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Lufthansa: „Totaler Streik“ der Flugbegleiter

06.09.2012 | 19:11 |   (Die Presse)

Bei einer der härtesten Auseinandersetzungen in der Geschichte der deutschen Fluglinie geht es nicht nur um Geld, sondern auch um das Brechen mit Tabus, wie den Einsatz von Leiharbeitern in der Kabine.

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Frankfurt/Berlin/Wien/Eid/AG. Das Schlichtungsangebot des Lufthansa-Vorstands signalisierte zwar Kompromissbereitschaft – nach zwei Streikwellen mit mehr als 500 Flugausfällen und rund 90.000 betroffenen Reisenden verstärkte die Flugbegleitergewerkschaft UFO aber noch den Druck. Dies bedeutete für heute, Freitag, einen flächendeckenden Streik aller 18.000 Lufthansa-Flugbegleiter für die Dauer von 24 Stunden. Damit geht fast nichts mehr, die größte Fluglinie Europas streicht 1200 Flüge – zwei Drittel der geplanten Verbindungen. Rund 120.000 Reisende sind betroffen. Das verbleibende Drittel der Flüge wird von Tochterfirmen – wie Germanwings – durchgeführt.

Das Chaos stört die UFO wenig, schließlich will sie die Lufthansa ins Mark treffen, was sie mit Streikkosten in vorerst zweistelliger Millionenhöhe auch tut. Den Gewerkschaftern geht es um das Verhindern des größten Sparprogramms in der Geschichte der Fluglinie, das Lufthansa-Boss Christoph Franz aufgelegt hat. Bis 2014 will er das Betriebsergebnis um 1,5 Mrd. Euro steigern. Zum Halbjahr lag der Wert bei minus 166 Mio. Euro. Franz muss die von hohen Treibstoffkosten, Billigairlines, den Konkurrenten aus Nahost sowie dem Emissionshandel und der Ticketsteuer in die Zange genommene Airline widerstandsfähiger machen. Das bedeutet auch für das Kabinenpersonal große Abstriche.

Andere Begehrlichkeiten

Für beide Seiten steht also viel auf dem Spiel. Denn ein Erfolg der Flugbegleiter könnte auch bei anderen Berufsgruppen wie den streitlustigen Piloten Begehrlichkeiten wecken. Womit der ohnedies schon heftige Arbeitskampf alle 120.000 Lufthanseaten erfassen könnte. Das wäre ein Desaster für die größte Airline Europas.

Als Alternative zum Sparprogramm fordert die UFO fünf Prozent mehr Lohn, aber vor allem das Ende der Leiharbeit und Schutz gegen die Auslagerung von Jobs. Die Lufthansa setzt auf Flügen von und nach Berlin Leiharbeiter in der Kabine ein. Da diese Mitarbeiter flexibler und länger eingesetzt werden können, spart die Airline rund ein Fünftel der Personalkosten.

Strukturen aufbrechen

Die Lufthansa-Führung bietet 3,5 Prozent Lohnerhöhung, allerdings für drei Jahre Laufzeit, und sie fordert zwei Stunden Mehrarbeit im Monat. Sie will aber vor allem die bestehende Gehaltsstruktur aufbrechen und die automatischen Vorrückungen strecken. Damit würde sich die Gehaltskurve abflachen. Derzeit enthält der Lufthansa-Tarifvertrag 17 Gehaltsstufen. Sprünge erfolgen nach einer gewissen Vorlaufzeit jedes Jahr automatisch – und sind nicht an die Arbeitsleistung gebunden. Nach 20 Jahren ist für die Beschäftigten in der Kabine die Einkommensspitze mit 4000 Euro brutto erreicht. Die mehrtägigen Ruhezeiten zwischen Langstreckenflügen erlauben es, das Gehalt aufzufetten. Viele Flugbegleiter haben deshalb noch Nebenjobs.

Bahn springt ein

Konzernchef Franz bricht noch mit einem anderen Tabu: Er liebäugelt mit einer Billigtochter. Die soll den Verkehr außerdem halb von Frankfurt und München übernehmen. Bei der Airline, die unter dem Codenamen „Direct4U“ läuft und für die 2000 Flugbegleiter benötigt werden, soll ein Tarifvertrag gelten, der rund 40 Prozent unter dem jetzigen Lufthansa-Niveau liegt. Was der UFO nicht gefällt.

Am dritten und bisher schwersten Tag des Arbeitskampfes schlug in Deutschland die Stunde der Bahn, der Mietwagenfirmen und der Lufthansa-Konkurrenten. „Wir bringen bei Bedarf alles an rollendem Material, was uns zur Verfügung steht, auf die Schiene“, sagte ein DB-Sprecher. Ist ein Flug annulliert, können Reisende kostenlos auf die Bahn umbuchen oder ihr Ticket zurückgeben.

