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Daimler: Neuer Stadtlieferwagen soll Wachstum antreiben

28.08.2012 | 11:08 |   (DiePresse.com)

Der Autokonzern will schneller als der weltweite Transporter-Markt zulegen. Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen soll um vier Prozent zunehmen.

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Der deutsche Autokonzern Daimler will in den kommenden Jahren mit Hilfe eines neuen Stadtlieferwagens und einer stärkeren internationalen Präsenz schneller als der weltweite Transporter-Markt wachsen. Bis Ende dieses Jahrzehnts werde die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen bis 7,5 Tonnen rund um den Globus jährlich voraussichtlich um mehr als vier Prozent wachsen, sagte der Chef der Daimler-Sparte Mercedes-Benz Vans, Volker Mornhinweg in Kopenhagen. "Wir werden an diesem Wachstum teilhaben, und zwar überproportional", sagte der Daimler-Manager bei der Vorstellung des gemeinsam mit dem französischen Partner Renault entwickelten Stadtlieferwagens Citan.

Mit dem ab September in der EU, Türkei, Norwegen und Australien erhältlichen Lieferwagen für Gewerbekunden konkurriert Daimler unter anderem mit dem VW Caddy und dem Citroen Berlingo und füllt eine seit Jahren bestehende Lücke in seiner Angebotspalette. Stadtlieferwagen werden in Europa immer beliebter: Mittlerweile werden davon jährlich gut 700.000 Fahrzeuge verkauft. Von diesem Kuchen will sich Daimler ein Stück abschneiden und kalkuliert durch die Markteinführung des Citan mit einem Marktanteil von vier bis fünf Prozent.

Transporterbranche insgesamt schwach

Im ersten Halbjahr dieses Jahres bekam Daimler allerdings die Unsicherheit der Kunden über die weitere Konjunkturentwicklung und die daraus resultierende Investitionszurückhaltung zu spüren: Der Transporter-Absatz der Schwaben schrumpfte um drei Prozent auf knapp 81.000 in Westeuropa verkaufte Fahrzeuge, weltweit sanken die Verkaufszahlen um ein Prozent auf gut 120.500 Fahrzeuge. Dadurch verringerte sich auch der operative Gewinn der kleinen Sparte Mercedes-Benz Vans um vier Prozent auf 365 Millionen Euro, obwohl der Umsatz in der ersten Jahreshälfte um sieben Prozent auf 4,5 Milliarden Euro zulegte. Zum Vergleich: Der gesamte Daimler-Konzern setze in den Monaten Jänner bis Juni knapp 56 Milliarden Euro um und erwirtschaftete einen operativen Gewinn von annähernd 4,4 Milliarden Euro.

Härter als Mercedes-Benz traf es die Transporter-Branche in Westeuropa insgesamt, da die Zahl der Neuzulassungen von mittelgroßen und großen Lieferwagen in der ersten Hälfte dieses Jahres um sechs Prozent schrumpfte.

(APA/Reuters)

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