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Glühbirnen: Komplett verboten, aber weiter zu kaufen

30.08.2012 | 10:54 |   (DiePresse.com)

Ab Samstag sind nun sämtliche Glühbirnen in der EU verboten. Ein Schlupfloch macht allerdings möglich, dass sie weiterhin verkauft werden.

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Ab Samstag (1. September) geht das von der EU verfügte Aus für Glühbirnen in die vierte und letzte Runde. Diesmal betrifft es die 40- und 25-Watt-Glühbirnen. Offiziell gilt nun nach Beendigung des im September 2009 begonnenen Stufenplans, dass Glühlampen mit Leuchtfaden aller Watt-Klassen innerhalb der Europäischen Union nicht mehr erzeugt oder hierher importiert werden dürfen. Lediglich Restbestände dürfen verkauft werden. Hier scheinen manche Elektro-Onlinehändler noch einige Vorräte zu haben.

Selbst die 100-Watt-Lampe, die 2009 aufgrund der Öko-Design-Richtlinie der EU als erste langsam verschwinden hätte sollen, ist weiterhin bestellbar. Wer als Konsument trotz des hohen Stromverbrauchs nicht auf die alte Birne verzichten will, hat ebenso die Möglichkeit, diese in Form einer Speziallampe zu erwerben. Mit dem Verpackungshinweis "Nicht für den Haushalt geeignet" versehen, verstößt der Verkauf nicht gegen EU-Recht. Das hat der ORF Anfang des Monats berichtet.

Die EU-Kommission wollte in der Regelung offenbar für Spezialanwendungen wie in Verkehrsampeln und in der Industrie Platz lassen. Eine Sprecherin des zuständigen EU-Kommissars Günther Oettinger hat aber gegenüber dem ORF angekündigt, dass man sich die Gesetzgebung noch einmal genau anschauen und sie gegebenenfalls verschärfen werde.

Energiesparlampen sind Sondermüll

Das Ziel des Verbots der herkömmlichen Glühbirne war ein geringerer Stromverbrauch und damit ein verminderter, umweltschädlicher Kohlendioxidausstoß. Als stromsparende Leuchtstofflampen enthalten die als Alternative vorgesehenen Energiesparlampen eine geringe Menge Quecksilber und dürfen deswegen nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden. Sie sind laut Umweltbundesamt Sondermüll.

Konsumenten können die Leuchtstofflampen entweder bei den Problemstoffsammelstellen oder direkt beim jeweiligen Händler zurückgeben, so eine Sprecherin des Fachverbandes Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).

Gefahr bei Bruch, neuer Höchstwert kommt

 Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) empfiehlt beim Kauf der sogenannten Kompaktleuchtstofflampen solche mit speziellen Schutzglas zu bevorzugen, um so den Lampenbruch zu vermeiden. Sollte dennoch eine Lampe zu Bruch gehen, sollte der Raunm sofort gelüftet werden. Lüften und fachgerechte Entsorgung binnen einer Stunde nach Lampenbruch führen dazu führe, dass die Quecksilber-Werte der Raumluft wieder auf einen gesundheitlich unbedenklichen Wert sinken würden.

In der EU gilt ein maximal zulässiger Wert von fünf Milligramm pro Lampe. Ab 1. Dezember wird gilt dann ein Höchstwert von maximal 3,5 mg Quecksilber für Lampen mit Leistung weniger als 50 Watt und ab 1. Jänner 2013 dann 2,5 mg für solche mit einer Leistung kleiner als 30 Watt. Wer seine Räumlichkeiten umweltfreundlich und quecksilberfrei beleuchten möchte, dem stehen noch LED-Lampen zur Verfügung.

(APA/red.)

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312 Kommentare
 
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Gast: Kogler Franz
03.09.2012 11:18
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Glühlampenverbot

Wäre es nicht sinnvoller Energiesparlampen mit Quecksilber zu verbieten als Glühlampen?

Antworten Gast: Störrisch...
04.09.2012 17:39
0 0

Ja eh...

...aber jetzt haben die Hersteller der Energiesparlampen aber schon sooooo viel Knödl den EU-Politikern gegeben, die das wahrscheinlich auch schon ausgegeben bzw. fix veranlagt haben.

