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Schwenkt Deutschland auf EZB-Kurs ein?

17.08.2012 | 18:25 |   (Die Presse)

Bemerkungen der deutschen Bundeskanzlerin in Kanada werden von Analysten so interpretiert, dass Deutschland seine Ablehnung von Staatsanleihenkäufen durch die Notenbank aufgibt. Deutsche Aktienkurse steigen.

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Ottawa/Wien/Ag/Red. Gibt Angela Merkel ihren harten Kurs in Eurofragen auf, oder haben Börsianer die Aussagen der deutschen Bundeskanzlerin bei ihrem Besuch in Kanada einfach nur überinterpretiert? Die Börsen reagierten am Freitag jedenfalls positiv auf Äußerungen der deutschen Kanzlerin bei ihrem Staatsbesuch in Ottawa, die darauf schließen ließen, dass die „Konjunkturlokomotive“ der Eurozone auf den bisher bekämpften Kurs von EZB-Chef Mario Draghi einschwenkt.

Der deutsche Aktienindex DAX, der seit Wochen an der 7000-Punkte-Grenze gescheitert war, konnte diese Marke am Freitag überspringen. Das Jahreshoch bei 7194 Zählern bleibt aber vorerst außer Reichweite.

 

Merkel: „Keine Differenzen“

Beim Staatsbesuch in Kanada stand die Eurokrise naturgemäß im Vordergrund. Nach den üblichen Floskeln zur Stützung der Gemeinschaftswährung und nach dem neuerlichen Bekenntnis zu einer stärkeren Integration in Europa machte Merkel dann eine Bemerkung, die Analysten aufhorchen ließ: Sie unterstrich den politischen Willen der europäischen Regierungen, alles zur Rettung des Euro zu unternehmen, und sagte dann, es gebe „keine Differenzen zwischen den europäischen Regierungen und der Europäischen Zentralbank“ über die weiteren Maßnahmen zur Stabilisierung der Europawährung.

Das Versprechen von Mario Draghi, alles Erforderliche zur Lösung der Krise zu unternehmen, stehe im Einklang mit den europäischen Regierungen, also auch der deutschen. Das hatte bis vor Kurzem noch deutlich anders geklungen: Draghi und Vertreter der deutschen Regierung waren zuletzt mehrmals öffentlich aneinandergeraten, weil die Deutschen die geplanten Staatsanleihenkäufe durch die EZB nicht mittragen wollten. Die EZB verspricht sich von direkten Staatsanleihenkäufen in krisengeplagten Euroländern eine deutliche Senkung der Zinslast. Spanien und Italien leiden derzeit besonders unter sehr hohen Anleihezinsen.

 

Experten fürchten Inflation

Experten fürchten, dass diese Form des „Gelddruckens“ mittelfristig zu hohen Inflationsraten führen wird. Die stabilitätsorientierten Deutschen gelten als strikte Gegner dieses Kurses. Ein besonders entschiedener Gegner des Draghi-Kurses ist der deutsche Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

 

Börsen reagieren positiv

Die Äußerungen Merkels wurden (bisher undementiert) als mögliches grünes Licht für direkte Staatsanleihenkäufe durch die EZB verstanden. Das würde die Börsen stark begünstigen, die schon in den vergangenen Monaten stark von der Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik getragen worden waren.

Nach den Merkel-Aussagen konnten sie abermals leicht zulegen. Unter den stärksten Gewinnern fanden sich die europäischen Finanzwerte, die von den Spekulationen auf neue Liquidität der Zentralbank beflügelt wurden. Doch auch den Autowerten tat die Ankündigung der deutschen Bundeskanzlerin gut, da sie neue Anschubhilfen für die Konjunktur bedeuten könnte.

Der deutsche DAX steuerte am Freitag auf den sechsten Wochengewinn in Folge zu. Auch die US-Börsen starteten im Plus. Der Leitindex Dow Jones schrammte nach der Handelseröffnung in New York allerdings knapp an seinem Vierjahreshoch vorbei, das er im Mai erreicht hatte.

Die US-Börsen halten sich schon seit Monaten deutlich besser als die europäischen. Sie profitieren nicht nur von den Andeutungen der Notenbanken EZB und Fed, die Märkte neuerlich mit Geld zu schwemmen, sondern auch von der Flucht der Anleger in den als sicher geltenden Hafen USA (trotz der hohen Staatsverschuldung). Auch der starke Dollar tut dem keinen Abbruch: Der Dow Jones legte auf Jahressicht ähnlich deutlich zu wie der DAX, in Euro umgerechnet fielen die Kursanstiege jedoch fast doppelt so hoch aus.

