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Mit der "Transsib" bis nach Wien

07.09.2012 | 18:46 |  JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Vladimir Yakunin, Chef der staatlichen russischen Eisenbahn, über die Pläne, mit der russischen Breitspureisenbahn einen Güterkorridor nach Fernost zu schaffen.

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Die Presse: Herr Yakunin, Sie sind treibende Kraft hinter dem Projekt, die russische Breitspureisenbahn von der ukrainischen Grenze bis in den Raum Bratislava/Wien zu verlängern. Wie läuft denn das Vorhaben?

Vladimir Yakunin: Wir prüfen in unserem Joint Venture mit den ÖBB und den staatlichen Eisenbahnen der Slowakei und der Ukraine (Breitspur-Planungsgesellschaft m.b.H., Anm.) gerade die Machbarkeit. Ich muss mich hier bei ÖBB-Generaldirektor Kern ausdrücklich bedanken, der früher Zweifel hatte, jetzt aber klar gesagt hat, dass das Projekt gemacht werden sollte. Auch vonseiten der österreichischen Regierung sehe ich Unterstützung für das Projekt. Wir schaffen hier ja einen neuen leistungsfähigen Korridor für Gütertransporte zwischen Asien und Europa über die Transsibirische Eisenbahn, der die Transportzeit gegenüber dem Schiff mehr als halbieren wird.

Glauben Sie, dass bei der derzeitigen finanziellen Situation der Eisenbahnen der Neubau einer 450 Kilometer langen Eisenbahnstrecke durchsetzbar ist?

Wenn ich das nicht glauben würde, würde ich nicht persönlich so viel Energie in das Projekt investieren.

Immerhin müssten die beteiligten Länder ja mindestens fünf bis sechs Milliarden Euro an Investitionsmitteln aufbringen.

Das ist ein internationales Infrastrukturprojekt von enormer Bedeutung und sollte keinesfalls ausschließlich über Budgets finanziert werden. Der größere Teil der Investionssumme sollte über den internationalen Kapitalmarkt aufgebracht werden.

Ganz ohne Budgetmittel werden Sie aber wohl nicht auskommen.

Richtig, die effiziente Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur ist ohne ausreichende Unterstützung durch Regierungen nicht möglich. Viele haben das erkannt. Ein Beispiel: China hat früher zwischen 22 und 26 Mrd. Euro pro Jahr in die Eisenbahninfrastruktur investiert. Ab 2009 haben sie das auf 91 Milliarden angehoben.

Wenn man die Waren ohnehin umladen muss – wieso macht man das nicht gleich an der ukrainischen Grenze, statt eine teure Neubaustrecke zu errichten?

Wir haben an der ukrainischen Grenze das Problem, dass wir nicht nur die Spur wechseln, sondern auch eine Reihe von administrativen Hürden überwinden müssen, die für den Lkw-Verkehr in der Form nicht mehr bestehen. Wenn wir dort durchfahren können, erspart uns das mehrere Stunden. Und das bringt viel mehr Wettbewerbsfähigkeit mit der Straße.

Was Sie ansprechen, ist aber ein politisches Problem. Schikanöse Grenzkontrollen verschwinden ja nicht, wenn das Gleis weitergeht...

Da haben Sie recht. Aber wenn es die Nachfrage und den Wunsch gibt, dann wird sich das lösen lassen. Die Ukraine ist Teil des Joint Ventures und daran höchst interessiert, dass es auch funktioniert. Wenn alle vier Partner einer Meinung sind, dann können wir unsere Regierungen überzeugen.

Sind die beteiligten staatlichen Eisenbahngesellschaften zu so einer internationalen Kooperation überhaupt bereit und in der Lage? Das funktioniert ja nicht einmal innerhalb der EU.

Da übertreiben Sie jetzt aber ein bisschen. Wir alle möchten zusätzlichen Verkehr auf unsere teure Infrastruktur bekommen und uns ist allen klar, dass man da nicht nur eigene Interessen verfolgen kann, sondern international zusammenarbeiten muss.

Was versprechen Sie sich denn von diesem Gemeinschaftsprojekt in Bezug auf die Transportleistung konkret?

Studien sagen uns, dass der Güterverkehr auf dieser Strecke zum künftigen Terminal Wien bis 2050 zwischen 16 und 24 Millionen Tonnen pro Jahr erreichen kann. (Die ÖBB hat insgesamt eine Transportleistung von rund 100 Millionen Tonnen im Jahr, Anm.). Wien ist als Endpunkt für uns deshalb wichtig, weil hier mehrere europäische Eisenbahnverkehrslinien zusammenlaufen. Hier soll ein leistungsfähiger Güterterminal entstehen.

