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Lufthansa: Flugbegleiter streiken am Freitag in Frankfurt

30.08.2012 | 22:58 |   (DiePresse.com)

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft macht mit ihren Streikdrohungen ernst. In der Früh legen Stewardessen und Stewards in Frankfurt die Arbeit nieder.

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Die Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen der Lufthansa beginnen ihren Streik am Freitag. "Der Freitag wird der erste Tag sein, an dem konkret gestreikt wird", teilte die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo mit. Die Arbeitsniederlegung der Stewardessen und Stewards beginnt um fünf Uhr und soll acht Stunden dauern. Es sollen alle Lufthansa-Flüge am Flughafen Frankfurt betroffen sein. Fluggäste müssen sich auf erhebliche Behinderungen und Flugausfälle einrichten. Nach Angaben von Ufo-Sprecher Alexander Behrens sollen sowohl Kurz- als auch Langstreckenflüge betroffen sein. In Frankfurt landen und starten täglich 840 Maschinen der Lufthansa.

Der Flughafen ist jedenfalls auf den bevorstehenden Streik vorbereitet. Neben Informationen über Verspätungen und Flugausfälle soll es für die betroffenen Passagier auch Feldbetten und Erfrischungsgetränke geben. Die Billig-Airline Ryanair nutzt den Streik für Eigenwerbung. Sie bringt sich als "Retter für gestrandete Lufthansa-Passagiere ins Spiel. Das Unternehmen fliegt in Deutschland zehn Flughäfen an.

Der Tarifstreit bei der deutschen AUA-Mutter Lufthansa dauert bereits seit gut einem Jahr. Die Gewerkschaft kämpft für höhere Löhne und gegen die Auslagerung von Stellen.

Bord-Servicekräfte sollen Spar-Beitrag leisten

Nach Ansicht des Managements hingegen sind Einschnitte nötig, da Billigfluggesellschaften der Lufthansa in Europa das Leben schwer machen und ihr auf den Fernstrecken Rivalen aus dem Nahen Osten Passagiere abluchsen. Die Airline legte deshalb ein Milliarden-Sparprogramm auf und verlangt nun, dass auch die Bord-Servicekräfte einen Beitrag leisten.

Der Streik werde "an dem Ort stattfinden, wo auch die Verantwortung für das derzeitige Lufthansa-Desaster begann", hieß es von der Arbeitnehmervertretung des Kabinenpersonals.

Die Gewerkschaft Ufo hat am Dienstag die Verhandlungen mit der Lufthansa für gescheitert erklärt und einen unbefristeten Arbeitskampf des Kabinenpersonals angekündigt. Der Airline-Konzern fürchtet nun erhebliche Kosten durch einen Arbeitskampf.

(APA/Reuters/AFP/Red.)

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17 Kommentare
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Wir befinden uns

quasi am Vorabend einer monströsen europaweiten Krise, aber das hat sich bis zu den Gewerkschaften leider noch nicht herumgesprochen. Diese sollten durch ihre Streikhetzen die Firmen nicht noch zusätzlich belasten und näher an den wirtschaftlichen Abgrund bringen. In wenigen Monaten könnte die Arbeitslosigkeit ein Vielfaches der momentanen betragen - was dann, liebe Gewerkschafter?

Re: Wir befinden uns

Die Krise ist aber NICHT die Schuld der Arbeitnehmer sondern der Manager die den Hals nicht vollkriegen können, sich selber immer höhere Boni genehmigen.....und wenn dann rote Zahlen am Ende stehen sollen halt die Angestellten auf was verzichten!

So gehts sicher nicht!

Antworten Gast: Halbwissen
30.08.2012 15:20
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Re: Wir befinden uns

Wieso sollten die Flugbegleiter für wenig Geld arbeiten ?

Dann soll doch alles zusammenbrechen !

Jeder unkündbare Beamte und Pensionist bekommt das doppelte zugeteilt.
Ohne Kündigungsschutz muß um 50 Prozent mehr verlangt werden.

Nicht mehr zeitgemäß

Was die Gewerkschaft nicht verstehen bzw. akzeptieren will:

Gehälter von monatlich €7.000 für Flugbegleiter (!) sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Der Markt gibt das einfach nicht mehr her, und die Konkurrenz schläft nicht.

Man kann nur hoffen, dass die Vernunft siegt und die Gewerkschaft an den Verhandlungstisch zurückkehrt, bevor nicht mehr die Gehälter, sondern die Jobs gestrichen werden müssen.

Re: Nicht mehr zeitgemäß

Gehälter derzeit (brutto):
ca. 1.800 Einstieg (nach 3 Monaten Ausbildung)
ca. 7.000 nach vielen Jahren und als Kabinenchef.

Dabei gibt es keinen Unterschied zwischen Wochentagen, Wochenenden und Feiertagen (ca. 16% - oben schon includiert).
Aufenthalte nicht am Heimatflughfen werden mit 42 - 48 Euro vergolten.

Antworten Gast: Erst recht zeitgemäß
30.08.2012 15:36
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Re: Nicht mehr zeitgemäß

Jeden Tag auf einem anderen Kontinent,durchwachte Nächte während des Fluges,durchfliegen mehrerer Zeitzonen,fast jede Nacht in einer anderen Stadt in einem anderen Bett,intensiver UV-Strahlung in 10-12.000 Meter Höhe ausgesetzt. Wenn Sie meinen dass das den Preis nicht rechtfertigt, fliegen Sie halt Coconut Airlines wird sicher billiger sein.Oben geblieben ist noch keiner.

