China will seine Reserven an Seltenen Erden aufstocken und verknappt die weltweit begehrten Rohstoffe damit zusätzlich. Die für die strategischen Reserven zuständige staatliche Behörde wolle 18.000 Tonnen Seltene Erden vom größten Produzenten des Landes kaufen und einlagern, berichtete die chinesische Zeitung "National Business Daily" am Freitag. Laut Bericht einer anderen Zeitung hat die Behörde bereits mit dem Aufkauf begonnen.
Als seltene Erden werden 17 chemische Elemente bezeichnet, die für die Industrie wertvolle Eigenschaften besitzen. Sie werden etwa benötigt, um Computer, Mobiltelefone, Batterien oder Flachbildschirme zu fertigen. Sie kommen auch in Windanlagen, Raketen, Elektroautos und vielen weiteren Gütern zum Einsatz. Bisher entfallen mehr als 90 Prozent der weltweiten Förderung auf China, das damit ein Quasimonopol besitzt.
Die Volksrepublik hatte vor einiger Zeit begonnen, den Abbau und den Export der wichtigen Rohstoffe einzuschränken. Das Land begründete dies mit Umweltschutz und dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung. Viele Abnehmer, darunter Deutschland, werfen China allerdings vor, damit sein Monopol auszunutzen. Die Europäische Union, die USA und Japan hatten daher kürzlich bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf die Einrichtung eines Schiedsgerichtes beantragt, das über die Exportbeschränkungen entscheiden soll. Am Mittwoch hatte China die Exportquoten allerdings leicht erhöht.
(APA/AFP)
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