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Lufthansa steht Streik ins Haus

17.08.2012 | 18:27 |   (Die Presse)

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hält das Angebot ihres Arbeitgebers für inakzeptabel. Die Lufthansa hat, wie ihre Branchenkollegen, mit sinkenden Erträgen zu kämpfen.

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Frankfurt/Es/Ag. Es wäre der erste Streik des Kabinenpersonals seit Bestehen der Lufthansa. Doch die Streiklust ist hoch. Denn das letzte Angebot des Lufthansa-Managements im Tarifkonflikt sei inakzeptabel. „Das war kein Angebot, das war ein Forderungskatalog“, erzürnte sich Nicoley Baublies von der UFO, der Unabhängigen Flugbegleiter-Organisation, am Freitag. Das einzige Entgegenkommen sei die Zusicherung, dass die Arbeitsplätze erhalten blieben. In Aussicht gestellt wurde auch eine geringfügig erhöhte Beteiligung des Personals am operativen Gewinn. Dem würden aber inakzeptable Forderungen gegenüberstehen wie Abstriche zwischen 15 und 20 Prozent bei den Gehältern. Die Lufthansa will Anfang nächster Woche das Angebot nachbessern.

 

„Kein positiver Abschluss“

Bis spätestens Mittwoch will die UFO dann eine Entscheidung treffen, ob gestreikt werde oder nicht. „So wie es jetzt aussieht, wird es zu keinem positiven Abschluss kommen“, sagte Baublies. Enttäuscht zeigte man sich bei der UFO auch darüber, dass man sich widerspruchslos auf eine konzerneigene Billigfluglinie mit ungünstigeren Tarifbestimmungen einstellen müsse, zu der mindestens 2000 Arbeitsplätze verlagert werden sollen. In der nächsten Verhandlungsrunde dürfe es ausschließlich um die Tarif-Frage gehen, sonst drohe der Gewerkschaft eine Klage des Arbeitgebers. Ebenfalls ein Streitpunkt sei der zunehmende Einsatz von geleastem Personal.

Die Lufthansa hat, wie ihre Branchenkollegen, mit sinkenden Erträgen zu kämpfen, wenngleich sich im zweiten Quartal ein leichter Aufwärtstrend zeigte. Es wurde ein operativer Gewinn in der Höhe von 361 Mio. Euro erzielt, womit nach dem ersten Halbjahr 20 Mio. Euro Verlust eingeflogen wurden. Vor allem die Restrukurierung der Tochter Austrian Airlines (AUA) wirkte sich positiv auf die Bilanz der Lufthansa aus.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.08.2012)

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11 Kommentare
Gast: Sidewinder
19.08.2012 16:38
0 0

Fakten

1. Es wäre der ZWEITE Streik der Flugbegleiter,es gab vor Jahren schon mal einen, welcher aber - mangels zu weniger Teilnehmer - nicht erfolgreich war.

2. Die Forderung von 5 Prozent - nach DREI Nullrunden - ist sicherlich nachvollziehbar und nicht utopisch.

3. Es gab allerdings bereits letztes Jahr ein Angebot über 3 Prozent, welches vom alten UFO-Gewerkschaftsvorstand abgelehnt wurde.
Das war, da sind sich viele Mitglieder einig, ein Fehler.

Zum Manteltarifvertrag:
Da muss unterschieden werden zwischen Kurzstrecken Einsätzen und Langstrecken Flügen.
Auf der Langstrecke gibt es für die KabinenmitarbeiterInnen viele Goodies, wie Faktorierung der Flugstunden, zusätzliche freie Tage und eine verlängerte Ruhezeit. Diese drei Goodies gibt es für das Langstrecken Cockpit Personal nicht und genau da setzt die Forderung der Gesckäftsleitung an, nämlich an der Produktivität bei Langstrecken Einsätzen.

Der Einsatz der kritisierten LeiharbeiterInnen findet wiederum ausschließlich auf der Kurzstrecke statt, obwohl dort die Produktivität der fest angestellten MitarbeiterInnen hoch ist.

Die Tatsache, dass die Kurzstrecke Verluste produziert, liegt hauptsächlich an einer entsprechenden internen Verrechnung bzw. Preisgestaltung. Solange der Flug von Hannover über Frankfurt nach New York genau so viel kostet wie der Nonstop Flug von Frankfurt nach New York, kann die Kurzstrecke keinerlei Gewinn erwirtschaften.

Auf der Langstrecke gibt es für die KabinenmitarbeiterInnen viele Goodies, wie Faktorierung der Flugstunden, zusätzliche freie Tage und eine verlängerte Ruhezeit. ... gibt es für das Langstrecken Cockpit Personal nicht

OK, zweimal LR ist falsch, aber auch wenn Mittelstrecke und Langstrecke unterschiedlich behandelt werden, so ist das kein zu korrigierender Fehler, denn die Belastung ist verschieden und gerade bei LH kann man entscheiden ob man lieber mehr Zeit LR macht oder MR, mit steigender Seniorität. Die GL nutzt Unzufriedenheit gerne zur Agitation, aber das wird nicht funktionieren.

Gast: Mr. Grinzing
18.08.2012 14:08
0 1

AUA , es tut weh......


auch ufo wird noch aufwachen

und das wird sehr, sehr weh tun.

Re: auch ufo wird noch aufwachen

Das soll jetzt WAS heißen?

Re: Re: auch ufo wird noch aufwachen

dass auch die lh leute in grossem stil rauswqerfen wird müssen. da kann gewerkschaft, ufo und sonstwer hüpfen und streiken, wie so wollen (machts nur noch schlimmer)

dass auch die lh leute in grossem stil rauswerfen wird müssen

Angefangen mit Franz!

Re: Re: Re: auch ufo wird noch aufwachen

Lufthansa wird - wenn es so weitergeht- ihren betrieb ebenso an ihre billigtochter cityline oder germanewings auslagern und das Personal bekommt die dort geltenden Gehälter welche 30 % unter denen der Lufthansa mutter liegt. gelernt hat man ja wies geht - bei der AUA.

Re: Re: Re: Re: auch ufo wird noch aufwachen

So ein Schwachsinn!
Bei der AUA kommt noch ein Riesenproblem daher, alleine die widerrechtliche Einverleibung der fehlenden Pensionsbeiträge wird dem Unternehmen über 100 Mio kosten. Dazu kommen massive Verletzungen diverser Arbeitnehmerrechte.
Davon abgesehen ist die EU Richtlinie zum Betriebsübergang in Deutschland nicht so schleissig umgesetzt worden wie in Österreich.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Martin_S
19.08.2012 18:01
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: auch ufo wird noch aufwachen

Was heisst "widerrechtliche Einverleibung der fehlenden Pensionsbeiträge" ?? Haben die den Mitarbeitern die Bankonten leergeräumt??? Und welche "massive Verletzungen" ? Wohl a bissal zu viel ÖGB Propaganda gelesen gelle?

Re: Re: Re: Re: Re: Re: auch ufo wird noch aufwachen

Lesen sie im AVRAG was mit nicht übernommenen Pensionzusagen passiert.
Die Negation der KV Nachwirkung, die Nichtanerkennung des Betriebsrates von zwei Drittel des Personals, usw.
Der ÖGB hat Propaganda gemacht? Wo? Würde ich gerne lesen!

Hobbyökonom