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Italien: Staatsbahn stellt schnellsten Zug Europas vor

18.09.2012 | 11:08 |   (DiePresse.com)

Der "Frecciarossa 1000" wird eine Geschwindigkeit von 400 km/h erreichen und die Strecke Rom-Mailand in 2 Stunden und 20 Minuten schaffen. Er ist der direkte Konkurrent des privat betriebenen "Italo".

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Italien setzt im Bahnbereich immer stärker auf Hochgeschwindigkeit. In zwei Stunden und 20 Minuten wird ab 2014 die 600 Kilometer lange Strecke zwischen Rom und Mailand befahrbar sein. Das sind 40 Minuten weniger als bisher. Der Geschäftsführer der italienischen Staatsbahnen (FS), Mauro Moretti, stellt den neuen Superzug "Frecciarossa 1000" (Roter Pfeil) bei der internationalen Messe für Verkehrstechnik Innotrans in Berlin am Dienstagabend vor. Er kann eine Geschwindigkeit von 400 Stundenkilometer erreichen und wird zum schnellsten Zug Europas aufrücken, der in Serie hergestellt wird, berichtete die Tageszeitung "La Stampa" am Dienstag.

Der Zug wurde vom italienischen Zughersteller AnsaldoBreda, einer Tochter des Rüstungskonzerns Finmeccanica, sowie von Bombardier Italia gebaut. Das Design ist von der piemontesischen Firma Bertone. Der 202 Meter lange Zug aus acht Waggons besteht bis zu 85 Prozent aus recyclebarem Material. 465 Plätze befinden sich an Bord des Frecciarossa 1000, der dank seiner niedrigen Vibrationen der leisesten Zug der Welt ist. Dank seiner technischen Eigenschaften kann er auch auf den Bahnlinien von ganz Europa, darunter Österreich, verkehren. 50 Züge dieses Typs haben die italienische Staatsbahnen bereits bestellt, was Investitionen im Wert von 1,5 Milliarden Euro erfordert.

Die italienische Staatsbahn will mit dem neuen Superzug vor allem der kränkelnden Fluggesellschaft Alitalia Kunden abspenstig machen und der privaten Konkurrenz auf der Schiene, der NTV-Gruppe um Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo, zuvorkommen. Diese setzt auf den Hochgeschwindigkeitszug "Italo", der etwa 300 km/h erreicht. "Laut Schätzungen der ,Financial Times' sind wir im Bahn-Hochgeschwindigkeitsbereich die Besten der Welt", wirbt der Chef der Staatsbahnen Mauro Moretti.

NTV: Italiens 300 km/h schneller Zug in Ferrarirot

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(APA)

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7 Kommentare
Gast: Super Zug...
18.09.2012 16:18
0 1

Leider wird der Zug nie Wien anfahren...

Bis die Südbahn auf 200km/h ausgebaut ist, wird dieser Zug bereits von der Bahn wieder verschrottet, und ob ein derartiger Zug davor nach Wien kommt, bei einer Streckenhöchstgeschwindigkeit von Teilweise vMax 50km/h bis vMax 160km/h mehr als fraglich.

Gleiches gilt ja auch für den ICE 1, die Westbahn wurde zu einem Zeitpunkt mit dem Ausbau begonnen als es den Zug noch gar nicht gab, das modernste war zu der Zeit die 103er, es wird noch immer gebaut, und die DB beginnt bereits darüber Nachzudenken wann diese Garnituren zu verschrotten sind, die Westbahn ist noch immer nicht fertig.

So wird eben in Österreich gebaut, sollte es nicht einen Nationalen Rettungsplan geben um doch noch International aufzusteigen sieht es für Österreich mehr als Düster aus, und zwar vor allem dann wenn Bahnfahrten wieder billiger wird als Fliegen, dann kann alleine der Wien Tourismus angesichts der österreichischen Schienenkatastrophe baden gehen.

Bei der Westbahn ist ja der Witz das inzwischen die ersten Abschnitte des Hochleistungsnetzes wieder saniert werden, ehe das Kunstwerk überhaupt fertig ist, und dieses Kunstwerk beinhaltet nicht mal eine durchgehende Geschwindigkeit von vMax 230 km/h, da wurde schlicht in Linz und St. Pölten vergessen das auch Züge durchfahren könnten...

Die Hoffnung das China hier Entwicklungshilfe leistet können wir detto vergessen, bei dem Chaos der ÖBB kann man nur verlieren.

Vorausgestzt

die Infrastruktur wird diesem high speed Teil gerecht
wieviele Kilometer der Bahn in Österreich können mit dieser Geschwindigkeit befahren werden ?
ansonsten hört sich das alles ja recht toll an

Antworten Gast: DFART
18.09.2012 13:25
0 0

Wenn man bereit ist

mit der ÖBB bis aufs Blut zu kämpfen und die üblichen Ärgernisse in Kauf nimmt - max 240 km/h.

Na dann hoffe ich mal, dass das Prospekt mit der Realität übereinstimmt.

Ist bei italienischen Produkten nicht immer der Fall.

Antworten Gast: Ist kein Schrott!
18.09.2012 17:08
0 0

Re: Na dann hoffe ich mal, dass das Prospekt mit der Realität übereinstimmt.

Kannst ganz sicher sein das das kein Schrott ist! Bis 2020 sind folgende Verbindungen geplant, die auch von dem Zug benützt werden:
1. Rom-Paris-(London), London wenn der Zug die Kanalzulassung bekommt.
2. Rom-Paris-Amsterdam
3. Rom-München-Köln, die einzige Chance für Österreich den zu Gesicht zu bekommen.
4. Rom-Madrid
Der Zug bekommt seine Internationale Zulassung und er wird ohne wenn und aber, auch weil Italien sehr auf den Export setzt.

Im übrigen einmal wird zumindest ein Triebkopf nach Wien kommen in einer Nacht und Nebelaktion da Wien die einzige Klima(Kälte)anlage für Schienfahrzeuge in Europa hat, und vor der Endabnahme ist eine Prüfung dort vorgeschrieben. Die Geheimhaltung dort ist fast schon so schlimm wie AREA 7, keine Photos und schon gar keine Gaffer (Schaulistige wurde mir gesagt, stammt aus der NS Zeit will ich nicht mehr verwenden.), Meter hohe Lärmschutzwände, keine Hochhäuser in der Umgebung, etc...

Gast: bahnfahrer99
18.09.2012 11:40
1 0

Peinliche Zusammenstellung

Ist das der Presse-Redaktion nicht peinlich, wenn sie anläßlich der Vorstellung eines neuen Zuges der STAATSBAHNEN dann eine ausführliche (aber alte) Bildstrecke über den Konkurrenten ITALO in den Bericht einbaut?

Frecce Rossa = Staatsbahn (400 km/h ab 2014, derzeit bis zu 360 km/h)
ITALO = NTV = "Montezemolo" (300 km/h derzeit)

Aber rot sind sie beide...

Antworten Gast: UnionJack
18.09.2012 14:39
1 0

Re: Peinliche Zusammenstellung

ist es Ihnen nicht peinlich, dass sich die Bildstrecke ganz eindeutig auf den Italo von NTV bezieht, Sie aber glauben, dass es der Frecciarossa ist.

Hobbyökonom