Angesichts der herrschenden Krise sind solche Annahmen aber schon ein bisschen ambitioniert.

Die Krise äußert sich hauptsächlich darin, dass es schwieriger geworden ist, an Finanzierungen zu kommen. Die Fonds der EU sind verschlossener. Dabei ist der Infrastrukturausbau eine der Möglichkeiten, die globale Krise zu überwinden.

Transporte von Asien nach Europa sind auf dem Seeweg sehr billig. Wie wollen Sie den Reedern denn ausreichend Kunden für ihre ambitionierten Ziele abjagen?

Wir sind sehr positiv gestimmt, dass wir ein gutes Produkt zustande bringen. Derzeit dauert der Seeweg vom Fernen Osten nach Europa 30 bis 35 Tage. Über die Transsibirische Eisenbahn dauert das 15 Tage bis zum Ende der Breitspurstrecke. Wir haben die Strecke innerhalb Russlands sehr stark ausgebaut und bringen ein neues Produkt auf den Markt, das die Transportzeit zwischen der Ost- und der Westgrenze Russlands auf sieben Tage verkürzt. Das bringt allein durch die schnellere Umlaufzeit der Container gut 1000 Dollar Kostenvorteil. Da sind wir absolut konkurrenzfähig. Transportzeiten von zehn Tagen von Fernost nach Mitteleuropa würden durch die neue Strecke realistisch.

Auf einen Blick

Vladimir Yakunin (64) ist Chef der staatlichen russischen Eisenbahngesellschaft. Der promovierte Politikwissenschaftler gilt als enger Vertrauter von Präsident Putin und wird dessen „innerem Kreis“ zugerechnet. Mit der Eisenbahngesellschaft, die 1,2 Mio. Menschen beschäftigt, regiert Yakunin eines der größten Unternehmen Russlands. Er ist treibende Kraft hinter dem Projekt, die russische Breitspurbahn bis Wien zu verlängern.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.09.2012)

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18 Kommentare

Aber was - bis nach New York

Dann sollen sie noch den Bering- Strassen Tunnel oder Brücke bauen (ca. 50 km) und dann quer durch Alaska und ich seh mich am neuen Zentralbahnhof stehen und verlange eine Karte "Wien - New York" im Breitspur- Railjet

muss mein 1.post korrigieren:5-6mia.reichen nicht mal' für den lobautunnel;die strecke wird wohl in der slowakei enden,weiter gehts' per lkw,wodurch d. Lobaut...


Gast: Wasserlaeufer
08.09.2012 17:42
0 0

Wer das Bild genuegend vergroessert

kann leicht die Doppelschiene im
Vordergrund erkennen.

Antworten Gast: Ggrufti
08.09.2012 20:51
0 0

Re: Wer das Bild genuegend vergroessert

Das ist der Beginn einer Weiche, knapp hinter den Zungen.

Gast: Istvan iishmahel jarkutikov
08.09.2012 13:00
0 1

wegen 8 cm so eine Neue Bahn bauen

sollen doch breitere Reifen draufmachen mit 12 zoll
so kann man überall fahren.

Gast: Wasserlaeufer
08.09.2012 12:46
1 0

1520 - 1435 = 85

85 Millimeter ist die russiche Bahn breiter.

Zeit genug haetten die Russen ja gehabt sich an das vorherrschend europaeische Netz anzupassen,
aber sie wollen es einfach nicht; weil die militaerisch-strategischen Argumente ziehen schon lange nicht mehr.

Jetzt wo sie bei der WTO Mitglied sind muessten sie eigentlich ihr Netz anpassen.

Jetzt kommen aber wirtschaftsstrategische
Ueberlegungen der Russen zum Zug.

Nachdem europaische Zuege auf der Breitspur nicht fahren koennen bleibt das russische Eisenbahnnetz jetzt und weiterhin ein Monopol der Russen. Also kein Preiskampf fuer die Russen.

Frage mich wann die "Westbahn" endlich nach Kamtschatka faehrt?

http://de.wikipedia.org/wiki/Breitspurbahn

Antworten Gast: Nicht realisierbar!
08.09.2012 13:52
0 0

Re: 1520 - 1435 = 85

Derartige Aktionen leistete sich Spanien und Japan im Zuge des Aufbaues eines Hochgeschwindigkeitsnetzes ohne in den Altbestand einzugreifen, wenn derartiges Rußland macht, sind das etwas andere Dimensionen. Inzwischen har Rußland seine Hochgeschwindigkeitszüge auf Breitspur, also fällt selbst der Grund weg, derartige Forderungen sind jenseits jeder Finanzierbarkeit, da geht's nicht um WTO oder Militär sondern schlicht um Geld um sehr viel Geld, die vollständige Umrüstung würde heute jenseits der 10 Billionen Euro liegen!