Ein Grund für den Höhenflug der US-Börsen ist laut Experten aber auch die unterschiedliche Zusammensetzung der Indizes. Während in Europa Finanzwerte stark vertreten sind, gibt es in den USA mehr gut aufgestellte Technologiefirmen.

Der Wiener ATX wurde ebenfalls von den Merkel-Aussagen beflügelt und übersprang im Tagesverlauf die Marke von 2100 Punkten, die er zuletzt im Mai erreicht hatte. Von seinem Jahreshoch bei mehr als 2600 Zählern oder seinem Allzeithoch bei knapp unter 5000 Punkten ist er jedoch noch weit entfernt.

Auf einen Blick

Hellhörig hat eine Bemerkung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihres Staatsbesuches in Kanada gemacht: Die Kanzlerin stellte sich demonstrativ hinter EZB-Chef Mario Draghi, dessen Pläne für direkte Staatsanleihenkäufe durch die Notenbank bisher auf erbitterten Widerstand in Deutschland gestoßen waren. Die Börsen nahmen das als Frohbotschaft: Der deutsche Leitindex Dax durchstieß die Marke von 7000 Punkten, an der er mehrmals gescheitert war, nach oben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.08.2012)

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45 Kommentare
 
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Gast: radius
19.08.2012 16:45
0 0

Eh klar, die unabhängige EZB am Gängelband der Politik.

So steht es nicht in den Statuten. Ihr seid Verbrecher.

Dass Merkels Äußerung die Börsen positiv reagieren ließ, ist doch Unsinn!

Nach den Kursen, die "Die Presse" veröffentlicht hat, ergibt sich Folgendes:

Der deutsche Aktienindex DAX stieg am Tag vor Merkels Aussage um 0,712 %, nach Merkel nur um 0,637 %. Der Dow-Jones-Index (USA) vor Merkel um 0,837 %, nachher nur um 0,127 %. Der ATX- Anstieg fiel von 1,43 % auf 1,02 %!

Es ist also genau das Gegenteil von dem, was hier behauptet wird, eingetreten!

Überhaupt ist der schon länger anhaltende Anstieg des DAX und des Dow-Jones nicht auf die "Konjunkturlokomotive" Eurozone zurückzuführen, die ist ja das genaue Gegenteil davon und ist dabei, die ganze Welt in eine Rezession zu stürzen!

Der wahre Grund für die andauernde positive Entwicklung der Aktienkurse ist, dass der Euro immer windiger wird und die Anleger in Sachwerte - auch Aktien sind solche - flüchten!

Re: Dass Merkels Äußerung die Börsen positiv reagieren ließ, ist doch Unsinn!

Ihr Feststellung ist nicht richtig. Am Donnerstag Nachmittag und Freitag gab es sehr wohl eine signifikante Trendwende, insbesondere in Bankaktien, die ja von einem Konkurs Griechenlands, Spaniens, Italiens am stärksten unmittelbar betroffen wären.

Aktienkurse, mit Ausnahme einiger Bankwerte, steigen derzeit generell, weil die grossen Investoren leise wieder einsteigen. Bei diesen herrscht Konsens, dass die EZB einen Zusammenbruch verhindert und mittelfristig die deutschen Vorstellungen zur Stabilität durchgesetzt werden.

Re: Re: Dass Merkels Äußerung die Börsen positiv reagieren ließ, ist doch Unsinn!

Die EZB verhindert den Zusammenbruch nicht, sie schiebt ihn nur hinaus, während er immer gefährlicher wird!

Die deutschen Vorstellungen zur Stabilität stehen zwar im Maastricht-Vertrag , werden aber ständig missachtet, sodass sie längst obsolet geworden sind!

Gerade Merkels Äußerung beweist, dass sie schon wieder umgefallen ist und die Stabilität des Euro nicht mehr verteidigt!

Merkel raunzt zwar ständig, glaubt aber immer wieder, sich damit beliebt zu machen, dass sie letztlich bei der Inflations- und Abwertungspolitik der Südeuropäer, die in der EU eine Mehrheit haben, mitmacht. Dabei ist es gerade dieses Raunzen, das sie im Süden so unbeliebt macht.


