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Lufthansa streicht am Freitag 1000 Flüge

06.09.2012 | 09:35 |   (DiePresse.com)

Die Gewerkschaft hat zu einem 24-Stunden-Streik an allen deutschen Lufthansa-Standorten aufgerufen. Auch heute fallen rund 50 Flüge aus.

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Die AUA-Mutter Lufthansa steuert mit unvermindertem Tempo auf den ersten deutschlandweiten Streik ihrer Flugbegleiter zu. Für Freitag hat Europas größte Fluggesellschaft 983 von 1.781 geplanten Verbindungen - darunter 32 Flüge von und nach Österreich - gestrichen. Auch vorher und nachher müssen Flüge ausfallen, um das System am Samstag möglichst schnell wieder zu stabilisieren. Hoffnungen auf eine Annäherung in dem Tarifstreit erfüllten sich am Tag vor dem Streik zunächst nicht. Die Deutsche Bahn, Mietwagenfirmen und Konkurrent Air Berlin bereiteten sich auf einen Ansturm der Kunden vor.

Am heutigen Donnerstag fallen bereits knapp 50 Flüge aus, wie die Fluggesellschaft auf ihrer Internetseite mitteilte. Ein Großteil davon betrifft die besonders lukrativen Langstrecken, bei denen die Flugzeuge bereits am Donnerstag in Übersee abfliegen und am Freitag ihr Ziel in Deutschland erreichen sollen.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo will die Airline den ganzen Freitag über erstmals an allen Flughäfen bestreiken. Es wäre der dritte Streiktag - zuvor waren die Flugbegleiter in Frankfurt, München und Berlin in den Ausstand gegangen. Zehntausende Passagiere waren an den Airports gestrandet. Allerdings sind nach Aussage eines Lufthansa-Sprechers nicht alle Ausfälle am Donnerstag streikbedingt. Auch im Normalbetrieb müssten immer wieder Flüge wegen technischer Gründe gestrichen werden.

 

VIDEO: Lufthansa streicht mehr als 1000 Flüge

Wegen des angekündigten Streiks der Flugbegleiter streicht die Lufthansa zwei Drittel der vorgesehenen Verbindungen, sagte ein Sprecher.

Einigung in letzter Minute unwahrscheinlich

Die Chancen auf eine Einigung in letzter Minute sind nicht hoch - beide Parteien hatten vor dem Arbeitskampf bereits über ein Jahr miteinander um einen neuen Tarifvertrag gerungen. Die Lufthansa bot am Mittwoch noch eine Schlichtung an, allerdings nur unter eng definierten Bedingungen. Diese Auflagen hatte die Gewerkschaft vorher stets zurückgewiesen. Auch auf das jüngste Gesprächsangebot der Lufthansa reagierte Ufo zurückhaltend.

Die Gewerkschaft kämpft für höhere Löhne und gegen die Auslagerung von Stellen. Nach Ansicht des Lufthansa-Managements sind Einschnitte nötig, da die harte Konkurrenz der Airline das Leben schwer macht. Bei Deutschlands größter Fluglinie arbeiten 18.000 Menschen im Bordservice.

Lufthansa-Streik: ''Unser Kranich ist keine Gans''

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(APA/dpa/Reuters)

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56 Kommentare
 
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wäre mal interessant, was der Vorstand Hr. Franz so leistet ...

.. für seine ca 2 Mio pro Jahr.

Re: wäre mal interessant, was der Vorstand Hr. Franz so leistet ...

Ers versucht sein Geld beim Personal einzusparen, dann bekommt er noch Prämien für den Schwachsinn!

wäre mal interessant, was der Vorstand Hr. Franz so leistet ...

.. für seine ca 2 Mio pro Jahr.

Gast: Klaus
06.09.2012 20:17
0 0

Gewerkschaft: "Wollt ihr den totalen Streik?!?"

uiuiui

Gast: Wakan Tanka
06.09.2012 19:51
1 0

was nix kost

is nix wert

(cit öst. Leistungsträger)

Gast: handwerker1
06.09.2012 18:57
2 1

Relationen

Liebe Lufthanseaten und andere Gewerkschafts-Flieger

Schaut's Euch doch mal in der freien Wirtschaft um! Ein beliebiger Handwerker - Feinmechaniker, Uhrmacher z.B. - lernt 3 1/2 Jahre und kriegt laut KV vielleicht mal €1.000,-- raus als Berufsanfänger. Wie lange dauert die Ausbildung zum Flugbegleiter für das was man rauskriegt?

Von €4K brutto - selbst mit viel Berufserfahrung kann so ein österreichischer oder deutscher Durchschnittsverdiener nur träumen!

