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Lufthansa stellt sich auf Streiks ein

22.08.2012 | 11:39 |   (DiePresse.com)

Bei der Lufthansa könnten 19.000 Flugbegleiter die Arbeit niederlegen. Vor allem der Einsatz von Leiharbeitern ist der Gewerkschaft ein Dorn im Auge.

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Die deutsche Lufthansa richtet sich auf Streiks ihrer rund 19.000 Flugbegleiter ein. Das Management rechnet mit "Turbulenzen" in der tariflichen Auseinandersetzung mit der Kabinengewerkschaft UFO, sagte Personalvorstand Stefan Lauer. "Zum Schlimmsten", also zu einem langwierigen und flächendeckenden Erzwingungsstreik, werde es aber voraussichtlich nicht kommen. Die Kunden bat der Manager im Voraus um Verständnis.

Der einflussreiche Lufthansa-Aufsichtsratschef Jürgen Weber stärkt seinen Nachfolgern in dem Konflikt den Rücken und rät zu Härte. "Besser man lässt es zum großen Knall kommen, bevor sich das Unternehmen aus dem Wettbewerb katapultiert", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit". Die Gewerkschaften hätten seinerzeit verhindert, einen echten Billigflieger unter dem Dach der AUA-Mutter zu etablieren.

Gespräche über Leiharbeiter abgebrochen

Die Lufthansa wollte in den festgefahrenen Verhandlungen am Mittwoch ein modifiziertes Angebot vorlegen, das sich ausschließlich mit Fragen der Vergütung und Eingruppierung der Stewards und Stewardessen beschäftigt. Zuvor hatte UFO umfassendere Gespräche über weitere Veränderungen beim Kabinenpersonal wie zum Beispiel den Einsatz von Leiharbeitern einseitig abgebrochen.

UFO will das neue Angebot nach eigenen Angaben schnell prüfen. Vor Donnerstag werde es aber voraussichtlich keine Bewertung geben, erklärte der UFO-Vorsitzende Nicoley Baublies. Die Mitglieder der Gewerkschaft haben sich bereits in einer Urabstimmung deutlich für den Streik ausgesprochen.

Für Freitag hat Lufthansa noch zu einer weiteren Verhandlungsrunde eingeladen. Baublies hält eine Einigung zu den Entgelten ohne ein Einlenken der Lufthansa bei den strukturellen Plänen für unmöglich. Es drohe eine deutliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.

(APA/dpa)

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3 Kommentare
Gast: flugleiter 1
22.08.2012 13:48
0 1

Gewerkschaften als Grabschaufler

In Österreich hat man bei der AUA gezeigt wie eine Sanierung auf den richtigen Weg gebracht werden kann, und bei der Lufthansa selber wird man ebenso bald soweit sein. Der Wiederstand der Stewardessen beschleunigt nur diesen Umstand, und bald werden wohl 19000 Flugbegleiter sich bei der 30 % billigeren Lufthansa Cityline finden - die Pläne dafür liegen beim LH Vorstand schon sicher in der Schublade

Antworten Gast: Kigeca
22.08.2012 16:31
1 0

Re: Gewerkschaften als Grabschaufler

das geht ca. 1-2 Jahre gut. Dann werden die Klagen entschieden, das Management kriegt ein paar in die Kröten getreten und dann wars wieder keiner.

Dann wird medial gebrüült: Die Gewerkschaften sind schuld weil die auf die Einhaltung von Gesetzen gepocht haben... bla bla bla. Das hatten wir alles schon.

ufo und die gewerkschaft

noch einmal genau hinsehen, in kürze gibts die herrschaften nur noch in geschichtsbüchern...

Hobbyökonom