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Schwacher Euro, starkes Europa?

19.08.2012 | 18:21 |   (Die Presse)

Sollen sich Deutsche und Österreicher mit einem schwachen Euro anfreunden oder sogar danach verlangen? Einige bekannte Ökonomen sind dieser Meinung.

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Wien/Red. In Deutschland, Österreich und dem Rest des „Hartwährungsklubs“ in Europa war die Sache eigentlich immer klar: starke Währung, starke Wirtschaft, starkes Land. Die legendäre Stärke der D-Mark und die Unantastbarkeit der Deutschen Bundesbank waren unverzichtbare Voraussetzungen für das Wirtschaftswunder. Der Schilling trug den Spitznamen „Alpendollar“ und jeder deutsche Finanzminister der letzten 20 Jahre versprach seinen Bürgern, dass der Euro irgendwann so stark werde wie die D-Mark. Deutschland hätte den Euro wahrscheinlich nie akzeptiert, wenn die EZB nicht genauso streng auf die Geldwertstabilität ausgerichtet worden wäre, wie es die Bundesbank war.

Aber die Zeiten ändern sich. Die Welt steckt in einer Wirtschaftskrise, Europa in einer Schuldenkrise und Griechenland, Spanien, Italien und Portugal zusätzlich in einer Wettbewerbsfähigkeitskrise. Was tun? Mehrere bekannte Ökonomen sprechen sich in der „Welt am Sonntag“ für einen weichen Eurokurs aus. Also für den Abschied vom Dogma „harter Euro“ und die Inkaufnahme weiterer Kursverfälle beim Euro. Dieser steht historisch betrachtet derzeit trotz Krise relativ stark da: Kurz nach seiner Einführung sackte der Euro auf 85 US-Dollar-Cent ab. In den folgenden Jahren kletterte er allerdings zeitweise auf fast 1,60 US-Dollar.

„Europa und Deutschland würde es besser gehen, wenn der Außenwert des Euro niedriger wäre“, so Paul De Grauwe, Professor für Internationale Wirtschaft im belgischen Leuven, zur „WaS“. Der Wunsch der Deutschen nach einer teuren Währung sei „rein emotional“ und habe nichts mit „rationaler Analyse“ zu tun, so De Grauwe. Die Überlegung: Schuldengeplagte Südländer haben vor allem unter ihrer fehlenden Wettbewerbsfähigkeit zu leiden. In Griechenland und Co. sind die Löhne seit der Euro-Einführung stärker gestiegen als in Deutschland oder Österreich. Im traditionell inflationsgeplagten Süden sind die Gewerkschaften gewöhnt, für nördliche Verhältnisse exorbitant hohe Lohnforderungen zu stellen.

 

Washington kennt die Idee schon

Der Vorschlag von De Grauwe und anderen entspricht also der Übertragung südländischer Geldpolitik auf ganz Europa – nachdem die deutsche Stabilitätspolitik gescheitert scheint. Selbst der als „Falke“ bekannte Ex-EZB-Chefvolkswirt Ottmar Issing meint: „Man könnte sogar sagen: Euroland ist in der Rezession, und ein leichtes Absinken des Wechselkurses hilft Exporten, wirkt wie ein Konjunkturprogramm.“

Die deutsche Exportindustrie schwärmt geradezu von einem schwachen Euro. „Die Exporte in den Dollarraum werden durch den niedrigen Eurokurs kräftig befeuert“, sagt Anton Börner, Präsident des Bundesverbandes Groß- und Außenhandel: „Nicht von ungefähr sind die deutschen Exporte in die USA jüngst um über 20 Prozent gestiegen.“ Und der UniCredit-Ökonom Andreas Rees meint sogar, dass ein schwächerer Euro allen Euroländern nützen würde: „Den Krisenkandidaten ebenso wie Deutschland.“ Tatsächlich kann eine Weichwährungspolitik auch massive Probleme mit sich bringen. So würden sich durch einen Verfall des Eurokurses die Preise für Importgüter vom iPhone bis zu Autos erhöhen. Und auch die viel gerühmte deutsche Exportindustrie ist bei vielen Rohstoffen auf Importe angewiesen.

