Die Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2012 gegenüber dem Vorquartal leicht um 0,1 Prozent geschrumpft. Verantwortlich dafür waren die Exporte, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent.
Die Ausfuhren gingen um 0,7 Prozent zurück - fast alle Sektoren waren betroffen. Einzig der Export von Uhren, Präzisionsinstrumenten und Fahrzeugen stieg an. Impulse kamen vom Konsum. Die privaten Konsumausgaben stiegen im zweiten Quartal um 0,3 Prozent, die Ausgaben der öffentlichen Hand expandierten kräftig um ein Prozent. "Die negativen Effekte der massiven Frankenaufwertung zeigen sich nun deutlich stärker", kommentiert das Institut BAK Basel die Statistik. "Noch problematischer ist allerdings die schwächelnde Nachfrage aus der Euro-Zone", sagt Jan-Egbert Sturm von ETH Zürich laut "FTD.de".
Schrumpft die Wirtschaft auch im dritten Quartal 2012, befindet sich die Schweiz in einer "technischen Rezession". Das BIP würde damit nämlich in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen zurückgehen. Viele Expoerten befürchten, dass ohne eine Lösung der Eurokrise auch die Schweiz eine längere Durststrecke vor sich hat. "Die Schweiz ist Europa - insbesondere Deutschland - auf Gedeih und Verderben ausgeliefert", zitiert "Tagesanzeiger.ch" David Marmet, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank.
(APA/sda/Red.)
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