18.05.2013 14:01 Merkliste 0

Auch Hollande macht Griechen keine Zusagen

25.08.2012 | 15:28 |   (DiePresse.com)

Frankreichs Präsident Hollande fordert "glaubwürdige" Reformanstrengungen von Athen. Zur Diskussion über neue Fristen äußert er sich nicht.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wie bereits die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel am Vortag hat auch Frankreichs Präsident Francois Hollande am Samstag Griechenland keine konkrete Hoffnung auf Lockerungen beim Sparpaket gemacht. Nach einem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras vermied Hollande in seiner Stellungnahme inhaltliche Festlegungen. Auch zur Diskussion über neue Fristen für Griechenland sagte Hollande nichts.

Samaras will zwei Jahre Aufschub für das griechische Sparpaket. Nach dem Gespräch mit Hollande zeigte er sich zuversichtlich: "Griechenland wird es schaffen, in der Eurozone zu bleiben."

Athen müsse die "Glaubwürdigkeit" seiner Reformanstrengungen unter Beweis stellen, betonte Hollande. Die Frage nach einem Verbleib Griechenlands in der Eurozone stelle sich nicht: "Griechenland ist in der Eurozone und Griechenland muss in der Eurozone bleiben." Die griechische Regierung müsse jedoch beweisen, dass sie entschlossen sei, ihre Ziele zu erreichen und dazu "den gesamten Weg gehen". Zugleich müsse Athen sich bemühen, die Reformen in einer Form umzusetzen, "die für die Bevölkerung erträglich ist", sagte Hollande.

FDP und CSU "verantwortungslos"

Am Freitag war Samaras in Berlin mit der deutschen Bundeskanzlerin zusammengekommen. Auch Merkel versicherte, dass Griechenland Teil des Euroraums bleiben solle. Zugleich forderte sie die Einhaltung der Sparverpflichtungen durch Athen.

In Deutschlands Regierungsparteien wird der Streit über weitere Finanzhilfen für Griechenland schärfer: Der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat FDP und CSU "Verantwortungslosigkeit" in der Griechenland-Diskussion vorgeworfen. Namentlich kritisierte Laschet im Reuters-Interview den deutschen Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und den bayerischen Finanzminister Markus Söder (CSU).

"Es ist völlig unverantwortlich, wenn von außerhalb Griechenlands ein Austritt herbeigeredet wird - besonders von einem Wirtschaftsminister." Wenn Rösler sage, ein Austritt hätte seinen Schrecken verloren, übersehe er die Dimension der Entscheidung. Es drohe etwa die Destabilisierung eines Nato-Partners, worauf Russland nur warte. "Ist uns das alles egal? Es hängt also sehr viel mehr an einer Entscheidung als nur die Frage, ob Griechenland die Kriterien erfüllt", warnte Laschet unter Hinweis auf den im September erwarteten Troika-Bericht von IWF, EZB und EU-Kommission.

Der Chef des größten CDU-Landesverbandes lobte stattdessen das klare Bekenntnis Merkels zu einer weiteren griechischen Euro-Mitgliedschaft. "Die Aussage der Kanzlerin war sehr wichtig, dass man alles tun will, um Griechenland in der Eurozone zu halten", betonte Laschet mit Blick auf das Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras. "Jedenfalls hat die Kanzlerin die Debatte auch in der Koalition beendet, ohne über ein Ausscheiden Griechenlands zu spekulieren", fügte der CDU-Politiker hinzu. Am Samstag hatte allerdings CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt erneut von einem unabwendbaren Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone gesprochen, der auch "Grexit" genannt wird.

Scharfe Kritik an der CSU und deren Forderungen nach einem Austritt Griechenlands kam am Samstag auch von Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle von der FDP. "Es ist falsch, vor dem Bericht der Troika ohne ausreichende Faktenlage über Griechenland zu urteilen", sagte Westerwelle in Oslo. "Das Mobbing gegen einzelne Euro-Länder aus parteipolitischem Kalkül muss aufhören."

(APA/Reuters/dpa)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

77 Kommentare
 
12 3

Aussage von CSU-Generalsekretär: "Ich sehe Griechenland 2013 nicht mehr in der Eurozone"

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/481935_Panikmache-Euro.html

One Way Ticket!

Hoffentlich wurde er mit einem One way Ticket ausgestattet. Gute Reise nach Athen, Herr Samaras. Beehren Sie uns bitte nicht wieder!Gute Reise.

Warten auf die Troika?