Die meisten Rohstoffe (allen voran Öl) werden nämlich in US-Dollar gehandelt. Sollte dessen Wert gegenüber dem Euro steigen, steigt auch der Ölpreis in Euro und irgendwann auch der Benzinpreis an der Tankstelle. Dazu kommt die Frage, ob die Eurozone überhaupt in der Lage ist, aus dem Euro eine relative Weichwährung zu machen.

Die USA haben die „Vorteile“ einer weichen Währung schon vor Jahren erkannt und fluten den Planeten seit vier Jahren mit Billionen an US-Dollars. Eine Strategie, die sie im Fall eines stark fallenden Eurokurses wohl verschärfen würden. Die Tage der „Politik des starken Dollar“ sind nämlich endgültig vorbei.

Auf einen Blick

Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar eigentlich durchaus sehen lassen: Kurz nach der Einführung der Gemeinschaftswährung fiel sie auf 85 US-Cent – nur um dann auf bis zu 1,60 Dollar anzusteigen. Bei 1,20 Dollar ist der Euro noch keine Weichwährung, ein Umstand, der einige bekannte Ökonomen stört. Sie fordern eine explizite Weichwährungspolitik. Umstritten ist allerdings, ob das wirklich Vorteile brächte.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.08.2012)

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110 Kommentare
 
12 3
Gast: kah 212
21.08.2012 15:53
0 0

Eine visionäre Darstellung zur Lage -


"Vom Stachel Ihrer Gier werden sie getötet" Manfred Böckl

Die Weltwirtschaftskrise, die im Sommer 2008 ausbrach und noch längst nicht überwunden ist, wurde von zahlreichen Propheten angekündigt.

http://www.osirisbuch.de/epages/61075500.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61075500/Products/0976

Gast: Gertrudenora
20.08.2012 21:57
3 0

Auf- und Abwertung?

was heißt eigentlich Abwertung? Dass wir für unsere Güter weniger aus dem Ausland bekommen und mehr dafür arbeiten müssen, welche zu importieren. Mit anderen Worten werden wir bei einer Abwertung ÄRMER. Wenn der Wechselkurs durch die fixe Verbindung zu den marroden Südstaaten immer mehr verfällt, werden wir immer ÄRMER. Das ist vor allem dann schlecht, wenn es nicht unserer eigentlichen Wettbewerbsfähigkeit entspricht. Wir leben unter unseren Verhältnissen, die UBS Studie hat das gerade bestätigt. Und wir spezialisieren uns im internationalen Handel immer mehr darauf, fleißig für die Südländer zu arbeiten, ohne dafür entlohnt zu werden. Wann werden die Bürger begreifen, dass die Abwertung einer der Ursachen für die hohen Benzinpreise ist?

Gast: Jose Mario Branca
20.08.2012 17:59
1 0

Mein Gott seid Ihr Presseschreiber dumm

Wieso ist Österreich ein Mitglied des Hartwährungsklubs, können Sie mir das erklären, wo sind die versteckten Schulden wie ÖBB und Asfinag.

Das war jetzt mein letzter Kommentar in dieser von Parteien abhängigen sogenannten freien Presse, ärgern kann ich mich an anderer Stelle

Gast: selbstfesselung
20.08.2012 12:43
5 0

in den 30ern gab es einen Abwertungswettlauf

Ein Land versuchte seine Deflation in das nächste Land zu exportieren. Danach werteten die wieder ab und so weiter...

