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Kodak will Fotofilm-Sparte verkaufen

24.08.2012 | 06:48 |   (DiePresse.com)

Der insolvente US-Fotopionier stellt sein Geschäft mit Fotofilmen zum Verkauf, das einst den Grundstein zum Weltkonzern legte.

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Bei dem ums Überleben kämpfenden US-Fotopionier Kodak geht es ans Eingemachte: Das Unternehmen stellt sein Geschäft mit Fotofilmen zum Verkauf, das einst den Grundstein zum Weltkonzern legte. Auch weitere Geschäftszweige wie Scanner oder Fotostationen zum Ausdrucken von Bildern sollen abgestoßen werden. Kodak hofft, bis Mitte kommenden Jahres Käufer gefunden zu haben.

"Wir formen Kodak neu", sagte Firmenchef Antonio Perez am Donnerstag. Bereits seit längerem versucht er, das Unternehmen als Druckerspezialisten neu zu erfinden, allerdings mit mäßigem Erfolg. Anfang des Jahres rutschte Kodak in die Insolvenz. Seitdem ist das Unternehmen aus der Produktion von Diafilmen, Kameras und digitalen Bilderrahmen ausgestiegen.

Kodak: Aufstieg und Fall des Fotopioniers

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Früher waren Filme und Fotopapier eine Goldgrube für Kodak und Rivalen wie Agfa. Der Umbruch zur Digitalfotografie machte diese sichere Einnahmequelle aber zunichte. Im ersten Halbjahr schrumpfte der Umsatz von Kodak um mehr als ein Viertel auf 2,0 Milliarden Dollar und der Verlust stieg auf unterm Strich 665 Millionen Dollar.

Die Verkaufspläne fürs traditionelle Filmgeschäft kommen zu einer Zeit, in der die Auktion von Patenten stockt. Es zeichnet sich ab, dass Kodak nicht annähernd soviel Geld für seine geschützten Ideen rund ums Bild herausbekommt wie erhofft. Die Verhandlungen liefen weiter, erklärte der Konzern, es könne aber auch sein, dass man die Patente am Ende behalte.

(APA/dpa)

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18 Kommentare
Gast: Ritschi
26.08.2012 22:25
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Frage

habe eine ein paar Jahre alte sehr kompakte Olympus-Digitalkamera, mit der ich bis jetzt sehr zufrieden war. Nun bilde ich mir ein, dass Gras damit "Fuji-Grün" abgebildet wird. Kann man das durch Einstellung einer Farbtemperatur verbessern ? Mit "Fuji-Grün" meine ich das Grün der Fuji-Analogfilme, dass den Kodak-Filmen jahrelang unterlegen war.

Kannibalismus

Eine Firma muss bereit sein, ihr Stammgeschäft zu kannibalisieren. Wenn nicht, tut es eine andere.

z. B. Computer - Laptops - Tablets - Minitablets - ?

Wer langfristig erfolgreich sein will, muss dann, wenn sich eine Produktart durchsetzt, die nächste schon entwickelt haben und die übernächste gerade entwickeln. In dieser Hinsicht war Apple in den letzten 15 Jahren sehr erfolgreich. Das auf Dauer fortzusetzen ist freilich schwierig.

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Re: Kannibalismus

Gerade das kann man aber Kodak nicht vorwerfen. Die waren ja Pioniere bei der Digitalfotografie. Die ersten Profi-Digitalkameras waren mit Kodak-Technik ausgestattet (Canon, Nikon) und digitale Kompaktkameras hatten sie auch von Anfang an. Sie hatten sie offenbar nicht optimal vermarktet. Die meisten grundlegenden Entwicklungen - wie beispielsweise der Bayer-Filter für Farbaufnahmen - kamen von Kodak.

Das Problem ist,

daß die Technologie auch von seit Jahrzehnten auf Elektronik spezialisierten Konzernen recht gut zu beherrschen ist und diese in diesem Bereich sogar über mehr Erfahrung in der Optimierung verfügen.

Für Kodak war dieser ganze Bereich eher neu und vor allem ohne jeden Bezug zum bisherigen Geschäftsfeld.

Was die Elektroniker nicht so gut können (zB Optik) kaufen sie einfach zu.

Die klassischen Kamerahersteller hingegen kaufen die Elektronik von Spezialisten zu (oder entwickeln selbst).

Für Kodak war in dem ganzen Spiel kein Platz mehr.