Für Reisende von und nach Österreich gilt das nicht. Allerdings fallen von den täglich 154 Flügen zwischen Österreich und Deutschland derzeit nur 36 aus – und die fängt die Lufthansa-Tochter AUA mit größeren Maschinen ab.

Größere Jets im Einsatz

Auch der Lufthansa-Konkurrent Air Berlin fängt gestrandete Passagiere auf. Auf den zwölf innerdeutschen Flügen setzt Air Berlin heute größere Flugzeuge ein. Ebenso British Airways, die auf den Strecken von und nach Deutschland mit größeren Jets an den Start geht. Wenn Kunden bei den Konzern-Airlines AUA und Swiss oder bei anderen Fluggesellschaften untergebracht werden, übernimmt die Lufthansa die Kosten, betonte ein Sprecher.

Wer allerdings den Ausstand durchsitzen (oder -schlafen) will, sollte sich schon jetzt am Schalter oder im Internet ein Ersatzticket besorgen. „Wer zuerst kommt, erhält den nächsten verfügbaren Flug“, sagt der Reiserecht-Spezialist Paul Degott aus Hannover.

Auf einen Blick
Der dritte Streik im Konflikt zwischen der Lufthansa-Führung und dem Kabinenpersonal erfasst am Freitag alle deutschen Flughäfen. Die Lufthansa streicht 1200 der 1800 Flüge. Rund 120.000 Passagiere sind betroffen. Die Deutsche Bahn verstärkt die Zugverbindungen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.09.2012)

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56 Kommentare
 
1 2

"Lufthansa streicht am Freitag 1000 Flüge"

In welcher Farbe?

Lufthansa will es nicht anders

Die Lufthansa hätte sich auch mit seinen Flugbegleitern einigen können. Es ist durchaus legitim, dass die Mitarbeiter, nach mehreren Jahren der Nullrunde, auch mal mehr Gehalt fordern können.

Es ist gut, dass die Mitarbeiter für ihren Lohn streiken.
http://www.start-trading.de/blog/2012/09/04/lufthansa-ein-streik-ist-etwas-gutes/

Antworten Gast: Martin_S
06.09.2012 22:31
0 0

Re: Lufthansa will es nicht anders

.. aber ANgestellte haben nichts mitzureden, ob und wie ein UNternehmer Kosten sparen will (durch Leiharbeiter)! Und das will die UFO. Herauskommen tut in solchen Fällen entweder ein Pleitebetrieb (wie KONSUM, AUA, ehem. VÖST) oder "Betriebsrat-Sexreisen" ...

Gast: Händler CO2-Zertifikate
06.09.2012 13:18
1 4

Lufthansa streicht am Freitag 1200 Flüge

Dadurch wurden ca. 500 Tonnen CO2 nicht emittiert

Gast: Halbwissen
06.09.2012 10:30
1 7

Jetzt geht es ans eingemachte !

Wenn die LH die höheren Löhne nicht weitergeben kann ( wird schwer möglich sein auch wenn sich einige Passagiere das Geld selber drucken ), dann ist sie tot.

Und wenn das Personal keine höheren Löhne bekommt, dann sind sie tot.
Die Staatsgeldempfänger werden sie in den tot treiben. Jeder kleine Pensionist und Beamte wird sich eine 2. und 3. Wohnung zulegen. Auch wenn diese dann leer steht. Jeder Staatsgeldempfänger wird sich an heissen Tagen in seinen SUV setzen die Klimaanlage aufdrehen und eine runde durch das schöne Österreich drehen egal wie viel der Sprit kostet. 1000 Euro für eine Tankfüllung ? Kein Problem wird gedruckt und der Staat verteilt es.

17 12

Gewerkschaft?

Der leichteste Weg einer Firma zu schaden ist der Streik. Das wird natürlich nur durch diese kommunistischen Gewerkschaften ermöglicht.

Re: Gewerkschaft?

haben sie ein besseres Druckmittel gefunden, bitte bei der UFA anrufen, die währen sehr dankbar und Sie bekämen den Nobelpreis!

Re: Re: Gewerkschaft?

sicher, und die UFA dreht dann einen Film mit Johannes Hesters ...

Re: Gewerkschaft?

... und das Management streicht Millionen ein und genehmigt sich eine Erhöhung nach der anderen ... . Das Personal bekommt für mehr Arbeit immer weniger! Sich gegen Lohndumpig zu wehren ist kommunistisch?!