Heute ist es ähnlich:
Amerika versucht schon lange den Dollar abzuwerten, um vom 0 Wachstum und Arbeitslosigkeit wegzukommen. (Förderung der Exporte-Beschränkung der Importe)

In der Eurozone exportiert Deutschland seine Deflation nach Südeuropa. Deutschland=Vollbeschäftigung. Südeuropa stürzt in die Deflation (Spanien=Arbeitslosigkeit 25%, Jugend-50%).
Die Südländer können ihre Deflation nicht weiter exportieren, weil sie nicht abwerten dürfen. Türken oder Bulgaren lachen sich ins Fäustchen, weil die Griechen sich selbst gefesselt haben.



Gast: Novaris
20.08.2012 12:27
4 0

Etwas Grundsätzliches


Für das nicht souveräne Deuschland (Herr Schäuble in der "Welt")
ist der EURO aufgrund politischer Vorgaben ALTERNATIVLOS (Frau Merkel).
Zudem ist der Austritt eines Mitgliedes aus der EURO-Zone nicht vorgesehen. Damit müssen wir uns mit den tatsächlichen Gegebenheiten wohl abfinden und die sind :
Nach dem Maastricht-Vertrag mit seinen Kriterien wird absehbar auch der sogenannte "Fiskalpakt" nicht eingehalten werden.
Im übrigen sind souveräne EURO-Staaten auch nicht bereit, Haushaltsrechte (Souveränitätsrechte) an die EU abzugeben.
Keine Regierung kann auf Dauer ihren Wählern "Sparprogramme verkaufen" wenn sie nicht Gefahr laufen will, abgewählt zu werden. Somit wird in der Zukunft wenig oder nicht gespart werden und es werden weiterhin Haushaltsdefizite finanziert werden müssen.

Es bleibt somit nur die Schuldenunion, die wiederum überwiegend von den Finanzvehikeln EZB und dem ESM ("Banklizenz" - ESM-Vetrag Art. 32 Ziff.9!!)) finanziert wird.
Dass der EURO auf diesem Wege "liraisiert" wird ist nur folgerichtig und wird bei dem Gerede von "Experten" über Abwertungen des EURO schon jetzt der Allgemeinheit kommuniziert.
Fakt ist : Deutschland sitzt mit Garantien von derzeit ca. 1 Billion EURO unentrinnbar in der Falle und wird mit Anderen den Weg in die Schuldenunion bis zum bitteren Ende gehen.
Es geht der Politik nur noch darum, die Bevölkerung von der ALTERNATIVLOSIGKEIT des Weges in die Schuldenunion zu überzeugen.
Das ist, was ist.


Der Währungskrieg ist nichts neues.

Es gab da mal ein Interview vom Airbus-Cheff der sagte wenn der Euro zum Dollar auch nur um 0,1% steigt verliert Airbus Milliarden weil sie in Euro Produzieren aber in Dollar verkaufen müssen, Damals war der Kurs bei ~1,4.
Wo würde der Kurs liegen hätte Deutschland den Euro alleine?
Wo würde er liegen würden wir einen Nord-Euro einführen?
Jeder der mit Devisen handelt würde sich in einem solchen Szenario auf den Euro stürzen (Ich auch:).
Würde mich echt interessieren wie Airbus einen A380 verkaufen will wenn man einen Dreamliner um die hälfte bekommt (vereinfacht ausgedrückt). Ähnliches gilt für die Automobilindustrie ja quasi für den gesammten Export.
Und dann stellt man sich hin und Wundert sich warum man den an die "schwächeren" den auch noch Geld überweisen sollte. Was als das normalste der Welt ist in einer Währungsgemeinschaft, macht jedes Land nennt sich Länderfinanzausgleich. Wo wäre den Bremen in Deutschland, Kärnten in Österreich oder Californien in den USA jetzt ohne diesen Länderfinanzausgleich?
Japan, China, USA oder die EU keiner hat auch nur im entferntesten ein Interesse an einer hohen Währung, zb. die Schweiz koppelt den Franken an den Euro wenn der "quasi" am Abgrund steht.
Die Argumentation mit den höheren Kosten für Ressourcen ist ja das nächste. Kauft euch einen Rechenschieber :).

