26.05.2013 02:53 Merkliste 0

Ryanair: Erneuter Zwischenfall bei Billigfluglinie

14.09.2012 | 15:59 |   (DiePresse.com)

Im Juli mussten drei Maschinen der Billigfluglinie wegen Kerosinmangels notlanden, nun kam ein Flugzeug in schwere Turbulenzen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Erneuter Zwischenfall bei der Billigfluglinie Ryanair: Nach schweren Turbulenzen musste eine Maschine aus Weeze am Niederrhein am Donnerstag auf dem Flughafen Palma de Mallorca notlanden. Drei Menschen wurden durch die Turbulenzen leicht verletzt. "Der Kapitän musste notlanden, um die medizinische Versorgung von zwei Mitgliedern der Kabinenbesatzung und eines Passagiers sicherzustellen", teilte Ryanair-Sprecher Stephen McNamara am Freitag mit.

Die Landung mit 167 Passagieren an Bord sei normal verlaufen. Palma war auch das reguläre Ziel des Fluges. Der Jet sei beim Landeanflug in die Turbulenzen geraten.

Die Verletzten sind wohlauf

Die Verletzten, zwei Flugbegleiter und ein Passagier, seien wieder wohlauf, teilte die Airline am Freitag mit. Der Passagier und einer der Flugbegleiter hätten zwar nach der Landung ins Krankenhaus gebracht werden müssen, seien aber bereits wieder zu Hause. Sie hätten sich Blutergüsse zugezogen. Der andere Flugbegleiter habe nicht im Krankenhaus behandelt werden müssen. Warum das Flugzeug durch die Turbulenzen geflogen war, konnte eine Airlinesprecherin nicht sagen. Es habe sich um ein normales Gewitter gehandelt.

Einer Maschine, deren Pilot eine Notlandung ankündigt, wird Priorität eingeräumt, damit sie möglichst rasch landen kann. Gleichzeitig wird eine Alarmkette in Gang gesetzt, damit ein Arzt oder Rettungswagen möglichst schnell auf dem Rollfeld an der Maschine ist.

Ryanair in den Negativ-Schlagzeilen

Im Juli war der Billigflieger nach mehreren Vorfällen in die Kritik geraten. Wegen eines Gewitters wurden damals zahlreiche Flugzeuge mit Ziel Madrid nach Valencia umgeleitet. Drei Ryanair-Maschinen mussten dabei den Notruf Mayday ausgeben, da die Kerosinmenge ein Minimum erreicht hatte. Es wurden Vorwürfe laut, die Fluglinie habe Sicherheitsprobleme. Ryanair-Chef Michael O'Leary wies die Kritik in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" zurück. Es habe sich um ein "außergewöhnliches Ereignis" gehandelt.

Die Pilotenvereinigung Cockpit hatte erst am Montag kritisiert, dass Ryanair ihre Piloten systematisch unter Druck setze und ihnen strikte Vorgaben zur maximalen Treibstoffmenge mache. Bei Ryanair sei es Praxis, Listen auszuhängen, auf denen die Piloten in der Reihenfolge ihres Treibstoffverbrauchs aufgelistet werden. Je weniger Kerosin an Bord, desto leichter ist die Maschine und desto geringer der Verbrauch.

"Es ist inakzeptabel, auf Kosten der Sicherheit Piloten unter Druck zu setzen, wider ihren Erfahrungen weniger Treibstoff mitzunehmen, als sie für notwendig halten", hatte Flugkapitän Jörg Handwerg, Pressesprecher der Vereinigung Cockpit, gesagt. Ob der aktuelle Fall in einem Zusammenhang stehe, könne er aber nicht sagen, sagte Handwerg am Freitag. Derzeit herrschten starke Winde und Turbulenzen könnten auch überraschend auftreten.

(APA/dpa)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

20 Kommentare
Gast: Bernie D. Duck
14.09.2012 19:18
0 0

Ryanair-Chef Michael O'Leary wollte Stehplätze mit Haltegriffen in seinen Maschinen einbauen.

