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Deutschland erzielt Milliarden-Überschuss

23.08.2012 | 12:03 |   (DiePresse.com)

Mitten in der Krise nimmt Berlin mehr ein, als er ausgibt. Und während das BIP in der Eurozone schrumpft, wächst es in Deutschland um 0,3 Prozent.

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Inmitten der europäischen Schuldenkrise hat der deutsche Staat einen Milliarden-Überschuss erzielt. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung nahmen im ersten Halbjahr wegen der guten Konjunktur 8,3 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. Das Plus entspricht 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. 2011 gab es noch ein Staatsdefizit von ein Prozent. Das deutsche Finanzministerium sagt für 2012 bisher ein Defizit von rund 0,5 Prozent voraus.

Einen Überschuss im Gesamtjahr gab es zuletzt 2007. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung war der Gewinn der Sozialversicherung von 11,6 Milliarden Euro, der vor allem der Rekordbeschäftigung zu verdanken ist.

Ökonomen erwarten ausgeglichenen Haushalt

Ökonomen halten es für möglich, dass der Staat im Gesamtjahr ohne neue Schulden auskommen kann. "Wenn nicht alles zusammenkracht, könnte es in diesem Jahr zu einem ausgeglichenen Haushalt oder sogar einem Überschuss reichen", sagte UniCredit-Experte Alexander Koch. "Das ist aber weniger einer konsequenten Konsolidierungspolitik als der Konjunkturdividende zuzuschreiben, allen voran der guten Arbeitsmarktentwicklung", sagte DekaBank-Experte Andreas Scheuerle.

Kauffreudige Verbraucher und steigende Exporte haben auch die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal auf Wachstumskurs gehalten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) kletterte von April bis Juni um 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal, bestätigte das Statistische Bundesamt am Donnerstag seine erste Schätzung. Zu Jahresbeginn waren es noch 0,5 Prozent. Vor allem der Außenhandel sorgte für Impulse.

Wirtschaft in Eurozone schrumpft

Verglichen mit anderen Euro-Ländern steht Deutschland gut da. In Italien brach das Bruttoinlandsprodukt um 0,7 Prozent ein, in Belgien um 0,6 Prozent und in Spanien um 0,4 Prozent. Frankreichs Wirtschaft stagnierte. Die gesamte Euro-Zone schrumpfte um 0,2 Prozent.

Im Sommer könnte aber auch Europas größte Volkswirtschaft nach Prognose von Ökonomen schrumpfen. Exporte, Produktion und Industrieaufträge waren zuletzt gesunken. Der Ifo-Geschäftsklimaindex als wichtigstes Konjunkturbarometer liegt auf dem niedrigsten Niveau seit März 2010. Auch die Bundesbank befürchtet einen Rückschlag angesichts der Dauerkrise in Europa. "Die Konjunktur in Deutschland könnte nach der Jahresmitte 2012 stärker als bisher durch die Verunsicherung im Euro-Raum beeinträchtigt werden", warnte sie aktuellen Monatsbericht.

(APA/Reuters)

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24 Kommentare

sollte gleich für den ESM abgeschöpft werden!

Solidarität mit den Südländern!

am deutschen wesen sollte die welt genesen

ohne den ganzen sued-zirkus im schlepptau und mit einer eigenen waehrung waere deutschland bereits die reichste nation der erde, gemessen an der kaufkraft des volks mit eigener waehrung (harte deutsche mark) - dann waere auch der spritpreis irrelevant, weil der biligst aus dem ausland gekaeuft werden kann

Gast: Gehrer O
24.08.2012 08:04
2 1

Die tüchtige Deutschen!

Hoffentlich schieben sie den Gewinn nicht den schwächelnden Südländer der EU in den Rachen.

Antworten Gast: xyz und abc
24.08.2012 12:16
4 0

Re: Die tüchtige Deutschen!

nichts ist leichter als stereotyp zu sein, gell

"Deutschland erwirtschaftet Milliardengewinn"

Was für eine völlig vertrottelte Überschrift! Steuereinnahmen als "wirtschaften" zu bezeichnen ist ziemlich weit hergeholt. Von "Gewinn" zu sprechen, wenn ein Staat ausnahmsweise mal mehr einnimmt, als er zumindest im regulären Budget ausgibt, ist noch kreativer. "Milliardengewinn" mag zwar für ein Unternehmen eine gewisse Souveränität und Größe ausdrücken, bei einem Staatshaushalt ist ein Milliarde aber eher wenig.