Die sind doch schon Anfang August hingefahren und dann 2 Wochen später nochmals. Offiziell wurde nichts verlautbart, nur gemunkelt. Ad infinitum wird gesagt nach dem nächsten Troika Besuch weis man mehr...

Gast: Vollkorrupter
26.08.2012 15:23
1 0

Samaras kehrt ohne Zusagen heim

Das glaubt doch kein Mensch hinter denn Kulissen ist sicher wieder ein Kuhhandel abgelaufen. Genau wie damals mit Schäuble und Portugal. Oder wie mit Brüderle und der Atommafia im Hinterzimmer.
Veralbern können wir uns selber auch.


Re: Blick in unsere Zukunft gefällig? Bitte sehr:

Ja und? Sprecht doch über die Wirtschaft in Griechenland die systematisch seit Jahrzehnten massivst Steuer hinterzieht, an das Beamtenheer das 30& Lohnerhöhung kurz vor Ausbruch der Kriese erhielt, die 0-Einkommenskönige die Millionen in die Schweiz und nach Österreich transferiren etc. etc. - hier die Mitleidsmasche zu fahren zieht nicht mehr !

EU u.Eurokrise...

Einige EU Länder ließen, lassen sich von anderen EU Ländern quersubventionieren. Damit finanzieren sie ihre großen Bürokratien, Militärausgaben und lockeren Sozialsysteme und Frühverrentungs-Systeme (in anderen Staaten erst ab 65 od.67 J. möglich).

In südlichen Ländern u./od.sozialistsicher Dominanz hat man eben ein anderes Selbstverständnis.

ZUm griechische Dilemma: abnehmen müssen und gleichzeitig viel " fressen " wollen, eine Art Wunderdiät vielleicht.
Obwohl die griechischen Zahlen relativ klein im Verhältnis zur Belastungskapazität Europas sind, ist Griechenland doch ein Synonym dafür, was in vielen europäischen Ländern (meist unter sozilalist.Einfluss) seit der Euro-Einführung abgelaufen ist.
Die Frage ist nur: hebelt bereits Griechenland unsere sozialistisch dominierte EU aus oder wird es Spanien tun.
Spannend, allemal.

Gast: pedrobergerac
26.08.2012 13:07
2 1

Nun tritt Plan B in Kraft

Würde der griechische Staat (und damit meine ich nicht die korrupten Politiker)), wie es ihm eigentlich zustände, sein eigenes Geld aus der Luft schöpfen und dieses Monopol NICHT den Privatbanken überlassen,müsste er es sich nicht für teures Geld = ZinsesZins borgen und die Griechen bräuchten dann ALLE KEINE Steuern zu bezahlen. Vor allem hätten sie dann KEINE SCHULDEN mehr.

Ihr GANZES Leben würde dann nicht von der korrupten Politik, und schon gar nicht mehr von den korrupten Notenbanken bestimmt. Das einzigartige Betrugssysten hätte endlich ein Ende und die Krise wäre vorbei.

Übrigens: Der ESM hat nahezu die gleichen Strukturen wie die FED. Die Versklavung wird damit auf EU Ebene hochgefahren.

Antworten Gast: prison planet
26.08.2012 14:20
2 1

Re: Nun tritt Plan B in Kraft


Ganz richtig, und sie wussten, was sie tun, als sie den ESM unterzeichneten. Und unser Herr Bundespräsident auch.
Husch, husch wollen sie Souveränität nach Brüssel abgeben. Gerade jetzt, wo so viele zu fragen beginnen, warum sich denn der Staat bei den Banken verschuldet und das Geld nicht selber schöpft.

Wenn dann eh irgendwer in Brüssel zuständig ist, wer genau weiß ma ned, kann keiner was dafür, nix gewußt, gehört, gesehen.

Diesmal kommen sie nicht aus, unsere Politdarsteller.

Gast: Durchblick
26.08.2012 12:31
6 1

Reinen Tisch machen


Das darf so nicht weiter gehen. Seit mehr als zwei Jahren das Dauerkrisen - Gesabbere.

Der Euro war in dieser Form eine Schnapsidee.

Soll das jetzt bis in alle Ewigkeit so weiter gehen, das halb Europa zittert, wenn eines der Länder Schwierigkeiten hat, die Wähler den "Falschen" wählen.

Das Hirngespinst vom europäischen Superstaat läßt sich nicht durchsetzen.
Den demokratisch gewählten Mr. Europa wird es nie geben, und wer würde einen Barosso, van Rompuy, und wie sie alle heißen, denn wollen.
Die Deutschen würden nie einen Griechen wählen, und die Franzosen keinen Deutschen, usw.