An wen erinnert mich das bloß!?

0 0

Re: Ryanair-Chef Michael O'Leary wollte Stehplätze mit Haltegriffen in seinen Maschinen einbauen.

Sie Glauben auch alles

0 0

Ryanair

Auf die hat man sich wohl gerade "eingeschossen".
Gibt's dafür auch Gründe?

Antworten Gast: sihali
14.09.2012 19:29
0 0

Re: Ryanair

In spanischen Medien sind wöchtentlich Meldungen zum Verhalten Ryanairs zu lesen.

0 0

Re: Re: Ryanair

... und dadurch kommt man zur Meinung bei anderen passiert nichts.
(Ist wie bei Raser und Alkunfällen, andere gibt's quasi in den AT Köpfen gar nicht.)

Via Twitter sind sie über jede emergency informiert, und das ohne Blähungen des Journalismus!

Gast: Ballermänner
14.09.2012 16:35
0 0

Wem Sicherheit und sein Leben wichtig sind, der fliegt sowieso nicht mit windigen Billig-Fluglinien

Denkende Geschäftsleute fliegen deshalb lieber Business Class mit einer profitablen= gut gewarteten seriösen Fluglinie.

Die Hausmeister, die um ein Taschengeld für ein Picknick, eine Shoppingtour oder zum Saufen kurz woanders hin wollen, müssen halt mit Turbulenzen und Lebensgefährdung als eine Art Deppensteuer rechnen. Durch all diese unnötigen Flüge der Ballermänner wird der in seinen Auswirkungen katastrophale Klimawandel forciert. So gesehen ist Abschreckung eine echte Wohltat.

Antworten Gast: yoshi1
14.09.2012 17:58
0 0

Re: Wem Sicherheit und sein Leben wichtig sind, der fliegt sowieso nicht mit windigen Billig-Fluglinien

Geschäftsleute fliegen deshalb mit anderne Fluglinien weil es a) unseriös wäre mit einem Touristenbomber zu fliegen, weil ein Unternehmen b) einfach mehr Geld für Geschäftsreisen in die Hand nehmen als es ein Privater könnte und weil c) oft noch nicht einmal eine Business-Class in Diskontfliegern vorhanden ist.

Mit Sicherheit hat das nichts zu tun, wie Sie aber sicherlich wissen, lieber AUA-Sympathisant!

Gast: jajajajjaja
14.09.2012 12:46
0 0

wow die presseabteilung von ryanair hat aber viele nicknames

soviele verteidungsartikel sind ungewoehnlich.

ausserdem koennen die poster nicht sinnerfassend lesen. wo steht, dass die maschine in diesem fall notlanden musste?

Antworten Gast: yoshi1
14.09.2012 18:00
0 0

"Nach schweren Turbulenzen musste eine Maschine aus Weeze am Niederrhein am Donnerstag auf dem Flughafen Palma de Mallorca notlanden.

Selfowned.

Gast: Alien (Dauerzensuriert)
14.09.2012 12:33
3 0

Das liegt am Essen...

Ich finde es absolut lächerlich, daß ein derartiger Vorfall einer Fluglinie vorgehalten wird. Turbulenzen (Clear air turbulences - CAT) sind oft nicht vorhersagbar und bei jedem Flugzeug, jeder Fluglinie und jeder Flugstrecker jederzeit möglich. Eine Notlandung aus medizinischen Gründen ist in so einem Fall absolut gerechtfertigt und sinnvoll. Schäden an einer Maschine gibt es wegen eines derartigen Vorfalles normalerweise sowieso nicht (Die Innenverkleidungen können manchmal beschädigt werden, weil einzelne Passagiere aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen auf das Anschnallen während des Reisefluges verzichten und die Trägheit der Masse ihren Körper anders bewegt als das Luftfahrzeug).