Einzige Variante wäre eine HG Verbindung Moskau-Berlin-Paris-London mit vMin 400km/h, eine derartige Strecke gibt's nicht mal in Mitteleuropa, da ist dann der Aufbau eines Vakuum-Röhrenexpresses intelligenter die auch vMax 1000km/h und mehr erlaubt, zumale sich damit auch NewYork verbinden läßt - Zukunftsmusik für die Jahre nach 2100, irgendwann einmal....

Gast: nestbeschmutzer
08.09.2012 11:13
1 0

wo bleiben die Gewerkschaften??????

Na ja, das chinesische Plastikklump muss schneller unter die Europäischen Konsumenten gepresst werden, damit hierzulande ja keiner auf die Idee kommt, solches wieder hier herzustellen.... Die Arbeitsplätze können wir uns dann als Graffiti an die bekannte Wand malen!

1 0

Glauben Sie, dass bei der derzeitigen finanziellen Situation der Eisenbahnen der Neubau einer 450 Kilometer langen Eisenbahnstrecke durchsetzbar ist?

Komisch wegen der paar Kilometer wird so viel Wasser gemacht!
Wenn man da die Stützungskäufe für die Banken in der EU hernimmt. Mit diesem Geld könnte man wahrscheinlich x-mal die Welt mit Breitspur umrunden. Aber das wäre je ein immenser Vorteil für Europa (gesamt gesehen) und das ist wieder ein Dorn im Auge der Amis und so wird halt gemauert!

Antworten Gast: @lurch
08.09.2012 14:22
1 0

Re: Glauben Sie, dass bei der derzeitigen finanziellen Situation der Eisenbahnen der Neubau einer 450 Kilometer langen Eisenbahnstrecke durchsetzbar ist?

Richtig.

Wer sich die Überlegungen div. amerikanischer Denkfabriken durchliest wird feststellen dass ein eurasischer Komplex als direkter Angriffauf die schwindende US-Weltherrschaft verstanden wrid.

In Russland hat die USA heute keine direkte Zugriffsmöglichkeit mehr, dafür hat Präs. Putin gesorgt.

Und China spielt sowieso in einern anderen Liga.

Somit bleibt nurmehr die EU als Spielwiese der US-Politik; und die Goldman-sachsereien mitsamt exklusivem Vorrecht americanischer Nachrichtenagenturen die EUropäer mit "Nachrichten" versorgen zu dürfen zeigt das deutlich.

SO, was schliessen wir daraus?

Die USA wird jeden Versuch zu verhindern wollen, eine annäherung der EU an Russland zu verhindern die der US-Vorherrschaft zuwiderläuft!

Solange es US-Interessen nicht tangiert oder sogar befördert wird nichts dagegen unternommen werden.

die Überlegungen hinter der US-Politik öknnen in The Grand Chessboard von B. nachgelesen werden, eine zusammenfassung hier:

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/USA/nach-bush.html

Gute Idee...

Man kann ja auch bestehende Gleise verbreitern und gleichzeitig die schmalere Dimension belassen. Die Doppelnutzung hätte Vorteile. Das Problem bei der Transsib ist aber leider nicht die Technik, sondern die Mafia. Wer nicht zahlt, kommt auf das Nebengleis :-(

Gast: Wie oft den noch?
07.09.2012 23:04
1 1

Die ersten Pläne stammen aus der CCCP Zeit!

Seit dem wird im zwei Jahre Rhythmus die Idee hochgehalten, wie die Flaggen in der UDSSR. Von allem abgesehen ist für ein derartigen Unbug kein Geld da, es bleibt ja nicht bei der Strecke, da braucht es Ausweichgleise möglicherweise Fahrdrahtverbesserungen, und der Endbahnhof verlangt auch einen Rangierbahnhof, samt Lokwartung, und ähnlichem.

Dazu kommt noch das die Beziehungen zu den Staaten die durchfahren werden müßten, alles andere als Stabil und Sicher zu bezeichnen sind, das Geld für die Forschung ausgeben für eine rasche, sichere, automatische und billige Umspurtechnik auszugeben macht da bei weitem mehr Sinn, schon alleine das der gesamte Mitteleuropäsche Raum über mehre Strecken zu erreichen sind.