Ich habe noch nie erlebt, dass korrupte Politiker, die gerne Gesetze zugunsten großen Firmen machen, sagen: Sorry, war gelogen und nur wegen dem Geld...so ich gebs zurück und das Gesetzt gibt es nimma!

Aber ich würde es SEHR gerne erleben...schwöre! :-)

Plastikflaschen

Sowas sollte verboten werden und gleich alle Plastiksackerl. Nur noch komposzierbare Sackerl und Mehrwegglasflaschen. Alle Lebensmittel künftig nur noch in bioligischen und abbaubaren Verpackungen. Weg mit den Jpgjurtbechern.

Antworten Gast: Störrisch..
04.09.2012 17:42
0 0

Wenn die Hersteller der Plastik-Ka**e...

...aber unsere notleidenden AT bzw. EU-Polit-Hanseln so gut bezahlen, ist das schon verständlich!

Daher auch die Hetze nur auf Nikotin und nicht auch auf Alkohol...unsere Politiker sind gute Menschen müssen Sie wissen, daher haben die auch viele Freunde, an die sie ständig denken müssen!

:-(

Gast: Gääähn
02.09.2012 08:56
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Öffentliche Strassen und Tunnels

Anhand der Ausleuchtung der Verkehrsstrassen und Fusswege als auch der Tunnels sieht jeder Laie: erhöhte Unfallgefahr, weil keine Ausleuchtung mehr gegeben ist. Zudem machen diese Lichter in der Öffentlichkeit als auch in Tiefgaragen einen negativen Eindruck auf die Psyche. Mir scheint als wolle die EU bereits tief in die Psyche der Menschen eingreiffen! Geht jetzt davon aus, dass im brüsseler Parlament die Licht schon seit Jahren installiert sind, verwundert es niemanden mehr, dass so eine Politik betrieben wird! Wacht endlich aus Euren Dämmerschlaf auf. Die EU ist nicht die Lösung sondern unser Untergang.

Gast: Besucher
02.09.2012 08:38
1 0

Gast

Das heißt, dass mit 1. September auch die HORRENDEN Anschaffungspreise für LED und Energiesparlampen drastisch sinken werden, da der Markt jetzt bedient wird. Sollte das nicht der Fall sein, zeigt es mir, dass di e Lampenhersteller ein Kartellrecht inne haben, die den Konsumenten knebelt! EU=NEIN "DANKE"

Gast: tg
01.09.2012 16:57
1 1

95% Wärme...

Ich finde es "interessant" dass in allen Berichten die man so hört oder liest darauf hingewiesen wird dass bei Glühbirnen ja 95% der Energie als Wärme abgegeben und somit "verschwendet" werden.

Das passt unglaublich gut zum Ende des Sommers und zum Beginn der Heizperiode. Auf die Idee dass die bei Verzicht auf Glühbirnen "gesparte" Wärmeabgabe 1:1 von der Heizung produziert werden muss kommt leider kein Journalist. Ist auch sehr kompliziert dieser Zusammenhang...

Antworten Gast: Saldo
01.09.2012 19:47
0 0

Re: 95% Wärme...

Heizen sie mit Strom?
Wenn nein, warum nicht? Zu teuer?

Wenn ja, dann hängen ihre Heizkörper hoffentlich nicht an der Decke. Die warme Luft bleibt nämlich oben und von der Wärme die diese produzieren haben sie nicht viel.

Antworten Antworten Gast: tg
02.09.2012 07:53
1 0

Re: Re: 95% Wärme...

Ich glaube nicht dass man eine abstrahlende Wärmequelle wie eine Glühlampe die zB über dem Esstisch hängt mit der gasbetriebenen Zentralheizung und den Heizkörpern an der Wand vergleichen kann.

Die Glühbirne könnte nicht den ganzen Raum heizen, sorgt aber in ihrer Umgebung für Wohlbefinden. Und zwar einerseits durch die abgestrahlte Wärme, und andererseits durch das angenehme Licht (volles Spektrum wie Sonnenlicht, niedrige Lichttemperatur/warmes Licht, kein hochfrequentes Flimmern).