Gast: schuldknecht
19.08.2012 10:09
1 0

Geithner-Schäuble-Merkel-Juncker -

Geithner's Auftrag an Schäuble und Merkel sowie Juncker zur Aufrechterhaltung des EURO hat auch einen innenpolitischen Hintergrund:

Zumindest bis zu den US-Präsidentenwahlen im November möchte man diesen Zustand erhalten, denn ein Euro-Crash würde auch den Crash des Welt-Finanzsystems bedeuten und Präsident Obama möchte unbedingt wiedergewählt werden. Daher schickt er auch seinen Finanzminister nach Europa, um besonders auf Deutschland Druck auszuüben, den Euro noch weiter zu retten. Real ist die Situation des Euro aber hoffnungslos.

http://pravdatvcom.wordpress.com/2012/08/19/schuldenkrise-die-ruhe-vor-dem-sturm/" target="_blank">http://pravdatvcom.wordpress.com/2012/08/19/schuldenkrise-die-ruhe-vor-dem-sturm/

die Vernunft siegt

es war zu erwarten und lässt hoffen, dass nun bald ein Ende der Krise in Sicht ist

Re: die Vernunft siegt

Wie sollte "ein Ende der Krise in Sicht sein"?

Die EU rührt doch keinen Finger zur Bekämpfung der Krise! Alles Sinnen und Trachten der EU ist ja nur darauf gerichtet, die leichtsinnigen Südländer davor zu bewahren, dass sie etwas an ihrer katastrophalen Schuldenpolitik ändern müssen, was die Krise nicht bekämpft, sondern von Tag zu Tag gefährlicher macht!

Will die EU das wirklich bis zum Totalzusammenbruch treiben?

Re: die Vernunft siegt

Träumer!

Antworten Gast: little_brother_is_watching_you_too!
18.08.2012 22:39
1 0

Re: die Vernunft siegt

satire?

Gast: Besucher
18.08.2012 19:15
0 0

Gast

Wem interessiert, was Deutschland macht. Wir sind hier in Österreich!

2 0

Seit Jahr und Tag...

... gibt die EZB Banken zu fast 0 % Geld, damit diese Tags darauf Italien und anderen Zinsen von 5% abknöpfen... das ist der wahre Skandal!

Re: Seit Jahr und Tag...

Die 5 % sind eine Risikoprämie und viel zu niedrig. Sie sind nur deshalb möglich, weil Deutschland und die wenigen anderen Euro-Mitglieder, die noch zahlungsfähig sind (Österreich gehört gerade noch dazu), für die Schulden der Pleitestaaten haften.

Richtig wäre für diese Pleitestaaten ein viel höherer Zinssatz, der sie zwingt, ihre Schuldenpolitik, die ihnen eine Mehrheit beim Wähler bringt, aber auf Dauer unhaltbar ist, zu beenden und wirkliche Reformen zu machen.

Weil notwendige Reformen aber unweigerlich den Mehrheitsverlust bringen (davon kann z. B. der Deutsche Schröder ein Lied singen), macht das keine Regierung, so lange es noch eine Möglichkeit zum Weiterwursteln gibt, für die in der EU die EZB und die auch dort vorhandene Mehrheit der Pleitestaaten sorgt.

Der Krug geht allerdings nur so lange zum Brunnen, bis er bricht. Die heute an der Macht befindlichen Politiker werden sich aber bis dahin so weit saturiert haben, dass ihnen das gar nichts ausmacht: "Hinter uns die Sintflut!"

Gast: ludmilla
18.08.2012 16:12
1 1

Rot-grüne Fehlentwicklungen

„Mit mir als Bundeskanzler hätte Deutschland der Aufnahme Griechenlands in die Euro-Zone in seiner konkreten Situation – die jedem, der genauer hinsah, nicht verborgen bleiben konnte –, also ohne durchgreifende strukturelle Veränderungen im Land, nicht zugestimmt“, betont Kohl. „Ich weiß, wovon ich rede, ich war schließlich dabei.“

In den Verhandlungen zum Euro habe er den Griechen, die „schon damals gewaltigen Druck auf uns ausübten“, um von Beginn an in der Euro-Zone dabei zu sein, seine ablehnenden Gründe immer deutlich gesagt und daran bis zuletzt gemeinsam mit Finanzminister Theo Waigel festgehalten. „Mit dem Regierungswechsel 1998 wechselte dann leider auch die in dieser Sache notwendigerweise harte Position Deutschlands.