Etwas Utopischer selbst eine Kanalverbindung macht mehr Sinn, auch in Hinblick auf den Umweltschutz, Schiffe sind zwar nicht schnell, dafür das umweltfreundlichste und billigste Verkehrsmittel, pro Tonne gerechnet.

Antworten Gast: @wie oft dennoch?
08.09.2012 10:31
0 0

Re: Die ersten Pläne stammen aus der CCCP Zeit!

Sie vergessen dass der Seeverkehr immer unsicherer wird, failing-states entlang der Seefahrtsrouten wie Pakistan oder SOmalia, bzw. der eskalierende Nahostkonflikt verlangen danach das Transportproblem von Ostasien nach Westeuropa zu lösen.

Was ist wenn in Ägypten das US-finanzierte Militär von einer radikalislamischen Gruppe gestürzt wird, und der Suezkanal dadurch unpassierbar wird?

Ferner verfügen Piraten heute über Möglichkeiten die früher undenkbar waren, der Aktionsberereich der Piraten reicht heute bis zu 2500 km auf das offenen Meer hinaus.
Kein Handelsschiff istheute mehr sicher vor Piraterie, das war früher völlig unbekannt.

Die Route über Sibirien/Russland ist auch um ein Drittel kürzer, und bei Konsumgütern ist das Schiff auch nicht kostengünstiger oder verbrauchsgünstiger als die Eisenbahn!

Die Energie für die Eisenbahn kann in Sibirien ja aus Atomkraftwerken oder Alternativenerige (etwa WIndkraft in Sibirien) gewonnen werden.
Bei der dünnen Besiedlung ist der Bau von Kraftwerken keni Problem.

Die Schifffahrt dagegen ist rein auf Erdöl als Energie angewiesen, Bahnen dagegen können mit Elektroenergie betrieben werden, da gibt es viele Möglichkeiten der Energieerzeugung.

Die paar Milliarden € frü den Ausbau einer Bahnverbindung von China über Russland bis Westeuropa sind ein Klax gegen die Gefahren und Kosten der Schiffahrt über Nahost und das indische Meer!

Es könnten auch Rohstoffe aus Mittelasien importiert werden-Iran, arab. Länder über kaspisches Meer.

Antworten Antworten Gast: Wie wäre es mit Segelschiffen?
08.09.2012 14:05
0 0

Re: Re: Die ersten Pläne stammen aus der CCCP Zeit!

Steht zwar noch in der Anfangsphase, dennoch sind selbst bei ungünstiger Windlage damit 1/3 des Öl's einzusparen, damit die Mannschaft auf keine faulen Ideen kommen, wird die eingesparte Ölrechnung auf den Lohnzettel gutgeschrieben.

Das das so effektiv ist hat mich selbst überrascht, allerdings mit den Segelbooten aus der Geschichte hat das nichts mehr zu tun, die Segel sind Heitech pur Kevler und Co. und in die Luft geschossen und haben mit Drachen mehr Gemeinsam...

Antworten Antworten Antworten Gast: @wie oft denn noch
08.09.2012 15:45
0 0

Re: Re: Re: Die ersten Pläne stammen aus der CCCP Zeit!

Theoretisch stimmt das schon mit den Segelschiffen, allerdings ist es völlig unrealistisch hier einen Fahrplan einzuhalten.

Winde sind viel zu launenhaft und wenig einzuplanen, man hat hier dasselbe problem wie bei der Windenergie.

MIt Bahntransport von Bejing nach Westeuropa können sie heute auf 10Tage +/- einige Stunden genau planen.

Das ist für die Produktion unheimlich wichtig, weil nur so eine effiziente moderne Fertigung möglich ist - man denke nur an die umfangreiche Zulieferindustrie Chinas die HandinHand mit westeuropäischen Firmen arbeiten müssen.

Bei magna z.B. läuft die Fertigung auf die Bänder im laufenden justintime prozess, einige Stunden Verspätung der Anlieferung können da schon einen Produktionsausfall verursachen!!

Man muss hier grundsätzlich trennen:

1. Massengüter wie Rohstoffe, Getreide, erze - diese können besser mit Hochseeschiffen transportiert werden, das passiert ohnehin.

2. Konsumgüter, Industriegüter, Stahl, etc. - für diese Güter wäre ein Bahntransport überland sehr interessant und auch wettbewerbsfähig.

Erze und Kohle mit Bahn über Russland zu befördern daran denkt sowieso keiner, das braucht aber auch niemand justintime.

