Die AUA-Mutter Lufthansa steuert mit unvermindertem Tempo auf den ersten deutschlandweiten Streik ihrer Flugbegleiter zu. Für Freitag hat Europas größte Fluggesellschaft 983 von 1.781 geplanten Verbindungen - darunter 32 Flüge von und nach Österreich - gestrichen. Auch vorher und nachher müssen Flüge ausfallen, um das System am Samstag möglichst schnell wieder zu stabilisieren. Hoffnungen auf eine Annäherung in dem Tarifstreit erfüllten sich am Tag vor dem Streik zunächst nicht. Die Deutsche Bahn, Mietwagenfirmen und Konkurrent Air Berlin bereiteten sich auf einen Ansturm der Kunden vor.
Am heutigen Donnerstag fallen bereits knapp 50 Flüge aus, wie die Fluggesellschaft auf ihrer Internetseite mitteilte. Ein Großteil davon betrifft die besonders lukrativen Langstrecken, bei denen die Flugzeuge bereits am Donnerstag in Übersee abfliegen und am Freitag ihr Ziel in Deutschland erreichen sollen.
Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo will die Airline den ganzen Freitag über erstmals an allen Flughäfen bestreiken. Es wäre der dritte Streiktag - zuvor waren die Flugbegleiter in Frankfurt, München und Berlin in den Ausstand gegangen. Zehntausende Passagiere waren an den Airports gestrandet. Allerdings sind nach Aussage eines Lufthansa-Sprechers nicht alle Ausfälle am Donnerstag streikbedingt. Auch im Normalbetrieb müssten immer wieder Flüge wegen technischer Gründe gestrichen werden.
Einigung in letzter Minute unwahrscheinlich
Die Chancen auf eine Einigung in letzter Minute sind nicht hoch - beide Parteien hatten vor dem Arbeitskampf bereits über ein Jahr miteinander um einen neuen Tarifvertrag gerungen. Die Lufthansa bot am Mittwoch noch eine Schlichtung an, allerdings nur unter eng definierten Bedingungen. Diese Auflagen hatte die Gewerkschaft vorher stets zurückgewiesen. Auch auf das jüngste Gesprächsangebot der Lufthansa reagierte Ufo zurückhaltend.
Die Gewerkschaft kämpft für höhere Löhne und gegen die Auslagerung von Stellen. Nach Ansicht des Lufthansa-Managements sind Einschnitte nötig, da die harte Konkurrenz der Airline das Leben schwer macht. Bei Deutschlands größter Fluglinie arbeiten 18.000 Menschen im Bordservice.
(APA/dpa/Reuters)
Lufthansa-Streik: ''Unser Kranich ist keine Gans''
''Angry Birds'': Lufthansa-Personal legt Frankfurt lahm






Inflation, Hyperinflation oder Deflation?Mag. Zareh Mossessian, Trainer der Wiener Börse Akademie
Wenn Ökonomen irren ''Nach Öl bohren? Verrückt''
KreativDie Welt der Werbung
Cash-KaiserDiese Firmen horten am meisten Bargeld
''Plagiarius''Dreisteste Fälschungen ausgezeichnet
UrlaubÖsterreicher im EU-Ranking voran