Der italienische Premier Mario Monti hat am Dienstag mit Fiat-Chef Sergio Marchionne telefoniert und ihn zu einem Gespräch in Rom eingeladen. Das Treffen wird am Samstagnachmittag stattfinden, teilte des Büro des Premierministers am Dienstag in Rom mit. Monti will Klarheit über die Zukunft der Fiat-Produktionswerke in Italien schaffen.
Fiat-Chef Marchionne berichtete am Dienstag, er wolle trotz der Rezession in Italien seinem Heimatland nicht den Rücken kehren. "Ich habe nie über die Schließung von Werken gesprochen. Ich habe nie gesagt, das Land verlassen zu wollen", stellte Fiat-Chef Sergio Marchionne am Dienstag in einem Interview der Tageszeitung "La Repubblica" klar.
Strategie hält nicht
Marchionne, der auch den zu Fiat gehörenden US-Autobauer Chrysler leitet, ist zuletzt zunehmend unter Druck von Gewerkschaften und Politikern geraten, die Strategie des Konzerns zu erläutern. Ein 2010 vorgelegter Fünf-Jahres-Plan über Investition in Höhe von 20 Milliarden Euro bis 2014 soll angesichts der Krise aus dem europäischen Automarkt revidiert werden.
In der vergangenen Woche erklärte Fiat, es sei unrealistisch davon auszugehen, dass eine vor zweieinhalb Jahren vorgelegte Strategie unverändert bliebe. Der italienische Automarkt steckt tief in der Rezession. Fiat war bereits gezwungen, die Produktion in einigen Werken dort vorübergehend zu stoppen. Die Nachfrage ist auf ein Niveau wie in den 60er Jahren gesunken, klagte Marchionne.
(APA)
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