Antworten Gast: Ggrufti
08.09.2012 10:00
0 0

Re: Die ersten Pläne stammen aus der CCCP Zeit!

Ich sehe die Idee nicht so pesimistisch. Klar ist, dass man einen Vollbetrieb bis nach Oesterreich (oder die Slovakei) einrichten muesste und an den Endstellen eine Umspureinrichtung oder einen Umladeplatz errichten muesste. Der Vorteil waere jedoch, die Ausnutzung des viel groesseren Lichtraumprofiels der russischen Breitspur. Persoenlich wuerde ich mir noch wuenschen, dass man auch noch einen Kurswagen zur Transsibirischen Eisenbahn mit in Betracht ziehen koennte. Stellen Sie sich vor, was fuer ein Gefuehl: Wien - Peking ohne Umsteigen und mit beliebig viel Gepaeck.

Antworten Antworten Gast: @Ggrufti
08.09.2012 11:16
0 0

Re: Re: Die ersten Pläne stammen aus der CCCP Zeit!

Der Hauptvorteil einer russischen Route wäre, dass man das Nadelöhr Suezkanal, bzw. die Piraterie nicht mehr als Risikofaktor beim Transport eingehen müsste!

Sibirien ist heute sicher wie das Waldviertel, ich bin selber vor 3 Jarhen auf eigeen Faust von Wien (!) bis nach Vladivostok gefahren.

Mit Euro-domino, um 189€ von Bratislava bis Vladivostok, 14.000 km...

Unglaublich wie sicher und ruhig Russland und Sibirien sind, ich wurde nie beraubt oder überfallen obwohl ich öfter nachts allein in sibirischen Städten unterwegs war...

Der nahe Osten sowie Südchina sind saugefährliche Transportrouten, die Piraterie entlang Südasien grassiert, und bei Eskalieren des Nahostkonfliktes könnte jeder Transport nach Ostastien für lange zeit völlig verunmöglicht werden!

In Sibirien sah ich jede Menge entgegenkommende Güterzüge, ab dem Baikalsee ostwärts etwa alle halbe Stunde einen Containerzug mit mindestens 50 Waggons!

Endlose Züge heute schon, obwohl diese vermutilch nur Russland selber beliefern (?).

alle hatten chinesische Aufschriften...

Tiefster Frieden in Russland, nicht solche chaotischen Verhältnisse wie in SÜdasien, Nahost wo heute die Routen entlanglaufen.

Eine Anbindung von Südkorea, Japan und taiwan wäre auch denkbar, Vladivostok wird eh gerade ausgebaut, Putin will die asiatische Schiene stark ausbauen (Apec-treffen in Vladivostok).

SIbirien ist heute der sicherste Transportkorridor den man sich nur vorstellen kann.

Gast: ybbsitz
07.09.2012 22:00
1 1

Die EU hat das GEld in SüdEUropa verpulvert

dort stehen weitgehend unbenützte Autobahnen in der Landschaft.

Dafür geht der Verkehr im dichtbesiedelten und wirtschaftlich starken Zentraleuropa über.

Eigentlich dumm - wo es nicht nötig wäre hat die EU mit immensen Geldströmen unnötige Verkehrsbauten errichtet, und dort wo eine Infrastrukturerneuerung nötig wäre, wurde das Kapital abgezogen (u.a. durch Nettozahlungen, aber auch durch das viele Kapital das über die EZB und die billigen Kredite als Schulden nach Griechenland, Spanien, etc. geflossen ist - denn dieses Geld wird auch von uns einmal zurückgezahlt werden müssen, bzw. es kann nicht vom Süden bezahlt werden!).

Dumm gelaufen, in meiner Region gibt es viele Industriebetriebe mit einigen Weltmarktführern.

Die Zufahrtsstrassen haben schon seit über 20 Jahren keinerlei Renovierung mehr erlebt, der Schwerverkehr quält sich durch Ortschaften udn geflickte Landsträsschen.

Hat sich das ausgezahlt?

MIt der Hemmung der WIrtschaft durch das Fehlen des INvestitionskapitals das durch den ESM und die Eurorettung sich noch verstärken wird entsteht ja ein Schaden für die gesamte EU, weil die Nettozahler in der Fähigkeit netto zu zahlen und Devisen für die ganzen maroden Euro-staaten zu erwirtschaften beeinträchtigt werden.

Gut, können wir in Zentraleuropa wenigstens ruhiger leben, warum uns abhetzen nur dass uns dann die Früchte der Arbeit von der EU abgenommen werden.

Vielleicht ist das ein Vorteil der EU dass wir auch PIIGIGer werden...

Hobbyökonom