Re: Der Währungskrieg ist nichts neues.

hattiwari hat noch nie etwas genützt.

Gast: Schluß mit Freundschaft
20.08.2012 11:46
7 1

Super,...

und alle, die sich etwas erspart haben werden dadurch enteignet, und alle, die nur auf Pump leben klatschen begeistert in die Hände. Die von Genosse Faymann angestrebte Grenze für die Vermögenssteuer iHv. €1 Million wird der Monatslohn eines Hilfsarbeiter sein, die Progressionsstufen für die Einkommensteuer werden natürlich weiterhin nicht verändert... So entschuldet sich die Pleitestaaten Union.

Gast: Schlauberger
20.08.2012 11:39
3 0

Wäre es nicht an der Zeit, einmal über die grundsätzlichen Systemfehler zu reden.


Wie in einer Endlosschleife wird uns nun seit Jahren der Krisen - Kram beinahe täglich auf den Kopf geworfen, oft mit dem Hinweis, dass die getroffenen Maßnahmen nur Zeit kaufen könnten, aber die Krise nicht lösen.

Wozu gibt es eigentlich diese Horden an "Experten", "Wissenschaftlern", "Analysten", wenn man einen aussichtslosen Weg weiter geht, ohne das System zu hinterfragen?

Warum gibt es nirgends Kritik daran, dass sich private Banken Geld aus dem Nichts schöpfen können? Nimmt man die Grundlagen des derzeitigen Finanzwesens genauer unter die Lupe, kommen geradezu mittelalterliche Zustände zum Vorschein. Die Politik muss sich auch fragen lassen, warum sie das zulässt.

http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:vollgeldsystem-chance-fuer-eine-neue-geldordnung/50122704.html

Der Schilling

war unter Bundeskanzler Seipel in den 20er-Jahren zu stark bewertet, die Goldbestände waren für das kleine Land zu hoch. Damals nannte man den Schilling "Alpendollar". Die Folge diser falschen Finanzpolitik war eine große Arbeitslosigkeit. Doch die damalige Situation ist mit der heutigen nicht vergleichbar. Heute haben in puncto Euro viele Staaten ein Mitspracherecht und das ist das Übel. Viele Köche verderben den Brei und die derzeitigen Köche der Südländer versalzen diesen Eurobrei so stark, dass der Euro ungenießbar wurde. Der Euro ist ein Problem dieser EU und wird ein Problem bleiben, solange so viele Köche im Eurobrei umrühren dürfen. Man sollte hergehen und jenen Ländern, die gerne "stark gewürzt" essen, den versalzenen Euro lassen und jenen, die gesünder leben wollen, eine neue Währung oder die alten Währungen wieder geben. Es gab Zeiten vor dem Euro und die waren nicht schlecht. Aber seit dieses Politikum Euro in Umlauf ist, werden für die Endverbraucher und Sparer die Zeiten immer schlechter und der Crash ist bereits vorprogrammiert.

Gast: Liberty Force
20.08.2012 11:17
8 0

Eine Abwertung ändert zwar den Aussenwert,

jedoch nicht die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der Südländer gegenüber den Nordländern.

Zählt man noch die "Nebenwirkungen" einer Abwertung dazu- explodierende Nahrungsmittel- und Energiepreise, auch im Norden- erkennt man, wie falsch dieses Denken ist.

Denn wir erhalten die Teuerung sicher nicht abgegolten, dank dem Statistiktrickk mit dem Warenkorb. Dann können wir zusehen, wie unsere Einkommen erodieren.

Und, nein, die Schuldner werden nicht profitieren, sondern draufzahlen: je höher der Anteil des Einkommens ist, der für Lebenshaltung draufgeht, desto weniger bleibt für Schuldentilgung übrig.