Antworten Antworten Gast: Klaus
06.09.2012 20:21
0 2

Re: Re: Gewerkschaft?

wenn es einem in diesem Unternehmen nicht mehr gefällt dann einfach die Konsequenz ziehen. Streiken gehört da nicht dazu.

11 4

Lohndumping ist schlecht

aber die Management-Millionen machen nicht den Hauptteil der Personalausgaben aus, das ist immer noch das "normale" Personal.
Wenn Mitbewerber günstiger anbieten und dies vom Kunden angenommen wird, dann muss LH auch die Kosten senken oder auf mittelfristige Sicht vom Markt verschwinden. Dies würde dann aber keine Lohnkürzung, sondern ein Wegfall der Löhne für alle bedeuten.
Also entweder die Kunden überzeugen, dass nur LH geflogen werden "darf" (schwierig, weil wir nicht in Nordkorea leben) oder Kosten und damit Löhne senken.

Gast: AlterKämpfer
06.09.2012 07:06
14 17

Rausschmeißen

Für diese überbezahlten Kellner und Kellnerinnen wird sich doch leicht Ersatz finden lassen!

Re: Rausschmeißen

Aha, KellnerInnen, die im Ernstfall leben retten sollen und das auch können! zumindest bei LH und AUA. man sollte lieber schweigen wenn man keine Ahnung hat. Typen wie sie werden ja beim winzigsten Luftloch hysterisch und winseln das fliegende Personal an.

Antworten Antworten Gast: ein Fluggast
06.09.2012 20:38
0 0

Re: Re: Rausschmeißen

also das mit dem Lebenretten ist so eine Sache.

Bin einmal in einem Langstreckenflug am Notausgang gesessen. Dort hab ich mir dann die extra Notausgangsanleitung durchgelesen und wollte dann von der Flugbegleiterin wissen, wo denn die Notausgangswarnleuchte sei.

Flugbegleiterin schaut mich an, schaut auf die Tür, findet nix und sagt dann, bei einem Unfall werd ichs schon merken.

ok, sehr Hilfreich

Re: Rausschmeißen

Ich hoffe Sie sitzen einmal in einem Flieger der von unterbezahlten, nicht Ihre Sprache sprechenden Aushilfskellnern evakuiert wird!

Re: Rausschmeißen

Das Streikrecht kennen sie aber nicht, oder ?

Gast: Gemma wieder zu Fuß?
05.09.2012 23:21
10 17

Das kanns doch nicht sein, oder?

1200 Flüge einfach ausfallen lassen, die Kunden im Regen stehen lassen, einen nachhaltigen Imageschaden in Kauf nehmen, - nur um den streikenden Leuten ein paar Euro mehr nicht gönnen zu müssen...

Was ist das für ein Management, das einen derartigen Kollateralschaden in Kauf nimmt?? - Wenigstens weiß die Welt jetzt, in welchem Bereich tatsächlich die Gehälter gekürzt werden müssen.

13 6

Re: Das kanns doch nicht sein, oder?

Wenn sie die Gehälter heute erhöhen würden, würden das Personal nächste Woche nochmal Streiken.
außerdem geht es hier nicht nur um ein paar Euro.

Antworten Antworten Gast: Gemma wieder zu Fuß?
06.09.2012 11:58
5 3

Haben die Beschäftigten

nicht 3 Null-Lohnrunden schlucken müssen? Alles, damit es dem Unternehmen gut geht - das Personal hat "Solidarität" genug bewiesen. Da könnten sie auch noch 2mal streiken, - was sie aber eh nicht tun werden.

Antworten Antworten Antworten Gast: Klaus
06.09.2012 20:24
0 0

Re: Haben die Beschäftigten

also, diese "Lohnrunden" .... warum soll der Dienstgeber für die allgemeine Teuerung aufkommen? Welchen Gegenwert bzw. Mehrwert bekommt der Dienstgeber vom Dienstnehmer bei einer Lohnerhöhung? Keine? Tja ...

Re: Das kanns doch nicht sein, oder?

Da geht's doch schon lange um's Prinzip
Bin mir sicher, daß die Folgekosten des Streiks weit mehr kosten als die 2% Mehrkosten, wahrscheinlich hätte man sich eh' auf 1% einigen können.

Gast: sddssdfsdf
05.09.2012 23:05
16 9

90.000 Ex-Kunden

Anscheinend ist es den unproduktiven Gewerkschaftern egal, dass ihrem eigenen Brötchengeber mindestens 90.000 zukünftige Kunden flöten gehen.

Soviel Betonschädelhirn kann wirklich in der heutigen Zeit nur mehr ein Gewerkschafter haben. In Österreich haben sie damit die Austrian runiert, nun beginnt UFO damit auch in Duetschland.