Statt alle weiter immer tiefer hinein zu reiten, und via ESM uns und unseren Kindern den Strick um den Hals zu legen, müssen wir schauen, wie wir da mit heiler Haut wieder raus kommen.

Wir sind nicht die Sklaven der Finanzindustrie. Es geht nur mehr ums Geld. Täglich werden wir mit unvorstellbaren Summen bombardiert, für die wir irgendwie zuständig sein sollen.

Unter diesen Umständen ist eine positive Weiterentwicklung nicht möglich.

Die Bundesregierung soll endlich Klartext reden, wo die Reise hingehen soll. Wenn sie der Meinung sind, wir sollten Souveränität abgeben, dann sollen sie dazusagen, wozu das gut sein sollte, schließlich haben sie ihren Amtseid auf die Republik Österreich geleistet, und nicht den Bilderbergern oder sonstwem.

Gast: utopisch
26.08.2012 12:13
0 2

euro austritt

mich würde interessieren, wie man in ö mit folgendem szenario umgehen würde.

deutschland - bzw. dessen bürger - wollen die griechenhilfe nicht mehr mittragen und zwingen d aus der eurozone auszutreten, um das fass ohne boden (griechenland, spanieren, portugal, und wer weiss, was da noch kommt) nicht weiter mitfinanzieren zu müssen.

hängt sich ö an d an oder sind wir so stark, dass wir diese lappalie als dann einer der wenigen nettozahler gemeinsam mit luxenburg und anderen stemmen??? d war ja (ja ja die gesetzteslage dort ist etwas anders) bzgl. esm/fiskalpakt (noch) nicht zu vorauseilendem gehorsam bereit ...

Gast: utopisch
26.08.2012 12:12
0 2

euro austritt

mich würde interessieren, wie man in ö mit folgendem szenario umgehen würde.

deutschland - bzw. dessen bürger - wollen die griechenhilfe nicht mehr mittragen und zwingen d aus der eurozone auszutreten, um das fass ohne boden (griechenland, spanieren, portugal, und wer weiss, was da noch kommt) nicht weiter mitfinanzieren zu müssen.

hängt sich ö an d an oder sind wir so stark, dass wir diese lappalie als dann einer der wenigen nettozahler gemeinsam mit luxenburg und anderen stemmen??? d war ja (ja ja die gesetzteslage dort ist etwas anders) bzgl. esm/fiskalpakt (noch) nicht zu vorauseilendem gehorsam bereit ...

Antworten Gast: Vogel Strauss
26.08.2012 16:38
0 0

Re: euro austritt

Utopisch, wirklich ... vorher kommt der versammelte Club Med mit der Nazi-Keule und D ist wieder ganz brav!

Gast: Wasserlaeufer
26.08.2012 11:30
3 2

Irgendwie imponieren mir die griechischen Politiker.

Sie wollen die Not der Bevoelkerung mit auslaendischer Hilfe lindern.

Bei uns ist gerade das Gegenteil der Fall.
Da wird den Aermsten noch alles weggepfaendet
bei der Rueckestattung der Mindestentsicherung um
damit dann Pleitestaaten wie Griechenland zu helfen.


Antworten Gast: wd
26.08.2012 16:39
0 0

Re: Irgendwie imponieren mir die griechischen Politiker.

Ich sehe das gerade andersherum. Damit die Eliten weiterhin keine Steuern zahlen müssen wird der Durchschnittsbevölkerung der Hahn abgedreht. Mit den dann vorgeführten Jammergestalten lässt sich dann weiterhin Hilfe aus dem Ausland lukrieren. Man liest nichts davon, dass die griechische Finanz beim längst überfälligen Steuereintreiben bei den Reichen irgenwelche Anstalten macht oder verhindert, dass von lt. Steuererklärung Bitterarmen Millionen ins Ausland transferiert werden.

Gast: gast_1
26.08.2012 11:00
1 0

Stil??

"Griechen - Premier" ?

Was soll das für ein Stil sein?
Der Versuch die Kronen-Zeitung zu untertreffen?

Warten auf die Troika? Lächerlich!

Die Troika ist ein parteiisches Gremium. EZB, IWF und EU wollen GR unbedingt im Euro halten.Daher wird im "Gutachten" stehen: "GR unternimmt alle Anstrengungen", "ist auf gutem Wege", "wird 2020 wieder an die Finanzmärkte zurückkehren" etc.etc.
Und die Finanzminister werden es abnicken und weitere Zahlungen freigeben.