Gast: Kulturbanausenaufspührer
24.08.2012 09:40
1 2

Kodak = Foto´s

Die Firma dürfte doch bei dem größtem Teil der Bevölkerung nur in Sachen Fotos bekannt sein. Die Aushängesparte wird aufgegeben und das Unternehmen wird unbekannt :-)... Ich finde es immer wieder witzig, wie einseitig (bzw. zum Kurzdenker erzogen) doch Managerausbildungen sind :-) :-) :-) Wobei ich es sogar in diesem Fall verstehe, dass die Sparte verkauft werden soll...

Antworten Gast: international_
26.08.2012 07:28
1 0

Re: Kodak = Foto´s

ist aber auch nicht so leicht, die richtigen managemententscheidungen zu treffen, wenn ihnen der umsatz der stammsparte des unternehmens zusammenbricht.

natürlich könnte man sagen, sie hätten es rechtzeitig vorher ahnen können, aber die geschwindigkeit, mit der digi die fotografie erobert hat, haben viele fachleute nicht richtig eingeschätzt - nicht nur kodak.

optimistisch finde ich aber, zu glauben, dass ein käufer für den sterbenden markt filme einen namhaften betrag zu zahlen bereit ist.


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Re: Re: Kodak = Foto´s

Filme sind sicherlich stark rückläufig, nicht aber Fotopapier. Das wird nach wie vor für Fotoausarbeitung gebraucht. Ich glaube sogar mehr als früher.

Antworten Gast: name ohne gast
24.08.2012 21:45
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Re: Kodak = Foto´s

stumme apostrophose ...

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Re: Re: Kodak = Foto´s

Auch "Deppenapostroph" genannt ...

Gast: Keine Träne wert!
24.08.2012 09:32
6 5

Ein Zeitalter ist längst am Horizont versunken...

Das Zeitalter der analogen Photographe ist endgültig vorbei, mit der Verfügbarkeit von Haselbad im hochauflösenden Bereich für die Werbephotographie ist damit auch die letzte Mauer gefallen, übrig bleiben nur mehr ein paar Nostalgiker und Liebhaber...

Im Unterschied von vielen anderen Dingen treuere ich hier keine Träne nach, sowohl die Umweltbelastung als auch die Rohstoffverwendung waren eine einzige Katastrophe, zur besten Zeit konnte man im Rhein ohne Probleme Filme entwickeln.

Dazu kommt ein weiterer Vorteil, die sofortige Verfügbarkeit des Materials durch die digitale Photographie, ein sehr wesentliches Argument auch im Profibereich.

Und mit der Verfügbarkeit der Leica M ist selbst die monochrome Photographie im professionellen Bereich endgültig Geschichte.

Für den Hobby und Amateur war und ist analoge Photographie ohnedies zu teuer und der hat hier einen enormen Zuwachs erfahren der sonnst niemals möglich gewesen wäre!

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Re: Ein Zeitalter ist längst am Horizont versunken...

Noch deutlicher kann man nicht zeigen, daß man keine Ahnung hat.

Re: Ein Zeitalter ist längst am Horizont versunken...

... ja genau, deswegen ist Kodak insolvent, Schwachsinn! Stammtischwissen und dann aus...
Kodak verliert Marktanteile in der Filmherstellung weil Sie den technologischen Fortschritt im Digitalbereich verschlafen haben...

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Re: Re: Ein Zeitalter ist längst am Horizont versunken...

Stammtischwissen bringt es perfekt auf den Punkt. Sonst kann man die halb fertig gedachten Ansätze des Posters nicht wirklich erklären. Er ist wohl so einer, der glaubt alles zu wissen und letztendlich nirgends durch blickt.

2 0

Re: Re: Re: Ein Zeitalter ist längst am Horizont versunken...

Meine lieben Kritiker. Was stört euch an diesem Artikel. Nur Schimpfen und nicht argumentieren lässt Euch einfach nur dumm aussehen! Wenn Ihr etwas wisst, dann schreibt es klar und deutlich oder lasst es bleiben, ihr Wichtigtuer!

Wer braucht heute noch Film??


Antworten Gast: undich
24.08.2012 09:32
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Re: Wer braucht heute noch Film??

mehr als man glaubt

aber
weniger als man gern hätte


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Re: Re: Wer braucht heute noch Film??

Warum ist dann Kodak insolvent? Mit den anderen Filmherstellern sieht es nicht anders aus, bzw. haben sich rechtzeitig von diesem Markt zurück gezogen. Die Nachfrage ist offensichtlich stark gesunken....

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Re: Re: Re: Wer braucht heute noch Film??

Wohl primär deswegen, weil die mehr Pensionisten mit fetten Pensionsverträgen haben als die ÖBB.

Hobbyökonom