Drei ehemalige Manager der Schweizer Großbank UBS sind am Freitag in den USA des Betrugs schuldig gesprochen worden. Ein Gericht in New York sprach sie wegen Auktionsbetrug bei US-Kommunalanleihen und Verschwörung zum Betrug schuldig, wie das US-Justizministerium mitteilte. Gemäß der Anklage haben die Banker zwischen 2001 und 2006 den Bieterprozess bei Auktionen sogenannter Municipal Bonds und anderer Finanzvehikel der Gemeinden zusammen mit anderen Bankern und Börsenmaklern manipuliert. Dafür sollen sie auch Bestechungsgelder bezahlt haben.
Municipial Bonds sind Anleihen, die in den USA insbesondere von den einzelnen Staaten herausgegeben werden. Mit den Einnahmen werden Investitionen im öffentlichen Sektor finanziert, so für den Bau von Spitälern, Schulen oder Straßen. Die Schadenssumme liege bei mehreren Millionen Dollar, schreibt das Ministerium.
Den drei Verurteilten drohen Strafen von bis zu 30 Jahren Haft sowie Geldstrafen zwischen 250.000 Dollar bis zu maximal einer Million US-Dollar (792.959 Euro) pro Anklagepunkt. Die Strafen könnten sogar noch erhöht werden, schreibt das Ministerium. Möglich sei, diese auf das Doppelte des Gewinns aus dem Betrug je Anklagepunkt zu erhöhen oder auf das Doppelte des Verlusts der Betrogenen. Wann das Gericht das Strafmaß verkünden wird, wurde nicht mitgeteilt.
(APA/sda)
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