Bei der deutschen AUA-Mutter Lufthansa laufen die Vorbereitungen auf erste Streiks der Flugbegleiter auf Hochtouren. Bereits die bloße unbestimmte Ankündigung habe die Passagiere verunsichert, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft am Mittwoch in Frankfurt. Dann komme es üblicherweise auch zu Umbuchungen oder Stornierungen, die sie aber derzeit nicht beziffern könne.
Die deutsche Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hatte nach dem Scheitern der Kollektivvertragsverhandlungen am Dienstag erklärt, sie bereite unbefristete und flächendeckende Arbeitsniederlegungen vor. Zunächst aber sollten die 19.000 Stewards und Stewardessen "zeitlich und örtlich begrenzt" in den Ausstand treten. Die Gewerkschaft fordert nicht nur fünf Prozent mehr Lohn, sondern stemmt sich auch gegen den Sparkurs des Unternehmens.
Lufthansa werde alle technischen Möglichkeiten nutzen, ihre Kunden über mögliche Flugausfälle zu informieren, sagte Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels. Man sei durchaus optimistisch, dass auch im Streikfall eine ganze Reihe von Flügen stattfinden könne. So würden die Töchter Cityline, Eurowings und Germanwings nicht bestreikt. Voraussichtlich würden auch nicht sämtliche Lufthansa-Flüge ausfallen.
Im Streikfall werde das Unternehmen die Fluggäste auf verschiedenen Kanälen informieren und ihnen möglichst alternative Reisemöglichkeiten anbieten. Umbuchungen auf andere Fluggesellschaften oder die Bahn seien möglich. Selbstverständlich werde auf Wunsch auch der Ticketpreis für ausgefallene Flüge erstattet. Bartels appellierte an die Fluggäste, vor allem die elektronischen Informationsmöglichkeiten zu nutzen. Aber auch an den Schaltern werde Lufthansa "ihr Bestes geben.
(APA/dpa/Reuters)
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