Die Folgen des Machtwechsels haben ein tiefes Loch in der ägyptischen Staatskasse hinterlassen. Vor allem die Einnahmen aus dem Tourismus und die ausländischen Direktinvestitionen sind seit dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak im Februar 2011 stark zurückgegangen. Deshalb hat die neue islamistische Führung den Internationalen Währungsfonds um einen Kredit in Höhe von 4,8 Milliarden US-Dollar (rund 3,8 Milliarden Euro) gebeten.
IWF-Chefin Christine Lagarde traf am Mittwoch in Kairo Präsident Mohammed Mursi und Regierungschef Hisham Kandil. Kandil und Lagarde betonten während einer gemeinsamen Pressekonferenz, über den genauen Betrag, die Laufzeit und die Konditionen für einen Kredit müsse in den kommenden Tagen noch verhandelt werden. Eine Einigung liegt noch nicht vor.
Kundgebung gegen Lagarde
Dutzende Demonstranten aus dem linken Spektrum demonstrierten vor dem Kabinettsgebäude in Kairo gegen den Besuch der IWF-Chefin. Sie befürchten, die geplante Vereinbarung werde zu mehr Arbeitslosigkeit und Armut in Ägypten führen.
(APA/DPA)
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