Auf diese Weise wurden für GR allein 750 Milliarden Euro "verbrannt", und das völlig nutzlos! Lt. dem ehem. Parlamentspräsidenten Dr. Sulik http://www.unzensuriert.at/content/008650-Solidarit-t-mit-Griechenland-konkreten-Zahlen

Müssen wir unbedingt Strache, Buchner oder Strohsack wählen, um endlich mit diesem Irrsinn Schluß zu machen?

Thilos Sarrazin hat recht: "Europa braucht den Euro nicht". Und AT noch weniger!

Daher raus aus dem Euro!


Gast: Der Ahnungslose
26.08.2012 10:35
1 3

Schnellkurs: "wie wiederbelebt man ein totes pferd...?!"

die EU kann machen was sie will - und wir können schreiben was wir wollen. aber ohne diesem schnellkurs und dessen realer umsetzung werden wir scheitern. ICH FORDERE: PFERD, LEBE !!!

Gast: Markus Trullus
26.08.2012 08:54
2 4

warum

Der Skandal liegt nicht bei den griechischen Bürgern, sie wurden das "Opfer" unverantwortlicher Gewerkschaften und Parteien (weiß schon, das gibts nirgends anders;-0), sondern vorrangig in den "Reichen" dieses Landes, die alles was nicht niet und nagelfest ist,ins Ausland transferierten. Bei einer 50% EKS wäre schon viel getan.... Aber wo wäre das anders? In Osiland??? Na geh...

Re: warum

Na ja, bei einem Volk, wo sich jeder seiner Steuerpflicht entwindet und jeder zehnte Pensionist eine erfundene Identität hat, fällt es mir schwer nur Opfer zu sehen. Außerdem ist das Klientel das eigentliche Wesen einer Klientelwirtschaft. Und ein jedes Klientel besteht aus vielen vielen Menschen.

Einfach nur die Reichen besteuern ist immer die simple Losung aus Reihen der Linken, deren Ahnungslosigkeit mich immer wieder auf ein Neues erschüttert. Das Problem der Griechen ist ja, dass mangels einer real existierenden Finanzverwaltung und einer allgegenwärtigen Korruption (FAKELAKI) bislang die gegebene Steuerpflicht nicht durchgesetzt werden konnte.

Gast: walter 3
26.08.2012 08:28
3 2

Wenn

ich das grinsende Gesicht von Samaras kann ich mir schon vorstellen wer über den Tisch gezogen worden ist.

Re: Wenn

Zumindest unseren Faymann hat er eingewickelt.

Ist doch auch schon ein Erfolg, nicht wahr?

Hat das mit dem Bürgen doch(noch) nicht funktioniert!


„Es ist völlig unverantwortlich, wenn von außerhalb Griechenlands ein Austritt herbeigeredet wird – besonders von einem Wirtschaftsminister“

ich wuerde es anders ausdruecken:
„Es ist völlig unverantwortlich, wenn von außerhalb Griechenlands unbegrenzt Geld hineingeschaufelt wird – besonders von einem Wirtschaftsminister“

Gast: ROT/Geistesblond
26.08.2012 06:34
5 0

Auf kosten des Volkes

Keine Geschenke für Griechenland aus Berlin und Paris.Besser wäre Hr.Samaras er wäre zu uns gekommen, den unser BK hätte ein offenes Ohr für Griechenland gehabt,und hätte einer Verlängerung zugestimmt.(lt.Medien)Macht nichts kostet ein paar Mille für Österreich mehr,aber macht doch nichts,dafür sparen wir bei den Pensionisten was ein.Die roten haben immer schon ein offenes Ohr für jeden gehabt nur nicht für das eigene Volk.Gilt natürlich auch fürs Geld,gehört zwar dem Steuerzahler aber ist ja Wurst.Für unsere Freunde Weltweit ist uns nicht`s teuer genug.

12 2

Der größte Raubzug der Geschichte

Der Euro basierte von Anfang an auf falschen Versprechungen, Lügen und Legenden. Mittlerweile gibt es kaum noch Gesetze oder Vereinbarungen, die nicht gebrochen wurden. - Was Politiker verschweigen: Bei den beschlossenen Rettungspaketen und Rettungsschirmen handelt es sich um die größtangelegteste Enteignungsaktion aller Zeiten.

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10681-der-groesste-raubzug-der-geschichte

 
12 3

Hobbyökonom