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Douglas offenbar vor Übernahme durch US-Investor

28.08.2012 | 08:55 |   (DiePresse.com)

Das US-Unternehmen Advent soll sich nach einem Zeitungsbericht mit den wesentlichen Eigentümern Oetker-Gruppe und Müller geeinigt haben. Ein Angebot von 38 bis 40 Euro je Aktie sei geplant.

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Der deutsche Handelskonzern Douglas mit seinen Parfümerien und der schwer angeschlagenen Thalia-Buchhandlung könnte nach einem Zeitungsbericht in die Hände des US-Investors Advent geraten. Die "Financial Times Deutschland" berichtet unter Berufung auf Finanzkreise, das US-Unternehmen habe sich bereits mit der Oetker-Gruppe und dem Drogeriemarkt-Betreiber Erwin Müller geeinigt, die beide beträchtliche Anteile an dem Hagener Konzern halten. Geplant sei ein Übernahmeangebot von Advent zum Preis von etwa 38 bis 40 Euro je Douglas-Aktie. Eine Bestätigung dafür war zunächst nicht zu erhalten.

Zu Douglas gehören auch die Süßwarenkette Hussel, die Juweliergeschäfte Christ und die Modehäuser Appelrath-Cüpper. Die Buchhandlungen von Thalia haben angesichts der Internet-Konkurrenz mit Problemen zu kämpfen und drückten den Konzern insgesamt in die roten Zahlen. Zuletzt hatte die Unternehmensleitung jedoch den Kurs auf Sanierung von Thalia gesetzt. In den vergangenen Monaten war aufgrund von Äußerungen der Gründerfamilie Kreke spekuliert worden, dass der ganze Konzern übernommen und von der Börse geholt wird.

Widersprüchliche Aussagen

Eine mit den Verhandlungen vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Montagabend hingegen, es sei noch keine Einigung erzielt worden. Ein Abschluss der Gespräche bis nächste Woche sei unwahrscheinlich, sie könnten auch noch scheitern.

Ein Angebot von 38 bis 40 Euro würde Douglas mit 1,5 bis 1,6 Milliarden Euro bewerten. Der genannte Preis sei eher zu hoch gegriffen, hieß es im Umfeld des Finanzinvestors. Am Montag gingen die Anteilsscheine mit 33,75 Euro aus dem Xetra-Handel.

Einigung mit zwei Eigentümern notwendig

Advent verhandelt bereits seit längerem mit den Anteilseignern von Douglas und hat es auf eine Mehrheitsbeteiligung abgesehen, um seine Umbaupläne für die Parfümerie-, Schmuck- und Buchhandelskette zu realisieren. Um sich mehr als 50 Prozent der Anteile zu sichern, müsste sich Advent mit dem Drogerieunternehmer Müller und dem Familienkonzern Oetker einigen. Müller hält 10,8 Prozent an Douglas und hat über Optionen Zugriff auf weitere 15 Prozent der Anteile. Oetker gehören 25,81 Prozent an Douglas. Die Douglas-Gründerfamilie Kreke besitzt 12,7 Prozent an dem Konzern.

Douglas-Vorstandschef Henning Kreke hatte zu Jahresbeginn Aufsehen erregt, als er Überlegungen offenbarte, das Unternehmen mit Hilfe von Finanzinvestoren von der Börse zu nehmen, weil es unterbewertet sei. Zuletzt hatte Kreke das Vorhaben relativiert, doch die Übernahmegerüchte um den Konzern hielten sich.

(APA/dpa/Reuters)

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1 Kommentare
Gast: gast:1
28.08.2012 09:51
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jeder soll machen was er für richtig hält...

aber wenns dazu kommt, ist das für mich ein guter Grund nicht mehr bei dieser Firma einzukaufen...

Hobbyökonom