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Ägypten will 4,8 Milliarden Dollar vom IWF

22.08.2012 | 17:41 |   (DiePresse.com)

Die Einnahmen in Ägypten sinken in Folge des Machtwechsels. Anlässlich des Besuchs von IFW-Chefin Lagarde in Kairo kam es zu Protesten.

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Die Folgen des Machtwechsels haben ein tiefes Loch in der ägyptischen Staatskasse hinterlassen. Vor allem die Einnahmen aus dem Tourismus und die ausländischen Direktinvestitionen sind seit dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak im Februar 2011 stark zurückgegangen. Deshalb hat die neue islamistische Führung den Internationalen Währungsfonds um einen Kredit in Höhe von 4,8 Milliarden US-Dollar (rund 3,8 Milliarden Euro) gebeten.

IWF-Chefin Christine Lagarde traf am Mittwoch in Kairo Präsident Mohammed Mursi und Regierungschef Hisham Kandil. Kandil und Lagarde betonten während einer gemeinsamen Pressekonferenz, über den genauen Betrag, die Laufzeit und die Konditionen für einen Kredit müsse in den kommenden Tagen noch verhandelt werden. Eine Einigung liegt noch nicht vor.

Kundgebung gegen Lagarde

Dutzende Demonstranten aus dem linken Spektrum demonstrierten vor dem Kabinettsgebäude in Kairo gegen den Besuch der IWF-Chefin. Sie befürchten, die geplante Vereinbarung werde zu mehr Arbeitslosigkeit und Armut in Ägypten führen.

(APA/DPA)

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2 Kommentare
Gast: Marsmensch
22.08.2012 21:38
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Die Länder in die Schulden treiben ist der neue Trick. Sind auf Jahrzehnte oder ewig den Gläubigern ausgeliefert. Ist billiger als einmaschieren.

Gast: Es_ist_wie_es_ist
22.08.2012 18:55
2 0

Es ist immer das gleiche Spiel

erst ist uns Mubarak noch recht. Dann ruehren sich die ersten Oppositionellen. Schon springen ihnen Unterstuetzer aus dem Ausland bei inkl. der Presse die im Chor mit den sonst gepruegelten US Amerikanern "Freiheit und Demokratie: fordern. Das ermutigt die inzwischen Freiheitskaempfer gewordenen Halbrebellen weiterzumachen; denn irgendwann (siehe auch Libyen und Syrien) gibt es erst humanitaere, dann auch bald militaerische Unterstuetzung. Anschliessend gibt es statt eines gleitenden, friedlichen Uebergangs einen gewaltsamen Machtwechsel der erst mal fuer Chaos und wirtschaftlichen Niedergang sorgt. Und wer bezahlt fuer den Schlamassel?: natuerlich WIR. Wie immer. Als Dabk bekommen wir dann eine Regierung installiert, die uns wahrscheinlich alles andere als wohlgesonnen ist. War schon im Iran so als der Schah vertrieben wurde und unter Hurrageschrei die Ayatollahs die Macht antraten. Warum eigentlich zahlen nicht jene, die die Situation herbeigefuehrt haben ? Ich breche keine Stange fuer diktatorische Regime und habe nur etwas dafuer, dass sie vom Erdboden verschwinden aber warum eigentlich ist es immer Aufgabe des sonst so herunterputzten "Westens" quasi aus dem Hinterhalt in einen Buergerkrieg oder eine interne Revolution einzugreifen und dann hinterher auch noch den Schaden mit viel Geld gutzumachen. Denn dass die IMF Kredite jemals von Aegypten zurueckgezahlt werden, daran glaubt hoechtens der Weihnachtsmann. Eher landen sie in den Taschen der dortigen Politiker.

Hobbyökonom