Antworten Gast: gast:xyz
30.08.2012 12:52
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Re: Nicht mehr zeitgemäß

Ich glaube wohl eher, dass die EUR 7000 nicht mehr zeitgemäß sind.
Vermutlich verdienen die meisten brutto nicht einmal die Hälfte - eher wohl nur ein Drittel.
Streik ist oft die einzige Möglichkeit. Überall gibt es für Angestellte und Arbeiter Reallohnverlust die letzen Jahre. Manager schrauben ihre Bonis allerdings rauf. Ein Wunder, dass nicht mehr gestreikt wird.

Re: Nicht mehr zeitgemäß

Vorstandsgehälter von 2.259.890,00€ im Jahr sind auch nicht mehr Zeitgemäss........trotzdem gönnen sich die Lufthansa-Chefs solche.

Aber sparen muss man ja immer bei den Anderen, nie bei sich selber!

Antworten Gast: flymetothemoon.
30.08.2012 12:20
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Re: Nicht mehr zeitgemäß

Darf ich Sie dazu einladen sich die Gesamtsituation anzusehen? 7000 Euro bekommen wenige, die meisten 1300 netto. davon fallen Anreisekosten an weil nun mal nicht 19000 Leute eine Stunde von Frankfurt entfernt wohnen können und vieles mehr. Lesen Sie sich den Geschäftsbericht von 2011 durch, das Managergehalt von Herrn Franz hat sich verdoppelt. 1300 Euro ist nicht zeitgemäß; ich nehme an Sie haben auch Wohnung, Anrecht auf gesundes Essen, eventuell noch Ausbildung nebenbei. Ich muss davon mein Studium finanzieren. Das was hier passiert ist harter Kapitalismus der nichts mit, "wir sind so arm, wir wollen mehr Geld zu tun hat." Es geht um Grundsatzfragen und Vermögensverteilung. und vorallem Habgier auf Kosten aller anderen. Wenn Sie daran interessiert sind mehr zu erfahren kontaktieren Sie mich. Dann würden Sie höchstwahrscheinlich anders argumentieren. Ansonsten bitte solche Kommentare zu unterlassen.

Antworten Gast: flymetothemoon.
30.08.2012 12:17
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Re: Nicht mehr zeitgemäß

Darf ich Sie dazu einladen sich die Gesamtsituation anzusehen? 7000 Euro bekommen wenige, die meisten 1300 netto. davon fallen Anreisekosten an weil nun mal nicht 19000 Leute eine Stunde von Frankfurt entfernt wohnen können und vieles mehr. Lesen Sie sich den Geschäftsbericht von 2011 durch, das Managergehalt von Herrn Franz hat sich verdoppelt. 1300 Euro ist nicht zeitgemäß; ich nehme an Sie haben auch Wohnung, Anrecht auf gesundes Essen, eventuell noch Ausbildung nebenbei. Ich muss davon mein Studium finanzieren. Das was hier passiert ist harter Kapitalismus der nichts mit, "wir sind so arm, wir wollen mehr Geld zu tun hat." Es geht um Grundsatzfragen und Vermögensverteilung. und vorallem Habgier auf Kosten aller anderen. Wenn Sie daran interessiert sind mehr zu erfahren kontaktieren Sie mich. Dann würden Sie höchstwahrscheinlich anders argumentieren. Ansonsten bitte solche Kommentare zu unterlassen.

Antworten Gast: 3OO
30.08.2012 12:15
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Re: Nicht mehr zeitgemäß

jobs streichen ist in unseren hochverschuldeten eu- übersozialstaaten keine bedrohung für die gewerkschaften(noch) bzw. eben für solche leute um die es im speziellen hier geht weil vorher eh die mega- subventionsmaschinerie angeworfen wird !! klar,es wird noch ein böses erwachen geben(auch in den nördlichen eu- staaten) aber vorher werden noch alle ressourcen aufgebraucht werden um die wähler/masse bei laune zu halten ,u./aber dann wenn die "marie" zur neige geht,gute unternehmen ruiniert sind werden die sozialistischen rattenfänger mit trillerpfeifen aufmaschieren u. dem bösen kapitalismus die schuld geben,weil wie auch in griechenland,spanien,portugal etc. in keinster weise die arbeitnehmer etwas für das elend können,in keinster weise !!

Gast: Eleonora K.
30.08.2012 11:42
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Gewerkschaften

wollen jetzt auch noch die Lufthansa ruinieren.

Gast: ztuztu
30.08.2012 10:58
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streiken auf kosten der kunden

auch wenn ich den frust des kabinenpersonals teilweise verstehe, warum haben diese gewerkschaftsversageres keine weniger FEIGEN ARGUMENTE als lächerlich streiken??

streik kostet geld.
streik verhetzt die kunden.
streik verhetzt internes bodenpersonal, die sich beschimpfen lassen können und gar nichts dafür können.

dieses ewige streiken geht mittlerweile gewaltig auf die nerven, anscheinend muss man nun wirklich ryanair buchen, wenn man halbwegs zuverlässig von a nach b kommen möchte weil man termine hat.

Antworten Gast: Johann S
30.08.2012 15:54
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Re: streiken auf kosten der kunden

Hinter einem Dornenbusch still das Schicksal beklagen ,würde niemand beeindrucken.
Diese Gruppe wird schon wissen,was sie tut wegen ihrer Rechte.
Glaube wir können es nicht beurteilen.

Re: streiken auf kosten der kunden

Die buddeln alle am eigenen Grab - und wollen das nicht wahrhaben......

Gast: meilenking332
30.08.2012 08:01
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Überraschung!

Wo begann eigentlich das "Desaster der Auslagerung" ?
>Das man sich vielleicht danach Richten könnte, wo man morgen besser NICHT hinfliegt

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Re: Überraschung!

in berlin!

Hobbyökonom