Sobald die Heizperiode beginnt - also dann wenn man auch verstärkt künstliches Licht benötigt - geht der Wirkungsgrad von Glühbirnen (Licht+Wärme) gegen 100%. Und der Skandal ist meines Erachtens dass dieser Fakt komplett ausgeblendet wird.

Natürlich gibt es sinnvolle Einsatzzwecke für (Kompakt-)Leuchtstofflampen - in Büros, Lagern, Werkstätten, in der Außenwerbung usw. wird doch schon lange nichts anderes mehr eingesetzt.
Aber den gesetzlichen Zwang sie überall - insbesondere in Wohnräumen - einzusetzen halte ich für völlig falsch.

Nicht nur die

Energiesparlampen sind Sondermüll, auch die korrupten Brüsseler Technokraten. Die lassen sich von den tausenden Lobbyisten schmieren und schon läft alles "wie geschmiert".

Re: Nicht nur die

Naja, wenn doch die Armen Firmen Philips und Osram bereits Milliarden investiert haben, darf man sie doch nicht einfach hängen lassen.
Quecksilberthermometer wurden verboten, jetzt kommt das Gift in Form von "Leuchtmitteln" doppelt und dreifach zurück.
was bitte soll die Obergrenze pro Lampe, wenn mir z.b. ein 24-strahliger Luster auf den Boden knallt?
Achja: lüften, und bei einer Atombombe eine Zeitung vors Gesicht halten!

Gast: saldo
01.09.2012 14:49
5 0

war heute im Baumarkt ...

... und habe gesehen wie einer im Angstkauf einige 10-er-Packungen Halogen-Glühbirnen in den Korb schaufelte und zu seiner Frau gemeint hatte: "olas wegen der depperten EU"

Re: war heute im Baumarkt ...

ich kanns nicht gwesen sein, ich war ohne Frau dort

Gast: rudi_
01.09.2012 12:09
5 1

Ich würde dem korrupten Pack in Brüssel gerne sagen,

wo sie sich diesen Schrott von Energiesparlampen hinstecken können. Dann hätten wir aber nicht genug Sondermülldeponien.

Gott wie kleingeistig, und provinziell gedacht

1. Wurde die Glühbirne weltweit verboten, durch eine WTO Bestimmung nicht durch die EU.
2. Geht es nicht nur um Haushalte sondern auch um Industrie und Bürogebäude, und hier kann tatsächlich viel Strom gespart werden
3. Setzen sich Menschen wesentlich mehr und schlimmeren Umweltbelastungen als Quecksilber aus, vor allem bei der Tagesdosis die da auf uns zu kommt ist die Konzentration geradezu lächerlich.
4. In den nächsten 5 Jahren interessiert das keinen Menschen mehr, die LED Technologie steht vor dem Durchbruch, wenn LEDs (auch dank Massenabsatz) billiger in der Fertigung werden, werden sie ein attraktiveres Produkt werden als es die Glühlampe jemals war(Stichwort O-LED zb)
5. Man muss nach vorne blicken, niemand hätte je gedacht, dass das Auto jemals das Pferd ablösen würde, Autos waren auch laut, unpraktikabel, da keine Tankstellen, und recht langsam, ganz zu schweigen, dass sie sündhaft teuer waren. Und nun baut unsere globale Zivilisation auf diese Technologie.
6. Diese ewigen Verschwörungstheorien sind sowas von lächerlich, Energiesparlampen, oder Leuchtstoffkörper sind preislich kaum teurer, halten länger(ich weiss man muss jeder Statistik widersprechen um seiner queren Theorie Platz zu schaffen) und brauchen weniger Strom, man MUSS NOCH NICHT auf die LEDs ausweichen.

Re: Gott wie kleingeistig, und provinziell gedacht

und warum konnte man dann nicht die 5 Jahre warten, statt uns mit Quecksilber zu vergiften?
sie Glauben doch nicht wirklich, dass die Leute ihre kaputten energiesparlampen zu einer sondermüllsammelstelle bringen?
selbstverständlich landen die im Hausmüll!

Antworten Gast: Melanchthon
01.09.2012 09:03
13 1

Re: Gott wie kleingeistig, und provinziell gedacht

Die Autos haben sich aber gegenüber den Pferden durchgesetzt, ohne dass die Pferdekutschen verboten werden haben müssen.

