Die Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen der Lufthansa beginnen ihren Streik am Freitag. "Der Freitag wird der erste Tag sein, an dem konkret gestreikt wird", teilte die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo mit. Die Arbeitsniederlegung der Stewardessen und Stewards beginnt um fünf Uhr und soll acht Stunden dauern. Es sollen alle Lufthansa-Flüge am Flughafen Frankfurt betroffen sein. Fluggäste müssen sich auf erhebliche Behinderungen und Flugausfälle einrichten. Nach Angaben von Ufo-Sprecher Alexander Behrens sollen sowohl Kurz- als auch Langstreckenflüge betroffen sein. In Frankfurt landen und starten täglich 840 Maschinen der Lufthansa.
Der Flughafen ist jedenfalls auf den bevorstehenden Streik vorbereitet. Neben Informationen über Verspätungen und Flugausfälle soll es für die betroffenen Passagier auch Feldbetten und Erfrischungsgetränke geben. Die Billig-Airline Ryanair nutzt den Streik für Eigenwerbung. Sie bringt sich als "Retter für gestrandete Lufthansa-Passagiere ins Spiel. Das Unternehmen fliegt in Deutschland zehn Flughäfen an.
Der Tarifstreit bei der deutschen AUA-Mutter Lufthansa dauert bereits seit gut einem Jahr. Die Gewerkschaft kämpft für höhere Löhne und gegen die Auslagerung von Stellen.
Bord-Servicekräfte sollen Spar-Beitrag leisten
Nach Ansicht des Managements hingegen sind Einschnitte nötig, da Billigfluggesellschaften der Lufthansa in Europa das Leben schwer machen und ihr auf den Fernstrecken Rivalen aus dem Nahen Osten Passagiere abluchsen. Die Airline legte deshalb ein Milliarden-Sparprogramm auf und verlangt nun, dass auch die Bord-Servicekräfte einen Beitrag leisten.
Der Streik werde "an dem Ort stattfinden, wo auch die Verantwortung für das derzeitige Lufthansa-Desaster begann", hieß es von der Arbeitnehmervertretung des Kabinenpersonals.
Die Gewerkschaft Ufo hat am Dienstag die Verhandlungen mit der Lufthansa für gescheitert erklärt und einen unbefristeten Arbeitskampf des Kabinenpersonals angekündigt. Der Airline-Konzern fürchtet nun erhebliche Kosten durch einen Arbeitskampf.
(APA/Reuters/AFP/Red.)
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