Als Selbstständiger muss ich mich auch nach dem Markt richten und nicht nach dem was ich gerne hätte, zumal mir das FA jedes Jahr von sich aus 4% Steigerung vorschreibt. Ich hab' keine €4K im Monat und wette dass ein durchschnittlicher Flugbegleiter weit nicht auf meine Arbeitsstunden im Monat kommt.

Und jedem Flugbegleiter steht es frei sich in den Vorstand hochzuarbeiten, oder etwa nicht? Dann gibt's auch Millionengage für höheres Risiko.


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Re: Relationen

Prinzipiell, mit ausnahme des letzten Satzes, stimme ich zu.

Aber leider ist es genau der letzte Satz, es ist genau das Abcashen OHNE Risiko, nahezu OHNE Verantwortung der Vorstände, dass diese hohen Gagen NICHT rechtfertigt!!!
Ein guter Manager ist sehr sehr viel Wert, da spielt es keine Rolle, ob 1, 10 oder 50 Millionen im Jahr. -abgesehen vielleicht von der schiefen Optik...

Aber es sind die schlechten Manager, die Versager, die ohne Risiko ein Unternehmen fast an die Wand fahren und dann noch 500.000€ (oder mehr) Ablöse bekommen.
Und hier sollte man sich schon einmal fragen, ob das noch in irgend einer Weise normal ist!!!

Antworten Antworten Gast: handwerker1
07.09.2012 10:41
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Re: Re: Relationen

Stimme Ihnen zu! Aber das Phänomen gibt's überall in der Wirtschaft. Und es dauert leider auch ein Weilchen bis man rausfindet, dass ein Manager nix taugt.
Ich wäre sofort dafür Manager in die Verantwortung zu nehmen so wie's auch bei den Selbständigen ist. Fakt ist aber auch dass 18.000 mal €100,-- gespart unterm Strich mehr ist als 5 mal €200.000,--. Und der grösste Verdiener an den Spitzengehältern ist noch immer der Staat und damit indirekt wir alle ;-)
Aber es stimmt, dass die Lufthansa hier solidarisch alle in die Pflicht nehmen müsste.

Fakt ist aber auch dass 18.000 mal €100,-- gespart unterm Strich mehr ist als 5 mal €200.000,--.

Wäre da nicht der Demotivationsfaktor beim Dienstleistungspersonal!

Und jedem Flugbegleiter steht es frei sich in den Vorstand hochzuarbeiten, oder etwa nicht? Dann gibt's auch Millionengage für höheres Risiko.

Auf welchem Handwerkerplaneten gibt es keine Freunderlwirtschaft???
4.000.- bto ist schon starke Ausnahme und bedingt eine höhere Funktion!
Ich nehme an, sie gehen nach der Arbeit in ihrem Bettchen schlafen und nicht irgendwo auf der Welt zu irgendeiner Tageszeit um zu einer anderen unsäglichen Tageszeit in einem wackeligen Röhrengebilde aus Alu den ganzen Alltag der FBs zu erleiden!?!
Sie verdienen nicht genug, ändern sie es!

Antworten Antworten Gast: handwerker 1
07.09.2012 10:35
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Re: Und jedem Flugbegleiter steht es frei sich in den Vorstand hochzuarbeiten, oder etwa nicht? Dann gibt's auch Millionengage für höheres Risiko.

Sorry, aber gibt's dafür nicht Diäten? Vor ein paar Jahren gab's noch ein Steuergesetz nachdem Selbstständigen ab dem 6. Tag die Diäten wegen "regelmässigkeit" von der Finanz verwehrt wurden. Da hat die Finanz argumentiert wenn Sie ein zweites Mal an den gleichen ort reisen wissen sie ja schon vom ersten Mal wo Sie sich am günstigsten verpflegen können etc. Ihre Argumentation erinnert mich an die Diskussion in Deutschland vor Jahren wegen dem Afghanistan-Einsatz. Wo die Soldaten zwar gut verdienten aber doch bitte nicht in Gefahr kommen sollten erschossen zu werden. Schon mal von Berufsrisiko oder einfach Einschränkungen bei bestimmten Berufen gehört?
Danke - ich bin mit dem Geld das ich hab zufrieden, ich weiß auch wofür ich's krieg. Und ich hab ein gutes Gewissen weil ich weder andere schädige noch deren Arbeit behindere. Vorschlag: Tun Sie sich mit ein paar Kollegen zusammen und gründet's doch eine eigenen Fluglinie. Dann könnt Ihr's Euch richten in welchen Hotels Ihr übernachtet. Ich flieg auch mit Euch wenn die Leistung passt, versprochen!

