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45,5 Stunden Arbeit für ein altes iPhone

14.09.2012 | 18:48 |   (Die Presse)

Wien zählt nach einer Studie der UBS zu den 20 teuersten Metropolen der Welt. Netto bleibt den Arbeitnehmern hier im Schnitt nur halb so viel wie jenen in Zürich.

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Wien/Ag/Auer. Auch wenn es manche Österreicher anders sehen, das Leben hierzulande ist teurer, als man denkt. Nach der Studie „Preise und Löhne“ der Schweizer Großbank UBS landet Wien unter den zwanzig teuersten Metropolen der Welt (Rang 17). Die Daten basieren auf einem Warenkorb aus 122 Gütern und Dienstleistungen. In Summe wurden Löhne und Kaufkraft in 72 Großstädten weltweit verglichen. Am kostspieligsten ist das Leben demnach in Oslo, Zürich und Kopenhagen. Rechnet man auch die Mieten hinzu, steigen die Lebenshaltungskosten vor allem in New York, Hongkong und Dubai. In Wien zeigt sich der gegenteilige Effekt. Die Mieten drücken das Preisniveau im internationalen Vergleich sogar.

Die höchsten Bruttolöhne zahlen Unternehmen in Zürich, Genf und Kopenhagen. Wien liegt beim Bruttolohn ebenfalls auf dem 17. Platz und erreicht 61,2 Prozent des Lohnniveaus von Zürich. Zieht man Steuern und Abgaben ab, ändert sich das Bild im Vergleich zur Schweizer Metropole deutlich: Auf den Konten der heimischen Arbeitnehmer landen nur noch 53,5 Prozent des Nettolohns ihrer Kollegen aus Zürich. Am schlechtesten bezahlt werden Arbeiter in Delhi und Mumbai, wo nur rund sechs Prozent eines Zürcher Durchschnittslohns bezahlt werden.

Das schlägt sich auch in der Kaufkraft nieder. In Zürich ist der Lohn mit Abstand am meisten wert. Um sich ein iPhone 4S leisten zu können, müssen Züricher im Schnitt nur 22 Stunden arbeiten. In Wien dauert das mit 45,5 Stunden mehr als doppelt so lange. In Mexiko-City arbeiten die Menschen durchschnittlich 220 Stunden ausschließlich für das auch nicht mehr brandneue Smartphone. Deutlich schneller ist der erste Hunger gestillt. Ein Kilo Brot gibt es für Mexikaner schon nach 25 Minuten. Nach der doppelten Zeit können sie sich einen Big Mac leisten. In Österreich reicht eine knappe Viertelstunde für den Fast-Food-Snack.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.09.2012)

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5 Kommentare

Seltsames Ergebnis..

Reales BIP / Kopf:
Schweiz 43.900 $
Österreich 42.400 $

Österreich erreicht also 96,6% des schweizer Niveaus. Praktisch sind wir gleich auf. Aber das bezieht sich natürlich nur auf die Wirtschaftsleistung, den Kuchen als Ganzes sozusagen.

Beim realen Lohn bleiben dem gegenüber dann nur mehr 53,5% übrig. Woran das wohl liegt?

Antworten Gast: hasdrubal123
18.09.2012 14:05
0 0

Re: Seltsames Ergebnis..

An der Kaufkraftbereinigung bei der BIP-Berechnung. Elektronische Atrikel sind in der Schweiz auch geringer besteuert als hierzulande. Man sollte die Studie sowieso an einem großen Bier festmachen, wie ich finde.

Wie es aussieht ist der "Ederer Tausender" endlich bei der Gesellschaft angekommen...

Leider bei der Schweizer!

das alte Kuchenbeispiel

zeigt am besten warum die Dinge so sind.

Es arbeiten verschiedene Gruppen um einen Kuchen zu backen.

Bei einer Gruppe helfen alle mit, sie arbeiten effektiv und fleißig. Jeder erhält ein schönes großes Stück Kuchen.

Bei der anderen Gruppe arbeitet nur ein kleinerer Teil der Gruppe. Ein größerer Teil verwaltet und zählt.

Zusätzlich wurden noch einige Gäste eingeladen die kaum arbeiten aber ebenfalls Kuchen wollen. Nun haben die Verwalter entschieden, dass man einen Teil des Kuchens an andere Gruppen, die noch ineffektiver arbeiten, abtreten soll.

Die Verwalter entscheiden weiters, dass sie auf Grund ihrer Verantwortung große Kuchenstücke erhalten müssen. Damit bleiben bei dieser Gruppe nur kleine Stücke für die eigentlichen Kuchenbäcker

Antworten Gast: Halbwissen
15.09.2012 12:29
1 0

Re: das alte Kuchenbeispiel

Für die eigentlichen Kuchenbäcker bleiben nur noch Krümel !

Und von Krümel kann der Kuchenbäcker auf Dauer keine schweren Mehlsäcke schleppen. Daher wird der Kuchen in Zukunft kleiner. In folge des kleineren Kuchens werden nun die Krümel halbiert damit die Kuchenbäcker noch weniger Mehlsäcke schleppen können.
Der einzige Ausweg damit nicht alle verhungern ist, das die Verwalter ebenfalls mit anpacken !

Hobbyökonom