Eine Schuldentilgung durch Inflation funktioniert nur für Staat und Bankensystem, nicht aber für das Volk; Dieses verarmt.

Denn andernfalls wäre Simbabwe das reichste Land der Welt.

Re: Eine Abwertung ändert zwar den Aussenwert,

...Sehr gute Analyse...

Re: Eine Abwertung ändert zwar den Aussenwert,

korrekt, will aber keiner hören.

Kein Euro dafür ein friedliches Europa

Der Euro ist eine Armuts-Maschiene. Die Italiener, Spanier brauchen einen schwächere Währung, weil es sonst noch mehr Arbeitslosikeit und Armut gibt, die Deutschen eine stärkere Währung, weil sonst die Inflation die Realeinkommen noch weiter senkt und für Armut sorgt.

Beides geht aber in diesem rein ideologischen Völkerkärker Euro nicht.

Deshalb weg mit dem Euro.

Stronach wählen!

Gast: Mai
20.08.2012 11:08
8 1

Irgendwie eigenartig

Warum der Euro schwach werden (noch schwächer werden) muss, erschließt sich mir nicht.
Vielleicht sollten ja die Produkte aus Griechenland (soefern dort überhaupt etwas Verkaufbares produziert werden sollte), aus Portugal, Spanien, Italien usw. einfach billger (und vielleicht auch besser) werden.
Dm Grunde nach müßte Griechenland derzeit vor Touristen übergehen, weil die Preise um 20-30 % sinken müßten.
Tut es aber nicht.
Warum eigentlich ?

Gast: Ggrufti
20.08.2012 11:03
5 0

Scheingefechte

Was ich, der ich kein Oekonom bin und nichts davon verstehe, wuenschte mir, dass man das gegenwaertige Finanzsystem einmal mathematisch auf die Probe stellte. Man formuliere das System an einem einfachen Modell und untersuche die mathematische Stabilitaet des zugehoerigen Gleichungssystem. Ich habe den Eindruck, dass sich dabei als Resultat eine massive Instabilitaet ergeben wuerde. Man sollte die Ursachen der Kriese untersuchen, und nicht Symptombekaempfung machen. Die gegenwaertigen Versuche erinnern ein wenig an aeztliche Versuche, Krebs mit Aspirin zu bekaempfen.

Gast: Bonn
20.08.2012 11:02
4 0

"Dummschwätzer"

Anschließend schwechelt die Binnennachfrage. Dann gibt es wieder kluge Sprüche dieses Problem zu lösen. EUROPA BRAUCHT EINE STARKE WÄHRUNG !

Eurozone

Hier an Beitrag wie sich das reale Einkommen in Europa entwickelt hat. Österreich zählt zu den großen Verlierern.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/08/20/studie-euro-hat-rueckgang-des-lebensstandards-in-deutschland-verursacht/

Das wird sämtliche Sparer, die Schulden privat vermieden haben, aber freuen !


Gast: ehschowurscht
20.08.2012 09:43
10 2

Schwach

Wie kann ein weicher Euro als Rettung bezeichnet werden?

Für uns würde das bedeuten, dass alle Importe teurer würden, insb. Energie und Lebensmittel. Alle Branchen werden die Mehrkosten 1:1 an den Endverbraucher weitergeben.

Letztlich bekommen sie für ihr erarbeitetes Geld immer weniger Leistung und Güter.

Das ist ein Rückschritt und gefährlicher explosiver sozialer Sprengstoff.

Dieser Euro ist was er ist: eine Katastrophe für Europas Zukunft und ein Elend für immer mehr Menschen.

Eine Rückkehr zu den Altwährungen bzw. eine Neuausrichtung der Eurozone ist und bleibt unabwendbar.

Das Zögern und Beschwichtigen in der Politik und den "angeschlossenen" Medien nimmt fahrlässige und kriminelle Züge an.