Doch nicht nur in Sachen Griechenland, auch was die heimischen Finanzen angeht, hätte er es besser gemacht, glaubt Kohl. „Mit mir hätte Deutschland auch nicht gegen den Euro-Stabilitätspakt verstoßen.“ Diese beiden Entscheidungen seien für ihn die wesentlichen Ursachen für die Fehlentwicklungen, die es aktuell in der Euro-Zone beziehungsweise in einzelnen Mitgliedstaaten gebe.
„Beide Entscheidungen sind – das wird in unserem Land ja gerne vergessen – von Rot-Grün zu verantworten.

Antworten Gast: HB4242
18.08.2012 20:13
0 0

Re: Rot-grüne Fehlentwicklungen

Also die Propagandameldung kennen wir schon von der "Junker" Seite

Gast: kassandra 11
18.08.2012 15:13
0 0

Umgehung des Bundestages -

Die Euro-Krise könnte nach Einschätzung der SPD für Deutschland teurer werden als erwartet. Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, bezifferte das deutsche Haftungsrisiko auf 1 Billion Euro. „In Wahrheit sind wir schon längst in der Schuldenunion“, sagte Schneider der „Berliner Zeitung“. „Wir haften nicht nur im Rahmen der Griechenland-Pakete und der Euro-Rettungsschirme mit insgesamt 310 Milliarden Euro für die Schulden der Defizitländer, sondern mit noch viel größeren Summen für die Transaktionen der Europäischen Zentralbank (EZB).“

Schneider kritisierte die Entscheidungsverfahren der Zentralbank als intransparent und undemokratisch. „Im EZB-Rat hat Deutschland nur eine einzige Stimme, genauso wie zum Beispiel Malta, und kann jederzeit überstimmt werden. Defizite über die EZB zu finanzieren ist der schlechteste Weg, mit der Euro-Krise umzugehen“, sagte der SPD-Haushaltspolitiker. Aber Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bevorzuge diesen Weg, „weil er ihr immer neue Abstimmungen im Bundestag über immer höhere Haftungssummen erspart“.

Re: Umgehung des Bundestages -

Dass Deutschland mit nahezu einer Billion haftet, ist nur Schönfärberei, um uns Sand in die Augen zu streuen! Das würde nur stimmen, wenn die Euro-Pleitestaaten ihren Teil beitragen würden!

Es ist aber so, dass im Euroraum nur mehr Deutschland, Finnland, die Niederlande, das kleine Luxemburg und sogar auch Österreich noch zahlungsfähig sind. Diese Staaten haften in Wirklichkeit mit einem Vielfachen von dem, was offiziell zugegeben wird!

In dieser Billion sind auch die ca. 700 Milliarden uneinbringlicher Forderungen, die Deutschland an Target 2 (das ist der Scheinerlös für deutsche Exporte an zahlungsunfähige Euro-Staaten) noch gar nicht berücksichtigt! Diese geheim gehaltenen Schulden hat Hans-Werner Sinn für Deutschland aufgedeckt. Darüber, wie groß die Forderungen anderer Nordstaaten an Target 2 sind, erfährt man noch immer nichts!

Nüchtern betrachtet, ist der ganze Euroraum völlig überschuldet und daher Pleite, so lange es aber Leute gibt, die der EU noch immer Geld borgen, kann man das verschleiern. Aber wenn niemand mehr sein Geld in den Rauchfang schreiben will, schlägt die Stunde der Wahrheit!

Gast: Ausguck
18.08.2012 12:13
0 2

Warum auch nicht

Ist der Ruf erst ruiniert.....

Zurück schaffen wir's so oder so nicht mehr also wird eben auf Zeit gespielt.

Solange den Druckpressen das Papier nicht ausgeht und wir virtuell genug 0er anhängen können ist alles ok.


Gast: war zu erwarten
18.08.2012 10:33
2 2

Es geht aufwärts - mit der Verschuldung


Die griechische Staatsverschuldung ist auf 303,5 Milliarden Euro gestiegen. Dies ist der Stand von Ende Juni, wie das Athener Finanzministerium am Freitag mitteilte. Ende März betrugen die Schulden demnach noch 280,2 Milliarden Euro.

Nach den vom Finanzministerium veröffentlichten Zahlen erreichte die Staatsverschuldung des Landes ihren bislang höchsten Stand im vierten Quartal des vorigen Jahres. Damals betrug der Schuldenstand 367,9 Milliarden Euro. Im Frühjahr verzichteten dann private Gläubiger im Rahmen eines von der Politik faktisch erzwungenen Schuldenschnitts auf Forderungen in Höhe von insgesamt 107 Milliarden Euro.

