Zwischen Deutschland und Frankreich bestehen bei der angestrebten europäischen Bankenunion nach Einschätzung der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) keine Differenzen. "Da sind wir gar nicht auseinander", sagte Merkel am Samstag nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Francois Hollande in Asperg bei Ludwigsburg. Die Qualität müsse gewährleistet sein. "Es nützt nichts, ganz schnell etwas zu machen, was nicht funktioniert." Es nütze aber auch nichts, etwas auf die lange Bank zu schieben.
Zuletzt gab es unterschiedliche Standpunkte zum Zeitplan. Die Aufsicht ist Voraussetzung dafür, dass klamme Banken direkt Hilfe aus den Euro-Rettungsfonds erhalten können.
Deutschland und Frankreich wollen weiters eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Eurogruppe, um die Krise zu überwinden. Die Regierungen müssten sich regelmäßig treffen, um zu überlegen, "wie kommen wir zu mehr Wachstum", sagte Merkel am Samstag nach einem Treffen mit Frankreichs Präsidenten François Hollande in Asperg bei Ludwigsburg. Das Ziel müsse sein, die Wettbewerbsfähigkeit in der Eurogruppe zu stärken und anzugleichen. Die Kanzlerin pochte darauf, dass die Krisenländer zu einer "strikten Erledigung der nationalen Hausaufgaben" verpflichtet seien. Hollande warb ebenfalls für eine bessere wirtschaftspolitische Abstimmung in der Eurogruppe.
(APA/dpa)
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