das ist erst der Anfang !

So scheibchenweise werden wir an die "wahre Dimension" des Schlamassels herangeführt ....


Hobbyökonom