Ausserdem: während der Staat mal ausnahmsweise 8 Mrd. "Gewinn" macht, hat er andererseits gut 800 Mrd. an vorhersehbaren Verlusten in Form von Rettungspaketen und Garantien "erwirtschaftet".

Das erinnert ein wenig an Lehman Bros. Die hatten auch ein AAA Rating und Milliardengewinne als sie bankrott gingen.

Re: "Deutschland erwirtschaftet Milliardengewinn"

"erwirtschaften" heisst, wie werden ausgaben sinnvoll und effizient geplant und gesetzt.
anders als zb hackler am schreibtisch mit ca 53 in pensi zu wchicken (wien), gelder via ausgelagerter firmen zu verzocken, silber zu verscherbeln oder an haberer zu verschenken, alles legal....

ok?

Gast: ludwigvonmises
23.08.2012 21:34
0 0

Crack up boom

Die Angst vor Geldentwertung treibt das Geld aus dem Geldbörsel

Gast: Rechenkönig
23.08.2012 20:14
0 6

Alles relativ

bei 2 Billionen Euro Schulden soll Deutschland die Goschen halten.

Gast: b745
23.08.2012 19:28
0 5

die deutschen verdienen sich dumm und dämlich an der krise

und ruinieren den rest europas

Re: die deutschen verdienen sich dumm und dämlich an der krise

Auf Sie habe ich schon gewartet...

Im Text steht ja u.a. geschrieben (Zitat): "Auch hier profitierte der Bund von der Unsicherheit auf den Finanzmärkten" (gemeint: Sehr tiefe Zinsen auf Staatsanleihen).

Selbstverständlich gibt es Staaten, die von der aktuellen Unsicherheit profitieren. Dies aufgrund ihrer (relativ) "konfortablen" Lage (kompetitive Volkswirtschaft, lediglich "halbkranker" Staatshaushalt, etc.). Dies ist einer Marktwirtschaft jedoch inhärent! Für Sie, werter b754, sind die Profiteure selbstverständlich Schurkenstaaten, die gefälligst solidarisch mitzuhungern haben.

Antworten Antworten Gast: Altkater1
23.08.2012 20:37
1 0

Re: Re: die deutschen verdienen sich dumm und dämlich an der krise

Werter Helvetier!

Dieser B-dingstibumsti ist ein bekannter, nicht ernstzunehmender linker Forentroll.

Was mich aber doch sehr verwundert, seine meist wirren Postings sind überall zu finden, während andere neutrale Wortmeldungen einfach verschwinden.

Ob das vielleicht doch was mit der Presseförderung zu tun haben könnte?

Jetzt bin ich neugierig ob das durchkommt.

Re: Re: Re: die deutschen verdienen sich dumm und dämlich an der krise

Durchgekommen ;-)

Keine Ergänzungen meinerseits.

Mit den besten Grüssen.

Die Schätzen und Orakeln hat ein Ende

Die Deutschen haben gezeigt, was zählt:
- eine super effiziente Wirtschaft
- ein tragfähiger Ausgleich zwischen Unternehmern und Arbeitern (Schröder sei Dank)
- und die Sparmoral der schwäbischen Hausfrau (sind auch erst jetzt draufgekommen).

Die Studie der UBS wurde Lügen gestraft:
Wenn die Deutschen so schlecht verdienen, wo haben die dann das Geld her? Und dass sind keine Schätzungen sondern die konkrete Abrechnung der Einnahmen.

Die Deficit-Spender wurden Lügen gestraft:
Alle die Geld für die ineffizente Wirtschaft ausgeben wollen (zB: FR, I,A). Wo ist das Wirtschaftswachstum? Die Leistungsfähigkeit? die geringere Arbeitslosenzahl? Das Geld ist weg, und damit die Chance in Zukunft sinnvoll zu investieren.

Die FED wurde Lügen gestraft:
Sie hat den Markt zur Unterstützung mit Geld geflutet. Und was hats gebracht? Die Börsen steigen in Höhen, wo der Fall dann länger dauert und der Aufprall mehr weh tut. Und was hats sonst noch gebracht? Der Konsum steigt nicht mehr, weil keine Ersparnisse da sind und er Staat häuft Schulden an, die er teuer bei den Banken abzahlen muß.
In den USA baut sich die nächste Blase auf. Wenn die platzt, platzt auch China, und dagegen war dann 2008 ein Kindergeburtstag.

Gott sei Dank, geht es "nur" um Geld und bis jetzt war noch niemand so blöd eine Rethorik wie nach 1929 anzufangen.

Antworten Gast: Halbwissen
23.08.2012 14:29
0 0

Re: Die Schätzen und Orakeln hat ein Ende

Ist Ihr Kommentar ironisch gemeint ?

