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Euro-asiatische Starre

21.09.2012 | 08:03 |   (Die Presse)

Brüsseler Treffen ohne Fortschritte. Die EU gesteht China auch im letzten Jahr von Regierungschef Wen Jiabao nicht den Status einer Marktwirtschaft zu.

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[BRÜSSEL/go] Das 15. Gipfeltreffen zwischen den Spitzen der EU-Institutionen und Chinas Regierung brachte am Donnerstag in Brüssel dasselbe wie die 14 Gipfel zuvor: schale Worte freundlicher Unverbindlichkeit, verpackt in seitenlange vorgestanze Erklärungen.

Doch in der Substanz bleibt das Verhältnis der beiden sich seit 2003 „strategisch" nennenden Partner unverändert: Die EU gesteht China auch im zehnten und letzten Jahr von Regierungschef Wen Jiabao nicht den Status einer Marktwirtschaft zu. Den hätte Wen gerne, weil es dann viel schwerer wäre, in der Welthandelsorganisation gegen Preismanipulationen zu klagen.

Und auch das EU-Waffenembargo bleibt aufrecht. Als der darob sichtlich verärgerte Wen dies zu Beginn des Treffens ansprach, brach übrigens bemerkenswerterweise die Übertragung des EU-Mediendienstes jäh ab.
Die Europäer, vertreten durch die Präsidenten des Europäischen Rates und der Kommission, Herman Van Rompuy und José Manuel Barroso, bedankten sich bei ihrem fernöstlichen Gast dafür, dass China weiterhin europäische Staatsanleihen zu kaufen gedenkt.

Das heikle Thema Menschenrechte wurden zwar erwähnt, Regierungschef Wen konnte man dazu aber nicht befragen, weil er einen Presseauftritt scheute.

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21. September 2012)

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2 Kommentare
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Rompuy und Barroso

Die Totengräber Europas gestehen China nicht den Status einer Marktwirtschaft zu aber dafür soll China marode Staatsanleihen kaufen.
Ja sicher die sind doch froh wenn sie ihre US Dollar an den Mann bringen.

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habe ich heute icht in einer anderen Zeitung gelesen,

dass die Fernsehübertragung für Journalisten während der Rede des Chinesen just zu dem Zeitpunkt abgewürgt wurde als er über die schwierigen Verhältnisse zwischen EU und China sprach.
Den davor gehaltenen Lobpreis der guten Taten zwischen den beiden Pakten haben sie noch brav übertragen.
Man wähnt sich in China....oder Russland in den tiefsten 70er Jahren.

Hobbyökonom