Diäten?

Diäten bringen mir die Freizeit am Abend, an den Wochenenden mit der Familie zurück???
Wir gründen keine Fluglinie sondern streiken unser Management in den Tod!
Mit den Versagern natürlich auch die maßlosen Aktionäre!

Antworten Gast: Klaus
06.09.2012 20:18
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Re: Relationen

wobei da sicher die wenigsten 4K brutto bekommen (lt. Artikel nach 20 Dienstjahren).

Antworten Gast: gurkenflieger
06.09.2012 19:36
2 1

Re: Relationen

Sie vergessen, dass Flugbegleiter hochbegabt sind. Allein die Pantomime vor dem Flug lässt sich gar nicht mit einem Handwerker vergleichen, das verlangt jahrelanges Training

Gast: Norbert
06.09.2012 18:12
2 1

Streik der Flugbegleiter

Es ist für mich nicht nachvollziehbar wie eine Gewerkschaft wie die UFO mit ihren Mitglieder auf einen Streik längerer Zeit aus ist.
Die Flugbegleiter werden von einem Kunden bezahlt und der heißt Passagier und nicht Lufthansa.
Der Vorstand der Lufthansa sollte die Gewerkschaft UFO für die Enstandenen Kosten zur Verantwortung ziehen.
Ferner könnte der Vorstand auch den streikenden Flugbegleitern eine Arbeitsverweigerung nachweisen, da Sie ihrem Arbeitgeber einen hohen Schaden zuführen.

Re: Streik der Flugbegleiter

umkehrschluss, wenn ihr Chef ihnen weniger Lohn auszahlt dürfen sie sich auch nicht aufregen, denn er ist ja nicht Schuld,es sind ja die Kunden von denen sie bezahlt werden.die Bösen Kunden die Bösen.

Re: Streik der Flugbegleiter

die Flugbegleiter werden das nicht mehr lange durchhalten und nachgeben müssen und von Glück sprechen, wenn die Hansa dann ihnen überhaupt noch etwas anbietet.
und danach kommen die nächsten dran: die Piloten.

... und von Glück sprechen, wenn die Hansa dann ihnen überhaupt noch etwas anbietet.

Schon toll so feuchte Managernachwuchswünsche, nicht wahr?
Wie wäre es, wenn die "Manager" mal ihre Arbeit machen würden und zwischen produktiven und unproduktiven BEreichen unterscheiden? Klar, das würde auch ein Verwaltungsmanagerposten kosten, blöd, na dann lieber nicht!?!

Antworten Antworten Antworten Gast: Martin_S
06.09.2012 22:29
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Re: ... und von Glück sprechen, wenn die Hansa dann ihnen überhaupt noch etwas anbietet.

Beispiel AUA-Piloten. EInfach auf das Kabinenpersonal übertragen. Fertig.

Re: Re: ... und von Glück sprechen, wenn die Hansa dann ihnen überhaupt noch etwas anbietet.

Versuchen sie es mal ohne Alkohol oder Drogen!

Gast: roter baron
06.09.2012 17:22
3 1

kein einlenken

es wird kein einlenken seitens der Lufthansa geben, wenn die Flugbegleiter den Laden kaputtstreiken wollen - bitte sehr, danach gibt es sowieso nur mehr billigstleiharbeiter, welche in einer neugegründeten Lufthansa arbeiten. Von den derzeitigen noch-superverdienern (4000 euro für einen LH Purser) wird keiner mehr übrig bleiben

Re: kein einlenken

was bleibt denn bei 4000€ brutto über, nach steuern und allen Abgaben ,das ist doch von einem gutverdiener noch weit entfernt.

0 0

Re: Re: kein einlenken

Stimmt, aber laut österreichischer Steuer-Definition, ist man bereits ab 4280€ brutto/Monat (*14) Reich und wird fortan mit 50% vesteuert....

Gast: Milton F.
06.09.2012 16:17
8 3

Streik ist die einzige Möglichkeit

Lohnforderungen durchzusetzen.
Die Manager dieses Megakonzerns kassieren Millionen, beim arbeitenden Personal wird gespart.
Desasterkapitalismus - dem kann nur durch Streiks ein Ende gesetzt werden.

Antworten Gast: Klaus
06.09.2012 20:16
0 1

Re: Streik ist die einzige Möglichkeit

hä? wenn es einem nicht passt dann soll er sich woanders was besseres suchen. Klar kann man verhandeln ... wenn aber nix rauskommt dann muss man nehmen was es gibt oder die Konsequenz ziehen: und die lautet kündigen. Und nicht die Firma mit Arbeitsniederlegung weiter schädigen.

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