Denn wenn dies so ist, so werden Sie von Zahlen geblendet.

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
23.08.2012 14:54
1 0

Re: Re: Die Schätzen und Orakeln hat ein Ende

Denn wenn dies NICHT so ist, so werden Sie von den Zahlen geblendet.

Wie hatte schon Kreisky anlässlich des Sieges der CDU unter Helmut Kohl gemeint:

"In Österreich gehen die Uhren anders!"

Kein Wunder, wir sind ja wie Griechenland, Italien, Portugal und Spanien schon südlich des Weißwurstaquaators.

Krisen.

na klar- mit den Krisen in Griechenland, Spanien, Portugal verdienen die Deutschen enorme Summen verbunden mit einem vergleichbar geringen Aufwand.

Re: Krisen.

Falsch!
Die Deutschen hatten 20-30 Jahre Aufwand, um jetzt die Reserven zu haben die "reiche Tante" zu spielen.

Stellen sie sich vor, ein Strache wäre an der Macht, und würde den GR kein Geld geben (können). Die Länder hätten andere Probleme, als den Zeitrahmen der ihnen gesetzt wurde. Wahrscheinlich wären ganze griechische Inseln billig zum haben. Ich würde ihnen dann "helfen".

Auf die Deutschen zu schimpfen ist natürlich einfache populische Argumentation der griechischen Beamtengewerkschafter, aber das Geld von denen ist das einzige, dass sie noch irgendwie auf dem Wasser treiben läßt.

Re: Re: Krisen.

strache an der macht will ich mir nicht mal vorstellen. Mein Statement ist eigentlich NICHT als beschimpfen der Deutschen gedacht - sondern das Verdienen an Krise der Griechen wird ja nicht mal von der Deutschen Regierung geleugnet - es ist einfach eine Tatsache. Auch Österreich verdient ein bisserl damit. "geht es den Griechen schlecht freut es die es die anderen"

Auf dem falschen Fuss erwischt!

... hm, da tun sich jetzt aber viele kampposter schwer da für Deutschland was negatives rauszulesen... nach 20 Minuten bin ich der erste der was dazu schreibt!

Bin mir aber sicher nach dem ersten Schock finden sich wie gehabt ein ganzer schopf in der suppe.

Gast: masselle
23.08.2012 12:22
1 0

Überschuss

Überschuss ??!!! ...bitte gleich nach Griechenland etc.. überweisen.... die können sich dann weiter ausruhen auf Kosten der anderen Mitgliedstaaten...

Gast: 1. Parteiloser
23.08.2012 12:22
2 1

Bei einem Schuldenstand von mehr als 2.000.000.000.000.- Euro wäre eine langsame Rückzahlung auch dringend erforderlich!

Deutschland ist ja selber mit irren Summen verschuldet. Die Schuldenquote lag auch Ende 2011 schon bei kranken 81,5% des BIP.

Dass Deutschland aktuell so gut beurteilt wird hängt wahrscheinlich mit den Steuererhöhungen (kalte Progression!) zusammen, welche die Abgabenquote erheblich über das Niveau von 2011 (43,4%!) treiben wird.

Nicht zu verachten auch die aktuell extrem niedrigen Finanzierungskosten für die Schulden. Jedes 1% an geringeren Zinskosten schlägt mit 0,8% beim Defizit zu Buche. Das bedeutet nichts anderes, als dass Deutschland bei Zinsen von 6-/% pro Jahr (wie E, I) anstatt dem tollen ausgeglichenen Budget 2012 ein Defizit von 4-5% haben würde!

Ich würde meinen, dass sich Deutschland nur scheinbar von der Staatsausgabenkrankheit erholt hat, die Lage nur im Vergleich mit den anderen Euroländern gut aussieht.

Wahrscheinlich wird aber Frankreich den letzten Stoß auf den Euro geben und diesen samt EU in die Luft jagen. Frankreich wird also Vernichter der EU in die Geschichte eingehen und Hollande diese Ehre bekommen.

1 0

Verglichen mit anderen Euro-Ländern steht Deutschland gut da.

Oder anders formuliert.
Unter Blinden ist der Einäugige reich!

Gast: Kurt der Beständige
23.08.2012 12:22
0 0

Und wer ist verantwortlich? Der Euro!

Ahso, nein. Der Euro ist ja nur verantwortlich für die negativen Entwicklungen!
Alle anderen Einflussfaktoren lasse ich jetzt mal beiseite, weil es mein Gehirn überfordert, so wie bei der UBS-Studie...

Hobbyökonom