Nur so als kleiner Unterschied.

Und ja: Energiesparlampen sind durchaus sinnvoll. Für eine Belauchtung, welche oft und nur kurz betätigt wird, beispielsweise Toilette oder Kasten, ist die Glühlampe aber sinnvoller.

Und zuguter letzt: Ich würde diese Entscheidung gerne selber treffen und nicht von einem "Großen Bruder" getroffen bekommen. Es sind diese Anwandlungen einer Planwirtschaft, welche die EU in ein schlechtes Licht rückt.

Re: Für eine Belauchtung, welche oft und nur kurz betätigt wird, beispielsweise Toilette oder Kasten, ist die Glühlampe aber sinnvoller.

Irrtum! Da ist nämlich LED-Energiesparlampe sehr wohl sinnvoller als Glühbirnen.

1 0

Re: Re: Für eine Belauchtung, welche oft und nur kurz betätigt wird, beispielsweise Toilette oder Kasten, ist die Glühlampe aber sinnvoller.

Dafür auch 20mal so teuer. Und die Preisdifferenz übertrifft die Stromersparnis über die Lebensdauer um einiges. Somit relativiert sich das "sinnvoller" deutlich.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Saldo
01.09.2012 21:10
0 0

Re: Re: Re: Für eine Belauchtung, welche oft und nur kurz betätigt wird, beispielsweise Toilette oder Kasten, ist die Glühlampe aber sinnvoller.

Bitte vorrechnen.

Re: Re: Gott wie kleingeistig, und provinziell gedacht

Leute hängen leider Gottes viel zu sehr an alte Technologien, hätte man früher die Mittel gehabt und die Perspektive, hätte man Pferde ebenso recht rasch verboten, nur gab es früher weder die Produktionskapazitäten, noch die Vorraussicht.

Heutzutage würde niemand mehr einem Pferd den Vorzug geben.

Sie verhalten sich wie der Mensch in Platons Höhlengleichnis...

Re: Re: Gott wie kleingeistig, und provinziell gedacht

Ist es so schwer zu verstehen ? Das GEHT NICHT von der EU aus. Das ist von der WTO ausgegagen und betrifft jedes Land.

4 0

Glühbirnenverbot ist ein Akt von Freiheitsberaubung !!

Hier geht es nicht darum, was besser oder schelchter ist.. es gibt für Vieles immer Vor- und Nachteile..
Es geht darum, dass Menschen über Menschen herrschen, die Menschen vorgeschrieben bekommen, was sie zu tun oder zu lassen haben. Es ist ein Rechtsbruch, sich über andere zustellen und der arroganten Behauptung, es besser als andere zu wissen, Zwang folgen zu lassen. Es ist dabei auch gleichgültig, ob von der WTO oder der EU der Zwang kommt: Menschen herrschen über Menschen - es ist ein Beleg von enormer Kleingeistigkeit, wenn sich diese Organisationen zunehmend in die privaten Belange der Bürger einmischen, anstatt die Rechtsprinzipien zu schützen.

Gast: RA
01.09.2012 07:13
11 0

Ein typisches Beispiel

wie korrupt die Gesetzgeber sind.

Dieses Glühbirnenverbot ist ein gekauftes Gesetz der Hersteller und hat einen 10-fachen Gewinn zur Folge.

Die Zeit wird kommen, wannman uns noch vorschreiben wird welche Glühbirnen wir verwenden dürfen! ;-)

Obiger Satz klinkt wie aus einem Science Fiction Roman und ist doch schon Realität.

Re: Die Zeit wird kommen, wannman uns noch vorschreiben wird welche Glühbirnen wir verwenden dürfen! ;-)

nichts als unfreiheit und interventionisten
zum kacken

die erste aufgabe des staates sollte sein, die buergerrechte ihrer einwohner zu schuetzen
und nicht vorzuschreiben welche gluehbirnen man verwenden darf
als naechstes kommt, dass man 100 watt birnen nur von 9-12 pm einschalten darf, danach nur mehr 40watt und tagsueber 60 watt birnen
w t f ???

 
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