USA

In den USA hat das Gelddrucken doch auch nichts geholfen. Es steigt nur der Schuldenberg mit der Gefahr einer starken Inflation. Andererseits denk ich mir, was sollen die Politiker denn sonst sagen. Die wissen doch auch, dass es jetzt keinen Ausweg mehr gibt. Man kann das ganze Spiel noch etwas spielen indem man durch Kreditexpansion, das Ganze ausweitet bis es dann unausweichlich zusammenbricht. Ob man es dann mit einem Krieg oder sonstwa kaschiert, wird man dann sehen.
Insofern sollte jeder versuchen noch sein Hab und Gut irgendwie in Sicherheit zu bringen, denn der Crash ist sicher unausweichlich. Das Einzige was wir jetzt noch haben ist etwas Zeit..

Merkel fällt nicht um

Sie ist vielmehr Handlungsgehilfe der Bänker.
Ihr angebliches Zaudern war reines Theater zur Verblödung der Massen

Gast: prison planet
18.08.2012 09:50
4 0

Zitat: Experten fürchten Inflation


Seltsam, dass den "Experten" nie etwas zur hemmungslosen Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken einfällt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestreserve

Zitat
Die Currency-Theorie wurde in der Praxis jedoch nach und nach aufgeweicht, indem Banken gestattet wurde, im Rahmen des fractional-reserve banking nur einen vergleichsweise geringen Bestand an baren und unbaren Zahlungsreserven vorzuhalten, um ihren gesamten Zahlungsverkehr abzuwickeln, die damit Kredite gewähren können, ohne über entsprechende Geldbestände zu verfügen. Infolge dieser Entwicklung ist die Geldschöpfung der Kontrolle der Zentralbank inzwischen weitgehend entglitten. [13]. Damit haben diese die volle Kontrolle über die Geldmenge verloren und die Möglichkeit, dadurch wirkungsvoller gegen Inflation und Deflation vorgehen zu können.

Die politische Realität in Europa und Nordamerika folgt heute der Banking-Theorie, bei dem lizenzierte Geschäftsbanken relativ frei selbstgeschaffenes Giralgeld in Umlauf bringen dürfen. Die Mindestreserve hat als Instrument zur geldpolitischen Steuerung an Bedeutung verloren. Einige Staaten sind sogar dazu übergegangen, die Mindestreserve abzuschaffen. Von anderen Zentralbanken wird die Mindestreserve noch genutzt, jedoch mehrheitlich nicht zu geldpolitischen Zwecken.


Die Zeichen an der Wand

werden leider immer deutlicher. Schon bald wird sich der Börsenhandel am Kaffeebodensatz der Tasse der Kanzlerin orientieren.

Viel deutlicher lässt sich die Verzweiflung der Märkte eigentlich gar nicht mehr darstellen.

Re: Die Zeichen an der Wand

Die Annahme, der Kursanstieg beim DAX gestern geht auf diese schwammigen Aussagen von Merkel zurück ist reine Spekulation, oder steht irgendwo im Artikel eine Statistik, welche und warum die Käufer bereit waren, gestern für Aktien mehr zu bezahlen, und gleichermaßen die Verkäufer eben aufgrund der Aussagen von Merkel mehr haben wollten, als am Tag davor?
Wenn sie nachsehen werden sie erkennen, dass der DAX schon seit mehr als einer Woche am 7.000er kratzt, und jetzt ist er eben ein paar Punkte drüber, so what?


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Re: Re: Die Zeichen an der Wand

Wer wegen solchen Meldungen Investmententscheidungen trifft, ist entweder ein Trader oder ahnungslos.
Kurzfirstige Bewegungen an den Börsen sind zufällig und die Meldungen FOLGEN den Kursbewegungen.

Oft werden in den Medien die selben Meldungen für Kursabfälle und Kursabfälle als "Erklärung" verwendet.

Re: Re: Re: Die Zeichen an der Wand

So sehe ich das auch, ja.

Clevere Trader entscheiden nach technischer Analyse und folgen damit den "Investoren", das sind die großen Jungs.
Wenn sie intraday handeln dann ist es komplett egal, wer was sagt, es interessiert nur, wann er es sagt, zu dieser Zeit wollen sie nämlich flat sein, aber das wissen sie, Iason, ohnehin alles selber.

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Re: Re: Re: Die Zeichen an der Wand

Es muss natürlich heißen: Oft werden in den Medien die selben Meldungen für Kursanstiege und Kursabfälle als "Erklärung" verwendet.

 
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Hobbyökonom