Gast: asdsad
14.09.2012 11:42
5 0

NOTLANDEN

das schreiberlinge nicht viel ahnung haben ist bestens bekannt, aber jedes kleinkind mit hausverstand kann zwischen einer NOTLANDUNG, einer SICHERHEITSLANDUNG und einem AUSSERTOURLICHEN ZWISCHENSTOPP unterscheiden.

besagter fall der raynair war einfach eine außertourliche zwischenlandund, also nicht einmal eine sicherheitslandung.

wo genau sehen diese ahnungslosen bei ihrem eigenen artikel den grund für eine NOTLANDUNG????? weder das flugzeug war beschädigt, noch ein passagier lebensbedrohlich krank usw. und das empfangskomitee am flughafen war auch nicht vorhanden, geschweige denn dass die notrutschen aktiviert wurden.

ihre presse-typen seid mittlerweile genauso ahnungslos wie die schreiberlinge bei krone, österreich und co.
hauptsache ohne zu denken und recherchieren von apa copy&paste...

0 0

Re: NOTLANDEN

Man kann's weniger den Schreiberlingen vorwerfen, als der Geschäftsführung. Auftrag: viele Buchstaben produzieren, welche den Großteil der Leser hinreißen.

Es ist ein Teufelskreis. Der Leser bleibt dumm und braucht Dummes.
Oft kommt noch die Richtungsweisung von "oben".

Ich finde die Art wie die Presse gegen Ryanair husst abstoßend

Es ist eine Schande für so ein renomiertes Blatt, eine Hetzkampagne gegen einen etablierten Airliner zu führen. Sich auf etwas "einzuschießen" ist nicht hochklassiger Journalismus.

Bei keinen der Vorfälle hat Ryanair die Bestimmungen gebrochen oder sich falsch Verhalten. Was die Medien hier sich erlauben ist zu tiefst falsch

berichte über ...

zwischenfälle mit flugzeugen sind generell von keiner sachkenntnis getrübt.

dieser inhaltslose und unnötige artikel reiht sich nahtlos ein.

Gast: yoshi1
14.09.2012 10:04
4 0

Turbulenzen

Insofern die Fluggesellschaft nicht um Zeit, Geld und/oder Treibstoff zu sparen absichtlich und unverantwortlich durch ein Schlechtwettergebiet geflogen ist - was soll dieser Artikel bringen? Tagtäglich kommen wohl dutzende Flugzeuge in mehr oder weniger starke Turbulenzen und vermutlich wird es auch jeden Tag leichte Blessuren beim Flugpersonal geben.

Informationen nachreichen oder Artikel entfernen.

Was bezahlt die AUA für diesen Schwachsinn??


Re: Was bezahlt die AUA für diesen Schwachsinn??

wie, was??
hat des Wernerle schon wieder einen Nebenjob als Inseratenkeiler? ;))

Totaler Bloedsinn der Artikel


Und täglich grüßt der Boulevard ...

Kein einziges Flugzeug hat eine Notlandung gemacht oder machen müssen. Die Piloten haben den Notfall erklärt, weil der Treibstoff nur mehr für 30 min ausgereicht hat. Die Landung war eine völlig normale Landung.

Die Treibstoffmenge für den Flug war laut Medienangaben (auch der Presse, wenn ich mich richtig erinnere) allen Vorschriften entsprechend.

Was also soll der Stil dieses Berichts? Die neue Presse? Konkurrenz zur Krone?

Re: Und täglich grüßt der Boulevard ...

Sehe ich auch so.
Und was soll die Verbindung zwischen Turbulenzen und Treibstoffmangel. Haben Luft-Turbulenzen etwa etwas mit der finanziellen Lage einer Fluggesellschaft zu tun?

Hier geht es darum der Ryanair die Fluggäste abspenstig zu machen, das ist alles. Die Presse gibt sich also als Werbeplakat her, und pfeift auf seriösen Journalismus.

Hobbyökonom