Mir reicht es ab sofort von diesen "stabilen" Gewerkschafterfluglinien - ich habe zahlreiche Geschäftstermine wo ich pünktlich zu erscheinen habe und die "großen" Airlines sind unzuverlässiger denn je.

Ich werde es nun wirklich mal mit Billigfliegern versuchen, die keine Streikgewerkschafter haben, Ryaneir und easyjet ich komme.

Hoffentlich meiden noch viele andere KUNDEN (!) diese Streik-FLuglinien, davon hat dann keiner was und die LH und OS dürfen LEute abbauen wenn die Kunden weniger werden.
Aber so weit denkt ja ein Gerkschafterhirn nicht ... wozu auch, das Geld müssen ja nicht sie verdienen sondern die LH, die UFO werden ja gefüttert wie die Maden im Speck!

Antworten Gast: Gemma wieder zu Fuß?
06.09.2012 12:03
4 5

Bei der Ryanair

wird es bald nur noch billige Stehplätze geben, mit Haltegriffen wie in der Straßenbahn. *fg*

Re: 90.000 Ex-Kunden

mal auf Google earth nachsehen wo Frankfurt Hahn und London Steansted ist? Viel Spass!

Antworten Antworten Gast: Klaus
06.09.2012 20:25
0 0

Re: Re: 90.000 Ex-Kunden

wenn die Dinosaurier nicht mehr fliegen dann wird auch die Fraport mit den Landegebühren "katholisch" werden ...

Antworten Gast: 987987
06.09.2012 10:44
7 6

Re: 90.000 Ex-Kunden

Die Kunden verstehen Streiks aus derartigen Gründen sehr wohl und bringen durchaus Verständnis dafür auf.
Kein Arbeitnehmer kann es sich wirklich leisten, auf Gehalt zu verzichten. Es hängen auch immer andere Personen, Materielles etc. daran.
Ein Verschulden immer bei den Streikenden sehen zu wollen, nicht aber bei überbezahlten Managern, deren Boni oft einfach aufgrund einer Restrukturierung durch Mitarbeiterabbau oder Lohndumping erhöht werden, ist einfach kurzsichtig.
Als Kunde achtet man auf die Leistung: und diese erbringen unmittelbar neben Technikern und Piloten (die man nicht zu Gesicht bekommt) einzig und alleine das Boden- und va das Flugpersonal. Und ausschließlich deren Leistungen entscheiden darüber, welche Airline man wählt, nicht die aktuellen Führungskräfte, deren Namen etc. so uninteressant wie nur etwas sind.

Ein jeder, der kein Verständnis für die Streikenden aufbringt oder aufbringen kann möge freiwillig auf einen Teil seines Gehalts verzichten und Lohnerhöhungen / Inflationsanpassungen etc. strikt - verweigern - der Chef wird es sehr danken (und das Geld für sich, wenn es gut geht auch für Mitarbeiter mit Gehaltsbedarf, da Familie, Wohnkredit etc. aufwenden)...!

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Re: 90.000 Ex-Kunden

Na dann, Herr Wichtig, hoffen wir mal, daß Sie für ihre zahlreichen Geschäftstermine nicht irgendwann mehr Gehalt wollen. Denn dann schauen sich Ihre Kunden hoffentlich um einen billigeren Anbieter um.

Re: ich habe zahlreiche Geschäftstermine

Na Sie würde ich gerne sehen, wenn ihnen ihr Gehalt um 20-30% gekürzt würde - da würde die Welt dann GANZ ANDERS aussehen !

Re: Re: ich habe zahlreiche Geschäftstermine

Einfach: dann suche ich mir einen anderen Job. Und wenns den nicht gibt dann ist mein Gehalt zur Leistung wohl wirklich überhöht und ich werde zurückstecken müssen. Wo ist mittlerweile eigentlich die Eigenverantwortung hin???

Re: Re: Re: ich habe zahlreiche Geschäftstermine

Und wo ist die Verantwortung des Unternehmens für die Mitarbeiter hin? Heut zu Tage schaun die Manager nur mehr auf ihre Boni und den Aktienkurs, ob die Mitarbeiter von dem, was sie bekommen leben können interessiert keinen mehr!

Und: Es ist ein wahrnehmen der Eigenverantwortung, die Sie ja einfordern, für gerechte Löhne zu kämpfen! Von dem her tut die LH Belegschaft also genau das!

Re: 90.000 Ex-Kunden

wo lebst denn du? wo erwitschaftet das management etwas, jedem halbwegs intelligenten arbeitgeber ist mitlerweile klar das daß personal sein kapital ist. mach nur weiter so und flieg in der weltgeschichte spazieren, webkonferenzen sind ja nur etwas für wirklich produktive. guten flug

 
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Hobbyökonom