"ein Umstand, der einige bekannte Ökonomen stört. Sie fordern eine explizite Weichwährungspolitik. Umstritten ist allerdings, ob das wirklich Vorteile brächte."

konjunktiv....warum so vorsichtig?

wenn es um die rückkehr zu drachme, lira und peseten geht, dann wird doch auch die 'behauptungs'form verwendet: dann werden diese länder wirtschaftlich gesunden...

"Der Schilling trug den Spitznamen „Alpendollar“ "

eine nette propaganda war das.

korrekterweise hätte der schilling den spitznamen "DM-wurmfortsatz" haben sollen.

Langsam kommts mir so vor

als ob die alle spinnen - wenn jetzt sogar de Grauwe für Weichwährung ist dann sollt ich mir langsam einen permanent residence permit für Kanada, Australien oder Singapur besorgen.

Gast: Vernunftwende
20.08.2012 08:26
5 0

Dieser Artikel zeigt den Irrsinn der derzeitigen Debatte.

Man kommt heute drauf dass der EURO der Durchschnitt seiner Mitgliedsstaaten ist, wow.

Und die deutsche Exportindustrie ist begeistert dass ein weicher Euro die Exporte in den Euroraum beflügelt. Die Deutschen regen sich doch immer so über das Target-2 System auf. Nun, die ganze Welt hat ein Target-2 System seit den 70ern - und zwar mit dem Dollar. Wir exportieren in diesen Raum und bekommen dafür Forderungen der EZB gegenüber dem Dollar.

Der Witz ist dass es für die enormen Devisenreserven keine entsprechenden Gegenpositionen in den USA gibt die man damit kaufen könnte. Außer Waffen haben die USA kein Produkt dass Konkurenzfähig ist (ja, ich weiß, Apple - wird von den Chinesen gebaut). Land darf man dort nicht kaufen und die Schlüsselindustrien sind geschützt. Wir bekommen für unsere Exporte in den Dollarraum also eigentlich nur wertloses Papier.

Die Lösung wäre, den Dollar als Weltleitwährung abzuschaffen und direkt in Euro einzukaufen. Aber dafür müsste es eine EU mit Cohones geben....

Gast: Humerus
20.08.2012 08:22
5 0

Inflation=Enteignung

Mittels Inflation werden vor allem die Erwerbstätigen geschröpft, die von ihrer Arbeit leben und vielleich sogar versuchen, ein wenig anzusparen, also das was man Mittelstand und Kleinverdiener nennt.
Die wirklich Reichen mit Industrie- und Grundbesitz juckts nicht so stark.

Facit: Wir brauchen Sparprogramme, damit endlich einmal nicht mehr ausgegeben als eingenommen wird; egal wie hart die Währung ist. Mit persönlicher Haftung für den Finanzminister und den Ministerrat.

Gast: RuRü1212
20.08.2012 08:12
7 0

Löhne senken

"Im traditionell inflationsgeplagten Süden sind die Gewerkschaften gewöhnt, für nördliche Verhältnisse exorbitant hohe Lohnforderungen zu stellen"
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Warum soll es helfen wenn der Euro (in jedem Euro-Land) schwach wird?
Das hilft der Wettbewerbsfähigkeit der "Südländer" eigentlich nichts. Im Vergleich zu den "starken" der Eurozone bliebe die schlechte Wettbewerbsfähigkeit die selbe, und der "böse" internationale Markt "belohnt" eben die wettbewerbsfähigen. Im Euro-Binnenmarkt würde sich dadurch für die schwachen auch nichts ändern, diese dürfte aber der größte Absatzmarkt für sie sein.
Um in der Euro-Zone und international wieder wettbewerbsfähig zu werden muss sich ein "schwaches" Land unabhängig von den "starken" verändern.
Auch wenn es weh tut z.B. mit drastischen Lohnkürzungen...

 
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